29. Juli 2010
In Schule, Ausbildung und Studium gehören Prüfungen zum Alltag. Ob in schriftlicher oder in mündlicher Form – oft lösen diese nicht nur Stress, sondern regelrecht Angst und Panik aus. Wer weiß, dass er vor oder während einer Prüfung von diesen ungewollten Reaktionen heimgesucht wird, sollte sich ein paar nützliche Tipps zu Herzen nehmen.
Das beste Mittel gegen Prüfungsangst ist eine gute Vorbereitung. Nur wer mit dem Gewissen in eine Prüfung geht, sich intensiv mit dem Lernstoff auseinandergesetzt zu haben, ist gegen ein Blackout oder gegen andere typische Blockaden gut gerüstet. Wie intensiv die Vorbereitung sein muss, ist individuell verschieden. Gedanken wie "Alle anderen müssen weniger lernen" oder "Ich könnte auch nachts lernen und würde die Prüfung dennoch nicht bestehen" dürfen gar nicht erst zugelassen werden.
Auch die Vorbereitung muss geplant werden. Vor allem vor größeren Prüfungen ist es daher sinnvoll, sich einen gut strukturierten Lernplan zu erstellen. Im Laufe des Lernprozesses kann hier Kapitel für Kapitel abgehakt werden. Mit jedem neuen Haken ist man in seiner Vorbereitung nicht nur einen Schritt weiter, sondern aufgrund des Lernerfolgs auch ein gutes Stück selbstsicherer. Die Angst vor der anstehenden Prüfung nimmt ab.
Trotz perfekter Vorbereitung haben viele Menschen vor und während einer Prüfung mit körperlichen Reaktionen wie z.B. Übelkeit, Schwindel oder Zittern zu kämpfen. Wer dies einmal erlebt hat, geht in die nächste Prüfung oft noch ängstlicher hinein. Diese Angst vor der Angst kann am besten bekämpft werden, indem man lernt, den Symptomen vorzubeugen. Wer eine übermäßige körperliche Erregung vermeiden möchte, sollte vor der Prüfung keine koffeinhaltigen Getränke zu sich nehmen. Musik dagegen wirkt beruhigend und lenkt von der bevorstehenden Prüfung ab.
Je nach Ausmaß der Prüfungsangst kann es sinnvoll sein, auf Medikamente zurückzugreifen. Nicht verschreibungspflichtig sind z.B. Baldrian, Johanniskraut oder Bachblüten. Bei einer krankhaft diagnostizierten Prüfungsangst können vom Arzt spezielle Medikamente verschrieben werden, die die Angst hemmen. In solchen Fällen ist ergänzend eine Psychotherapie angebracht.
Wichtig ist, dass man am Tag der Prüfung nicht mehr versucht, zu lernen. Auch Gespräche über den Lernstoff sollten unterbleiben. Stattdessen sollte man versuchen Selbstvertrauen aufzubauen, indem man sich an frühere, erfolgreich abgeschlossene Prüfungssituationen erinnert. Kurz vor der Prüfung helfen Atemtechniken und andere Entspannungsübungen dabei, einen klaren Kopf zu bewahren. Zuletzt sollte man sich klar machen, dass der Prüfer auch nur ein Mensch ist und in seinem Leben ähnliche Situationen durchmachen musste.
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26.05.12 | |
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