4. September 2008
Von Sandra Spönemann
Auch in Deutschland wurde mittlerweile das international anerkannte Bachelor/Masterstudium eingeführt. Nach dem Erreichen des Bachelors können sich Studenten dazu entschließen einen Master dranzuhängen. Dieser muss aber nicht zwangsläufig im selben Studiengang belegt werden. Hier ein kleiner Versuch das Durcheinander zu entschlüsseln.

Nach dem Bachelorstudium kann man noch einen Master dranhängen
Die erste Voraussetzung um für ein Masterstudium an den Universitäten angenommen zu werden, sind gute Noten im Bachelorstudium, d.h. ein Notendurchschnitt von ca. 2,5. Außerdem muss der Bewerbung ein Motivationsschreiben beiliegen, indem der Student erklärt, warum es ihm wichtig und von Interesse ist im gewählten Studiengang einen Master zu erreichen.
Welcher Studiengang genau belegt werden kann, ist abhängig von den Kursen die bisher besucht worden sind. Als Faustregel gilt: Eine Fachrichtung muss im Bachelor zu ca. 50% absolviert worden sein, um den Master anschließen zu können. Das trifft für das Kernfach auf jeden Fall zu. Darüber hinaus wird das Kern- und Nebenfach aber meist in einem Profil studiert. Ein Beispiel: Im Bachelorstudium der Sprachwissenschaft ist es beispielsweise möglich zwischen den Profilen "Sprache", "Texttechnologie" und "Kommunikation" zu wählen. Daher ist es einen Versuch wert (bei Interesse) sich für einen Master in Richtung des Profils (z.B. Kommunikationswissenschaft) zu bewerben.
Auch das Nebenfach könnte relevant sein, denn wenn das Nebenfach im Individuellen Ergänzungsbereich vertieft wurde, zusätzliche Kurse belegt wurden usw. kann auch das evtl. ausreichen, um sich für den Master zu bewerben. Hier liegen die Vorteile eines fächerübergreifenden Studiums. Die Praxis hat gezeigt, dass es durchaus möglich ist angenommen zu werden, die Universität aber fordert, dass ein paar Kurse nachgearbeitet werden müssen. Studenten mit guten Noten und hohem Engagement möchten die Universitäten nicht zwangsläufig Steine in den Weg legen. Ein wichtiger Tipp: Anstatt sich ausschließlich schriftlich zu bewerben, ist es immer von Vorteil das persönliche Gespräch mit dem Verantwortlichen (unter Terminabsprache!) zu suchen, das kann viel bewegen.
Im Vergleich zum Abschluss mit dem Diplom ist der Master noch nicht bei allen Arbeitgebern hoch im Kurs, was aber auch dadurch zu erklären ist, dass sich noch nicht alle Arbeitgeber mit dem neuen System auskennen und daher nicht wissen, welche Qualifikation vom Bewerber zu erwarten ist. Da der Master international anerkannt ist, sind gute Möglichkeiten gegeben, um ihn bei Interesse im Ausland zu absolvieren.
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