25. Mai 2011
Wissenschaftler haben in einer Studie untersucht, ob mathematische und geometrische Grundregeln angeboren sind oder ob man diese nur in der Schule erlernen kann. Dazu haben sie eine mit Ureinwohner aus dem Amazonas-Regenwald von Stamme der Munduruku verschiedene geometrische Tests gemacht. Diese Menschen hatten noch nie eine Schule besucht und auch die Begriffe "Winkel" oder "Parallele" noch nie gehört. Aber bei den verschiedenen Fragen aus dem Bereich der Geometrie haben die Ureinwohner zu 94 Prozent die richtigen Lösungen genannt, wobei die Kinder um zwei Prozentpunkte noch besser waren.
So sollten beispielsweise solche Aufgaben beantwortet werden ob sich parallele Geraden irgendwo treffen oder schneiden oder bei einem Dreieck sollten sie fehlende Winkel mit den Händen oder einem einfachen Winkelmesser, der aus zwei drehbaren Schenkeln bestand, anzeigen.
Zum Vergleich wurden auch Erwachsene in den USA und Kinder in Frankreich mit den gleichen Aufgaben befragt, hier lagen die richtigen Antworten bei den Erwachsenen bei 98 Prozent bei den Kinder bei 94 Prozent. Aber man kann es auch bei Kleinkindern feststellen, wenn man ihnen zum Beispiel zwei Bälle zeigt, dann diese hinter einem Vorhang versteckt und anschließend nur einen Ball zeigt, so suchen sie automatisch nach dem zweiten Ball.
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