Klinische Studien sind notwendig, um herauszufinden, ob bestimmte Medikamente bereits so hoch entwickelt sind, dass sie bedenkenlos auf den Markt gebracht werden können. Das beinhaltet nicht nur, dass die Präparate dem gewünschten Zweck entsprechend wirken, auch die Nebenwirkungen müssen soweit unter Kontrolle sein, dass sie dem Patienten keinen ernsthaften Schaden zufügen. Bevor ein Medikament offiziell zugelassen werden kann, müssen häufig erfolgreiche Studien mit mehreren Tausend Versuchspersonen vorweisbar sein.
Zur Durchführung einer Studie benötigt man vor allem geeignete Probanden. Meist werden Personen ausgewählt, die unter der Erkrankung leiden, die das neue Präparat lindern oder heilen soll. Um bestimmte Nebenwirkungen zu testen werden jedoch auch oft gesunde Probanden getestet.
Während die Patienten meist durch den behandelnden Arzt für eine bestimmte Studie vorgeschlagen werden, müssen sich die gesunden Probanden selbst anmelden beziehungsweise bewerben. Zur Teilnahme eingeladen wird nämlich nur, wer körperlich absolut fit ist, nicht raucht oder trinkt und keine anderen Medikamente parallel zu sich nimmt.
Ein Präparat wirkt selten von heute auf morgen, weshalb die Testeilnehmer über einen längeren Zeitraum unter ärztlicher Beobachtung stehen müssen. Darüber hinaus ist es wichtig, dass der Proband die Wirkung des Medikaments nicht durch eine falsche Lebensweise beeinflusst. Aus diesen Gründen werden die meisten Medikamentenstudien in einer Klinik durchgeführt, so dass das Personal stets ein wachsames Auge auf die Teilnehmer hat.
Bevor die Studie jedoch effektiv starten kann, müssen die Probanden verschiedenen Versuchsgruppen zugeordnet werden. Um zu sehen, ob das Präparat auch tatsächlich wirkt und die Erkrankung nicht von selbst ausgeheilt ist, gibt es eine so genannte Kontrollgruppe, die statt des Medikaments ein Placebo erhält. Der behandelnde Arzt und das Pflegepersonal dürfen nicht wissen, welcher Gruppe der Patient angehört, ebenso wenig wie der Teilnehmer selbst. Nur so kann verhindert werden, dass das Ergebnis durch die Beteiligten bewusst oder unbewusst verfälscht wird.
Nach Beendigung der Studie werden alle Teilnehmer noch einmal eingehend ärztlich untersucht, um festzustellen, ob sich ihr Gesundheitszustand verbessert hat, beziehungsweise, welche Nebenwirkungen aufgetreten sind. Um diese Abschlussuntersuchung zu unterstützen, müssen die Probanden häufig ein Tagebuch führen, in dem sie ihr tägliches Befinden notieren. Anhand der Unterschiede zwischen Experimental- und Kontrollgruppe lässt sich anschließend feststellen, ob das Präparat tatsächlich die gewünschte Wirkung zeigt.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
04.04.13 | |
![]() | STUDIEN |
21.09.11 | |
![]() | STUDIEN |
12.07.11 | |
![]() | STUDIEN |
28.06.11 | |
![]() | STUDIEN |
18.05.11 | |
![]() | STUDIEN |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Studien Forum


Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann teilen und bewerten Sie ihn bitte: