Testperson bei einer Studie - so läuft es ab

Grafik eines Röntgenbilds des menschlichen Schädels mit hervorgehobenem Gehirn auf schwarzem Hintergrund
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  • von Paradisi-Redaktion

Immer häufiger liest man vor allem in der örtlichen Tagespresse Annoncen und Anzeigen von renommierten Kliniken, die nach Testpersonen beziehungsweise Probanden für bestimmte Studien suchen. Die Entschädigung für die Teilnehmer ist dabei teilweise enorm. Doch obwohl die Entlohnung so attraktiv erscheint, haben viele Menschen immer noch berechtigte Zweifel. Bevor man an einer Studie teilnimmt, sollte man sich ausführlich über ihren Ablauf und die möglichen Risiken informieren.

In erster Linie gilt es zwischen psychologischen und medizinischen Studien zu unterscheiden.

Anmeldung zu einer psychologischen Studie

Bei einem psychologischen Versuch möchte der Versuchsleiter beispielsweise herausfinden, wie Menschen auf emotionale Bilder reagieren oder wie sich die Reaktionszeit in Verbindung mit Stress verändert.

Bei solchen Studien kann meist jeder teilnehmen, sofern er die angegebenen Voraussetzungen erfüllt. Hierbei gibt es normalerweise lediglich Einschränkungen im Bereich Alter und Geschlecht, manchmal werden aber auch gezielt Menschen mit Migrationshintergrund beispielsweise untersucht.

Für eine psychologische Studie muss man sich in der Regel lediglich per Telefon oder e-Mail anmelden und bekommt dann einen Termin zugeteilt. Während der Sitzung werden dann die Versuche durchgeführt, meist wird dem Probanden nicht gesagt, was getestet werden soll, damit dieser durch sein Wissen nicht die Ergebnisse verfälscht.

Anschließend muss häufig noch ein Fragebogen zur Persönlichkeit oder zur emotionalen Verfassung ausgefüllt werden und damit ist der Test auch schon vorbei, es sei denn, es ist ein weiterer Termin zum Nachtesten vorgesehen.

Anmeldung zu einer medizinischen Studie

Bei einer Medikamentenstudie im klinischen Bereich werden in der Regel weit höhere Bedingungen an den Probanden gestellt. Wer teilnehmen möchte, muss zuerst eine Art Bewerbung abgeben, in der die gesamte Krankheitsgeschichte umrissen werden muss.

Für die Testleiter ist es zum Beispiel wichtig zu wissen, ob der Bewerber häufig Alkohol oder andere Drogen konsumiert und ob er überhaupt an den Symptomen leidet, die durch das zu testende Medikament behoben werden sollen.

Passt die Bewerbung zum Anforderungsprofil, so wird der Kandidat zu einer Voruntersuchung eingeladen. Hier muss ein Arzt bestätigen, dass die Angaben in der Bewerbung korrekt waren.

Ist alles in Ordnung, kann der Test beginnen.

Meist werden Medikamentenstudien über einen längeren Zeitraum in Kliniken durchgeführt, damit der Proband unter kontrollierten Bedingungen behandelt werden kann. So hat das Personal zum Beispiel ein Auge darauf, was der Teilnehmer isst und ob er eventuell Rauschmittel zu sich nimmt.

Nach Beendigung der Medikation werden alle Probanden erneut untersucht, um die Auswirkungen der Therapie festzustellen.

Grundinformationen und Hinweise zu Studien

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Skeleton X-Ray - Brain 1 © Jeffrey Collingwood - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom

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