19. August 2010
Für eine Gesellschaft ist Bildung ein wertvolles Gut. Leben in einem Staat viele gut ausgebildete Menschen, so profitieren alle davon. Deshalb sollte jede Regierung Bildung nach Kräften fördern und unterstützen. In Deutschland wird diese Aufgabe trotz regelmäßiger Unstimmigkeiten im Großen und Ganzen ziemlich gut realisiert. Nur auf dem Zweiten Bildungsweg kommt es manchmal zu Problemen.
Menschen, die sich erst relativ spät dazu entscheiden, einen höheren Schulabschluss anzustreben sind zwar in erster Linie fördernswert, die Zuwendung muss jedoch auch ihre Grenzen haben. Würde jeder Berufstätige, der sich dazu entscheidet, noch einmal die Schulbank zu drücken, BAföG bekommen, so würden die Staatskassen schnell unter der Last zusammenbrechen.
Als vergleichbares Beispiel könnte man beispielsweise die Langzeitstudenten heranziehen, die auf Kosten der Gesellschaft leben, jedoch noch nichts Produktives zu ihr beitragen.
Deshalb sollte man sich möglichst vor dem 30. Lebensjahr für den Besuch einer Abendschule oder einer ähnlichen Institution entscheiden. Entschließt man sich nämlich erst später dazu, so muss man seine Krankenkassengebühren komplett aus eigener Tasche bezahlen und auch der Anspruch auf BAföG erlischt meist ganz oder zumindest in Teilen. Studenten, die älter als 30 Jahre sind, bekommen zudem für einen Masterstudiengang überhaupt kein BAföG mehr.
Ob und wie viel man an BAföG bekommt, richtet sich auch nach der gewählten Schulform, selbst wenn man das 30. Lebensjahr noch nicht erreicht hat. Besucht man beispielsweise ein Abendgymnasium, so bekommt man die Förderung erst ab dem vierten Semester, Schüler einer Kollegschule werden hingegen schon von Beginn ihrer Ausbildung an unterstützt.
In jedem Fall sollte man sich schon frühzeitig erkundigen, ob man überhaupt eine Unterstützung bekommt und in welcher Höhe die Zahlungen ausfallen werden. Zusätzlich muss man sich darauf einstellen, dass die Zuwendungen erst sehr spät auf dem Konto eintrudeln werden. Studenten müssen beispielsweise ihre Studiengebühren erst vorstrecken und bekommen den entsprechenden Betrag dann später im Semester erstattet.
Wer auf die Unterstützung durch den Staat angewiesen ist, sollte sich eventuell überlegen, von Freunden oder Bekannten ein Darlehen anzunehmen. Sonst kann es schnell passieren, dass man plötzlich mehr als knapp bei Kasse ist. Durch den Schulbesuch schrumpft in manchen Fällen nämlich auch das Einkommen, da weniger Stunden als bisher bei der Arbeitsstelle abgeleistet werden können.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
02.10.11 | |
![]() | ZWEITER BILDUNGSWEG |
09.08.10 | |
![]() | ZWEITER BILDUNGSWEG |
10.11.09 | |
![]() | ZWEITER BILDUNGSWEG |
04.03.09 | |
![]() | ZWEITER BILDUNGSWEG |
13.01.09 | |
![]() | ZWEITER BILDUNGSWEG |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Zweiter Bildungsweg Forum

