29. Juli 2010
Lesenlernen ist ein langwieriger Prozess, der viel Zeit, Mühe und Durchhaltevermögen erfordert. Damit Kinder in der Grundschule mit Spaß das Lesen erlernen können und nicht überfordert werden, gibt es speziell konzipierte Leselernspiele, die die Motivation steigern. Doch auch andere Übungen und Tricks tragen dazu bei, dass das Kind mit Spaß und Erfolg Lesen lernt.
Das Lesen beginnt damit, dass die Kinder lernen, Buchstaben ihren Lauten zuzuordnen und das Alphabet sicher zu beherrschen. Hierfür eignen sich verschiedene Spiele und Übungen mit der Anlauttabelle, für die das Kind einen Partner braucht. Im gegenseitigen Wechsel nennen die Spieler einen Buchstaben und lassen sich ein Wort sagen, dass mit diesem Buchstaben beginnt. Ziel ist es, dass die Anlauttabelle irgendwann nur noch mental in den Köpfen der Kinder zum Einsatz kommt und auch Worte gefunden werden, die nicht als Motiv in der Tabelle abgebildet sind. Andersherum kann man sich natürlich auch ein Wort ausdenken und der Spielpartner muss den Anfangsbuchstaben nennen.
Für Kinder, die bereits ganz Wörter lesen können, eignet sich das Wort-Memory. Hier gehören immer drei Karten zusammen, von denen auf der ersten ein Motiv abgebildet ist, auf der zweiten dasselbe Motiv mit dem Wort in Großdruckbuchstaben und auf der dritten nur das Wort. Das Spiel können viele Kinder gemeinsam spielen, wobei die Karten zunächst gemischt und verdeckt auf einen Tisch gelegt werden und anschließend abwechselnd von den Kindern gezogen werden. Wer alle drei Karten eines Wortes gefunden hat, darf die Karten an sich nehmen.
Beliebt sind auch Spiele, in denen Kinder selbständig aus einzelnen Buchstaben Worte legen müssen. Hierfür kann man kleine Buchstabenkärtchen beschriften und ausschneiden. Jeder Buchstabe sollte mehrmals vertreten sein. Die Kinder ziehen nun eine bestimmte Anzahl von Buchstaben und versuchen jeweils, ein möglichst langes Wort zu legen. Abhängig von der Länge der Wörter werden Punkte verteilt, so dass die Kinder einen zusätzlichen Anreiz haben.
Ähnlich kann man auch beim Lernen von Sätzen verfahren. Jedes Kind schreibt zunächst auf vorgefertigte Kärtchen je drei Nomen, Verben und Objekte. Diese Kärtchen werden anschließend verdeckt auf den Tisch gelegt und jeder Spieler zieht drei Wörter. Ziel ist es, einen sinnvollen Satz zu bilden oder zu begründen, warum ein solcher mit den gezogenen Kärtchen nicht möglich ist.
Für ältere Kinder, deren Lesekompetenz primär im Bereich des inhaltlichen Verständnisses gefördert werden soll, eignet sich das Stellen von einfachen Textfragen. Besonders viel Spaß haben Kinder mit dem Internetprogramm Antolin. Hier erhalten sie für jede richtig beantwortete Frage Punkte und können ihren Punktestand online mit Freunden und Klassenkameraden vergleichen.
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