23. September 2010
Es ist ein wirklich bedrückendes Gefühl, sich mit einem anderen Menschen einfach nicht verständigen zu können. Sei es nun der Austauschstudent aus Japan oder die Urlaubsbekanntschaft in Marokko, wenn man sich nicht versteht, stellt sich schnell Frust ein. Wer solch einen Rückschlag beim nächsten Mal vermeiden möchte, dem bleibt nichts anderes übrig, als sich selbst sprachlich weiterzuentwickeln. Bevor man einen Kurs an einer teuren Sprachschule besucht, sollte man sich jedoch überlegen, ob es nicht auch eine bessere Alternative gibt.
An einer Sprachschule versucht man, den Teilnehmern nicht nur Grundkenntnisse zu vermitteln, sondern sie so fit zu machen, dass sie sich auch mit Muttersprachlern verständigen können. Das ist in manchen Sprachen ein langer Weg, da in den seltensten Ländern feinste Schriftsprache gesprochen wird. So "verschlucken" viele Franzosen die Hälfte des Gesagten, so dass selbst gute Schüler plötzlich Probleme haben, ihr Gegenüber zu verstehen. Und auch aus Deutschland weiß man, dass die vielen Dialekte der Verständigung nicht gerade zu Gute kommen.
Wer im nächsten Spanienurlaub unbedingt in der Landessprache beim Kellner bestellen möchte, der braucht sich nicht gleich um einen Platz auf der Sprachschule zu bewerben. Um seinem einheimischen Gegenüber klarzumachen, was man von ihm möchte, reicht es, wenn man die gängigsten Alltagsvokabeln beherrscht und einfache Satzstrukturen bilden kann. Zum bloßen Plaudern ist es nicht wichtig, sich in der richtigen Grammatikform ausdrücken zu können. Zum Urlaub machen reicht es daher völlig aus, wenn man sich eine Lern-CD bestellt oder einen Kurs an der VHS belegt. Eine Sprachschule wäre in diesem Fall einfach hinausgeworfenes Geld, vor allem deshalb, weil man das Gelernte ohne permanentes Üben sehr schnell vergisst.
Ganz anders sieht es aus, wenn man einen längeren Auslandsaufenthalt plant, zum Beispiel um an einer anderen Uni zu studieren oder geschäftlich einen Auftrag zu erledigen. Für diesen Personenkreis lohnt sich der Besuch einer Sprachschule auf jeden Fall. Sie müssen auch die Feinheiten der Sprache kennenlernen, um sich adäquat ausdrücken und Fachtermini verstehen zu können. Dadurch, dass man längere Zeit mit Muttersprachlern zu tun hat, wird das Gelernte auch effektiv gefestigt und vertieft, so dass man die Grundelemente der Sprache auch dann nicht vergisst, wenn man wieder nach Deutschland zurückkehrt.
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