16. September 2010
In Deutschland wird momentan darüber diskutiert, das Kindergeld für Eltern zu kürzen, deren Kinder zu häufig die Schule schwänzen. Doch von einem festen Gesetzesentwurf ist hier noch nicht die Rede. Anders in Frankreich, dort hat Präsident Sarkozy die Schulschwänzer bereits fest im Griff.
Ende Juni ist dem Entwurf des neuen Gesetzes durch die Nationalversammlung bereits zugestimmt worden. Die Regelung besagt, dass das Kindergeld dann gestrichen wird, wenn ein Schüler, der mindestens vier halbe Tage monatlich unentschuldigt gefehlt hat, im darauffolgenden Monat wieder auffällt, trotz Warnung an die Eltern. Erst wenn das Kind im nächsten Monat regelmäßig im Unterricht erscheint, wird das Geld wieder gezahlt.
Während Bildungsminister Luc Chatel diese Maßnahme als "letztes Mittel" ansieht, wird sie von der französischen Opposition als "populistische und aggressive Maßnahme" kritisiert, vor allem für arme Familien.
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