7. September 2010
Stagnation ist schädlich, das gilt besonders für den beruflichen Werdegang. Wer nicht engagiert genug an seiner Karriere arbeitet, wird sich sehr schnell auf dem Abstellgleis wiederfinden. Das bedeutet in erster Linie, dass man sich selbst dann noch weiterbilden sollte, wenn man schon ganz oben auf dem Treppchen angekommen ist. Denn die Welt verändert sich jeden Tag, weshalb es auch immer etwas Neues zu lernen gibt.
Eine Weiterbildung zu beginnen, ist ein ziemlich großer Schritt, der gut durchdacht sein sollte. Schließlich wird es fast immer nötig, Kapazitäten aus dem aktuellen Job abzuziehen und sie der Fortbildung zuzuweisen. Das betrifft nicht nur Zeit, sondern auch Elan und Kreativität. Daher sollte man immer zuerst mit seinem Fortgesetzten über die geplante Weiterbildung sprechen und ihm die Vorzüge schmackhaft machen, die dem Unternehmen durch das zusätzliche Know-How zugute kommen würden.
Ist es aus diversen Gründen nicht möglich, eine umfassende Fortbildung zu absolvieren, so kann man trotzdem weiter kommen, indem man Wochenendseminare und Abendkurse besucht. Solche "Mini-Fortbildungen" können zum Beispiel dabei helfen, eine neue Sprache oder ein kompliziertes Computerprogramm zu erlernen. Sieht der Boss den daraus resultierenden Nutzen für die Firma, bewilligt er vielleicht doch noch eine umfassendere Weiterbildung.
Die meisten Arbeitnehmer streben im Job einen höheren Schulabschluss an, um fortan auch gehobenere Posten besetzen zu können. Teilweise ist sogar ein Studium von Nöten, um in die Führungsetage einsteigen zu können.
Am praktischsten sind Fernkurse, die von vielen privaten Anbietern betreut werden. Man bekommt in regelmäßigen Abständen das benötigte Lernmaterial zugesandt und kann es dann zeitlich flexibel nach einem eigenen Zeitplan bearbeiten. Am Ende des Kurses steht meist eine staatlich anerkannte zentrale Prüfung, nach deren Bestehen man dann das ersehnte Zertifikat erhält.
Wer nicht soviel Disziplin hat, sollte sich lieber für eine Abendschule mit Präsenzunterricht entscheiden. Zwar ist auch hier eine Menge Selbststudium nötig, man hat jedoch feste Unterrichtstermine vorgegeben, so dass man nicht so leicht ins Schludern mit dem Lernen kommt.
Eine weitere Möglichkeit bieten Spezialisierungskurse, mit denen man sich im Job bestimmte Zusatzqualifikationen erwirbt. So machen beispielsweise viele Ärzte eine psychotherapeutische Zusatzausbildung, um ihr Schaffensgebiet auch auf seelische Erkrankungen ausdehnen zu können. In einem ähnlichen Stil können sich auch alle anderen Berufsgruppen weiterbilden.
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