Testperson bei einer Studie - Voraussetzungen und Ablauf

Grafik eines Röntgenbilds des menschlichen Schädels mit hervorgehobenem Gehirn auf schwarzem Hintergrund

Die Teilnahme an einer Studie als Proband

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  • von Paradisi-Redaktion

Immer häufiger liest man vor allem in der örtlichen Tagespresse Annoncen und Anzeigen von renommierten Kliniken, die nach Testpersonen beziehungsweise Probanden für bestimmte Studien suchen. Die Entschädigung für die Teilnehmer ist dabei teilweise enorm. Doch obwohl die Entlohnung so attraktiv erscheint, haben viele Menschen immer noch berechtigte Zweifel. Bevor man an einer Studie teilnimmt, sollte man sich ausführlich über ihren Ablauf und die möglichen Risiken informieren. Lesen Sie über den Ablauf und die möglichen Risiken, die einen Probanden bei Teilnahme an einer Studie erwarten.

Proband - Definition und mögliche Voraussetzungen

Eine Testperson, die an einer Studie teilnimmt, wird als Proband bzw. Probandin bezeichnet. Je nach Studienart unterzieht sie sich

  • einer Befragung
  • einem Test
  • einem Expriment oder
  • einer medizinischen Untersuchung

In der Regel fungiert man als Proband als Teil einer Stichprobe. Im Bereich der klinischen Forschung sind die Testpersonen gesunde Teilnehmer, im Gegensatz zu Patienten, die an einer Studie teilnehmen können. Bevor diese beginnt, müssen die Versuchspersonen eine Einverständniserklärung unterschreiben.

An einer Studie können ganz unterschiedliche Personen teilnehmen, je nach Art und Zielsetzung. Zu den typischen Kriterien, nach denen ein Proband ausgesucht wird, zählen

  • Geschlecht
  • Alter
  • bestehende Beschwerden
  • bestehende Erkrankungen
  • bestimmte Einnahme von Medikamenten
  • Raucher/Nichtraucher

Welche Voraussetzungen von Bedeutung sind, wird in der Regel von Ärzten fachlicher Qualifikation untersucht. Generell ist die Studienteilnahme ab 18 Jahren möglich.

Neben der Volljährigkeit sind folgende Anforderungen an gesunde Probanden wichtig:

  • ein fester Wohnsitz
  • Krankenversicherung
  • ein normales Körpergewicht (BMI 19 bis 30)
  • keine Schwangerschaft
  • sichere Empfängnisverhütung je nach Altersgruppen
  • keine akuten oder chronischen Krankheiten (z.B. Asthma, Diabetes, Neurodermitis, Schilddrüsenerkrankungen, Rheuma etc.)
  • mindestens ab zwei Wochen vor Beginn der Studie keine regelmäßige Medikamenteneinnahme
  • keine schwerwiegende Operationen
  • keine schweren Vorerkrankungen, die zu dauerhaften Beeinträchtigungen geführt haben
  • keine allergischen Reaktionen auf Medikamente, keine Überempfindlichkeiten
  • ein bis zwei Wochen zuvor und auch währenddessen keine Teilnahme an anderen Studien oder Blutspenden
  • kein Alkohol- oder Drogenkonsum während der Studie

Je nach Studienart kann man als Testperson auch an mehreren Studien pro Jahr teilnehmen. Oftmals ist es so, dass nach Studienende eine Sperrfrist, z.B. von wenigen Monaten, gültig wird; nach dieser ist eine Teilnahme wieder möglich.

Auch das Honorar hängt ganz von der Art der Studie ab. Die Bezahlung erfolgt dabei am Ende bzw. am Tag der Nachuntersuchung.

Vielen medizinischen Studien bleiben die Teilnehmer aus

Mann mit weißem Hemd und schwarzer Krawatte pustet durch und wischt sich mit der Hand über die Stirn
it's a hard job © bsilvia - www.fotolia.de

Die moderne Medizin ist auf die Durchführung von Studien angewiesen. Neue Medikamente, neue Ansätze gegen Volkskrankheiten, aber auch seltenen Krankheiten, müssen getestet werden, bevor sie auf dem Markt erscheinen.

Doch auch wenn die Idee gut ist und die Fördermittel bewilligt, scheitern immer mehr Studien an einem ganz anderen Problem: es fehlen Menschen, die sich als Probanden zur Verfügung stellen. Heutzutage scheitert etwa jede 3 Studie an diesem Mangel. Woran liegt das?

Offenbar gibt es durchaus genügend Freiwillige, doch die Kommunikation zwischen behandelten Ärzten und den Forschungsabteilungen ist mangelhaft. Dies soll sich ändern. Mit 426.000 Euro hat das Bundesforschungsministerium einen Daten-Pool finanziert, indem die Patientendaten von behandelten Ärzten von der einen Seite eingespeist werden und die Forscher dann darin ihre Zielgruppe finden können. Der Datenschutz soll dabei trotzdem gewährleistet bleiben, indem die Datenbank nur für diesen kleinen Kreis einsehbar ist.

Vorteile der Teilnahme an medizinischen Forschungsstudien

Medizinische Instrumente, Medizintechnik, Spritzpumpe, Anästhesist, Beatmungsmaske, Krankenhaus, Klinik
anesthesiologist's working tools: syringe pump and mask © beerkoff - www.fotolia.de

Studien im medizinischen Bereich gibt es zuhauf. Es geht darum, die Ursachen und den Verlauf verschiedener Beschwerden und Erkrankungen zu untersuchen, eine frühzeitige Diagnose zu ermöglichen oder die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Um diese Analysen aufstellen zu können, werden Probanden benötigt, die an den Studien teilnehmen.

Von dieser Teilnahme kann auf vielfältiger Weise profitiert werden

Der größte Vorteil ist, dass die Probanden von Spezialisten und engagierten Medizinern individuell und gründlich überwacht werden, und das in all ihren Körperfunktionen. Auch können Patienten von Medikamenten profitieren, die offiziell noch nicht zugelassen worden sind, deren Wirkungsweise jedoch bereits nachgewiesen worden ist.

Doch nicht immer nur geht es um die Wirkung von Arzneien. In manchen Fällen geht es auch um die Angehörigen der Patienten, um möglichst beste Betreuungsmöglichkeiten aufzutun und damit eine Erleichterung für den Kranken als auch den Angehörigen, der ihn pflegt, zu schaffen.

Ist eine Studie das richtige für mich?

Wer mit dem Gedanken spielt, an einer Studie teilzunehmen, sollte sich im Vorfeld über bestimmte Aspekte informieren.

Zunächst muss herausgefunden werden, welche Studie interessant sein könnte, denn Bereiche gibt es viele – von Medikamenten über Bewegung bis zur Ernährung. Weiterhin ist es wichtig zu wissen, wo man sich über stattfindende Studien informieren kann. In den meisten Fällen wendet man sich am besten an seinen Haus- oder einen Facharzt.

Auch in verschiedenen Kliniken der Stadt oder im Internet wird man fündig. Schließlich muss auch das eigene Profil zu den Studienvoraussetzungen passen; hier spielen Alter, Gesundheitszustand, Geschlecht und Vorerkrankungen beispielsweise eine Rolle.

NASA sucht Testpersonen, die für 18.000 Dollar 70 Tage im Bett verbringen

Es klingt nach dem Traumjob schlechthin: die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA sucht aktuell Testpersonen, die 70 Tage lang ununterbrochen im Bett verbringen. Als Lohn für ihre "Mühen" winken jedem Probanden knapp 18.000 Dollar.

Das mag zwar nach einer simplen Aufgabe klingen, aber der große Haken ist, dass die Probanden während dem gesamten Zeitraum nicht einmal das Bett verlassen dürfen, weder zum Essen, noch zum Waschen.

Mit diesem Test will die NASA untersuchen, in wieweit sich lange Weltraumflüge auf den Körper auswirken. Um möglichst ähnliche Bedingungen zu schaffen, wie sie im Weltraum herrschen, sind die Betten der Probanden am Kopfende um sechs Grad nach unten geneigt, sodass das Herz-Kreislaufsystem ähnlich stark belastet wird, wie bei einem Flug durchs All.

Allerdings ist nicht jeder Proband für den Test geeignet. Die Testpersonen müssen sehr gesund und körperlich und geistig fit sein, damit sie die gleichen Anforderungen erfüllen, wie echte Astronauten.

Pilotstudien für neue Medikamente: Gesunde Menschen tragen nur ein kleines Risiko

Für gesunde Probanden besteht auch in einer Phase-1-Studie für neue Medikamente nur ein sehr geringes Risiko

Nahaufnahme Frau nimmt homöopathisches Medikament ein
Medicina alternativa © vision images - www.fotolia.de

Werden in der Forschung neue Wirkstoffe hergestellt, testet man diese in der Regel zunächst im Labor und dann im Tierversuch. Der nächste Schritt besteht darin, im Zuge einer Pilotstudie das Testmedikament zum ersten Mal an Menschen zu verabreichen. In der Forschung spricht man von einer Phase-1-Studie.

Viele Menschen sind aus nachvollziehbaren Gründen verunsichert, ob solche Erststudien am Menschen nicht ein zu großes Risiko für die Teilnehmer darstellen. Wie gefährlich Pilotstudien wirklich sind, untersuchte jetzt eine Forschungsgruppe und kommt zu einem beruhigenden Ergebnis: für gesunde Probanden besteht ein viel kleineres Risiko als viele annehmen.

Große Mehrheit der Nebenwirkungen ist harmlos

Die Wissenschaftler werteten für ihre Analyse die Daten von 4.620 Männern und Frauen aus, die an diversen Pilotstudien als Testpersonen teilgenommen hatten. Es ging jeweils um neue Medikamente, allerdings mit der Einschränkung, dass es keine Wirkstoffe gegen Krebs sind.

Durch die teilweise Mehrfachteilnahme an verschiedenen Untersuchungen kamen so die Daten von 11.028 Versuchen zusammen. 63,7 Prozent der Probanden erlebten Nebenwirkungen, von denen die große Mehrheit (84,6 Prozent) jedoch harmlos waren.

14,4 Prozent der unerwünschten Effekte wurden als mittelschwer eingestuft, der Rest war bedenklicher. Allerdings zeigt ein detaillierter Blick in diese dritte Gruppe auch, dass zu starke Ängste unnötig sind.

Schwere Nebenwirkungen treten selten auf und gehen noch seltener auf die Wirkstoffe zurück

Bei 11.028 Einnahmen eines neuen Wirkstoffes traten insgesamt 34 Fälle von schwereren Nebenwirkungen auf. Das entspricht gerade einmal 0,3 Prozent.

Die reale Gefahr wird sogar noch kleiner, wenn man sich die aufgetretenen Probleme im Detail ansieht. Nur in elf Fällen waren die Nebenwirkungen tatsächlich eine Folge der eingenommenen Wirkstoffe. Sieben weitere Probleme traten auf, da es ungünstige Begleitfaktoren gegeben hatte. Die übrigen 16 Fälle hatten keinen direkten Zusammenhang zur jeweiligen Studie gehabt.

Wichtig auch: Es kam bei keinem einzigen Patienten zu lebensbedrohlichen Nebenwirkungen oder gar zu Todesfällen.

Ablauf einer Studie

In erster Linie gilt es, zwischen psychologischen und medizinischen Studien zu unterscheiden.

Anmeldung zu einer psychologischen Studie

Bei einem psychologischen Versuch möchte der Versuchsleiter beispielsweise herausfinden, wie Menschen auf emotionale Bilder reagieren oder wie sich die Reaktionszeit in Verbindung mit Stress verändert. Bei solchen Studien kann meist jeder teilnehmen, sofern er die angegebenen Voraussetzungen erfüllt. Hierbei gibt es normalerweise lediglich Einschränkungen im Bereich Alter und Geschlecht, manchmal werden aber auch gezielt Menschen mit Migrationshintergrund beispielsweise untersucht.

Für eine psychologische Studie muss man sich in der Regel lediglich per Telefon oder e-Mail anmelden und bekommt dann einen Termin zugeteilt. Während der Sitzung werden dann die Versuche durchgeführt; meist wird dem Probanden nicht gesagt, was getestet werden soll, damit dieser durch sein Wissen nicht die Ergebnisse verfälscht.

Anschließend muss häufig noch ein Fragebogen zur Persönlichkeit oder zur emotionalen Verfassung ausgefüllt werden. Ist kein weiterer Termin zum Nachtesten vorgesehen, ist der Test damit beendet.

Anmeldung zu einer medizinischen Studie

Bei einer Medikamentenstudie im klinischen Bereich werden in der Regel weit höhere Bedingungen an den Probanden gestellt. Wer teilnehmen möchte, muss zuerst eine Art Bewerbung abgeben, in der die gesamte Krankheitsgeschichte umrissen werden muss.

Für die Testleiter ist es zum Beispiel wichtig zu wissen, ob der Bewerber häufig Alkohol oder andere Drogen konsumiert und ob er überhaupt an den Symptomen leidet, die durch das zu testende Medikament behoben werden sollen.

Passt die Bewerbung zum Anforderungsprofil, so wird der Kandidat zu einer Voruntersuchung eingeladen. Hier muss ein Arzt bestätigen, dass die Angaben in der Bewerbung korrekt waren. Ist alles in Ordnung, kann der Test beginnen.

Meist werden Medikamentenstudien über einen längeren Zeitraum in Kliniken durchgeführt, damit der Proband unter kontrollierten Bedingungen behandelt werden kann. So hat das Personal zum Beispiel ein Auge darauf, was der Teilnehmer isst und ob er eventuell Rauschmittel zu sich nimmt. Nach Beendigung der Medikation werden alle Probanden erneut untersucht, um die Auswirkungen der Therapie festzustellen.

Softie oder Macho: Der Mann im gesellschaftlichen Rollenbild

Umfrage zeigte, dass der Mann sich in seinem Rollenbild immer moderner orientiert

Geschäftsmann hält ein Baby auf dem Arm und telefoniert mit seinem Handy
Portrait of happy young business man holding a cute baby © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Ist der Mann von heute noch so traditionell wie einst oder ist er doch eher zum Softie mutiert? Der Mann und das Rollenbild in der Gesellschaft standen in der Studie "Der Mann in Bewegung" im Auftrag der Kirchen mit der Finanzierung des Bundesfamilienministeriums im Fokus der Befragung von insgesamt 1470 Männern und 970 Frauen.

Unterteilt in vier Typen gehört etwa die Hälfte der Männer zu den Rosinenpickern, die zwischen der Moderne und der Tradition ihre Orientierung suchen. Gleichberechtigung, Vaterschaftsurlaub, Kindererziehung und eine negative Einstellung zum Thema "Frauen an den Herd" sind der Auswertung nach bei 19% der Männer eine gesunde Einstellung.

Frauen leben schon verbreiteter nach neuem Rollenbild

Innerhalb der letzten zehn Jahre ein gewaltiger Sprung von 2% plus. Dem gegenüber stehen allerdings bereits heute 32% Frauen, die schon danach leben. Doch auch wenn es mittlerweile mehr moderne Männer gibt, zeigt sich anhand folgender Zahlen doch noch die überwiegend traditionell eingestellte Männerwelt.

So finden 38% der Befragten, dass ein Kind leide, wenn die Mutter arbeitet. 54% geben inzwischen zu, dass Frauen in der Kindererziehung das glücklichere Händchen haben und rund 31% erwarten sich von den Kirchen eine Unterstützung in Sachen "neuer Mann".

Insgesamt scheint sich im Rollenbild etwas zu ändern, mit einer gewichtigen Einschränkung: 60% der Männer akzeptieren in der "Kommunikation" Gewalt, was bedeutet, dass Kinder durchaus geschlagen werden können, um sie zur Vernunft zu bringen und auch vergewaltigte Frauen durch Provokation selber schuld seien. Ein Schlusswort das zu denken gibt.

Studie: Frauen ohne Kinder werden oft als herzlose Freaks angesehen

Mann und Frau im Businessoutfit schauen sich kalt an und machen Armdrücken
man and woman arm wrestling on table. © iofoto - www.fotolia.de

Dr. Caroline Gatrell, eine englische Wissenschaftlerin, studierte rund sechs Jahre Frauen in Internetforen und im Arbeitsleben. Dabei konnte sie unter anderem feststellen, dass es unerhebliche ist, ob eine Frau kinderlos oder eben Mutter ist, denn beides scheint eine Karriere zu beeinträchtigen. Außerdem fand sie heraus, dass die Frauen sich gegenseitig angiften und sie selbst untereinander Konflikte austragen.

Kinderlose werden in Talkshows von Chefinnen mitunter als herzlose Freaks bezeichnet, die "ewig faul, verkatert und übersensible Zicken" seien. Dagegen hält die Gegenseite, dass gerade die Kinderlosen mehr Zuverlässigkeit an den Tag legen würden.

Da es sich in der durchgeführten Studie der englischen Forscherin nur um ein Randthema gehandelt hat, möchte sie nun mit einer anderen Studie dieser Thematik etwas näher auf den Grund gehen, zumal sich die Diskussionen um die Gleichberechtigung der Frauen in der Berufswelt, sowie Männer als Väter neu entfacht haben.

Die Midlife-Crisis hat ausgedient - Menschen sind von 40 bis 70 am glücklichsten

Zukunftsangst, Beziehungsstress und Co. - Teenager haben im Vergleich zu Senioren mehr Sorgen

Reife Frau sitzt auf weißem Holzstuhl, lächelt in Kamera
A relaxed aged woman sitting on a chair © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Midlife-Crisis? Von wegen! Wissenschaftler der Universität Tel Aviv befragten über mehrere Jahre hinweg insgesamt 21.000 Briten. Das Ergebnis ist erstaunlich: Am glücklichsten sind Menschen in der zweiten Hälfte des Lebens mit durchschnittlich 41 Jahren.

"Säen und ernten"

Man hat ein paar Erfahrungen gemacht, berufliche Weichen gestellt und die ein oder andere Beziehung geführt. Sicherlich hat man auch den ein oder anderen Fehler begangen, aber aus Fehlern lernt man. "Wer in der ersten Lebenshälfte die richtige Saat sät, kann in der zweiten Hälfte die Früchte ernten", erklärt der Psychologe Carlo Strenger.

Teenagern hingegen lastet schwer auf dem Gemüt, dass sie noch nichts in ihrem Leben wirklich zu Ende gebracht haben. "Zwischen 20 und 40 empfinden die Menschen den Hausbau, die Familienplanung und ihre Berufsziele als Belastung", bestätigt Strenger.

Der Wissenschaftler behauptet weiterhin, dass die Midlife-Crisis in der heutigen westlichen Gesellschaft keine Rolle mehr spielt, da die Menschen älter werden und immer länger aktiv sind. "Erst ab 75 kehrt allmählich das Unglück zurück. Krankheiten und Altersschwäche vertreiben die Glücksgefühle", erklärt er.

Rentner und Menschen ohne Kinder denken nicht an kommende Generationen

Solidarität zwischen Jung und Alt abhängig von familiärem Umfeld

Senioren - Frau mit Brille und grauem Hut neben einem Mann mit weißem Schnurrbart
Senior couple © Marcin Kempski - www.fotolia.de

Einer aktuellen Studie zufolge hat das familiäre Umfeld Einfluss auf die Solidarität zwischen jungen und alten Menschen in Deutschland. Der internationale Wissenschaftsverbund "Population Europe" in Berlin führte zwei Befragungen mit insgesamt 14.000 Deutschen durch. Die Probanden wurden dabei nach ihren Einstellungen zur Familien- und Rentenpolitik befragt.

Ergebnis: Je älter die Befragten sind, desto weniger befürworten sie die Verwendung von öffentlichen Geldern zugunsten von Familien und Kindern. Wer Kinder und Enkel hat, hat jedoch deutlich mehr Verständnis dafür, wenn Geldmittel den jüngeren Generationen zukommen.

Problematische Aspekte dieser Sichtweise

Harald Wilkoszewski ist wissenschaftlicher Koordinator bei "Population Europe" und kommt zu dem Schluss, dass Einfühlungsvermögen zugunsten von jungen Familien häufig aus der eigenen familiären Erfahrung entsteht.

"Ältere und kinderlose Befragte sind weniger geneigt, öffentliche Transfers für Familien mit Kindern zu unterstützen, sind aber mehr geneigt, eine Rentenpolitik zu bevorzugen, die der jüngeren Generation eine größere Last aufbürdet", so Wilkoszewski. Dies ist besonders problematisch, da im Zuge des demografischen Wandels immer weniger Kinder geboren und die Menschen immer älter werden.

Warum sich Diabetes-Statistiken zahlenmäßig so sehr unterscheiden

Eine Hand hält eine andere mit Blutstropfen an Fingerkuppe für Glucoseschnelltest o. Blutzuckertest für Diabetiker
Glucose level blood test © evgenyb - www.fotolia.de

Diabetes zählt heutzutage zu den häufigsten Volkskrankheiten in Deutschland. Jedes Jahr bringen verschiedenste Organisationen und Institute Diabetes-Statistiken heraus, in denen die Zahlen der Erkrankten erfasst werden. Doch diese unterscheiden sich oft sehr stark. Aber woran liegt das?

Zum Einen daran, das Diabetes keine meldepflichtige Krankheit ist und die Statistiken somit häufig auf Hochrechnungen basieren. Zum Anderen liefern gerade regional durchgeführte Studien höchst unterschiedliche Ergebnisse, da die Ursachen für Typ-2-Diabetes vor allem in Bewegungsmangel und Übergewicht begründet liegen, worunter nachweislich hauptsächlich Menschen mit niedrigem Einkommen und geringerer Ausbildung leiden.

Auch wie die Daten einzelner Studien erhoben werden, spielt eine Rolle. Werden die Probanden am Telefon gefragt, ob sie an Diabetes leiden, hat dies eine geringere Aussagekraft als die Untersuchung von Blutwerten. Bei der Untersuchung der Blutwerte gibt es wiederrum die Messungen der Nüchtern-Blutzuckerwerte, die genauere Ergebnisse liefern als die, bei denen der Langzeitwert Hba1c ermittelt wird, da dieser bei vielen Erkrankten häufig auch im Normalbereich liegen kann.

Genauere Statistiken wären nur möglich, wenn alle Diabetiker in einem zentralen Register erfasst werden würden. Ob ein solches zentrales Diabetesregister eingeführt wird, steht allerdings noch in den Sternen. Immerhin wird das Register als Bestandteil des nationalen Diabetesplans diskutiert, den die großen Diabetes-Verbände in Deutschland auf Anraten der EU entwickeln sollen.

Studie: Der ideale Tag des Mannes besteht aus wenig Arbeit und viel Sex

Im Rahmen einer Studie aus England ging man der Frage nach, womit Männer ihre Zeit am liebsten verbringen und wie für sie der ideale Tag aussieht. Die Auswertung der Befragung sieht wie folgt aus: die Herrenwelt möchte im Durchschnitt 4:19 Stunden der Zeit dem Sex, 3:36 Stunden der Arbeit, 3:22 Stunden Freunden und Familie, 2:38 Stunden dem Essen und Trinken und lediglich 29 Minuten der Körperpflege widmen. Die Zeit, die übrig bleibt, wird am liebsten fürs Schlafen genutzt.

Generell liegt der Trend der vielbeschäftigten Männer darin Möglichkeiten zu finden, die ihnen erlauben, mehr und mehr Erfahrungen in deren Leben mit einzubringen. 70 Prozent der Befragten würden ihren Freundeskreis verkleinern, wenn sie dadurch mehr Zeit für Freizeitaktivitäten hätten.

Generation 50Plus lebt gesünder und entspannter als Jüngere

Älteres Paar beim Essen, schauen sich lachend in die Augen
Elderly Couple Enjoying Healthy meal,mealtime Together © Monkey Business - www.fotolia.de

Menschen über 50 Jahre sind gelassener und leben bewusster als Jüngere. Das zeigt eine aktuelle Studie. Die Generation 50plus ist zufriedener mit dem eigenen Job und leidet daher auch seltener unter psychischen Erkrankungen durch Belastungen in der Arbeitswelt. Lediglich neun Prozent leiden an einem Burnout, bei den unter 50-Jährigen sind es dagegen zwölf Prozent.

Allerdings zeigen sich bei den Älteren verstärkt körperliche Beschwerden durch die Arbeit. Dafür achten sie mehr auf ihre Gesundheit, indem sie häufiger Obst und Gemüse essen sowie weniger rauchen. Keine Angst vor dem Tod zu haben, ist bei den über 80-Jährigen mit 70 Prozent häufiger als bei den 30- bis 39-Jährigen mit rund 25 Prozent. Ehrenamtliches Engagement ist mit 36 Prozent bei Älteren eher anzutreffen als bei Jüngeren (24 Prozent).

Fazit

Insgesamt zeigt die Studie, dass die Generation 50plus gelassener und entspannter mit dem Leben umgeht. Jüngere Menschen neigen dagegen eher dazu, sich Stress auszusetzen. Zudem leben sie ungesünder und achten weniger auf ihre Gesundheit. Kinder gehören aber in jedem Alter zum glücklichen Leben dazu. Dies meinen 68 Prozent aller Befragten.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Skeleton X-Ray - Brain 1 © Jeffrey Collingwood - www.fotolia.de

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