16. September 2010
Jeder weiß was eine Universität ist, doch nur die, die tatsächlich einmal studiert haben, wissen auch, was sich im Inneren eines solchen Gebäudes abspielt. Besonders Oberstufenschüler und Abiturienten wünschen sich mehr Aufklärung darüber, wie der Alltag an der Uni eigentlich aussieht. Schließlich beginnt für sie bald ein völlig neuer Lebensabschnitt und da wäre es natürlich schön zu wissen, was eigentlich auf einen zukommt.
Leider ist es mittlerweile nicht mehr möglich, den Ablauf an einer Universität pauschal zu beschreiben. Studenten in modularisierten Studiengängen wie dem Bachelor oder dem Master haben einen anderen Alltag als Diplomstudierende. Darüber hinaus führt der FH-Student ein anderes Leben als der Unigänger.
Generell gilt jedoch, dass Studenten größere Freiheiten in ihrer Tagesplanung haben als Schüler. Normalerweise können sich Studierende ihren Stundenplan selbst zusammenstellen. Sie bekommen lediglich Vorgaben durch die Prüfungsordnung, die unter anderem besagt, welche Kurse in welchem Semester belegt werden müssen. Allerdings gibt es meist ein großes Angebot an verschiedenen Seminaren und Vorlesungen in einem Bereich, so dass man sich die Veranstaltung aussuchen kann, die man persönlich am interessantesten findet.
In manchen universitären Studiengängen und an vielen Fachhochschulen haben die Studenten jedoch etwas weniger Freiheit. Hier bekommt man teilweise einen festgelegten Stundenplan, der kaum geändert werden kann. Das ist jedoch eher die Ausnahme als die Regel.
Der fertige Stundenplan diktiert nun den Alltag des Studenten. Er enthält Seminare, Proseminare, Vorlesungen, Übungen und Tutorien. In den Vorlesungen wird der grundsätzliche Stoff besprochen, der wiederum in den Übungen oder Tutorien von Studierenden höherer Semester noch einmal erklärt und teilweise auch in die Praxis umgesetzt wird. Seminare sind dazu da, bestimmte Themen in Kleingruppen zu behandeln. Hier hört man häufig Referate und Vorträge der Mitstudierenden.
Zu den Privilegien eines Studenten gehört auch, dass er sich auch einfach mal ein paar Stunden Auszeit nehmen kann. Vor allem in den Vorlesungen und Tutorien wird die Anwesenheit meist nicht kontrolliert, so dass viele sie ab und an getrost ausfallen lassen.
Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Zeiträume, die der Studenten an der Hochschule verbringt. Meist werden nur um die zwei bis vier Veranstaltungen pro Tag besucht, dazwischen können große Pausen entstehen. Allerdings endet der Tag für Studierende und Professoren nicht pünktlich um fünf oder sechs Uhr, manche Vorlesungen dauernd unter Umständen sogar bis zehn Uhr abends.
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