5. August 2010
Schreibenlernen ist ein langer Prozess, der sich über Jahre erstreckt. Ein sauberes Schriftbild ist daher das Resultat intensiven Übens. Aber auch das richtige Schreibgerät hat Einfluss darauf, wie sich die Handschrift im Laufe der ersten Schuljahre entwickelt.
Für Schulanfänger liegen in den Kaufhäusern seit einigen Jahren sogenannte Schreiblernstifte aus. Eltern und Kindern wird versprochen, dass diese zum einen gesünder für kleine Kinderhände und zum anderen robuster sind. Es gibt sowohl Schreiblernbleistifte als auch Schreiblernfüller.
Schreiblernbleistifte sind vor allem für Erstklässler entwickelt worden. Es gibt sie in zwei verschiedenen Varianten. Bei der einfachen Variante handelt es sich um einen anspitzbaren Bleistift in Dreikantform. Diese Form ermöglicht es den Kindern, den Stift sicher zwischen den Fingern zu halten, ohne dabei zu verkrampfen. Sind die drei Seiten des Bleistiftes zusätzlich noch mit Griffmulden oder einer rutschhemmenden Schicht ausgestattet, wird den Kindern das Schreiben noch mehr erleichtert. Denn je fester und sicherer ein Stift ohne übermäßige Kraftaufwendung gehalten werden kann, desto weniger schnell ermüdet die Kinderhand.
Bei der anderen Variante handelt es sich um einen Druckbleistift mit einer dicken, bruchsicheren Mine. Diese ist wichtig, da Kinder anfangs oft zu viel Druck auf den Stift ausüben und die Mine dadurch schnell zerbricht. Schreiblernbleistifte mit Druckmechanismus haben in der Regel einen ergonomisch geformten, rutschhemmenden Griff, der speziell für Rechts- oder Linkshänder entwickelt wurde.
Auch Schreiblernfüller sind so gebaut, dass sie die Sehnen von ungeübten Kinderhänden entlasten und ein ermüdungsfreies Schreiben erlauben. Meist verfügen sie über parallele Griffmulden, die es ermöglichen, dass sie sowohl von Rechtshändern als auch von Linkshändern genutzt werden können. Es gibt aber auch Schreiblernfüller, deren Griffe und Federn so gefertigt werden, dass sie sich nur an Rechts- oder Linkshänder richten. Im Gegensatz zu anderen Füllern sind Schreiblernfüller so gebaut, dass ihr Schwerpunkt oberhalb von Zeige- und Mittelfinger liegt und damit stabil in den Händen liegt.
Schreiblernstifte fördern also effektiv das Schreibenlernen, indem sie leicht zu führen sind und mit wenig Kraftaufwand gehalten werden können. Sie formen zwar die Handschrift in den ersten Schuljahren, haben aber keine nennenswerten Vorteile für ältere Schüler, deren Handschrift bereits geformt ist.
Diese Stifte sind die nächste Stufe nach den Malmäusen (wie Mäuse geformte Wachsmalstifte ab 1,5 oder 2 Jahren), also nur was für die Grobmoto...
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