23. September 2010
Immer fleißig lernen, gute Noten mit nach Hause bringen, das sind die Dinge, die Eltern von ihren Kindern in erster Linie erwarten. Umso größer ist die Enttäuschung, wenn der Nachwuchs nur zum Mittelfeld gehört oder noch schlimmer: richtig schlecht in der Schule ist. Dabei ist Schulbildung nicht immer das Wichtigste im Leben. Kinder sollten auch außerhalb des Klassenzimmers gefördert werden und zwar ganz nach ihrer persönlichen Veranlagung.
Es gibt viele Dinge, die nicht auf den Lehrplänen der Länder zu finden sind. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie nicht ebenfalls wichtig für die Entfaltung und Entwicklung eines Kindes wären. Eltern sollten sich von der Vorstellung verabschieden, dass akademisches Wissen der Garant für Wohlstand und Zufriedenheit sei. Gute Noten bedeuten eben nicht gleichzeitig Glück und Erfolg im späteren Leben. Aus diesem Grund sollte man auch genauestens darauf achten, wie sich der Nachwuchs „privat“ entwickelt. Man wird staunen, was für herausragende Fähigkeiten manche Kinder an den Tag legen.
Lebenszufriedenheit hängt nicht davon an, in welcher Führungsetage man sich befindet oder wie hoch der Kontostand ist. Es kommt nur darauf an, dass man etwas tut, was man liebt. Manche Kinder buddeln zum Beispiel schon sehr früh mit Begeisterung im Garten herum und wie von Zauberhand gedeihen alle Pflänzchen, die sie aussähen und pflegen.
Solch einen grünen Daumen sollte man nicht als beiläufiges Talent abtun, sondern versuchen, das Kind in seinem Können zu fördern. Dazu kann man beispielsweise kindgerechte Fachliteratur besorgen, ein eigenes Equipment anschaffen und einen Bereich im Garten abstecken, in dem sich der Nachwuchs ungestört austoben kann. Eventuell wächst hier ein kleiner Landschaftsgärtner oder Gemüsebauer heran.
Genauso verhält es sich mit künstlerischen Fähigkeiten. Kinder, die gerne töpfern oder malen sollten stets die Materialien zur Verfügung haben, die sie zur Auslebung ihres Talents benötigen. Nur so können sie sich selbst weiterentwickeln und eines Tages Großes hervorbringen.
Sportliche Kinder sollten hingegen die Möglichkeit haben, einem Verein beizutreten und dort regelmäßig zu trainieren. Die dort beschäftigten Profis können den Nachwuchs viel besser fördern als die Eltern selbst und haben das nötige Vitamin B, um die Kleinen auch karrieretechnisch voranzubringen. Natürlich sollte man hierbei ein Auge darauf haben, dass nicht genauso ein Leistungsdruck aufgebaut wird wie in der Schule.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
09.05.11 | |
![]() | SCHULBILDUNG |
05.04.11 | |
![]() | SCHULBILDUNG |
04.04.11 | |
![]() | SCHULBILDUNG |
30.11.10 | |
![]() | SCHULBILDUNG |
30.06.10 | |
![]() | SCHULBILDUNG |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Schulbildung Forum

