14. Juli 2010
In Zeiten des Bologna-Prozessen haben Studenten meist keine Zeit mehr zum Bummeln. Sobald das neue Semester angefangen hat, ist es Zeit, sich auf die bis zu zehn Prüfungen vorzubereiten, die kurz vor oder während der Ferien anstehen. Um diese riesige Menge an Lernstoff zu bewältigen, benötigt man sehr effektive Lernmethoden.
Besonders Erstsemester haben es oft schwer, sich richtig auf die Prüfungen vorzubereiten. Sie sind es noch aus der Schule gewohnt, einen Hefteintrag zu haben, in dem alles steht, was für die Klausur relevant ist. Im Studium ist der Stoff jedoch weit weniger gut eingegrenzt. Man hat nicht nur die Skripte und Mitschriften aus den Vorlesungen, es gibt dazu auch noch jede Menge Pflichtliteratur, die der Professor bei der Prüfung als bekannt voraussetzt.
Wer nun anfängt, jedes dieser Bücher von der ersten bis zur letzten Seite zu lesen, wird nicht einmal für eine einzige Prüfung ausreichend vorbereitet sein, geschweige denn gut abschneiden.
Studenten müssen so lernen, dass sie aus einer großen Menge an Informationen das Wesentliche herausziehen, den Sinn dabei verstehen und wirklich nur die Kernpunkte wirklich auswendig lernen, wenn überhaupt.
Eine Struktur zu haben ist deshalb die halbe Miete. Wer hier und da ein paar Informationen aufnimmt, bekommt sicherlich keinen Durchblick. Daher sollte jedes Stoffgebiet so durchgegliedert werden, dass man genau weiß, was im Semester behandelt wurde. Erst dann kann man sich daran machen, die einzelnen Punkte mit Infos aus der Vorlesung und aus Büchern zu füllen.
Eine besonders gute Methode, um den Inhalt aus Büchern zusammenzufassen ist folgende: Man verschafft sich erst einen Überblick über das jeweilige Kapitel, liest die Überschriften und überfliegt den Text kurz. Anschließend notiert man sich einige Fragen, zu denen man aus dem Text antworten haben möchte. In manchen Büchern speziell fürs Studium stehen solche Fragen am Ende des Fließtextes. Nun liest man den Text ausführlich und notiert dabei jeweils diejenigen Informationen, die zur Beantwortung einer der Fragen dienlich sein könnten.
Zum Abschluss schreibt man sich nun aus den Fragen und den dazugehören Antworten einen eigenen Fließtext. Meistens muss Stoff, der so elaboriert wurde, nicht einmal mehr durch wiederholendes Aufsagen gelernt werden, da er bereits einmal durch eigene Worte formuliert und verarbeitet wurde.
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