
von Christine Tabbert-Haugg
Schwere Arbeitsstörungen und akute Prüfungsängste sind häufig Symptome, die auf tieferliegende Konflikte zurückzuführen sind. Für nicht wenige Menschen sind die bevorstehende Schul- oder Studienabschlußprüfung, oft aber auch schon Ereignisse wie die Führerscheinprüfung, extrem angstbesetzt - ein Scheitern wird wahrscheinlich. Die langjährige Erfahrung mit Prüfungsangst- Patienten führte die Autorin zu der Beobachtung, daß schwere Arbeitsstörungen vor Prüfungen, Angst- und Panikreaktionen angesichts des bevorstehenden Termins nicht selten Symptome einer tieferliegenden Krise sind. Sie können unbewußte Strategien des Betroffenen sein, aus Angst vor Identitätsverlust anstehende Entwicklungsschritte nicht zu tun, neue Aufgaben nicht in Angriff zu nehmen. Vor diesem Hintergrund wird es auch verständlich, daß betroffene Menschen jede beliebige Situation als Prüfung auffassen - und mit entsprechenden Panikreaktionen beantworten können. Die hier dargestellten Behandlungsmöglichkeiten reichen von der Krisenintervention, die den Klienten in kurzer Zeit »prüfungsfähig« machen, bis hin zu tiefenpsychologisch fundierten Langzeitbehandlungen, die die individuelle zugrundeliegende Dynamik herausarbeiten und unbewußte Konflikte aufdecken. Zahlreiche Fallbeispiele dokumentieren die Bandbreite der Störung und die Interventionsmöglichkeiten des Therapeuten eindrucksvoll. Als Basis für das Verständnis der Thematik fließen psychodynamische Konzeptionen, entwicklungspsychologische Gesichtspunkte sowie aktuelle Befunde aus den Neurowissenschaften mit ein.
26.05.12 | |
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20.03.12 | |
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09.03.12 | |
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