Geschichte, Standort und Fachrichtungen bekannter Elite-Universitäten weltweit

Studentin steht mit aufgeschlagenem Buch in der Bibliothek, lächelt in Kamera

Bekannte Elite-Unis im Überblick

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  • von Paradisi-Redaktion

Elite-Universitäten lassen sich vor allem im englischsprachigen Ausland finden. So gibt es beispielsweise in den USA und Großbritannien eine Reihe von Universitäten, welche weltweit bekannt sind und auf eine lange Geschichte zurückblicken können. Doch auch hierzulande existieren inzwischen einige Institutionen, welche auch als eine solche Elite-Universität bezeichnet werden können. Werfen Sie einen Blick auf die Geschichte, den Standort sowie die Fachrichtungen bekannter Elite-Universitäten weltweit.

Die Elite-Universität: Merkmale und Vorteile

Die Definition des Begriffs "Elite-Universität" fällt dabei keineswegs so leicht, wie es zunächst den Anschein hat. So drückt der Ausdruck "Elite" etwas Exklusives und auch Erhabenes aus. In diesem Zusammenhang stellt sich allerdings die Frage, inwiefern sich dies im Falle einer bestimmten Elite-Universität äußert.

An die Elite der Gesellschaft gerichtet

So ist es einerseits denkbar, dass eine Elite-Universität nur von Menschen besucht werden kann, welche auch zur vermeintlichen Elite der Gesellschaft gehören. An dieser Stelle sei an die Gesellschaftsordnung Pierre Bourdieus verwiesen, nach welcher Menschen über ökonomisches, kulturelles und soziales Kapital verfügen.

Die Gesamtheit dieser Kapitalformen, welche sich innerhalb einer Familie befindet, entscheidet dann über die soziale Stellung der Familie in der Gesellschaft, was heute auch in etwa mit dem Begriff des sozioökonomischen Status gleichgesetzt werden kann. Nach dieser Auffassung könnten dann nur Menschen eine Elite-Universität besuchen, welche sich im oberen Bereich der gesellschaftlichen Hierarchie befinden und beispielsweise über das Geld für die Studienkosten und die entsprechenden sozialen Kontakte verfügen, um überhaupt erst in diesen elitären Kreis aufgenommen zu werden.

Definiert über die Leistung der Studenten

Daneben kann es sich bei Elite-Universitäten auch um Institutionen handeln, welche sich selbst über die Leistung ihrer Studenten und der wissenschaftlichen Forschung definieren. In diesem Fall existieren strenge Aufnahmeregelungen, welche sich in Deutschland etwa in Form eines strikten Numerus Clausus oder schwerer Aufnahmeprüfungen äußern können.

In diesem Fall kann dann von einer Elite-Universität gesprochen werden, da nur die Elite der jeweiligen Fachdisziplin immatrikuliert ist und entsprechende Leistungen von den Studenten erwartet werden. Zudem sind solche Universitäten dann weltweit auf bestimmten Fachgebieten führend und treiben die Wissenschaftsarbeit voran.

Bezogen auf die anschließenden Karrierechancen

Letztlich ist es auch noch denkbar, dass eine Elite-Universität als solche bezeichnet wird, da sie als Schlüssel für den Zugang zu bestimmten gesellschaftlichen Stellungen fungiert. In diesem Fall haben die Absolventen beispielsweise äußert gute Chancen, in Bereichen der Politik oder Wissenschaft Fuß zu fassen, sobald ein Abschluss an dieser Universität vorgewiesen werden kann.

Diesbezüglich spielen aber nicht nur die Qualifikationen, sondern auch die gesellschaftlichen Milieus und sozialen Kontakte eine wichtige Rolle. So kommen die Studenten einer solchen Elite-Universität dann beispielsweise leicht mit potentiellen Arbeitgebern in Kontakt, da diese gezielt nach Absolventen dieser Universitäten suchen. Folglich wird eine solche Institution dann so betitelt, da sie die Eliten von morgen ausbildet.

Elite-Universitäten zeichnen sich demnach durch zahlreiche Aspekte aus und sind Zentren der Macht. Die weltweite Anzahl an Elite-Universitäten im engeren Sinne ist dabei relativ überschaubar. Aus diesem Grund wird sich nun einigen der größten, prestigeträchtigsten und bekanntesten Elite-Universitäten weltweit gewidmet.

Namentlich handelt es sich hierbei um

  • die University of Cambridge
  • die Harvard University
  • die Yale University
  • das University College London
  • das Massachusetts Institute of Technology
  • die University of Oxford
  • die Australian National University
  • die McGill University sowie
  • das ETH Zürich.

Dabei soll einerseits auf die Geschichte des jeweiligen Instituts eingegangen werden. Anschließend werden der Standort und die Fachrichtungen dargestellt, wodurch unter anderem auch ersichtlich wird, welche Rolle die jeweilige Universität heute einnimmt.

Exzellenzinitiative - Wo man künftig an der Elite-Hochschule studieren kann

Studenten während einer schriftlichen Prüfung, Klausur
Students during exam © Photographee.eu - www.fotolia.de

Die Exzellenzinitiative ist ein Projekt, das gemeinsam von Bund und Ländern getragen wird. Ähnlich dem angelsächsischen Modell werden hier sogenannte Elite-Hochschulen ausgezeichnet, die für ihre hervorragende Arbeit auf dem Gebiet von Wissenschaft, Forschung und Lehre zusätzliche Gelder erhalten. Hierdurch sollen bestehende Projekte und Leistungen wiederum ausgebaut werden. Die Auszeichnung ist für die Sieger-Unis höchst effektiv - nicht nur, weil es hierfür große Geldsummen gibt, sondern auch, weil der Status begabte Akademiker und Studieninteressierte aus dem Ausland anziehen könnte.

Um den begehrten Titel zu erhalten, müssen sich die teilnehmenden Hochschulen ordentlich ins Zeug legen - und Konzepte vorlegen, die gleich mehrere kritische Jury-Mitglieder und Entscheider überzeugen. Insgesamt werden bei der diesjährigen Exzellenzinitiative ganze 2,4 Milliarden Euro vergeben, die sich auf insgesamt elf Elite-Hochschulen verteilen. Neu dabei sind diesmal die TU Dresden, die Universitäten in Bremen, Köln und Tübingen sowie die Humboldt Universität Berlin. Ihren Platz als Elite-Uni verteidigen konnten die Freie Universität Berlin, die RWTH Aachen, die Universitäten in Heidelberg und Konstanz sowie die TU und die LMU in München.

Cambridge gewinnt, Oxford verliert – britische Unis ringen um ihr Stiftungsvermögen

Im Vergleich zu amerikanischen Elite-Universitäten ist der Stiftungsfonds von Cambridge eher bescheiden. Mit knapp 2 Milliarden Euro nimmt die Hochschule in England allerdings die Spitzenposition ein. Oxford landet mit einem Stiftungsvermögen von 990 Millionen Euro auf einem hinteren Platz. Und noch schlimmer: die Traditionshochschule macht Verluste.

Solche Summen sind für deutsche Unis undenkbar. Um die Zahlen richtig einzuordnen, muss man sich allerdings die Besonderheiten des britischen Hochschulwesens anschauen. Ähnlich wie in den USA finanzieren sich die Universitäten weitgehend aus Spenden ehemaliger Studenten. Dieses Geld wird im Fonds gesammelt und möglichst gewinnbringend angelegt.

In der Wirtschaftskrise zeigen die Unis nun unterschiedliches Talent, um ihre Finanzen zu mehren. Unbestrittener Weltführer ist Harvard mit einem Hochschulfonds von umgerechnet 36 Milliarden Euro – nach Abzug der jährlichen Ausgaben.

Neuer Studententrend - US-Summer Schools locken mit mehrwöchigem Aufenthalt an Elite-Unis

Junge Frau mit Sonnenbrille im Sommerkleid schaut frech mit offenem Mund in Kamera
Gorgeous young girl posing mouth open © Serhiy Kyrychenko - www.fotolia.de

Ohne Auslandsaufenthalt kann sich heuzutage kaum noch ein Akademiker gegen seine Konkurrenten am Arbeitsmarkt durchsetzen. Neben den gängigen Auslandssemestern setzt sich derzeit aber auch noch ein anderer Trend an europäischen Universitäten durch: die Summer Schools.

Das Angebot

In solchen Sommerschulen können sich Studierende aus aller Welt mit den besten Professoren ihres Fachgebiets für Diskussionsrunden und Forschungen treffen. In den USA werden solche Summer Schools beispielsweise unter anderem an den renommierten Eliteuniversitäten Oxford und Harvard angeboten. Die Sommerschulen dauern zwischen zwei und sechs Wochen und finden in den Semesterferien statt.

Informationen

Für Studierende aus Europa organisiert die European Campus of Excellence solche Summer-School-Programme. Informationen bekommen interessierte Studenten an ihren Hochschulen.

Ein mehrwöchiger Aufenthalt in den Summer Schools der Elite-Unis kostet allerdings um die 7.000 Euro. Wer sich das nicht leisten kann, bekommt unter anderem beim Deutschen Akademischen Austauschdienst finanzielle Unterstützung.

Suche nach Studienplatz - Erstmals ist ein US-Schüler an allen Elite-Unis angenommen worden

Frau steht mit Laptop vor Podium bei einem Vortrag, in Richtung Publikum fotografiert
Lecture at Convention © endostock - www.fotolia.de

Die amerikanischen Elite-Universitäten Harvard, Brown, Princeton, Yale, Columbia, Pennsylvania, Dartmouth und Cornell genießen weltweit einen exzellenten Ruf. Doch nicht jeder darf an diesen renommierten Unis studieren. Die Zulassungsbestimmungen sind hart. Neben hervorragenden Schulnoten müssen die Bewerber auch spezielle Eingangstests mit Bravur bestehen und Bewerbungsessays einreichen. Im Schnitt bekommt nur rund jeder zehnte Bewerber einen Studienplatz an den Elite-Unis.

Erstmalig in der Geschichte erhält Schüler Zusagen von allen Elite-Unis

Umso erstaunlicher und größer ist die Freude natürlich, wenn ein Schüler gleich die Zusagen von mehreren dieser Unis erhält. Ein 17-Jähriger aus Long Island hat sich, wie die meisten seiner Mitstreiter auch, natürlich gleich an allen Elite-Unis beworben, um so seine Chancen auf einen Studienplatz zu erhöhen.

Trotz seiner hervorragenden Schulnoten hat er höchstens mit zwei oder vielleicht drei Zusagen gerechnet, doch dass ihn gleich alle Unis haben wollten, hat nicht nur den Schüler und seine Familie überrascht. Auch seine Studienberaterin hat das in ihrem 30-jährigen Berufsleben nicht einmal erlebt.

Studienplatzwahl fällt wahrscheinlich auf Yale

Von Princeton hatte er bereits im Dezember eine Zusage bekommen. Die anderen Zusagen folgten allesamt in der vergangenen Woche. Nun muss sich der 17-Jährige nur noch entscheiden. Seine Wahl fällt aber vermutlich auf Yale.

Diese Universitäten bringen die meisten Milliardäre hervor

Agentur "Wealth-X" veröffentlicht Hochschulranking

Fliegende Euroscheine auf blauem Hintergrund, Geld
Flying money © Fantasista - www.fotolia.de

Viele Universitäten sind nicht nur für Forschung und Lehre berühmt, sondern auch für ihre Absolventen. Die Agentur Wealth-X hat nun untersucht, welche Hochschulen weltweit die meisten Milliardäre hervorgebracht haben.

Die Unis der USA als Milliardärs-Garanten?

Spitzenreiter dieses Rankings ist die University of Pennsylvania (USA), von der 25 Milliardäre kommen. Auf den Plätzen zwei und drei folgen mit Harvard (22) und Yale (20) zwei weitere der bekanntesten Universitäten der USA. Erst auf Rang neun findet sich mit der University of Mumbai (Indien/12) die erste nicht US-amerikanische Hochschule.

Unter den besten 20 ist keine Uni aus Deutschland, auch die berühmten englischen Universitäten in Oxford und Cambridge zählen nicht zu den Institutionen, die zahlreiche Milliardäre hervorgebracht haben. Allerdings ist auch ein Uni-Abschluss allein noch kein Kriterium, um es einmal zu einem Vermögen in Milliardenhöhe zu bringen.

Milliardär trotz Studienabbruch

Andererseits können auch Studienabbrecher später zu den Superreichen gehören. So haben 35 Prozent aller Milliardäre die Uni vor ihrem Abschluss verlassen, darunter Microsoft-Gründer Bill Gates und Facebook-Erfinder Mark Zuckerberg.

Neue Rangliste der weltweit angesehensten Universitäten veröffentlicht

Auch sechs deutsche Universitäten tauchen in der Rangliste auf

Abschluss-Studenten mit Doktorhut und Diplom
Finally graduated! © gstockstudio - www.fotolia.de

Das Magazin "Times Higher Education" hat eine Rangliste der Universitäten mit dem größten Prestige veröffentlicht. Sie basiert allein auf der Einschätzung von Wissenschaftlern, welche Hochschule sie in ihrem Feld für die beste weltweit halten.

Die Ludwig-Maximilians-Universität München ist die angesehendste deutsche Universität

  1. Die prestigeträchtigste deutsche Hochschule ist weiterhin die Ludwig-Maximilians-Universität München, die sich von Rang 46 auf 35 verbesserte,
  2. dicht gefolgt von der Universität Heidelberg auf Platz 38
  3. sowie der Humboldt-Universität Berlin als 41.
  4. Ebenfalls in den Top 100 sind die Freie Universität Berlin auf den Rängen zwischen 51 und 60,
  5. die TU München auf den Plätzen 61 bis 70
  6. sowie die RWTH Aachen auf den Positionen 91 bis 100

- nach Platz 50 gibt es nur eine Rangfolge in Zehnerschritten, aber keine einzelne Platzierungen.

Deutschland ist mit sechs Universitäten die Nummer drei in der Welt. Besser schneiden im Ranking lediglich die USA mit 43 Hochschulen sowie Großbritannien (12) ab.

  1. Angeführt wird die Liste von der US-Universität Harvard in Massachusetts,
  2. gefolgt von den berühmten englischen Hochschulen in Cambridge
  3. und Oxford.

Die weiteren Ränge in den Top Ten belegen ausschließlich Universitäten in den Vereinigten Staaten.

DAAD sieht bessere Informationen und erfolgreiches Forschungsmarketing als Grund für Verbesserung

Die Verbesserungen in der Rangliste führt der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) auf

  • bessere Informationen über den Hochschul- und Wissenschaftsstandort Deutschland sowie
  • erfolgreiches Forschungsmarketing

zurück. So steige die Zahl ausländischer Studierender und Wissenschaftler seit Jahren an.

Studium in den USA – diese Voraussetzungen müssen Bewerber an Elite-Unis erfüllen

Wir geben einen Überblick über die Zulassungskriterien für amerikanische Elite-Universitäten

Rückansicht eines Sprechers in einem Hörsaal, im Hintergrund das Publikum
Speaker at Business Conference and Presentation. © kasto - www.fotolia.de

Das Studium an einer amerikanischen Elite-Uni bietet beste Chancen für die Karriere. Die akademische Ausbildung ist exzellent, und neben können Studierende ein internationales Netzwerk aufbauen. Um an eines der acht Ivy League Colleges zu gelangen, müssen Bewerber allerdings ein umfangreiches Bewerbungsverfahren durchlaufen. Deutsche Abiturienten haben aber durchaus Chancen – auch auf ein Stipendium. Wir geben einen Überblick über die Zulassungskriterien.

Eingangstest

In Harvard bewerben sich jährlich etwa 34.000 junge Menschen aus aller Welt. Rund 2000 werden aufgenommen. Wer in die engere Auswahl kommen möchte, braucht natürlich sehr gute Abitur-Noten, vor allem in den studienfachbezogenen Fächern. Als erste offizielle Hürde ist dann der SAT-Test zu absolvieren. Themen:

Je nach Studienfach können zusätzliche Spezialtests hinzukommen. Um den Eingangstest zu machen, müssen deutsche Abiturienten nicht in die USA reisen. Auch hierzulande gibt es etliche Stellen, die den SAT-Test anbieten, etwa die internationalen Schulen in den Großstädten.

Sprachkenntnisse

Immer mehr Gymnasien bieten in Deutschland parallel zum Abitur das International Baccalaureate (IB) an. Dieser Abschluss bestätigt ausgezeichnete Sprachkenntnisse und erleichtert daher die Aufnahme an einer britischen oder amerikanischen Uni. Wer das normale Abi macht, muss seine Englischkenntnisse beim TOEFL-Test nachweisen. Wie der SAT-Test kann er ebenfalls in Deutschland abgelegt werden, die Kosten belaufen sich auf rund 250 Dollar.

Referenzschreiben

Objektive Kriterien sind wichtig. In den USA zählen aber auch persönliche Empfehlungen. So ist es üblich, dass Unis Referenzschreiben von Lehrern oder anderen Mentoren verlangen. Tipp: rechtzeitig geeignete Personen auswählen und fragen, ob diese bereit wären, eine schriftliche Empfehlung zu verfassen.

Außerschulische Aktivitäten

Was Schüler außerhalb des Unterrichts machen, ist hierzulande für die akademische Ausbildung egal. Im amerikanischen Schulsystem spielen Clubs sowie sportliches und soziales Engagement eine weitaus größere Rolle. Auch die Elite-Unis fragen nach außerschulischen Aktivitäten. Abiturienten sollten sich ihren ehrenamtlichen Einsatz

deshalb schriftlich bestätigen lassen.

University of Cambridge

Die University of Cambridge ist eine der bekanntesten englischen staatlichen Universitäten und verfügt derzeit über etwa 6.000 Mitarbeiter und nahezu 20.000 Studenten. Doch wie verlief die Geschichte dieser englischen Institution, wo ist sie gelegen und was können Studenten an der University of Cambridge studieren?

Geschichte

Die Gründung dieses Instituts erfolgte im Jahre 1209. Die Geschichte der University of Cambridge lässt sich dabei präzise bis in das Jahr 1231 zurückverfolgen.

So belegt eine Charta des König Henrys den III die Existenz dieser Universität. Zudem konnte ein päpstlicher Erlass aus dem Jahre 1233 gefunden werden, welcher jeden Absolventen der Cambridge University gestattet, überall im Abendland zu lehren.

Bereits zu dieser Zeit scheint das Studienangebot der University of Cambridge breitgefächert gewesen zu sein. Im Laufe des 13. und vor allem 14. und 15. Jahrhunderts wurden dann allmählich die Colleges gegründet, für welche die University of Cambridge heute so bekannt ist. Dabei handelt es sich um Hochschulinstitute verschiedener Fachrichtungen, von welchen das Peterhouse aus dem Jahr 1284 das älteste ist.

Diese Anbindung neuer Institute setzte sich dabei bis in das 21. Jahrhundert fort, weshalb es auch nicht verwundert, dass 2010 mit dem Homerton College das letzte offizielle College als solches etabliert wurde. Eine erste geistige Krise hatte die University of Cambridge wiederum im 16. Jahrhundert zu meistern. So stellte sich zu dieser Zeit die Frage, wie mit dem aufkommenden Protestantismus umgegangen werden sollte.

Hier entfernte sich die zuvor katholische Hochschule von der katholischen Kirche und damit auch vom Papst, um sich auf die Strömungen des Protestantismus einzustellen. In der Folge war diese Einrichtung dafür bekannt, frei denkende Menschen auszubilden, weshalb es auch nicht verwundert, dass die University of Cambridge eine zentrale Rolle bei der großen Auswanderung der 1630er spielte.

In der Neuzeit erfolgte der weitere Ausbau der Universität, welcher sich vor allem im späten 19. Jahrhundert vollzog. Während des 1. Weltkriegs kam es dann zum effektiven Stillstand des Universitätsbetriebs, da die Mehrheit der Universitätsangehörigen direkt oder indirekt im Krieg diente und über 2000 der Mitglieder starben. Doch auch diese Phase konnte den Ruf und den Status der University of Cambridge nicht gefährden, welche anschließend vor allem Mitte des 20. Jahrhunderts noch einmal deutlich an Studentenzahlen gewinnen konnte.

Letzteres ist nicht zuletzt auch auf die wissenschaftlichen Errungenschaften zurückzuführen, welche durch Cambridge Alumni getätigt wurden. Hier sei beispielsweise auf die physikalischen Gesetze Sir Isaac Newtons, der Entdeckung des Elektrons durch J. J. Thomson oder der Vorstellung der Evolutionstheorie nach Charles Darwin verwiesen, welche allesamt der University of Cambridge angehörten.

Standort

Hinsichtlich des Standorts lässt sich bei der University of Cambridge festhalten, dass sich dieser seit der Gründung nicht verändert hat und sich die Institute weiterhin in der Nähe des Zentrums von Cambridge verteilt befinden. Die University of Cambridge verfügt demnach über keinen getrennten Campus, sondern ist in die städtische Struktur von Cambridge eingelassen.

Dabei machen die Studenten etwa 20 Prozent der Bevölkerung aus, was wiederum zur Folge hat, dass die ansonsten beschauliche englische Stadt auch über ein großes kulturelles Angebot verfügt. Der städtische Campus ist zudem in verschiedene Bereiche unterteilt, in welchen sich dann die Institute finden lassen. Hierbei handelt es sich um

  • Addenbrooke's
  • Downing Site
  • Madingley
  • New Museums Site
  • Old Addenbroke's
  • Old Schools
  • Silver Street
  • Sedgwick Site sowie
  • West Cambridge.

Fachrichtungen

Hinsichtlich der Fachrichtungen lassen sich die sechs Schools der University of Cambridge aufzählen, welche verschiedene Fakultäten einer Fachrichtung in sich vereinen. Hierbei handelt es sich um

  • Arts and Humanities
  • Biological Sciences
  • Clinical Medicine
  • Humanities and Social Sciences
  • Physical Sciences und
  • Technology.

Die University of Cambridge verfügt demnach über ein breitgefächertes Spektrum an Fachrichtungen.

Cambridge University bietet bald Übernachtungsmöglichkeiten für Touristen an

Die Universität in Cambridge ist bekannt als Elite-Uni Englands. Doch nicht nur für Studenten soll die englische Universität attraktiv sein, sondern auch für Touristen. Deswegen will die Cambridge University zukünftig "Bed & Breakfast" für Touristen anbieten.

Wer die einmalige Atmosphäre auf dem Campus einer der ältesten Universitäten Englands genießen und auf den Spuren der ehemaligen Cambridge-Studenten Isaac Newton und Charles Darwin wandern möchte, kann sich ab 46 Euro ein Zimmer mieten.

Cambridge debattiert über Sex-Prüfung

An der Elite-Uni Cambridge debattieren die Jurastudenten seit einigen Tagen über eine merkwürdige Prüfung. Es mussten Fragen zum Thema Oralsex beantwortet werden. Es ging in der Frage zwar um eine Straftat, allerdings wurde in allen Einzelheiten beschrieben wie, ein junger Mann Oral vergewaltigt wird.

Einige Stundenten finden dies unfassbar, entsetzlich und inakzeptabel. Andere sind der Meinung, dass die Uni nur mit der Zeit gehe. Viele sind nur erstaunt, wie gut die Uni über die Studentenverbindungen mit den Trinkspielen Bescheid wissen.

Auch früher wurden Studenten bereits fiktive Fälle aus dem Strafrecht aufgezeigt. Doch noch nie wurde so debattiert wie bei dieser Prüfung.

Harvard University

Die Harvard-University ist die wohl bedeutendste Universität der USA. Sie ist dabei in Cambridge gelegen und kann derzeit über 20.000 Studenten vorweisen. Zudem handelt es sich bei dieser Einrichtung um eine Privatuniversität, welche sich dem Motto Veritas, also der Wahrheit, verpflichtet sieht.

Geschichte

Die eigentliche Gründung der Harvard-University erfolgte dabei im Jahr 1636, wobei diese Einrichtung damals noch nicht unter dem heutigen Namen bekannt war. Bereits drei Jahre nach der Gründung wurde das damalige New College aber in die Harvard-University umbenannt.

Als Namensgeber diente dabei ein Alumni der University of Cambridge namens John Harvard, da er die erst neu gegründete Universität mit über 400 Büchern und einer großen Geldsumme unterstützte. Die Harvard-University war dann schon bald als eine elitäre Bildungseinrichtung bekannt, welche sich nicht nur am englischen Universitätswesen orientierte, sondern sich auch bemühte, fähige Wissenschaftler und Dozenten aus England anzuwerben.

Während des frühen 18. Jahrhunderts gelang es dieser privaten Einrichtung auch zusehends, sich vom Puritanismus und damit religiösen Einflüssen loszulösen. Diese Befreiung von kirchlichen Einflüssen sollte sich allerdings nur bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts erstrecken.

Zu dieser Zeit war die Harvard-University dann auch als der Vatikan der Unitarier bekannt. Dies sollte sich erst wieder mit dem Universitätspräsidenten Charles W. Eliot ändern, welche die Harvard-University von 1869 bis 1909 leitete. So erkannte Eliot, dass die Zukunft Harvards von der Frage abhängt, ob dieser Universität die "Verweltlichung" und Loslösung von religiösen Weltanschauungen gelingt.

Mit diesem Schritt waren dann die Voraussetzungen erfüllt, dass Harvard für viele heute der Inbegriff einer Elite-Universität ist. Im Laufe des 20. Jahrhunderts expandierte die Harvard-University dann unbeirrt weiter und diente als Vorlage für die Gründung zahlreicher weiterer amerikanischer Privatuniversitäten.

Nach der Jahrtausendwende mehrten sich jedoch auch kritische Stimmen, welche bemängelten, dass die Harvard-University bis heute nur wenige Frauen aufnehmen würde. Aus diesem Grund wurde 2005 der Beschluss gefasst, sich auch weiblichen Bewerbern mehr zu öffnen, wozu unter anderem auch ein Projekt über 50 Millionen Dollar initiiert wurde.

Standort

Beim Campus von Harvard handelt es sich um einen städtischen Campus, welcher sich etwa fünf Kilometer nordwestlich vom Zentrum Bostons befindet. Den Kern des Universitätsgeländes stellt dabei Harvard Yard dar, wo sich nicht nur die Universitätsverwaltung, sondern auch die Zentralbibliothek und einige Fakultäten finden lassen.

Die Sophomore, Junior und Senior Studenten leben zudem in den zwölf Residential Houses, welche größtenteils südlich des Harvard Yard lokalisiert sind. Die einzelnen Fakultäten der Harvard-University lassen sich dann rund um Cambridge finden. So gibt es beispielsweise die Longwood Medical and Academic Area, welche sich etwa sechs Kilometer südwestlich vom Zentrum Bostons befindet und über die Institute Harvard Medical School, Harvard School of Dental Science sowie die Harvard School of Public Health verfügt.

Fachrichtungen

Die durch die Harvard-University angebotenen Fachrichtungen lassen sich am leichtesten durch einen Blick auf die Harvard Schools erfassen. So gibt es die Harvard Business School, welche sich dem Bereich der Wirtschaftswissenschaften widmet. Die

  • Harvard School of Dental Medicine
  • Harvard Medical School und
  • Harvard School for Public Health

lassen wiederum erkennen, dass zahlreiche medizinische und gesundheitsorientierte Studiengänge belegt werden können. Die Fachrichtung Recht ist dagegen durch die Harvard Law School vertreten. Daneben können an der Harvard-University noch die Fachrichtungen

  • Erziehung
  • Kunst und Design
  • Theologie
  • Ingenieurs- und angewandte Wissenschaften und
  • Politikwissenschaften

studiert werden. Die Harvard-University betont demnach einen breiten Fächerkanon, wodurch sich auch erklären lässt, dass sie auch auf vielen Gebieten forschungsleitend ist.

Aktuelle Ergebnisse des internationalen Hochschulrankings - Harvard verliert Spitzenplatz

Hierzulande hat gerade das neue Semester begonnen. Viele tausende Studenten strömen über den Campus ihrer Stadt. Da war es auch wieder Zeit für ein aktuelles Hochschulranking.

Verglichen wurden die Universitäten auf dem gesamten Globus. Das Ergebnis viel sehr eindeutig aus: ganz vorn liegen die englischsprachigen Hochschulen. Die ersten zehn Plätze gehen an US-Universitäten und an britische Hochschulen. Jede Einrichtung mit anderer Muttersprache ist also weit abgeschlagen. Nur zwei andere Länder konnten mit ihren Unis überhaupt unter die ersten 20 kommen. Die "ETH Zürich" (Rang 15) und die Universität von Toronto (Rang 19).

Platz Eins belegt dieses Jahr die "California Institute of Technology (Caltech)". Dieses Ergebnis ist eine Sensation, denn in allen vorherigen Jahren war immer die Universität "Harvard" auf diesem Platz. Doch Harvard liegt nun nur noch auf Platz zwei und dies nicht einmal allein, denn die alte Nummer Eins teilt sich die Silbermedaille mit der "Stanford".

Harvard kämpft um Öl und Ansehen

Junge lächelnde Frau mit braunen Haaren und großer Hornbrille blickt zufrieden nach oben
zufriedene junge frau im büro schaut lächelnd nach oben © contrastwerkstatt - www.fotolia.de

Harvard ist nicht nur eine Elite-Universität, an der man einen hoch angesehenen Abschluss machen kann. Die Universität verdient sich viel Geld mit dem Handel von Öl und Gas hinzu.

Dies macht die Universität zum weltweit reichsten Campus. Doch einige Studenten der Uni sehen dies eher kritisch. Sie verurteilen den Handel mit den Rohstoffen und sehen darin einen großen Schaden für die Umwelt.

Studenten für die Umwelt

Sehr zum Ärger der Präsidentin. Denn die Studenten zeigten ihren Unmut vor dem Büro der Rektorin mit Hilfe von Transparenten und hinderten die Dozenten am Eintritt in die Universität. Erst mit Hilfe der Polizei konnten die Studenten entfernt und der Betrieb in vollem Umfang aufgenommen werden.

Der Protest gegen die Machenschaften der Uni ist nicht neu. Bereits seit 2011 kämpfen einige Studenten gegen die Universität. Zudem ist das Problem nicht nur bei Harvard zu finden. Auch an anderen Universitäten, die ebenfalls in Gas und Öl investieren, gab und gibt es solche Proteste. Immerhin ist es den Studenten gelungen, 11 Unis des Landes davon zu überzeugen, eine andere Investitionsquelle zu suchen, die nicht die Umwelt belastet.

Harvard hat nun mit einem größeren Imageproblem zu kämpfen. Auf der einen Seite ist die Uni sehr beliebt und wird zu jedem Semester aufs Neue von vielen Studenten angefragt. Auf der anderen Seite sind die Investitionen ein Imageschaden, der nur dann beseitigt werden kann, wenn sich die Universität umorientiert und eine andere Möglichkeit für ihre Investitionen findet.

Yale University

Die Yale University ist eine private Elite-Universität aus den Vereinigten Staaten, welche über 10.000 Studenten und etwa 3500 Mitarbeiter verfügt. Das Stiftungsvermögen beträgt dabei etwa 20 Milliarden Dollar und das Motto der Yale University lautet Lux et veritas, also Licht und Wahrheit.

Geschichte

Die Gründung der Yale University erfolgte bereits im Jahre 1701, womit sie die drittälteste Hochschule der USA ist. Die Gründungsväter waren dabei allesamt Absolventen der Harvard University, welche sogar ihre eigenen Bücher spendeten, so dass die damalige Zentralbibliothek einen Grundbestand hatte.

Die Gründer, welche durch James Pierpont angeführt wurden, sind noch heute als die Founders bekannt, an welche seitens der Yale University häufig erinnert wird. In den Anfangsjahren zog die Yale University zudem einige Male um. So waren die damaligen Institute zunächst in Saybrook und anschließend in Wethersfield gelegen, bis sich schließlich für den heutigen Standort in New Haven in Connecticut im Jahr 1718 entschlossen wurde.

Zudem konnte Yale schon im Verlauf des 18. Jahrhunderts seinen Ruf als Elite-Universität festigen. Schließlich handelte es sich bei dieser Einrichtung um die einzige private Hochschule in ganz Connecticut, welche sich zudem vollkommen der Bildung verpflichtet sah. So war die Yale University unter anderem auch für ihre autoritäre Führung bekannt, welche es den Studenten beispielsweise verbot, Karten zu spielen oder Kneipen aufzusuchen.

Im Verlauf des 19. Jahrhunderts konnte sich allerdings auch das konservativ-klassische Yale nicht mehr jenen Strömungen der frühen Moderne entziehen, welche nach einer Öffnung des Curriculum verlangten. Zwar wurden in der Yale University weiterhin die klassischen Sprachen Latein und Griechisch als Schwerpunkte gelehrt. Allerdings gewannen nun auch zunehmend die modernen Sprachen an Bedeutung und markierten damit eine Entwicklung, welche sich auf das gesamte Curriculum der Yale University erstreckte.

So lehrten nun auch internationale Größen, etwa William Graham Sumner, in den relativ neuen Fachbereichen. Daneben spielte auch der Sport schon immer eine große Rolle in der Yale University. Als Vorbild diente dabei die Vorstellung einer ganzheitlichen Erziehung, welche Körper und Geist gleichermaßen bildet.

Ab dem frühen 19. Jahrhundert entwickelte sich die Yale University schließlich dann zu der festen Größe der amerikanischen Universitätslandschaft, welche sie heute ist. So wurden beispielsweise

  • 1810 die Yale School of Medicine
  • 1847 die Sheffield Scientific School und
  • 1869 die Yale School of Fine Arts

gegründet.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Hochschule dann auch noch durch die Rockefeller Familie finanziell unterstützt, was wiederum den Bau zahlreicher neuer Institute und die Modernisierung der Forschung erlaubte. Heute handelt es sich bei der Yale University um eine klassische Elite-Universität, welche sich zudem bestrebt zeigt, mit anderen Universitäten weltweit zu kooperieren.

Standort

Die Yale University hat ihr Zentrum im Stadtkern New Havens, weshalb es sich dementsprechend auch um einen städtischen Campus handelt. Die Gebäude des Campus bestehen dabei größtenteils aus der Epoche der Gotik und stehen damit im deutlichen und doch gewollten Kontrast zu den modernen Instituten, welche sich in den letzten Jahrzehnten zu den alten Gebäuden gesellten.

Des Weiteren zieht sich der Campus in einem relativ schmalen Landstrich vom Norden in den Süden New Havens, wobei der Reihe nach die Bereiche

  • Upper Prospect
  • Science Hill
  • Hillhouse
  • Cross Campus
  • Old Campus
  • West Campus und
  • Medical Center

vorgefunden werden können. Südwestlich der Institute befinden sich schließlich noch die Sportanlagen, für welche die Yale University in den ganzen USA bekannt ist.

Fachrichtungen

Hinsichtlich der angebotenen Fachrichtungen lässt sich festhalten, dass sich die Angebotsvielfalt der Yale University auf ein breites Programm erstreckt. So sind die einzelnen Fachrichtungen in den so genannten Schools zusammengefasst, welche sich

widmen.

University College London

Das University College London ist eine staatliche Hochschule und Teil der University of London. Das Motto dieses Instituts, welches mehr als 25.000 Studenten und circa 10.000 Angestellte vorzuweisen hat, lautet dabei übersetzt "Lasset all jene kommen, welche durch Leistung die höchste Belohnung verdienen". Doch wie verlief eigentlich die Geschichte des University College London, wo ist es gelegen und welche Fachrichtungen können Studenten dort studieren?

Geschichte

Die Gründung des University College London erfolgte im Jahre 1826 unter dem Namen London University. Die Hochschule wollte sich damals vor allem als eine weltliche Alternative zu den Universitäten aus Oxford und Cambridge verstanden wissen, welche aus Sicht der Gründer nur allzu sehr von religiösen Belangen beeinflusst wurden.

Dementsprechend hatten die Gründer während der Gründungsjahre auch mit einem starken Widerstand seitens der Church of England zu kämpfen. Letztere konnte es sogar durchsetzen, dass die University College London in den ersten Jahren nach der Gründung bis 1836 keine rechtswirksamen Abschlusszertifikate ausstellen konnte.

Nachdem diese Anfangswiderstände überwunden waren, konnte sich das University College London aber als ein Spitzenreiter unter den Hochschulen in England etablieren. Dabei profitierte dieses Institut unter anderem von der Tatsache, dass es sich stets weltlichen und modernen Auffassungen verpflichtet sah.

So war das University College London wohl weltweit die erste Universität, welche bereits 1878 Frauen gleichwertigen Zugang zu allen Studiengängen ermöglichte und damit als Vorreiter für die Frauenbewegung fungierte. Zudem hatten die Studenten bereits traditionell ein großes Mitspracherecht und verstanden sich als aktive Mitbegründer ihres universitären Umfelds, weshalb es auch nicht verwundert, dass 1893 am University College London die erste Studentenvereinigung gegründet wurde.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden die Fachrichtungen dieser Hochschule Londons dann konsequent weiter ausgebaut, so dass ab 1928 beispielsweise auch Psychologie studiert werden konnte. Dabei konnte das University College London auch viele Größen der Wissenschaft als Dozenten für sich gewinnen, was die Attraktivität der Institute weiter steigerte.

Im Jahre 1973 sollte das University College London zudem noch Geschichte schreiben, als es als erster mit dem ARPANET, dem Vorläufer des heutigen Internets, verbunden wurde und die erste E-Mail weltweit abschickte. Heute handelt es sich beim University College London um eine der größten und bedeutendsten Elite-Universitäten weltweit, an welcher 19 Nobelpreisträger des 20. Jahrhunderts tätig waren.

Standort

Beim University College London handelt es sich um einen städtischen Campus, welcher sich primär über das Stadtviertel Bloomsbury von London erstreckt. Der Hauptcampus ist dabei in und rund um die Gower Street zu finden, wobei sich hier die Institute aus den Bereichen

  • Biologie
  • Chemie
  • Wirtschaft
  • Ingenieurwesen
  • Geografie
  • Sprachen
  • Mathematik
  • Geschichte
  • Politik
  • Philosophie und
  • Physik

finden lassen. Das Zentrum des Campus stellt dabei das Octagon dar, welches an einen Tempel aus der griechischen Antike erinnert. In direkter Umgebung befinden sich auch die Zentralbibliothek und die Flaxman Gallery.

Zudem profitieren Studierende dieser Hochschule noch von der Tatsache, dass sich zahlreiche weitere wichtige Institute in direkter Umgebung des University College London finden lassen. Hierunter befinden sich etwa das British Museum, das Medical Research Council sowie die London Business School.

Fachrichtungen

Hinsichtlich der Fachrichtungen lässt sich letztlich noch festhalten, dass das University College London Wert auf ein breitgefächertes Angebot legt. So ist diese Hochschule in zehn Fakultäten unterteilt. Bei diesen handelt es sich um die Fakultäten Faculty of

  • Arts and Humanities
  • Brain Sciences
  • Built of Environment
  • Engineering Sciences
  • Laws
  • Life Sciences
  • Mathematical and Physical Sciences
  • Medical Sciences
  • Population Health Sciences sowie
  • Social and Historical Sciences.

Diese werden wiederum in die drei Hauptfakultäten zusammengefasst, bei welchen es sich um

  • die School of Life and Medical Sciences
  • die School of the Built Environment, Engineering and Mathematical and Physical Sciences sowie
  • die Faculty of Arts and Humanities

handelt.

Massachusetts Institute of Technology

Das Massachusetts Institute of Technology, auch bekannt als MIT, ist die wohl bekannteste Technische Hochschule weltweit. Dabei handelt es sich bei dieser Einrichtung um eine private Hochschule, bei welcher etwa 10.000 Studenten und 1.000 Mitarbeiter aktiv sind.

Das Stiftungsvermögen wird zudem jährlich auf rund 8,5 Milliarden Dollar beziffert. Im Folgenden soll sich mit der Geschichte, dem Campus und den Fachrichtungen des MIT auseinandergesetzt werden.

Geschichte

Das Massachusetts Institute of Technology wurde erst im Jahre 1861 gegründet. Als Hauptmotiv kann dabei der rasante wissenschaftliche Fortschritt genannt werden. Die Gründer des MIT orientierten sich bei der Gründung nicht zuletzt auch an jenem Modell deutscher technischer Universitäten, nach welchem die Forschung eng mit der Praxis verzahnt und die Lehre in diesen Prozess integriert ist.

Die ersten Seminare wurden dann erst vier Jahre nach der Gründung abgehalten, da der Civil War einen normalen Hochschulbetrieb unmöglich machte. Schon damals wurde das Massachusetts Institute of Technology vor allem für seine Werkstätten und Laboratorien bekannt, in welchen die Studenten das Gelernte selbst erfahren und erproben konnten.

Der Erfolg des MIT sorgte schließlich sogar dafür, dass seitens der Harvard University Bestrebungen bestanden, das MIT an die eigene Lawrence Scientific School anzuschließen. Die Leiter des Massachusetts Institute of Technology stemmten sich jedoch vehement gegen derartige Vorschläge und sorgten dafür, dass das MIT 1916 auf einen neuen Campus entlang des Charles Flusses umzog.

Mitte des 20. Jahrhunderts entdeckte auch die amerikanische Politik zunehmend das Potential des MIT und involvierte dieses in die eigene Rüstungsindustrie. Seine Vormachtstellung konnte das Massachusetts Institute of Technology schließlich bis heute behaupten, weshalb es weiterhin als eine der leistungsfähigsten Elite-Universitäten weltweit gehandelt wird.

Dies ist unter anderem auch darauf zurückzuführen, dass sich dieses Institut stets dem Fortschritt anpasste und diesen teils mit formte. So war das MIT beispielsweise 2002 auch ein Vorreiter unter jenen Universitäten, welche ihr Lehrmaterial von über 2000 Seminaren unter dem Bestreben online zur Verfügung stellten, dass alle Menschen kostenlos auf freie Bildungsinhalte zugreifen können sollen.

Standort

Der in Cambridge, USA, gelegene Campus des Massachusetts Institute of Technology erstreckt sich über beinahe zwei Kilometer entlang des nördlichen Flussufers des Charles Rivers. Die Massachusetts Avenue unterteilt den Campus dabei in etwa die zwei Bereiche der Studentenwohnheime im Westen und der Institute im Osten.

In direkter Umgebung zum Campus befinden sich zudem zahlreiche Hightech-Unternehmen, mit welchen die Universität in vielfacher Weise kooperiert. Des Weiteren ist es interessant zu wissen, dass viele der Institute auch über ein Netzwerk unterhalb der Straßen von Cambridge erreicht werden können. Daneben besitzt das MIT noch einen eigenen Atomreaktor, welcher für Forschungszwecke und zum Energiegewinn eingesetzt wird.

Fachrichtungen

Hinsichtlich der Fachrichtungen lässt sich festhalten, dass natürlich die Naturwissenschaften und technische Studiengänge den Kern des Lern- und Lehrangebots bilden. Daneben existieren beim MIT aber auch die Institute

  • der Architektur und Planung
  • der Wirtschaftswissenschaften
  • der Geisteswissenschaften
  • der Künste
  • der Sozialwissenschaften sowie
  • der Gesundheitswissenschaften.

Es ist demnach ersichtlich, dass es sich beim Massachusetts Institute of Technology um eine technische Hochschule handelt, welche die Lehre anderer Fachbereiche aber nicht völlig ausschließt.

University of Oxford

Die University of Oxford belegt bei zahlreichen internationalen Universitäts-Rankings regelmäßig den ersten Platz in Großbritannien und wird auch international als eine der besten Universitäten gehandelt. Das Motto dieser Einrichtung lautet dabei "der Herr ist mein Licht" und es handelt sich um eine staatliche Hochschule. Doch wie verlief die Geschichte der University of Oxford, wo liegt deren Campus und was können Interessierte dort studieren?

Geschichte

Das genaue Gründungsjahr gilt im Falle der University of Oxford als umstritten. So wird zwar die Existenz der Universität selbst erst durch eine Charta aus dem Jahre 1214 belegt. Allerdings weisen Aufzeichnungen der damaligen Zeit darauf hin, dass bereits spätestens ab dem Jahre 1097 im Bereich der heutigen University of Oxford unterrichtet wurde.

Da es sich bei diesen Einrichtungen jedoch um Klosterschulen gehandelt haben dürfte, sei dahingestellt, ob dann schon von dem Beginn der University of Oxford die Rede sein kann. In den folgenden Jahrhunderten konnte sich die University of Oxford dann nicht nur als die bedeutendste Universität in Großbritannien etablieren. Stattdessen lässt sich in deren Curriculum auch der Zeitgeist der jeweiligen Epochen erkennen.

So wurde zu Zeiten der Renaissance beispielsweise Griechisch wieder in das Curriculum aufgenommen. Zudem verhielt sich diese Hochschule im Laufe der Jahrhunderte weitgehend neutral und versuchte weder in kirchliche noch in weltliche Machtkämpfe gezogen zu werden. Dass dies nicht immer gelang, zeigt das Beispiel des Englischen Bürgerkriegs, als die University of Oxford die Seite der Royalist Partei aktiv unterstützte.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden schließlich auch die ersten Fakultäten, welche im englischen Raum als Schools bezeichnet werden. Zudem konnten sich nun auch Frauen in die Hochschule einschreiben und die Aufnahmeverfahren wurden modernisiert.

Zu diesen Entwicklungen gesellte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Erweiterung des Curriculum, so dass nicht mehr nur klassische Wissenschaften, sondern auch technische und medizinische Fachrichtungen Berücksichtigung fanden. Heute handelt es sich bei der University of Oxford um eine Elite-Universität, welche vor allem im Bereich der Geisteswissenschaften eine weltweite Vorreiterrolle einnimmt.

Standort

Im Falle der University of Oxford handelt es sich um einen städtischen Campus, so dass die Fakultäten und Institute dieser Hochschule Teil der englischen Stadt Oxford sind. Dabei erinnern die Anlagen und Gebäudekomplexe nur selten an den Campus einer Universität. Eine Ausnahme stellen in diesem Zusammenhang die Fakultäten der Science Area dar, welche aufgrund ihrer räumlichen Nähe und ähnlichen Gestaltung ein Gesamtbild erheben.

Zu den wichtigsten Gebäuden zählt unter anderem das Sheldonian Theatre und die Christ Church Cathedral. Abgerundet wird der altehrwürdige Campus durch die Zentralbibliothek, welche den größten Bibliotheksverbund Großbritannien darstellt und über elf Millionen Bücher enthält.

Fachrichtungen

Bei den angebotenen Fachrichtungen lässt sich bei der University of Oxford letztlich noch erkennen, dass es sich um eine geisteswissenschaftlich geprägte Universität handelt. So werden für Interessierte beispielsweise Studiengänge aus den Bereichen

  • Classics and Modern Languages
  • Modern Languages and Linguistics
  • Philosophy and Theology und
  • History of Art

angeboten. Daneben lassen sich aber auch Vertreter der technisch-naturwissenschaftlichen, der chemisch-biologischen sowie der medizinischen Fachrichtungen finden. Hier seien auszugsweise die Kursbereiche

  • Computer Science
  • Biological Sciences
  • Engineering
  • Economics and Management sowie
  • Medicine

genannt.

Aufnahmetest von Oxford soll Studenten zum Denken bringen

Um ein Studium an der begehrten Univeristät in Oxford beginnen zu können, muss man als Schulabgänger zunächst einen Aufnahmetest bestehen, der Teil der Bewerbung ist. Dieser Test wird von den angehenden Studenten sehr gefürchtet.

Doch wie ein Sprecher der Uni mitteilte, ist diese Angst eigentlich unbegründet. Es gibt viele Gerüchte, die den Test mit komplizierten Fragen in Verbindung bringen, dabei sind diese lediglich bewusst so gestellt, dass die Bewerber zum Denken angeregt werden. Auf diese offenen Fragen gibt es häufig keine richtige oder falsche Antwort. "Vielmehr soll geprüft werden, inwiefern die jungen Leute fähig sind, eigenständig zu denken.", so der Sprecher weiter.

Diejenigen, die vor der Aufnahmeprüfung also teure Vorbereitungsseminare besuchen, haben nicht unbedingt mehr Vorteile als der Rest.

Elite-Uni Oxford: Warum Frauen so viel schlechter abschneiden

Studenten sitzen an Tischen, lernen, schreiben, Dozent oder Student steht vorne rechts mit Blöcken im Arm, Uni
casual student or teacher in a classroom © Andres Rodriguez - www.fotolia.de

Gleichstellung zwischen den Geschlechtern schreibt man sich gern auf die Fahnen - auch an der Elite-Uni Oxford. Tatsächlich unternimmt die altehrwürdige Institution einiges dafür, um die Chancen ihrer weiblichen und männlichen Studierenden ebenbürtig zu halten. Und trotzdem: Die Auswertung der Studienabschlüsse 2013 zeigte hier wieder einen deutlichen Unterschied zwischen den Geschlechtern.

Insgesamt schnitten Frauen hier deutlich schlechter ab als ihre männlichen Kommilitonen. So erhielten rund ein Drittel aller männlichen Absolventen eine Eins als Abschlussnote, aber nur ein Viertel aller weiblichen Akademikerinnen.

Mögliche Gründe für die Differenz

Betrachtet man die einzelnen Fächer, dann zeigen sich zum Teil noch signifikantere Unterschiede; insbesondere in den Naturwissenschaften. Erklärungen für dieses Phänomen gibt es viele - selbst Uni-Mitarbeiter und Professoren sind sich uneinig über die genauen Gründe.

Vermutlich spielen hier viele Faktoren ungünstig zusammen. Viele schieben es auf die typisch "männliche" Ausbildungsstruktur, die gerade an den traditionsreichen Elite-Unis noch stark betont werde.

Andere erklären, dass die Ungleichheit kein Problem von Oxford sei, sondern vielmehr einen Spiegel der Bildungsdifferenzen zwischen Männern und Frauen generell darstelle - wo hier die genauen Gründe liegen, darüber müsste ebenfalls geforscht werden.

Australian National University

Bei der Australian National University handelt es sich um eine staatliche Hochschule, deren Campus in Canberra, Australien, liegt. Derzeit sind dabei etwa 13.000 Studenten immatrikuliert, welchen rund 3.500 wissenschaftliche Mitarbeiter gegenüberstehen. Doch seit wann gibt es diese Elite-Universität aus Australien überhaupt, wie konnte sich diese zu einer solchen Spitzenuniversität entwickeln und was gibt es noch über den Campus und die Fachrichtungen zu wissen?

Geschichte

Die Geschichte der Australian National University reicht lediglich bis in das Jahr 1946 zurück. So bestand damals das Bestreben der australischen Regierung, das Bildungsniveau der Hochschulabsolventen noch weiter voranzutreiben, um dem technischen Fortschritt und internationalen Entwicklungen gerecht zu werden.

Aus diesem Grund wurde die Australian National University gegründet, welche zum damaligen Zeitpunkt allerdings nur Postgraduierten offen stand. Im Jahr 1960 kam es dann jedoch zu einer Fusion mit dem Canberra University College, wonach es auch für Menschen ohne universitären Abschluss möglich wurde, an dieser Hochschule zu studieren.

Allerdings macht sich die Geschichte der Australian National University als Einrichtung für Postgraduierte noch bis heute bemerkbar. So gibt es weiterhin das Institute of Advanced Studies, welches dementsprechend keinen Erstsemestern offensteht.

Seit der Jahrtausendwende ist bei der Australian National University zudem noch ein rasanter Zuwachs an neuen Fachrichtungen zu beobachten. So wurde 2002 beispielsweise die Medical School fertiggestellt. Heute ist die Australian National University damit die bedeutendste Universität Australiens, welche als internationale Elite-Universität gehandelt wird.

Standort

Der Campus ist innerhalb des Stadtteils Acton on Canberra gelegen, so dass von einem städtischen Campus gesprochen werden kann. Viele der Fakultäten wurden dabei in historischen Gebäuden eingerichtet, was beispielsweise aus der Tatsache ersichtlich wird, dass über 40 Gebäude der Australian National University auf der Commonwealth Heritage List zu finden sind. Zudem gilt der Standort als ein grüner Campus, da sich über 10.000 Bäume in diesem Bereich befinden.

Fachrichtungen

Die angebotenen Fachrichtungen lassen sich durch die Nennung der vorhandenen Colleges ablesen, bei welchen es sich um die Institute handelt. So existieren bei der Australian National University die Colleges

  • Arts and Social Sciences
  • Asia and the Pacific
  • Business and Economics
  • Engineering and Computer Science
  • Law
  • Medicine
  • Biology and Environment sowie
  • Physical and Mathematical Sciences.

McGill University

Die McGill University ist eine staatliche Universität Kanadas, welche die stolze Zahl von derzeit rund 30.000 immatrikulierten Studenten vorzuweisen hat. Zudem sind bei dieser Hochschule nahezu 6000 Mitarbeiter beschäftigt. Doch seit wann gibt es die McGill University eigentlich, wo liegt deren Campus und welche Fachrichtungen finden Studenten dort vor?

Geschichte

Die McGill University wurde 1821 gegründet. Jedoch wurde die Universität damals keineswegs neu errichtet. Stattdessen wurde zu diesem Zeitpunkt lediglich das bereits vorhandene College weiter ausgebaut und seitens des englischen Königs bemächtigt, Hochschultitel ausstellen zu können.

1821 wurde letztlich nur auf diesen Erlass reagiert, indem die Montreal Medical Institution eingerichtet wurde, bei welcher es sich um die erste medizinische Hochschule in Kanada handelte. Erst 1843 sollte sich zu dieser dann die Faculty of Arts gesellen.

Der langjährige Universitätspräsident Sir John William Dawson legte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts dann die Grundlagen dafür, dass die McGill University als heutige Elite-Universität gilt. So involvierte er die reiche Oberschicht Montreals in die Finanzierung der Hochschule und sorgte dafür, dass der Campus und das Studienangebot erheblich ausgebaut wurden. Heute ist die McGill University die wichtigste Hochschule Kanadas und wird weltweit als Elite-Universität respektiert.

Standort

Der heutige Campus befindet sich immer noch am Fuße des Berges Mount Royal in Montreal. Allerdings machte es die Expansion Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts auch unumgänglich, dass in Form des Macdonald Campus neuer Raum in Montreal erschlossen wurde.

Fachrichtungen

Hinsichtlich der Fachrichtungen lässt sich schließlich noch festhalten, dass es die McGill University schafft, ein ausbalanciertes Studienangebot zu gewährleisten. So sind die zahlreichen Institute den Facultys of

  • Arts
  • Science
  • Engineering
  • Law
  • Medicine
  • Dentistry
  • Education
  • Agricultural and Environmental Sciences
  • Religious Studies und
  • Management

zugeordnet.

ETH Zürich

Die ETH Zürich ist eine der wenigen Universitäten des europäischen Festlandes, welche international als Elite-Universität angesehen wird. Diese Hochschule verfügt dabei durchschnittlich über rund 17.000 Studenten und 7.500 Mitarbeiter. Im Folgenden soll auf die Geschichte, den Campus und die Fachrichtungen der ETH Zürich eingegangen werden, so dass sich jeder Interessierte ein Gesamtbild über diese zentrale Bildungsinstitution der Schweiz verschaffen kann.

Geschichte

Die Gründung der ETH Zürich erfolgte im Jahr 1855. Dabei galt es anfangs als ungewiss, ob es überhaupt sinnvoll sei, eine nationale Hochschule zu gründen. Schließlich gab es bereits die kantonalen Universitäten, welche einer solchen Neugründung aufgrund der potentiellen Konkurrenz argwöhnisch gegenüberstanden.

In der Folge kam es aber dennoch zur Gründung der ETH Zürich, wobei in diesem Zusammenhang auch nicht vernachlässigt werden darf, dass sich die damalige Schule nur auf technische Fächer beschränkte. In der Zeit zwischen 1858 und 1864 erhielt die neu gegründete Hochschule dann auch endlich ein eigenes Hauptgebäude, welches zudem noch durch den bekannten Architekten Semper entworfen wurde.

In der Mitte des 20. Jahrhunderts reichte der Raum dann jedoch kaum noch aus, um die Fakultäten auf dem Campus in Zürich unterzubringen. Aus diesem Grund wurde Anfang der 70er Jahre der Entschluss gefasst, einen zweiten Campus am Hönggerberg in Zürich zu eröffnen.

Hier fanden dann auch zahlreiche Studentenwohnheime Platz. Die Bauarbeiten dauern dabei bis heute an, wobei das Projekt derzeit unter dem Namen Science City fortgesetzt wird.

Standort

Beim Campus der ETH Zürich handelt es sich, wie bereits angedeutet, um einen städtischen Campus. Dieser befindet sich einerseits rund um den historischen Kerns Zürichs, andererseits im bereits genannten Stadtteil Hönggerberg. Letzterer ist durch mehrere Shuttlebusse vom Zentrum aus zu erreichen, weshalb dort wohnende Studierende keinerlei Standortnachteile erleiden.

Fachrichtungen

Hinsichtlich des Fachprofils ist auch heute noch erkennbar, dass die ETH Zürich primär eine technische Universität ist. So werden die Fachrichtungen

  • der Architektur und Bauwissenschaften
  • der Ingenieurwissenschaften
  • der Naturwissenschaften und Mathematik sowie
  • der Systemorientierten Naturwissenschaften

angeboten. Daneben gibt es noch den Fachbereich der Management- und Sozialwissenschaften, welchen auch die Geistes- und Staatswissenschaften zugeordnet sind.

Grundinformationen und Hinweise zu Universitäten

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: University student in library © Monkey Business - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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