Lernen - Vorgänge im Gehirn und Tipps für konzentriertes Lernen

Grafik Gehirn Neurologie in blau

Rund um das Lernen und verschiedene Lerntypen - Lernen ohne Konzentrationsprobleme

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  • von Paradisi-Redaktion

Als Lernen bezeichnet man das Erwerben von bestimmten Kenntnissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten. Dabei laufen im Gehirn verschiedene Vorgänge ab. Wie man am effektivsten lernt, hängt zum einen von diversen äußeren Faktoren ab, zum anderen aber auch davon, welchem Lerntypen man angehört. Lernerfolge lassen sich dabei nur dann erzielen, wenn man sich auf die Sache konzentrieren kann. Lesen Sie, was beim Lernen im Gehirn abläuft und welche Tipps beherzigt werden sollten, um konzentriert lernen zu können.

Lernen: Definition und Nutzen

Lernen beschreibt den Erwerb neuer Fertigkeiten im körperlichen, geistigen, sozialen oder charakterlichen Bereich. Dabei können diese Fertigkeiten absichtlich oder auch beiläufig erworben werden.

Der Mensch lernt sein ganzes Leben lang. Das Lernen gilt sogar als Grundvoraussetzung, um sich an das Leben und die Umwelt anpassen zu können. So wird es dem Menschen durch das Lernen ermöglicht, sinnvoll zu handeln und im eigenen Interesse Veränderungen vorzunehmen.

Die Fähigkeit des Lernens stellt zudem eine unverzichtbare Voraussetzung für Bildung und reflektiertes Verhalten dar. Nicht immer lassen sich jedoch die Ergebnisse des Lernprozesses klar messen oder in Worte fassen.

Was passiert im Hirn?

Das menschliche Gehirn setzt sich aus rund 100 Milliarden Sinneszellen zusammen. Neu erworbene Lernstoffe oder Informationen speichert zunächst das Kurzzeitgedächtnis.

Für eine dauerhafte Speicherung im Langzeitgedächtnis sind bestimmte Faktoren und Bedingungen ausschlaggebend. Diese lassen sich nicht immer durch den Willen beeinflussen.

Es ist aber möglich, effizienteres Lernen zu trainieren. Dabei hat es jedoch keinen Sinn, sich krampfhaft zum Einprägen des Lernstoffes zu zwingen.

Das Kurzzeitgedächtnis verarbeitet neue Informationen als elektrische Impulse und verknüpft sie mit Vorinformationen, die bereits gespeichert wurden. Weil es jedoch zum Abklingen der Impulse kommt, gehen die Informationen nach spätestens 20 Sekunden wieder verloren.

Während die Informationen im Kurzzeitgedächtnis gelagert werden, bilden sich in den Neuronen Proteinketten. Ähnlich wie in der DNA ist die Information in den Ketten enkodiert.

Zerfallen diese Proteinketten nach rund 20 Minuten, gehen die Informationen allerdings wieder verloren. Erst durch die Einlagerung in das Langzeitgedächtnis kommt es zu einer dauerhaften Speicherung der Informationen.

Die Übertragung von Informationen in das Langzeitgedächtnis hängt von molekularen Signalketten in den Nervenzellen sowie deren Verbindungen ab. Diese lassen sich mit vollen Wasserbehältern vergleichen, die hintereinander aufgestellt werden.

Sowie ein voller Behälter überläuft, fließt das Wasser in den nächsten Behälter. Läuft dieser Prozess mehrmals am Tag ab, verstärken sich dadurch die Kontaktstellen zwischen den Nervenzellen, die hintereinander geschaltet sind. Dies wiederum bewirkt, dass die Verbindungen schließlich immer leichter anspringen, wenn man den gleichen oder einen ähnlichen Lernstoff durchnimmt.

Das heißt also, dass der Lernende den Lernstoff regelmäßig wiederholen und vertiefen muss, damit das Gehirn die Informationen speichern kann. Allerdings ist die tägliche Menge an Inhalten, die sich langfristig speichern lassen, begrenzt.

Werden also an einem Tag zu viele Informationen, die einen unterschiedlichen Inhalt haben, aufgenommen, kann es passieren, dass sie sich gegenseitig verdrängen. Daher ist es oft sinnvoller, weniger Stoff zu erlernen, diesen dafür jedoch häufiger zu wiederholen, um ihn sich besser einprägen zu können.

Belohnungssystem des Gehirns

Informationen lassen sich vom Langzeitgedächtnis besser speichern, wenn sie gefühlsmäßig für den Lernenden von Bedeutung sind. So werden neue Informationen und Lernstoffe, die wichtig zum Erlangen von Vorteilen oder zum Vermeiden von Nachteilen sind, neurobiologisch als vorrangig eingestuft.

Dies lässt sich auf das gehirninterne Belohnungssystem zurückführen. Dabei werden vom Gehirn Substanzen ausgeschüttet, die für positive Gefühle sorgen. Dadurch besteht ein Zusammenhang zwischen Motivation und Lernen.

Hormone wie Cortisol beeinflussen das Lernen beim Menschen

3D Grafik männlicher Schädel mit rotem Gehirn
schädel mit gehirn © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

Das Hormon Cortisol hat Einfluss auf das Lernen.

In den Stunden nach Mitternacht, wenn wir im Tiefschlaf liegen, ist seine Konzentration im Blut normalerweise am geringsten. Das scheint wichtig zu sein, damit das Gehirn am Tag aufgenommenes Wissen verfestigt, berichtet das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau.

Der Neuroendokrinologe Prof. Jan Born und der Psychologe Dr. Werner Plihal haben an der Universität Lübeck nachgewiesen, dass das Gehirn schlechter speichert, wenn der Cortisol-Spiegel erhöht ist. Dies ist zum Beispiel in Phasen starker Gefühle wie Angst, Stress oder Trauer der Fall. Das passt zu der Erkenntnis, dass stressfreier, ausreichender Schlaf gut für das Gedächtnis ist.

Wir lernen auch unbewußt – leider!

Unser Gehirn speichert Informationen nicht nur, wenn wir es bewusst auf Empfang schalten. Das konnte, einem Bericht der Gesundheitszeitschrift Apotheken Umschau zufolge, der Hirnforscher Takeo Watanabe von der Universität Boston nachweisen.

Auch ohne dass es uns bewusst wird, speichern wir viele Informationen. Für Watanabe hat das eher negative Auswirkungen:

Unbewusst lernen bedeutet auch Stress durch die tägliche Informationsflut, der wir weitgehend schutzlos ausgeliefert sind.

Beim Lernen sind Emotionen für das Gedächtnis wichtig

Blaue Grafik eines menschlichen Kopfes mit farblich markierten Gehirnregionen und Schwingungen
Gehirn - Schwingungen 1 © psdesign1 - www.fotolia.de

Entscheidend für den Lernerfolg sind die damit verknüpften Gefühle – und zwar sowohl positive wie negative, berichtet das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau. Das Gehirn besitzt sogar getrennte Areale für positiv und negativ besetzte Lerninhalte. Was mit angenehmen Erlebnissen verknüpft gelernt wird, prägt sich in dieser Verbindung ein – der Idealfall für Freude am Lernen.

Wird aber immer nur in beklemmender Atmosphäre gelernt, kann der Spaß daran völlig verloren gehen. Forscher glauben sogar, dass das Gehirn eigentlich auf lustvolles Lernen eingestellt ist: Dopamin und einige körpereigene Opiate wirken bei Lernprozessen.

Bei einigen Schülern führen Ferien zum Stillstand des Lernfortschritts

Schülerin mit Brille und orangem Pullover blickt fragend und nachdenklich nach oben
mädchen denkt nach © Ramona Heim - www.fotolia.de

Aus den Daten einer Untersuchung von der Johns Hopkins Universität in Baltimore, die ab 1982 läuft, sind in der Zeitschrift „Focus-Schule“ Ergebnisse veröffentlicht, wonach sich Ferien auf den Lernerfolg mindernd auswirken können.

Der Pädagoge Hans Werner Heymann sagt dazu, dass bei Schülern aus einem schlechten sozialen Umfeld beim Lesen ein Stillstand, bei der Mathematik nach den Ferien Wissenslücken entstanden sind. Die Gestaltung der Ferien und die gemachten Erlebnisse sind hierfür möglicherweise der Hintergrund. Der Wissenschaftler ist deshalb der Meinung, dass auch hierin die Eltern verantwortlich sind, um den Lerneffekt bei ihren Kindern zu beeinflussen.

Qualität der Denkprozesse wird durch schlechte Laune erhöht

Gelangweilter Schüler drückt Gesicht zusammen, Augen geschlossen
Langeweile © Klaus Eppele - www.fotolia.de

Mit den Auswirkungen der Laune des Menschen auf seine Denkprozesse hat sich ein Team um Joe Forgas von der Universität von New South Wales in Sydney in einigen Experimenten beschäftigt. Hierbei kamen sie zu dem Ergebnis, dass Menschen mit schlechter Laune akkurater arbeiten. Bei der Wiedergabe von Geschehen, Argumentationsfähigkeit oder kritischem Denkvermögen wirkt sich die schlechte Laune positiv aus.

Hierbei handelt es sich um die Folge einer evolutionären Entwicklung, wie die Forscher glauben. In bedrohlichen Situationen, die schlechte Laune als Folge hat, ist mehr Aufmerksamkeit nötig als in einer friedlichen Umgebung.

Schulische Leistungen in Zusammenhang mit TV-Konsum

Sechs jugendliche Freunde sitzen mit Popcorn vor dem Fernseher und jubeln
Friends Watching Sport Celebrating Goal © Monkey Business - www.fotolia.de

Beim Forum Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung in Wiesbaden hat Professor Lutz Jäncke (Hirnforscher aus Zürich) geäußert, dass die Schulleistung schlechter wird, je mehr Fernsehen Kinder schauen. Darüber hinaus hätte der Schulabschluss unter dem Fernsehkonsum zu leiden. Jedoch betonte der Psychologie-Professor, dass er nicht generell gegen das Fernsehen wäre, dennoch machte er auf die Gefahr aufmerksam.

Auch ein Suchtrisiko existiert. Dies liegt daran, dass der für die Selbstdisziplin verantwortliche Frontalkortex am längsten für die Entwicklung benötigt. Diese Gehirnstruktur ist erst im 20. Lebensjahr abgeschlossen. Laut dem Forscher ist die Selbstdisziplin ein wichtigerer Leistungsfaktor als die Intelligenz.

Nicht nur mit dem Kopf, mit dem ganzen Körper lernen wir

Kinder, die beim Lernen Körpereinsatz durch Gesten zeigen dürfen, erzielen deutlich bessere Ergebnisse, als wenn sie sich dabei nur auf die Sprache beschränken müssen. Die „Apotheken Umschau“ berichtet über einen Test amerikanischer Forscher von der Universität Rochester im US-Bundesstaat New York, die drei Gruppen von Grundschülern Rechenaufgaben lösen ließen.

Eine Gruppe sollte nur sprechen, eine nur gestikulieren. Die dritte durfte Gestik und Sprache kombinieren. In einem Mathematik-Test nach drei Wochen erinnerten sich 90 Prozent der Schüler der beiden Gestik-Gruppen an den Lösungsweg, aber nur ein Drittel der Sprecher.

Forscher stellen Zusammenhang zwischen Erfahrung und Lernen her

Schülerin beim Zeichnen, sie zeichnet Tomaten
Schülerin malt Tomaten-Arrangement © Dan Race - www.fotolia.de

Im Wissenschaftsmagazin "Cell" hat ein Forscherteam um Michael Ehlers vom Duke University Medical Center in Durham (USA) ihre Ergebnisse von Studien publiziert, in denen sie einen Zusammenhang zwischen dem Lernprozess und der Funktionalität des zellulären Motorproteins Myosin Vb im Gehirn herstellen konnten.

In der Wissenschaft ist man sich bisher darüber einig, dass ein Prozess namens "Long-Term-Potentiation" (LTP) das Lernen steuert. Benachbarte Zellen kommunizieren auf chemischer Ebene miteinander. Nach und nach wird die Menge der stimulierten Rezeptoren für die Rezeptoren durch eben jene Nervenzellen erhöht.

Während des LTP sorgt Myosin b dafür, dass neue Rezeptoren an die Zelloberfläche gelangen.

Bestimmte Gehirnzellen beeinflussen den Lernvorgang

Blaue 3-D-Grafik eines Gehirns mit vielen Blitzen
3D brain with lightening © Kirsty Pargeter - www.fotolia.de

Forscher fanden heraus, dass zwei unterschiedliche Nervenzellen unser Lernvermögen beeinflussen. Je nachdem, ob man eine Aufgabe richtig gelöst hat, beziehungsweise nicht erfolgreich war, werden die Zellen aktiv, so dass im Gehirn nur die richtige Lösung gespeichert wird. Man schätzt, dass man zukünftig die Lernprozesse somit steuern könnte.

Wie man durch verschiedene Studien herausfand, befinden sich im Hippocampus, das ist ein Bereich im Gehirn, das Erinnerungszentrum und somit auch der Bereich für die Lernvorgänge. Die Wissenschaftler machten ihre Studie mit einer Gruppe von Affen, mit denen sie verschiedene Lern-Experimente durchführten.

Informationsflut von heute ist eine Gradwanderung zwischen Stress und Abhängigkeit

Blonde Geschäftsfrau hängt völlig gestresst auf ihrem Schreibtisch, umgeben von Kollegen-Händen mit Smartphone und Uhr
Depressed business woman © Kaspars Grinvalds - www.fotolia.de

Das 21. Jahrhundert ist geprägt von einer täglichen Informationsflut, die gerade und im Besonderen im Büro zu einer vielfältigen Belastung führen kann. Mitarbeiter eines Unternehmens sehen sich sehr oft als überlastet an, da die eingehenden Mails zum Teil schier unerschöpflich sind. Leider sind die meisten eingehenden elektronischen Nachrichten von Unwichtigem gespickt, was sich oft jedoch nicht gleich erkennen lässt.

Bei dem Mitarbeiter selbst entsteht in der Folge ein Stress, der zu zahlreichen Symptomen wie etwas Verdauungsbeschwerden, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder auch Schlafstörungen führen kann. Doch nicht jeder reagiert auf diese Weise auf die Datenflut.

Viele andere Menschen zeigen dagegen ein deutliches Suchtverhalten in Sachen Informationen per Mail, da es den Eindruck erweckt wichtig zu sein. Beide Formen sind jedoch nicht in den Bereich des gesunden Arbeitens angesiedelt und sollten möglichst vermieden werden. Eine interne Firmenpolitik hinsichtlich der Infos via Intranet zu reduzieren, kann hierbei schon ein erster Schritt zur Besserung sein.

Zellkontakte im Gehirn beeinflussen das Lernvermögen

Blaue 3-D-Grafik eines Kopfes mit sichtbarem Gehirn und roten Punkten mit Blitzen (Geistesblitze)
Geistesblitze © psdesign1 - www.fotolia.de

Wissenschaftler vom Max-Planck-Instituts für Neurobiologie in Martinsried bei München stellten fest, dass sternförmige Zellen des Gehirns, die sogenannten Astrozyten, bei der Weitergabe von Informationen zwischen den Nervenzellen beteiligt sind, das heißt jeder Gedanke und jede Bewegung wird darüber gesteuert.

Die Astrozyten nun steuern bestimmte Zellkontakte, die auch für das Lernen wichtig sind, wobei die Menge des Botenstoffs, das Glutamat, reguliert wird. In der Biologie und Medizin wird die Glutaminsäure meistens kurz als Glutamat bezeichnet, die meisten Menschen verstehen unter diesem Begriff die Geschmacksverstärker. Wird zuviel Glutamat (Glutaminsäure) aus den Nervenzellen, den Synapsen, entfernt, so ist dies für den Lernprozess schädlich, andererseits führt zuviel Glutamat schnell zu Zellschäden und Fehlfunktionen der Nervenzellen.

Durch die neuen Erkenntnisse will man auch neurologische Erkrankungen, wie die Epilepsie, weiter erforschen.

Beim Lernen neuer Bewegungen verbinden sich Nervenzellen blitzschnell

Bestimmte Strukturveränderungen im Hirn bei neuen Bewegungen setzen früher ein als angenommen

Grafik Nerven Rezeptoren
rezeptor © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

Beim Lernen von neuen Bewegungen setzen Veränderung der Nervenzellenstrukturen sehr viel früher ein, als bisher angenommen. US-Wissenschaftler brachten Mäuse mit Lockmitteln dazu, sich durch einen engen Spalt zu quetschen. Vor, während und nach dem Training wurden dabei die Gehirne der Nagetiere auf Veränderungen untersucht.

Schnellere Bildung neuer Synapsen mit langanhaltender Wirkung

Bereits innerhalb der ersten Stunde bildeten sich in dem Bereich, in dem Muskelbewegungen kontrolliert werden, neue Synapsen zwischen den Zellen. Diese neuen Verbindungen waren auch vier Monate nach dem Test noch vorhanden. Die Mäuse beherrschten den gelernten Trick nach dieser Zeit immer noch, obwohl ihnen in der Zwischenzeit auch noch andere, ähnliche Kunststücke beigebracht worden waren.

"Uns ist es erstmals im Rahmen von Bewegungsstudien gelungen, die gleichen Synapsen über einen längeren Zeitraum zu beobachten", teilte die Co-Autorin der Studie, Yi Zuo, mit. Mit dem Versuch sei nun auch nachgewiesen, dass die Strukturveränderungen im Gehirn früher einsetzen, als angenommen. Wissenschaftler hoffen, dass diese Erkenntnisse helfen, bei Schlaganfall-Patienten das Langzeitgedächtnis zügiger wieder aufzubauen.

Kinder können sich besser nach den Himmelsrichtungen anstelle links oder rechts orientieren

Lachendes blondes Mädchen mit lila Fetzenshirt, die Hände auf Höhe der Stirn
rosalie lacht © Jassin Göllmann - www.fotolia.de

Forscher fanden heraus, dass sich schon in früheren Zeiten die Menschen besser nach den Himmelsrichtungen als nach links oder rechts orientiert haben. Dies ist auch bei den kleinen Kinder heute noch festzustellen, wie das Apothekenmagazin "BABY und Familie" schreibt.

In verschiedenen Versuchen mit vierjährigen Kindern stellten amerikanische Wissenschaftler fest, dass sich diese besser nach den Himmelsrichtungen orientieren können, als mit den Angaben über links oder rechts. Dies geschieht erst ein paar Jahre später, so oftmals erst zum Ende der Grundschulzeit, doch auch manche Erwachsenen haben hierbei noch ihre Schwierigkeiten.

Man sollte den Kleinen zu Anfang nur einen Begriff "links" oder "rechts" nahe bringen, denn der zweite ergibt sich dann später automatisch.

Extremer Stress für Schüler in Südkorea - 16 Stunden täglich lernen ist normal

Für Abiturienten in Südkorea sind bis zu 16 Stunden täglich lernen normal - leiden tun sie unter dem Stress trotzd

Lesen - aufgeschlagene, im Hintergrund gestapelte Bücher
books © Pakhnyushchyy - www.fotolia.de

Wer im Leben beruflich erfolgreich sein will, der muss bereits früh fleißig sein. Nur mit guten Schulnoten und einem vorzeigbaren Abschluss kann man auf dem Arbeitsmarkt gut einsteigen. Das ist bekannt und viele Eltern sind daher bemüht, ihren Kindern den Schulfleiß nahe zu legen.

Doch was hierzulande dazu führt, dass man täglich zum Unterricht geht und im besten Fall eine Stunde bis zwei Stunden für Nachhilfe und Hausaufgaben reserviert, führt in Südkorea zu Dauerstress für die Schüler. Wenn Jungen und Mädchen dort Abitur machen wollen, so bedeutet das im Extremfall, dass sie 16 Stunden täglich mit lernen beschäftigt sind.

Jugendliche in Südkorea leiden unter dem Dauerstress und sind unglücklich

Was für uns unvorstellbar ist, ist für die Abiturienten vor Ort der Alltag. Die Gewöhnung an diese Ansprüche heißt aber keinesfalls, dass die Heranwachsenden nicht unter dem Stress leiden.

Neben Essen und Schlafen bleibt so gut wie gar kein Raum für Freizeit. So kommt es, dass Südkorea zwar im Pisa-Ranking ständig ganz vorn mit dabei ist, doch das geschieht auf Kosten der Kinder. Die Jugendlichen vor Ort sind Umfragen zufolge im Dauerstress und unglücklich.

Pauken bis nach Mitternacht

Der normale Unterricht ist ähnlich wie hier von acht Uhr morgens bis maximal 16 Uhr, doch danach wird in Lesesälen gepaukt oder in Gruppenräumen gemeinsam geübt. Viele Jugendliche verbringen vor den Abiturprüfungen ihre Zeit bis nach Mitternacht in den Lesesälen ihrer Schule. Auch die Wochenenden sind oft mit diesem Programm gefüllt.

Neue Studie beweist: Faule Studenten sind die besseren

Studenten sitzen an Tischen, lernen, schreiben, Dozent oder Student steht vorne rechts mit Blöcken im Arm, Uni
casual student or teacher in a classroom © Andres Rodriguez - www.fotolia.de

Es gibt wohl kaum einen Studenten der das nicht kennt: Eigentlich müsste man lernen, doch die Unlust ist so groß, dass die Überwindung schwer fällt. Plötzlich werden andere Aktivitäten, denen man sonst eher aus dem Weg geht, wie zum Beispiel Aufräumen, Staubwischen, Altglas Wegbringen und Wäschewaschen sehr interessant. Außerdem fällt es natürlich besonders schwer sich hinter die Bücher zu klemmen, wenn gerade die Lieblings-Sendung läuft oder man dringend noch etwas im Internet checken muss.

Alle denen es so geht, werden sich über eine neue Hamburger Studie freuen. Laut den Ergebnissen dieser Studie ist es gar nicht unbedingt notwendig, sich während der Prüfungszeit zu quälen. Denn wenn man den Ergebnissen glauben schenkt, sind es meistens die faulen Studenten, die bei den Prüfungen deutlich besser abschneiden.

Besonders die fleißigen unter den Studenten, werden sich nun fragen, wie es zu dieser ungerecht erscheinenden Erkenntnis kommt. Wie der Hochschulpädagoge Rolf Schulmeister und sein Schweizer Kollege Martin Dünki erklären, liege dies vor allem daran, dass fleißige Studenten, meist zu viel lernen. Alle, die das Pauken immer hinausschieben und denen am Ende die Zeit ausgeht, beschränken sich hingegen auf das Notwendigste.

Gegen das kurzfristige Lernen unter Zeitdruck ist allerdings einzuwenden, dass das erworbene Wissen meist nicht lange vorhält. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass Studenten, die regelmäßig und langfristig lernen im Endeffekt mehr von ihrem Wissen haben. Betrachtet man jedoch die reinen Prüfungsergebnisse, können sich faule Studenten durchaus bestätigt sehen.

Schneller Lernen durch Gehirnstimulation

3-D-Grafik eines menschlichen Kopfes mit gelb-rot leuchtend hervorgehobenem Gehirn/Gehirnaktivität
Menschliche Anatomie - Gehirn, Gehirnaktivität © adri76 - www.fotolia.de

Viele Menschen, die vor schweren Examensprüfungen stehen, versuchen mit irgendwelchen Mitteln ihre Gehirnleistungen zu steigern oder wollen sich mit Kaffee und Cola möglichst lange wach halten, damit sie länger Lernen können.

Die Denkkappe

Jetzt haben Forscher von der Vanderbilt Universität in Nashville eine Art von elektrischer Mütze entwickelt, die die Gehirnströme stimulieren soll. Besonders ist hierbei eine Gehirnregion interessant, in der bestimmte Reaktionen bei auftretenden Fehlern aktiviert werden.

Bei verschiedenen Testversuchen mit Studienteilnehmern haben die Forscher diese Gehirnareale mit leichten Stromstößen stimuliert. Unter anderem sollten die Teilnehmer bestimmen, welche Knöpfe auf einer Tastatur eines Computerspiels mit den auf einem Monitor erscheinenden Farben in Zusammenhang stehen. Dies sollte möglichst in kürzester Zeit geschehen.

Die Teilnehmer, die vor dem Test eine Gehirnstimulation durch elektrischen Strom bekamen, haben im Endeffekt besser bei den Testversuchen abgeschnitten als die übrigen Teilnehmer. Nun, Comic-Leser von "Micky-Maus" werden sich sofort an den Erfinder Daniel Düsentrieb mit seiner "Denkkappe" erinnern.

Mathematik - Gesten helfen beim Verstehen

Silberner Kugelschreiber auf einem Buch mit mathematischen Formeln
mathematik © Kaarsten - www.fotolia.de

Ein amerikanisches Team von Wissenschaftlern wollte wissen, in wie weit Gesten Schülern helfen können, mathematische Zusammenhänge besser zu verstehen. Das Gesten generell helfen können, Lernstoff zu vermitteln, wurde bereits in anderen Studien belegt. Nun galt es herauszufinden, ob das auch für den Mathematikunterricht zutrifft.

Hierzu wurden 90 Schüler vor eine Aufgabe gestellt, die auf einer Seite feste Konstante hatte und auf der anderen Seite eine Konstante und eine Unbekannte. Es gab drei verschiedene Lösungsansätze. Eine Gruppe Kinder sollte die Zahlen als Figuren an einer magnetischen Tafel befestigen, die zweite Gruppe deuteten dies nur an und die dritte Gruppe wiederum suchte einen Lösungsweg über abstrakte Gesten mit symbolischem Charakter.

Nur die dritte Gruppe war in der nächsten Unterrichtsstunde in der Lage ein ähnliches Problem mit dem erarbeiteten Weg zu lösen. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass Kinder nur über die Gesten auf ähnliche Zusammenhänge schließen können.

Neue Informationen während des Tiefschlafs erschweren Gedächtnisbildung

Junge Frau hält Hände vor Gesicht, Trauer, Einsamkeit
Trauer © Berchtesgaden - www.fotolia.de

Störungen im Tiefschlaf erschweren die Gedächtnisbildung. Das haben US-Forscher bei Geruchtests mit Ratten herausgefunden. So beeinträchtigten neue Informationen während des Schlafs die Verarbeitung von erlerntem Wissen. Bekanntes prägte sich den Nagern in dieser Phase besser ein, doch neue, zuvor unbekannte Gerüche verwirrten sie.

Lernen im Schlaf lässt sich nach Meinung der Wissenschaftler nur dann, wenn man die Informationen bereits vorher am Tage aufgenommen hat. Dann wechseln Eindrücke und Erfahrungen vom Kurzzeit- ins Langzeit-Gedächtnis, weil die Informationen und damit verbundene neuronale Signale noch einmal rekapituliert werden.

In dem Versuch zeigten sich die Ratten bei unbekannten Gerüchen verwirrt. Sie waren kaum in der Lage, zwischen neuen und unbekannten Düften zu unterscheiden. Ihr Gedächtnis wurde durch neue Einflüsse im Schlaf in die Irre geführt, weil sich in dieser Zeit das Speichern von Informationen beeinflussen lässt.

Für Menschen bedeutet das, dass unerwünschte Erinnerungen bei posttraumatischen Belastungsstörungen, die bei Angsterkrankungen häufig vorkommen, geschwächt werden können. Unliebsame Gedächtnisinhalte lassen sich so reduzieren.

Der Lernwille ebnet den Weg – warum asiatische Schüler besser lernen

Junge hält verzweifelt Kopf in den Händen über Hausaufgaben
child with learning difficulties © Leah-Anne Thompson - www.fotolia.de

Schule ist nicht gleich Schule. Die gravierenden Unterschiede, die hier allein in Deutschland herrschen, sind allen Eltern wohl bekannt. Doch auch Länderübergreifend lassen sich nicht erst seit Pisa deutliche Unterschiede bei den Lernerfolgen aufzeigen.

Besonders auffällig: Asiatische Kinder und Jugendliche liegen bei Bildungsvergleichen immer vorn. Sie zeigen auch dann bessere Leistungen in der Schule, wenn sie als Einwanderer mit ihren Eltern in ein fremdes Land gezogen sind.

Was macht diesen Erfolg aus?

Die deutlich bessere Leistung lässt sich in vielen Fällen auf die Herkunftsländer zurückführen. In asiatischen Ländern ist die Lernbereitschaft schlichtweg deutlich höher als im europäischen oder amerikanischen Raum. Zudem lässt sich feststellen, dass kognitive Fähigkeiten kein Grund für die besseren Leistungen sind.

Beim Start in der Schule sind asiatische Kinder meist nicht besser vorbereitet als andere Kinder. Sie haben in der Regel den gleichen Wissensstand. Jedoch kann man bereits in der fünften Klasse feststellen, dass Kinder aus Asien deutlich bessere Leistungen erzielen. In der 10. Klasse ist dieser Unterschied dann noch deutlicher erkennbar.

Grund hierfür sind – wie bereits oben aufgeführt – keine besonderen kognitiven Fähigkeiten, sondern der größere Wille zum Lernen. Dass dieser schulische Erfolg jedoch mit einem geringeren Wohlbefinden bezahlt werden muss, ist die andere Seite der Medaille. Sie haben durch ihr stetiges Lernen nämlich weniger Zeit für Freunde und Freizeitaktivitäten.

Lernen schützt in der Pubertät vor dem Absterben der Gehirnzellen

Schülerin greift sich an den Kopf und runzelt die Stirn, Stress beim Lernen
Frust und Kopfschmerzen bei Hausaufgaben © runzelkorn - www.fotolia.de

Für alle Eltern ist es ein Graus, wenn die eigenen Kinder in die Pubertät kommen. Sind sie während dieser Lebensphase doch besonders störrisch und kaum kalkulierbar. Selbst die Schule leidet während dieser Phase oftmals unter den Launen der jungen Erwachsenen.

Effektiver Gehirnzellenauf-und abbau in der Jugend

Dabei ist es gerade zu dieser Zeit wichtig, dass man viel Zeit in das Lernen investiert. Denn als Teenager ist der Aufbau und der Abbau der Gehirnzellen besonders schnell. Wer diese Zeit zu nutzen weiß, wird im Erwachsenenalter mitunter einen Vorteil daraus ziehen können.

Tägliches Gedächtnistraining

Amerikanische Forscher haben erkannt, dass man Gehirnzellen während der Pubertät am besten aufbauen und erhalten kann, wenn man diese täglich trainiert. Dafür reicht nicht nur das einfache Lernen aus. Auch ein Gedächtnistraining ist in diesem Zusammenhang unbedingt empfehlenswert. Lernt man in der Pubertät viel, dann wird das Gehirn auch im Erwachsenenalter mit aller Voraussicht sehr gut funktionieren.

Reizüberflutung im Klassenzimmer - Zuviel Deko hält Schüler vom Lernen ab

Leerer Klassenraum in einer Schule
salle de classe © Uolir - www.fotolia.de

In deutschen Klassenzimmern ist es in den letzten Jahren immer bunter geworden. Wo früher bestenfalls einmal eine Weltkarte hing, reihen sich heute bunte Schaubilder aneinander, die das ABC, exotische Tiere, die Jahreszeiten und vieles mehr darstellen. Für die Schüler mögen die vielen bunten Grafiken eine heimeligere Atmosphäre schaffen, doch Psychologen stellten fest, dass zu viel Deko die Konzentration nachhaltig stört.

Bunte Schaubilder können die Konzentration der Schüler stören

Die Studie mit nur 24 Probanden im Alter zwischen fünf und sechs Jahren an der amerikanischen Carnegie Mellon University ist zwar zu klein um daraus allgemeingültige Schlüsse zu ziehen, doch die Resultate waren eindeutig. In einem bunt dekorierten Klassenzimmer schweiften die Blicke der Schüler zu 38 Prozent der Zeit im Raum umher, während sie ihrer Lehrerin beim Vorlesen zuhörten.

In einem kargen Klassenzimmer mit leeren Wänden war es dagegen nur 28 Prozent der Welt. Bei anschließenden Befragungen der Schüler ergab sich dann auch, dass die Kinder im bunten Zimmer weniger gelernt hatten als im nüchternen Zimmer.

Studie zu klein für allgemeingültige Schlüsse

Allerdings ist dies kein Grund für Klassenlehrerinnen, sämtliche bunten Poster zu entfernen, denn nicht nur die geringe Zahl der Studienteilnehmer, auch die kurze Zeit des Experimentes ließen keine echten Rückschlüsse zu. Dazu kam, dass die Deko für die Schüler neu war. Im regulären Klassenzimmer werden auch die schönsten Bilder irgendwann langweilig, wenn sie täglich betrachtet werden.

So arbeiten Neuronen zusammen: Forscher suchen die Grundlagen des Verstehen und Lernens

Grafik eines Röntgenbilds des menschlichen Schädels mit hervorgehobenem Gehirn auf schwarzem Hintergrund
Skeleton X-Ray - Brain 1 © Jeffrey Collingwood - www.fotolia.de

Jeder Mensch ist dazu in der Lage, neue Sachverhalte zu verstehen, Muster zu lernen und sich auf diese Weise weiterzuentwickeln. Dabei hat ein jeder aber auch seine eigenen Grenzen. Forscher suchen schon seit vielen Jahren auf neuronaler Ebene danach, wie die Grundlagen des Verstehen und Lernens ablaufen und wie man die individuelle Grenze verstehen kann.

Tierversuche

Für ihre neusten Erkenntnisse arbeiteten die Forscher mit Rhesus-Affen und untersuchten die Funktion ihrer Gehirne, während die Tiere diverse Aufgaben lösten.

Dafür nutzte man ein Brain-Computer-Interface (kurz BCI). Auf diese Weise kann man am PC neuronale Aktivitätsmuster nachvollziehen. Dabei wurde deutlich, dass die Affen dann am schnellsten lernten, wenn sie bekannte Muster nur in leicht veränderter Form nutzen mussten.

Ging es dagegen um das Verstehen und Erlernen von komplett neuen Sachverhalten, dauerte dies viel länger.

Dies belegt, dass die Neuronen tatsächlich assoziativ arbeiten. Man kann mit bekannten Dingen neue Wege gehen, aber komplett neue Dinge zu neuen Wegen zu nutzen, fällt schwer.

Vergleich mit dem Backen

Die Forscher vergleichen dies zur besseren Verständnis mit dem Backen. Wer schon einmal mit Zucker, Mehl, Milch und Eiern einen Pfannkuchen gemacht hat, kann damit relativ leicht auch Kekse oder ein Brot backen. Viel schwerer wird es dagegen, wenn man nun Frikadellen zubereiten soll. Hier muss man erst die Zutaten kennenlernen und dann entsprechend des Rezeptes einsetzen.

Assoziationen erleichtern das Lernen

Das menschliche Gehirn arbeitet vergleichbar und stellt gern Assoziationen her. So fällt das Lernen leichter, wenn es bereits bekannte Grundpfeiler gibt. Die vorhandenen Netzwerke an Neuronen bestimmen, was als nächstes leicht gelernt werden kann. Flexibilität für gänzlich Neues muss dagegen langsam erarbeitet werden.

Die Erkenntnisse will man nun nutzen, um beispielsweise Kindern mit Lernstörungen besser zu helfen, oder auch die Reha bei neurologischen Schäden zu verbessern.

Umdenken in der Wissenschaft: Das Lernverhalten des Menschen ist offenbar kulturell geprägt

Studie zeigt, dass soziales Lernen und das Lernen durch eigene Kreativität eindeutig kulturell geprägt sind

Bisher herrscht die Meinung vor, dass die Lernfähigkeit durch Abgucken dem Menschen in den Genen liegt. Man spricht vom "sozialen Lernen", da wir Fähigkeiten von anderen Menschen einfach abschauen und uns aneignen.

Kultureller Backround

Der Gedanke, dass diese Lernform der Spezies Mensch durch die Gene in der Wiege liegt, ist aber offenbar falsch. Vielmehr kommt es auf die kulturellen Hintergründe an, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Man arbeitete mit 70 Briten, 70 Festland-Chinesen, 70 Chinesen aus Hongkong und 70 in Großbritannien lebenden Menschen mit chinesischen Wurzeln. Alle sollten am Computer eine digitale Pfeilspitze entwerfen, um damit auf die Jagd zu gehen.

Nach dem Abschluss des Entwurfs erhielt jeder Teilnehmer ein Feedback über die Qualität der Pfeilspitze und wie viel Kalorien er in der Realität damit erjagt hätte.

Neuentwurf oder Abgucken?

Nach diesem ersten Durchgang wurde jedem Probanden frei gestellt, ob er im zweiten Durchlauf erneut eine eigene Pfeilspitze kreieren wolle, oder aber die Ergebnisse eines Mitstreiters übernehmen möchte. Dabei durften die Teilnehmer vorab zwar nicht den fremden Pfeil sehen, aber wie viele Kalorien das andere Modell eingebracht hatte.

Insgesamt wurden 30 Durchläufe absolviert. Das Ergebnis war sehr eindeutig: chinesische Probanden vom Festland entschieden sich doppelt so oft wie britische Teilnehmer für das Abgucken. Die britischen Einwohner mit chinesischen Wurzeln fielen dagegen ebenso wie Hongkong-Chinesen mit der britische Gruppe zusammen.

Keine genetische Vorprogrammierung

Dadurch zeigt sich deutlich, dass soziales Lernen und das Lernen durch eigene Kreativität eindeutig kulturell geprägt sind. Wer eher westlich geprägt ist, übernimmt die Lernstrategie des Selbstversuchs, während östliche Kulturen verstärkt auf das Auswendiglernen von Wissen geprägt sind. Eine genetische Vorprogrammierung gibt es jedoch nicht.

Neues aus dem Gehirn: Gliazellen helfen beim Informationsaustausch

Die OPCs spielen beim Informationsaustausch im Gehirn eine große Rolle

Lehrmodell menschliches Gehirn auf weißem Hintergrund
Menschliches Lehrmodell eines Gehirns © Teamarbeit - www.fotolia.de

Noch immer gibt das menschliche Gehirn der Forschung viele Rätsel auf. Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz entdeckten nun eine neue Verbindung, über die im Gehrin Informationen ausgetauscht werden und Empfindungen verarbeitet werden. Dabei handelt es sich um sogenannte Gliazellen, die die Nervenzellen unterstützen und kleiner als diese sind. Die Gliazellen sind seit langem Gegenstand wissenschaftlicher Forschungen.

Gliazellen haben eine große Bedeutung im Gehirn

Die nun entdeckte Verbindung zeigt, dass die Gliazellen Proteinfragmente freisetzen, die an die synaptischen Kontaktpunkte der Neuronen andocken, über die Informationen ausgetauscht werden. Wenn diese "Leitung" unterbrochen ist, kommt es zu Veränderungen bei den zellulären Lernprozessen.

Konkret handelt es sich dabei um sogenannte OPCs (Oligodendrocyte Precursor Cells), die bei Erwachsenen rund fünf bis acht Prozent der Gehirnzellen ausmachen. Erst in den letzten Jahren erkannte die Wissenschaftler die Bedeutung dieser Gliazellen.

Wurde früher den Nervenzellen die wichtigsten Funktionen im Gehirn zugeschrieben, stellte sich immer mehr heraus, dass die Gliazellen mindestens genauso wichtig für das reibungslose Funktionieren des Gehirns sind.

Kurzer Schlaf gut fürs Langzeitgedächtnis: Babys optimal beim Lernen fördern

Langzeitgedächtnis speichert Gelerntes besser, wenn nach dem Lernen geschlafen wird

Säugling schläft in Babybett
baby sleep in bed © Pavel Losevsky - www.fotolia.de

Schon lange ist von älteren Kindern und Erwachsenen bekannt, dass Gelerntes besser vom Langzeitgedächtnis gespeichert wird, wenn nach dem Lernen geschlafen wird.

Psychologinnen aus Sheffield und Bochum fanden nun heraus, dass dieser Effekt auch schon bei Babys und Kleinkindern zu beobachten ist. Dazu führten sie Experimente mit Kleinkindern zwischen sechs und zwölf Monaten durch, die auch tagsüber noch viel schlafen.

Experimente mit Kleinkindern

Den Babys wurden mit Handpuppen bestimmte Handlungen vorgespielt, ehe ein Teil von ihnen im Laufe der nächsten vier Stunden mindestens eine halbe Stunde schlief, während andere Babys wach blieben oder nur ein kurzes Nickerchen machten. Später wurde das Handpuppenspiel wiederholt.

Dabei stellten die Forscherinnen fest, dass sich die Babys, die geschlafen hatten, an wesentlich mehr Bewegungen erinnerten und diese nachzumachen versuchten, als diejenigen, die wach geblieben oder nur ganz kurz geschlafen hatten.

Vergleich spontaner Reaktionen

Sicherheitshalber gab es eine Kontrollgruppe, die die Handpuppen zum ersten Mal sahen und deren spontane Reaktionen mit denen der Studienteilnehmer verglichen wurden. Doch auch diese konnten weniger Handlungen nachmachen als die Babys, die geschlafen hatten.

Mangelnde Lust am Lernen liegt in den Genen: Schüler lassen sich nur schwer motivieren

Motivation in der Schule ist nicht nur Erziehungssache oder eine Frage des richtigen Lehrers

Rückansicht, Schüler in Klasse zeigen auf, vorne Lehrerin an Tafel
School children raising hands. View from behind. © kristian sekulic - www.fotolia.de

Manche Schüler sind in der Schule unmotiviert weil sie vom Lehrstoff überfordert oder gar unterfordert sind. Manchen wurde die Lernunlust aber auch in die Wiege gelegt. Dies stellten Forscher der Ohio State University nun im Rahmen einer großen Studie mit über 13.000 Zwillingen aus sechs Ländern fest. Die Zwillinge waren zwischen 9 und 16 Jahren alt und stammten aus Ländern mit unterschiedlichen Schulsystemen wie

Genetischer Einfluss auf die Lernmotivation

Die Forscher hatten erwartet, dass bei Zwillingen, die den gleichen Schulunterricht besuchten und somit von den gleichen Lehrern betreut wurden, dieser Einfluss zusammen mit dem elterlichen Einfluss die größte Rolle spielen würde. Stattdessen stellten sie fest, dass sowohl die Gene als auch individuelle Umgebungsfaktoren, die nur einen Zwilling betrafen, bis zu 50 Prozent des Einflusses auf die Lernmotivation ausübten. Gemeinsame Faktoren spielten mit nur 3 Prozent kaum eine Rolle.

Keine Ausrede für Unlust und Faulheit

Dadurch schließen die Forscher, dass Motivation in der Schule nicht nur Erziehungssache oder eine Frage des richtigen Lehrers ist, sondern durchaus in den Genen liegt. Dennoch sollte dies keine Entschuldigung für Schüler sein, Unlust und Faulheit in Zukunft auf ihre Gene zu schieben.

Die Schulleistung wird von der elterlichen Motivation stark mitbestimmt

Interessieren sich Eltern für ein bestimmtes Schulfach, kann deren Kind darin bessere Leistungen erbringen

Nachhilfe Junge Mutter mit schwarzen Haaren hilft ihrer Tochter bei den Hausaufgaben am Küchentisch
Mom helping her daughter do her homework © auremar - www.fotolia.de

Viele Eltern sind davon überzeugt, dass sie ihr Kind nur nach bestem Möglichkeiten beim Lernen unterstützen müssen, damit die schulischen Leistungen auf einen guten Stand gebracht werden und/oder dort verbleiben. Doch eine aktuelle Studie aus Tübingen zeigt, dass viel oder wenig Unterstützung nicht die zentrale Rolle spielen.

Entscheidend ist hingegen, wie viel Interesse die Eltern selbst an einem Fach haben. Zeigen sie selbst wenig Motivation, sind die Schulleistungen des Kindes schlechter - selbst bei intensiver Hilfe bei Hausaufgaben.

Motivierte Hilfe auch im geringen Umfang wirkungsvoller

An der Studie nahmen rund 1.500 Haushalte teil. Die Kinder befanden sich in der neunten Klasse und wurden mittels Fragebogen zu ihrem Interesse am Fach Mathematik befragt. Es wurden Aspekte wie Spaß am Fach und Arbeitsaufwand für's Lernen abgedeckt.

Auch die Eltern erhielten einen Fragebogen und sollten darin angeben, wie stark sie ihr Kind in Mathe unterstützen, ob sie persönliches Interesse am Fachgebiet haben und wie sie ihr eigenes Können der Schulmathematik einschätzen. Nach fünf Monaten erfolgte eine erneute Befragung von Eltern sowie Kindern mit Hinzunahme der aktuellen Schulnoten.

Es zeigte sich, dass die elterliche Hilfe kein bestimmendes Merkmal für die Noten war. Im Gegenteil: Helikopter-Eltern, die viel halfen, sich selbst jedoch wenig Interesse und Können bescheinigten, sorgten für schlechtere Noten und noch mehr Desinteresse der Kinder.

Hingegen besserten sich die Schulleistungen der Kinder, dessen Eltern die Mathematik interessierte. Die Besserung trat auch dann ein, wenn wenig Hilfe bei Hausaufgaben angeboten wurde.

Die Studie verdeutlicht, dass schulische Leistungen auf einem komplexen Zusammenspiel verschiedener Faktoren beruhen. Wie schon früher vermutet, haben es Kinder aus bildungsfernen Schichten deutlich schwerer, eine eigene und durchgehende Motivation für die Schule aufzubauen.

Es gibt - je nach Lerntyp - unterschiedliche Möglichkeiten, effektives Lernen anzugehen...

Vorgehensweise: Erkennung des persönlichen Lerntyps

Beim Lernen kann man auf unterschiedliche Art und Weise vorgehen. Es gibt natürlich diverse Lerntechniken - hier näher erläutert - die man ausprobieren kann, doch auch diese sollte man erst dann wählen, wenn man sich mit seinem persönlichen Lerntyp auseinander gesetzt hat.

Jeder Mensch hat individuelle Vorlieben, wenn es darum geht, neue Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten, möglich ist beispielsweise

  • das Lernen durch Beobachten
  • das Lernen durch Zuhören
  • das Lernen durch Lesen
  • das Lernen durch Scheitern (aus den Fehlern lernen)
  • das Lernen durch Ausprobieren
  • das Lernen durch Nachdenken
  • das Lernen durch Üben
  • das Lernen durch Machen
  • das Lernen durch Überwinden

Die Einteilung in Lerntypen kann ebenso auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen; nach Frederic Vester gibt es folgende:

  • den visuellen Lerntyp: prägt sich Neues durch bildliche Veranschaulichung ein, nutzt Erklärvideos oder Karteikarten. Lernt am besten am aufgeräumten Schreibtisch, Unordnung stellt eine leichte Ablenkung dar.

  • den auditiven Lerntyp: prägt sich Neues am besten durch Hören ein, nutzt Lern-CDs oder Vorlesen. Wichtig ist eine ruhige Umgebung.

  • den motorischen Lerntyp: prägt sich Neues am besten durch Anfassen ein; am besten sind Modelle. Auch Bewegung hilft, bestimmte Punkte in Gedanken mit verschiedenen Lerninhalten zu verbinden.

  • den kommunikativen Lerntyp: prägt sich Neues durch den Austausch mit anderen ein; zuvor müssen Lerninhalte aufgeschrieben und grob eingesehen worden sein. Das Lernen funktioniert besonders gut in der Gruppe.

Einigen mag es sofort klar sein, welchem Lerntypen sie am ehesten angehören; andere müssen es erst für sich herausfinden.

Doch auch ohne die Suche nach dem eigenen Lerntyp gibt es einige hilfreiche Tipps, die man beim Lernen befolgen kann...

Tipps und Tricks zum effektiven Lernen

Lernen soll zwar eigentlich Spaß machen, tut es aber meistens nicht. In der Regel kann der Schüler nämlich nicht seinen ganz persönlichen Wissensdurst stillen, sondern muss sich auf die vorgegebenen Inhalte einer Prüfung oder Klausur vorbereiten. Mit einigen kleinen Kniffen kann man den Stoff jedoch ganz gut bewältigen.

Sich Zeit lassen

Zuerst einmal ist es wichtig zu wissen, dass es einige Zeit dauert, bis das Gehirn neue neuronale Verknüpfungen gebildet hat. Je mehr Verknüpfungen zwischen der verschiedenen Sachverhalten bestehen, desto einfacher und schneller kann der gewünschte Inhalt nachher abgerufen werden.

Stupides Auswendiglernen ist daher genau der falsche Weg. Es gibt dabei einfach viel zu wenig Abrufhinweise, um gute Leistungen bei der Abfrage zu erzielen.

Langfristig Lernen

Besser ist verteiltes Lernen. Dabei wiederholt man den Stoff über längere Zeit hinweg immer wieder und beschäftigt sich aktiv damit. Was man einmal verstanden hat, behält man viel länger als einen einfach auswendig gelernten Inhalt.

Schrittweises Vorgehen

Ein sehr gute Methode besteht darin, schon Wochen vor der Prüfung damit zu beginnen, den Stoff aufzuarbeiten. In der ersten Sitzung reicht es schon, sich einfach durchzulesen, was man während des Semesters oder Schuljahres alles behandelt hat. Allein dadurch wird die Erinnerung aufgefrischt und gefestigt.

Die nächsten Sitzungen verbringt man damit, den Stoff verstehend zusammenzufassen. Das geht am leichtesten, wenn man ein entsprechendes Lehrbuch parat hat. Versteht man etwas nicht, so liest man im Buch nach und schreibt das Ergebnis stichpunktartig auf. Solche "Aha"-Erlebnisse brennen sich tief ins Gedächtnis ein.

Pausen einlegen

Am Ende kann dann ruhig auch das Auswendiglernen von bestimmten Punkten bestehen, sofern man die dahinterstehende Grundidee bereits gänzlich begriffen hat.

Wer es mit dem Lernen übertreibt, wird nachher mit Sicherheit keine gute Note erzielen. Der Mensch kann sich nicht länger als maximal zwei Stunden am Stück auf einen Sachverhalt konzentrieren, dann nimmt die Lernleistung rapide ab.

Am besten ist es daher, wenn man jede Stunde ungefähr 15 Minuten Pause einlegt. Länger als vier Stunden pro Tag sollten es jedoch wenn möglich trotzdem nicht sein.

Lernen in letzter Sekunde ist sehr destruktiv, weil es bestehende Gedächtnisinhalte völlig durcheinander bringt. Deshalb lautet die Devise: rechtzeitig anfangen, auch wenn's schwerfällt. Prüflinge, die mit dem Stoff bereits eine Woche vor der Klausur fertig sind, gehen viel selbstsicherer und ruhig in die Klausur als hektische Nervenbündel.

Richtig lernen durch spezielle Konzentrationsübungen

Lernen und Konzentrieren stehen in einem direkten Zusammenhang. Damit der notwendige Lehrstoff möglichst effektiv gelernt werden kann, muss sich der Schüler darauf, und zwar nur darauf, konzentrieren. Er muss in der Lage sein, alles andere auszublenden. Das ist nicht immer einfach.

Im Grunde genommen ist es jedoch auch gar nicht schwer. Der Lernende oder Studierende

  • setzt sich hin
  • legt sich die Schulmaterialien zurecht
  • konzentriert sich und
  • lernt.

Wie gut und nachhaltig das möglich ist, wird maßgeblich durch den IQ, den Intelligenzquotienten beeinflusst.

Es kommt auf die Konzentrationsfähigkeit an

Das klingt gut, ist jedoch im Alltag deutlich schwieriger. Lernen ist der allgemeine Oberbegriff für die handwerkliche oder geistige Fähigkeit, sich Können und Wissen anzueignen.

Die Konzentration darauf, also auf diese Beschäftigung, ist eine unabdingbare Voraussetzung dafür. Was nicht behalten wird, das ist in dem Sinne nicht gelernt, nicht erworben worden.

Die Konzentration selbst ist ein angestrengtes Denken, ein fokussiertes Befassen mit dem konkreten Sachverhalt. Sie beginnt an einem bestimmten Punkt und hält für eine begrenzte Zeitdauer an.

Die einen haben Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, in dem sie nicht den richtigen Einstieg finden. Andere können sich nicht ausreichend lang konzentrieren. Sie schalten schnell ab, sind nicht mehr bei der Sache und insgesamt unkonzentriert.

Beide Schwachstellen lassen sich durch ganz spezielle Konzentrationsübungen beseitigen. Damit soll unterm Strich ein insgesamt besserer sowie nachhaltiger Lernerfolg erreicht werden.

Wichtige Rahmenbedingungen für erfolgreiches Lernen

Um sich zu konzentrieren, also mit der Konzentration zu beginnen, müssen die dafür notwendigen Rahmenbedingungen vorhanden sein. Dazu gehören einerseits das Umfeld, und andererseits der zeitliche sowie gedankliche Abstand von allem, was die Konzentration störend beeinflusst.

Ruhe

Die Ruhe sorgt ganz allgemein für eine neutrale Atmosphäre. Sie fördert die Fähigkeit, sich unbeeinflusst von äußeren akustischen und visuellen Einflüssen sich auf sich selbst und auf die Sache zu beschränken, sprich zu konzentrieren. Das lässt sich durch eine gezielte Beruhigung des Umfeldes stark beeinflussen.

Beim Handy wird die Funktion "stumm" aktiviert, und Radio sowie Fernsehgerät sind ausgeschaltet, ebenso wie der PC. Es herrscht Ruhe bis hin zu Stille im Raum.

Ablenkung vermeiden

Was nicht vorhanden ist, kann nicht stören. Nach diesem Grundsatz sind seit jeher beispielsweise die Klöster ausgestattet und eingerichtet.

Alles Notwendige ist vorhanden, mehr jedoch nicht. Das lenkt die Konzentration ganz automatisch auf die eigentlichen Aufgaben, denn es gibt keine Ablenkung.

Mit einem solchen "Entzug" lässt sich auch die Konzentration des Lernenden beeinflussen. Diese Vorgaben müssen von außen kommen, also vom Erzieher. Die meisten Schüler sind im jungen Alter nicht so reif, dass sie sich um des Lernens willen selbst beschränken.

Langes Konzentrieren fördern

Das Aufrechthalten, also das Verlängern der eigentlichen Konzentrationsphase, kann geübt und trainiert werden. Auch hier ist die Schaffung des Umfeldes eine unabdingbare Voraussetzung für den Erfolg.

Älteren Schülern oder Erwachsenen helfen Yogaübungen dabei, ihre Konzentrationsfähigkeit zu steigern und zu stabilisieren. Diese Fähigkeit muss schon in jüngeren Jahren geschult werden.

Das Kind muss daran gewöhnt werden, sich über längere Zeit hinweg mit einer Sache zu beschäftigen. Hilfreich sind feste Lesezeiten, in denen das kleine Schulkind einen Text laut vorliest.

Die Zeitdauer wird schrittweise erhöht. Der Erzieher hört anhand von Lesefluss und Lesegenauigkeit, wann die Konzentration nachlässt.

Auswendiglernen und Anwenden

Auswendiglernen ist die eine, das Anwenden des Gelernten die andere Konzentrationsübung. Wenn das kleine oder große Einmaleins gelernt worden ist, dann wird mit dem so genannten Abfragen ein doppelter Konzentrationserfolg erzielt.

um einen wird das Gelernte immer wieder geübt, zum anderen muss sich der Schüler auf jede neue Fragestellung konzentrieren. Er muss umdenken und rechnen. Durch die Steigerung der Fragegeschwindigkeit sowie der Zeitdauer des Abfragens wird die Konzentration stark gefordert, aber auch gefördert.

Notwendigkeit des Lernens

Damit das Schulkind konzentriert lernen kann, muss ihm bewusst sein, was damit gemeint ist. In den ersten Jahren der Grundschule sind die Leistungsanforderungen nicht allzu hoch, so dass die Schulung der Konzentrationsfähigkeit eher spielerisch möglich ist. Die Steigerung der Ernsthaftigkeit bis hin zur dringenden Notwendigkeit kommt zeitgleich mit den schulischen Ansprüchen, die an den Schüler gestellt werden; zum einen vom Lehrkörper, zum anderen von sich selbst.

Lernfehler vermeiden

Effektives Lernen bedeutet auch, typische Fehler zu kennen und diese zu vermeiden. Auch wenn dies keine Garantie dafür ist, dass man sein Lernziel erreicht, kann die Vermeidung von diesen Fehlern zumindest eine gute Stütze sein, beispielsweise, um sich auf eine wichtige Prüfung vorzubereiten.

Da wäre zum einen der so genannte Google-Effekt. In der heutigen Zeit, in der man jederzeit und an jedem Ort online gehen kann, kann es häufig passieren, dass man Informationen genau aus diesem Grund schlechter behält: weil man weiß, dass sie online zur Verfügung stehen und somit jederzeit einsehbar sind, hat man Schwierigkeiten damit, sich diese Infos zu merken. Es gilt also, zu versuchen, sich die Information ansich zu merken, nicht jedoch, wo man sie findet.

Als Zeigarnik-Effekt bezeichnet man die Tatsache, dass man abgeschlossene Prozesse schneller vergisst als solche, die noch aktuell/aktiv etc. sind. Beim Lernen sollte man sich darüber im Klaren werden, dass man den Lernstoff auch nach der Prüfung oder Klausur brauchen und nutzen wollen wird.

Auch die negativen Emotionen, die im Zusammenhang mit dem Lernen auftreten, können die Erfolge mindern. Handelt es sich um negative Erinnerungen, werden diese schneller verblassen als die positiven; Psychologen zufolge hat dies etwas mit Selbstschutz zu tun. Eine positive Grundeinstellung, bevor man sich ans Lernen setzt, kann helfen, diesen Fehler zu vermeiden.

Und schließlich ist es noch typisch, dass man Informationen, die dem eigenen Weltbild nicht entsprechen, schwieriger behält. Für den Lernenden stellt ein solcher Lerninhalt einen Widerspruch dar, und diesen möchte er ausräumen. Sich dessen bewusst zu werden, ist der entscheidende Schritt in die richtige Richtung.

Intelligenter durch Sport und Steigerung der Lernfähigkeit

Junge blonde Joggerin macht Dehnübungen im Wald, Herbsttag
Young, beautiful woman stretching in the park © Agamtb - www.fotolia.de

Laut einer Hamburger Untersuchung steigert Sport die Intelligenz und Lernfähigkeit, was Henner Ertel, von der Gesellschaft für Rationelle Psychologie zeigte.

An der Studie waren 30.000 Personen beteiligt, die beim Benutzen eines Fahrrad-Ergometers einen Lernstoff absolvieren sollten. Innerhalb von 36 Wochen hatte sich die Gedächtnisleistung um 42 Prozent und die Lernfähigkeit um 39 Prozent gesteigert.

Außerdem hatte sich die Kreativität um 44 Prozent verbessert.

Tiefschlaf fördert das Gedächtnis

Die Länge des Tiefschlafs ist ausschlaggebend für ein gutes Gedächtnis und der Lernfähigkeit

Dunkelhaarige, schlafende Frau in weißer Bettdecke liegend
Beautiful woman lying and sleep on the snowy bed © Valua Vitaly - www.fotolia.de

Eine Studie holländischer Wissenschaftler zeigt, dass unsere Gedächtnisfähigkeit vom Schlaf, besonders von der Länge des Tiefschlafs, abhängt. Wer schlecht schläft, oder nur einen leichten Schlaf hat, bei dem sind das Gedächtnis und die Lernfähigkeit beeinträchtigt, weil die Phase des Tiefschlafs zu kurz ist oder fehlt, wie die Forscher feststellten.

Ursache

Die Ursache liegt an geringeren Engagement des Hippocampus, der für die Überführung der Informationen aus dem Kurz- ins Langzeitgedächtnis zuständig ist. Warum dies aber so ist, wissen die Forscher noch nicht. Für ihre Studie wurden 13 gesunde ältere Frauen im Alter von 52 bis 68 Jahren ausgewählt, weil gerade in diesem Alter der leichte Schlaf öfters vertreten ist. Die Testpersonen mussten, bevor sie schlafen gingen, Bilder von Häusern oder auch Landschaften ansehen.

Studie - Untersuchung des Tiefschlafs

Bei einer Gruppe wurde der Schlaf, mittels der Hirnströme, überwacht und die Phase des Tiefschlafs gestört, ohne dass die Person aufwachte. Am nächsten Tag sollten die Teilnehmer bei der Vorlage von weiteren Bildern entscheiden, ob sie das ein oder andere Bild schon am Vorabend gesehen haben. Als Ergebnis stellten die Forscher fest, dass die Gruppe mit der "Schlafstörung" wesentlich schlechter abschnitt.

Forscher: Besser Lernen durch elektrische Impulse

Deutsche und US-amerikanische Forscher haben herausgefunden, dass neue Bewegungen schneller erlernt werden, wenn das Gehirn mit leichten elektrischen Impulsen stimuliert wird.

In Tests unterzogen sich Probanden einem fünftägigen Training, bei dem regelmäßig die für feine Bewegungen zuständige Region im Gehirn stimuliert wurde. Diese Versuchspersonen schnitten bei motorischen Übungen deutlich besser ab als diejenigen, die die Übungen ohne elektrische Impulse durchgeführt haben.

Bei den Übungen sollte ein Cursor auf einem Computer-Bildschirm gezielt in verschiedene Richtungen bewegt werden.

Ein kurzer Stress erhöht das Lernvermögen

Mädchen in rosa Shirt auf weißem Longsleeve mit Mitschülern im Klassenzimmer
kinder in der grundschule arbeiten zusammen © contrastwerkstatt - www.fotolia.de

Bessere Leistungen beim Lernen oder auch für das Gedächtnis kann ein kurzer Stress bewirken, wie Wissenschaftler jetzt bei Tierversuchen feststellten. Normalerweise führt ein dauernder Stress zu psychischen und physischen Gesundheitsschäden, aber wenn es sich um eine kurze Stresssituation handelt, so kann dies zu einer Leistungssteigerung führen.

Bei den Versuchen mit Ratten, ließen die Wissenschaftler die Tiere den richtigen Weg durch ein Labyrinth suchen. Nachdem die Tiere dies überwiegend bewältigten, wurden sie unter Stress gesetzt, indem man sie in Wasserbecken setzte, wo sie etwa 20 Minuten herumschwimmen mussten. Danach sollten sie wieder den richtigen Weg aus dem Labyrinth finden, was aber noch schneller ging als bei den ersten Versuchen. Am nächsten Tag waren sie noch schneller.

Man vermutet, dass dies mit dem Stresshormon Cortisol zusammenhängt.

Optimales Lernen nur mit genügend Schlaf möglich

Kleiner schlafender Junge mit Teddy im Arm
schlafendes Kind © S.Kobold - www.fotolia.de

Wissenschaftler der Universität Berkeley fanden in einer Reihe von Studien heraus, dass das Gehirn, um neues Wissen optimal speichern zu können, dringend Schlaf benötigt. Wer angelerntes Wissen wirklich aufnehmen will, sollte sich nach dem Lernen erst einmal eine kurze Schlafpause gönnen. Forscher fanden heraus, das die Fähigkeit zur Informationsaufnahme um 40 Prozent sinkt, wenn vor Prüfungen auf Schlaf verzichtet wird. Wer also die Nächte hindurch lernt, handelt kontraproduktiv, da die Aufnahmefähigkeit somit bewiesenermaßen blockiert wird.

Das Gehirn kann nur eine bestimmte Menge neuer Informationen im Hippocampus speichern. Erst während des Schlafs wird diese Hirnregion in der REM-Schlaf Phase wieder “geleert”, das Wissen in den präfrontalen Kortex verlagert und dort langfristig gespeichert. Erst dann ist das Gehirn dazu fähig, neues Wissen aufzunehmen.

Mit Medikamenten schneller Lernen?

Normalerweise wird das Medikament mit dem Wirkstoff Methylphenidat bei Kindern, die unter dem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADHS) leiden, eingesetzt, so dass sich diese mehr konzentrieren können. Doch jetzt haben auch gesunde Menschen entdeckt, dass dieses Medikament hilft, sich besser zu konzentrieren und die Gehirnleistungen verbessert wird. Wissenschaftler haben dies nun auch bestätigt. Bei Untersuchungen in Labors mit Ratten hat man verschiedene Testversuchen gestartet.

Im Ergebnis fanden die Wissenschaftler heraus, dass der Botenstoff Dopamin durch den Wirkstoff Methylphenidat angeregt wird. Die neuen Erkenntnisse sollen vor allem dazu dienen, einerseits neue Medikamente zu entwickeln und zum zweiten die bisherigen Nebenwirkungen zu verringern, denn zurzeit steigt bei der Einnahme nicht nur der Blutdruck, sondern auch Kopfschmerzen sowie eine Aggressivität und Angstzustände können auftreten.

Boden-Bakterien können zur Steigerung der Lernleistung beitragen

Amerikanische Forscherinnen stellten fest, dass bestimmte Bakterien, die im Erdboden vorkommen, die Lernleistung steigern können, indem sie die Produktion von dem Botenstoff Serotonin aktivieren. Die beiden Forscherinnen haben etliche Versuche mit Labormäusen gemacht, wobei sie diesen das durch Hitze abgetötete Bakterium Mycobacterium vaccae injizierten.

Danach stieg bei den Mäusen die Lern- und Gedächtnisleistung für eine gewisse Zeit an. Diese Bakterien können synthetisch konsumiert werden, allerdings ist das in Deutschland verboten. Die leistungssteigernden Bakterien kommen jedoch auch durch Spaziergänge in der Natur in den menschlichen Organismus, sodass man also garkeine synthetischen Mittel benötigt, um seine Leistung zu steigern.

Handys und Unterricht – kann das zusammenpassen? Leistungssteigerung wurde festgestellt

Schüler tippt mitten im Unterricht auf seinem Smartphone, Lehrer schreibt gerade etwas an die Tafel
student boy with smartphone texting at school © Syda Productions - www.fotolia.de

Normalerweise werden Handys konfisziert, wenn das Schulkind es unerlaubterweise im Unterricht nutzt oder hervorholt. Nun hat sich jedoch in Feldversuchen herausgestellt, dass sie durchaus sinnvoll und sogar förderlich für den Lernerfolg der Schüler sein können.

Dafür wurden Smartphones genutzt, anhand derer der Unterichtsinhalt nähergebracht werden sollte. Dadurch haben sich die Schüler viel stärker mit den Inhalten befasst, aber auch der Zusammenhalt innerhalb der Klasse wurde gestärkt. Nur durch die Tatsache, dass die Mobiltelefone genutzt wurden, waren die Schüler viel interessierter und engagierter.

Außerdem haben die Schüler durch die Anonymität bei der Nutzung des Handys viel besser miteinander arbeiten können, weil etwaige persönliche Indifferenzen ausfielen. Das Problem daran ist nur, dass durch die Smartphone-Nutzung das Cybermobbing überhand nehmen könnte. Außerdem sind die High-Tech-Geräte nicht gerade günstig, was zu sozialer Ausgrenzung führen könnte.

So sitzt der gelernte Stoff wirklich bei der Prüfung

Vier Schüler/innen sitzen in einer Reihe im Klassenzimmer und schreiben eine Klassenarbeit
Schüler oder Klasse schreiben in der Klasse oder Schule oder Schulklasse eine Klassenarbeit © Kzenon - www.fotolia.de

Kurz vor einer wichtigen Prüfung geraten viele Studenten in Panik. Sie glauben dann, durch besonders zeitintensive Lernphasen eine optimale Vorbereitung erreichen zu können. In Wahrheit dient dieses Konzept maximal dazu, ein schlechtes Gewissen zu beruhigen. Denn nach den Erkenntnissen der Forschung behalten wir Erlerntes am besten, wenn wir einige wichtige Regeln beachten.

Zunächst einmal ist es wichtig, sich Lerneinheiten zu setzen und diese nicht überzustrapazieren. Sie sollten nicht länger als 45 Minuten dauern. Danach ist die erste Pause fällig. Kurze, über den Tag verteilte Lernphasen sind bei weitem effektiver als krampfhaftes Pauken über mehrere Stunden. Da sich verschiedene Lerninhalte gegenseitig verdrängen und für Verwirrung sorgen können, ist es grundsätzlich nicht ratsam, für zwei verschiedene Prüfungen gleichzeitig zu lernen. Durch die Strukturierung des Schul- und Universitätssystems lässt sich das jedoch nicht immer vermeiden. Daher sollte man zwischen unterschiedlichen Lernstoffen eine großzügige Pause einlegen, am besten sogar einen ganzen Tag.

Zwischen den Lerneinheiten empfiehlt es sich, eine Runde joggen oder radfahren zu gehen, um sich geistig wieder fit zu machen. Ausreichender Schlaf ist ein weiteres wichtiges Kriterium. Tatsächlich findet ein wichtiger Teil der Wissensaneignung im Schlaf statt. So zeigten wissenschaftliche Experimente eindeutig, dass sich Probanden, die zwischen dem Aneignen und der Reproduktion von Wissen eine kurze Schlafphase einlegen durften, besser abschnitten. Bei den ausgeruhten Versuchsteilnehmern zeigte sich daneben beim Abfragen des Wissens eine größere Hirnaktivität. Deshalb sollte man besonders in der Nacht vor der Prüfung ausreichen schlafen. Generell hat ein täglicher Mittagsschlaf von 10 bis 20 Minuten eine positive Wirkung auf die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit. Da die meisten Menschen am frühen Nachmittag einen starken Leistungsabfall erleben, sollten geistig herausfordernde Aufgaben möglichst nicht in diese Zeitspanne gelegt werden.

Während des Nachtschlafs werden die Glukosespeicher der Leber aufgebraucht. Um geistig fit in den Tag zu starten, empiehlt sich daher ein Frühstück mit viel Obst und kohlenhydratreichen Lebensmitteln. So ist das Gehirn am Vormittag bestens gerüstet, um sich Wissen anzueignen. Daneben haben Forschungen gezeigt, dass auch der Ort des Lernens einen Einfluss auf den Lernerfolg hat. So konnten sich Probanden am besten an Lerninhalte erinnern, die sie an demselben Ort reproduzieren mussten, an dem sie sie sich angeeignet hatten. Daher ist, so schön es auch sein mag, das Lernen auf einer sonnigen Wiese im Park nicht zu empfehlen.

Erfolge in der Mathematik dank Motivation - Intelligenz nur zweitrangig

Eine Langzeitstudie der Universität München mit über 3530 Schülern aus Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien kam nun zu dem Ergebnis, dass der größte Leistungszuwachs bei Mathematik bei besonders hoch motivierten Schülern festzustellen war. Die Intelligenz spielt hingegen nur in jungen Jahren eine Rolle, wo die Forscher einen Zusammenhang von mathematischen Fähigkeiten und Intelligenz feststellten.

Außerdem wirkt die sogenannte extrinsische Motivation, zum Beispiel beim Lernen für gute Noten, lediglich kurzfristig. Weitaus effektiver mit besseren Ergebnissen ist dagegen die intrinsische Motivation, welche auf Interesse und Spaß beruht.

Laut den Forschern könne man auch mit Zwang aus Kindern keine Mathe-Genies zaubern, sodass dauerhafter Druck aus dem Elternhaus sicherlich keine langfristige Wirkung hat.

Guter Schlaf bei Kindern fördert wesentliche Lernprozesse

Baby liegt friedlich schlafend im Bett und hält ein weißes Kuscheltier in den Armen
Carefree sleep little baby with a soft toy on the bed © Alexandr Vasilyev - www.fotolia.de

Schon seit längerer Zeit wissen wir, dass ein guter Schlaf gut für das Gedächtnis ist, beziehungsweise das zuvor Erlernte besser im Gedächtnis haften bleibt. Dies gilt einmal für Erwachsene, aber besonders auch Kinder sind davon stark betroffen.

So wird im Schlaf alles, was tagsüber aufgenommen wurde, dann zu einem späteren abrufbaren Wissen gespeichert, also vom sogenannten Kurzzeitgedächtnis in das Langzeitgedächtnis übertragen, wie deutsche Forscher feststellten. Diese Übertragung findet in einer bestimmten Schlafphase statt, dem Tiefschlaf, den man auch als Slow-Wave-Sleep (SWS) bezeichnet.

Kinder schlafen in der Regel tiefer und auch die Zeit im Tiefschlaf ist bis zu drei Mal länger als bei den Erwachsenen. Bei einer Studie haben die Forscher mit Kindern in Alter zwischen acht und elf Jahren, sowie mit jungen Erwachsenen verschiedene Tests durchgeführt. Als Ergebnis stellte man fest, dass die Kinder, die nach den Übungen schliefen, danach besser reagierten als die jungen Erwachsenen, die ebenfalls schlafen durften.

So sollten auf jeden Fall Kinder ausreichend und gut schlafen, damit wichtige Lernprozesse gefördert werden und auch unbewusst das tagsüber Erlernte weiterhin im Gedächtnis bleibt.

Lernen im Schlaf - Gelernte Inhalte werden im Gedächtnis gefestigt

Baby liegt friedlich schlafend im Bett und hält ein weißes Kuscheltier in den Armen
Carefree sleep little baby with a soft toy on the bed © Alexandr Vasilyev - www.fotolia.de

Wie eine Redewendung besagt, kann man etliche Dinge "lernen wie im Schlaf", und in einer anderen Redewendung heißt es, dass man etwas "wie im Schlaf herunter beten kann". Wissenschaftler von der Universität in Tübingen haben dies nun in einer Studie näher untersucht und stellten fest, dass durch den Schlaf vorher Erlerntes besser im Gedächtnis bleibt.

Besonders ausgeprägt ist dieses bei Kindern, da diese länger und tiefer schlafen. Bei der Studie wurden verschiedene Tests durchgeführt, so mussten die Teilnehmer, Erwachsene und Kinder in der Altersgruppe zwischen acht und elf Jahren, Zahlen in einer bestimmten Reihenfolge eintippen. Am Folgetag sollte dies aus dem Gedächtnis wiederholt werden.

Als Ergebnis stellte man fest, dass nach ausreichenden Schlaf die Testpersonen sich an mehr Zahlen in der vorgegebenen Reihenfolge erinnerten, als nach einigen Stunden im Wachzustand. So sollte man vielleicht das Lernen von Vokabeln auf die Abendstunden, kurz vorm Schlafengehen, verlegen. Einige Schüler legen auch gerne ihr Vokabelheft unter das Kopfkissen und vertrauen dem Bibelspruch: "Den Seinen gibt's der Herr im Schlaf".

Lernen ohne Anstrengung? Forscher entdecken, dass man Schlafenden nur bestimmte Töne vorspielen muss

Schlafendes Baby mit Mütze auf einer Felldecke, über dem Kopf schweben Musiknoten
Cute little baby sleeping on plaid at home © Africa Studio - www.fotolia.de

Jeder Schüler und jeder Student hat wohl schon davon geträumt: Lernen im Schlaf. Der Gedanke, sich seitenlangen Lernstoff nur wenige Male durchzulesen und alle Informationen im wahrsten Sinne des Wortes über Nacht zu behalten, ist ein schöner Gedanke. Dieser Gedanke ist jedoch gar nicht so abwegig, wie Forscher nun betonen. Sie fanden heraus, dass man das Gedächtnis eines Menschen sehr leicht stimulieren kann.

Dabei geht es allerdings nicht darum, dem Betreffenden die Informationen während des Schlafens zu geben. Jeder muss sich den Stoff, den es zu lernen gilt, schon am Abend zuvor selbst durchlesen. Doch dann wird das Gedächtnis im Schlaf geschärft. Wie funktioniert das?

Hirnforscher wissen schon länger, dass unser Gehirn während wir Schlafen sehr fleißig ist. Es sortiert die am Tage gesammelten Informationen und ordnet sie entsprechend ein. Während dies geschieht, können Neurologen im Schlaflabor genau beobachten, wie die Hirnwellen verlaufen. Diese Wellen gilt es mit Tönen zu simulieren. Dem Schlafenden müssen lediglich Geräusche vorgespielt werden, die exakt diesen Wellen entsprechen.

Die Ohren nehmen dies wahr und leiten es an das Gehirn weiter. Dieses reagiert darauf mit einer Leistungssteigerung. Das Ergebnis ist, dass Personen sich am nächsten Morgen deutlich besser an das erinnern können, was sie am Vortag getan haben. Galt ihre Aufmerksamkeit dem Lesen von Informationen, sind diese nun mit größerer Wahrscheinlichkeit gefestigt.

Dass dies funktioniert, überprüften die deutschen Forscher im Schlaflabor. Insgesamt konnten sie mit elf Freiwilligen arbeiten. Jeder wurde zwei Nächte überwacht, wobei nur in einer davon die passenden Töne zur Hirnaktivität abgespielt wurden. Genau nach diesen Nächten fiel den Probanden das Erinnern an Informationen aus einem Gedächtnisspiel vom Vortag leichter.

Das richtige Konzept für den Lernerfolg

Kleines Mädchen bei Hausaufgaben, neben ihr grüner Apfel auf Tisch
adorable girl studying © Jose Manuel Gelpi - www.fotolia.de

Kinder tun sich schwer, über einen längeren Zeitraum am Schreibtisch zu sitzen, um für Klassenarbeiten oder Tests zu lernen. Doch lernen müssen sie, um am Ende gute Noten auf dem Zeugnis verzeichnen zu können.

Damit dies gelingt, sollte von vorne herein eine Lernmethode gefunden werden, die beim Verinnerlichen des Schulstoffes hilft und das Kind nicht überfordert.

Kleine Pausen sind wichtig

Wird das Kind unruhig oder fängt es an mit rumzappeln, dann ist es höchste Zeit für eine kleine Pause. Die Aufnahmefähigkeit der Kinder ist dann so eingeschränkt, dass sie eh keinen Lernstoff mehr im Kopf behalten können. Das Kind quält sich in dieser Phase nur und vergeudet kostbare Zeit.

Lässt man es aber ein wenig spielen oder sich anderweitig ablenken, kehrt die Konzentration zurück und der Lernerfolg wird sich wieder einstellen.

Experten empfehlen, dass die Pausen zwischen den Lernphasen etwa 15 Minuten betragen sollten. Während dieser Pausen sollte das Kind toben oder all jenes machen können, was es gerne tut. Einschränkungen sollte es während dieser Zeit möglichst nicht geben.

Nach Plan lernen

Nicht nur in der Schule ist man bestrebt, nach einem strukturierten Plan zu lernen. Auch in den heimischen vier Wänden sollte man dieses Konzept anstreben. So sollte regelmäßig gelernt werden und das gelernte vor einer neuen Lerneinheit noch einmal kurz zusammengefasst und wiederholt werden.

Da Klassenarbeiten mindesten eine Woche im Vorfeld angekündigt werden müssen. Kann das Lernen perfekt geplant und organisiert werden. Je mehr Tage man hat, um den Lernstoff zu bewältigen, umso besser ist dies.

Kein Bock auf Hausausgaben: Motivationshilfen für Schüler

Mit diesen Elterntipps gewinnt der Wissensdurst gegen die Verweigerungshaltung

Junge und Mädchen haben keine Lust auf Hausaufgaben oder Lernen
genervte kinder beim lernen © Picture-Factory - www.fotolia.de

Es mutet schon paradox an: Viele wissbegierige Kinder tragen freiwillig stundenlang das Familienlexikon oder den großen Atlas mit sich herum, doch sobald sie sich an die Hausaufgaben setzen müssen, schmilzt der Wissensdurst wie Butter in der Sonne. Eltern stehen dieser Unlust oft hilflos gegenüber und wissen nicht, wie sie ihr Kind besser motivieren können.

Ermutigung und Geduld

Eines ist jedoch klar: Mit Strenge oder der Androhung von Strafen erreichen sie höchstens das Gegenteil: Das Kind nimmt eine Verweigerungshaltung ein und reagiert mit Trotz und Tränen.

Experten empfehlen daher, wohldosiertes Lob beim Lernen zu verteilen: So muss nicht jede erledigte Hausausgabe gelobt werden, doch auch das Kind freut sich, wenn es eine bestimmte Arbeit besonders gut erledigt hat. Knabbert das Kind an scheinbar unlösbaren Aufgaben, sollten Eltern sie geduldig erklären - auch wenn es länger dauert.

Dabei das Kind nie aus den Augen verlieren. Geht Mama ganz in der Lösung der Mathe-Aufgaben auf, langweilt sich das Kind und beginnt lieber am Smartphone zu spielen.

Lohn und Strafe

Sollte das Kind sich komplett den Hausaufgaben verweigern, bringen Sanktionen weit mehr als das Anschreien des Kindes. So darf die Lieblingsserie erst dann wieder angesehen oder das aktuell angesagte Computerspiel erst dann weitergespielt werden, wenn die Hausaufgaben fertig sind. Umgekehrt darf das Kind auch einmal mit einer zusätzlichen Spielstunde belohnt werden, wenn es die Hausaufgaben schnell (und richtig!) erledigt hat.

Sport nach dem Lernen erhöht den Erfolg

Studie macht deutlich, dass sich sportliche Betätigung mit Zeitverzögerung positiv auf den Lernerfolg auswirkt

Lächelnde Frau trainiert im Fitness-Studio auf einem Ergometer, im Hintergrund trainieren auch noch zwei Männer
gruppe trainiert im fitness-center © contrastwerkstatt - www.fotolia.de

Durch Lernen und Gedächtnisspiele hält man den Geist fit und durch Sport den Körper. Diese Ansichten sind zwar richtig, aber nicht die ganze Wahrheit, denn Forscher haben herausgefunden, dass Sport indirekt auch den Lernerfolg steigert.

Sport nimmt Einfluss auf das Erinnerungsvermögen

Britische Wissenschaftler baten gesunde Menschen sich zunächst 40 Minuten lang mit einem Gedächtnisspiel zu beschäftigen. Im Anschluss daran wurden willkürlich drei Gruppen gebildet:

  1. Die einen machten keinen Sport,
  2. die anderen entweder sofort nach der Lerneinheit oder
  3. vier Stunden danach.

Die zwei Sportgruppen mussten dafür 35 Minuten auf einen Ergometer. Nach zwei Tagen wurden die Probanden erneut eingeladen und die Lernerfolge aus dem Gedächtnisspiel überprüft. Außerdem wurde mittels MRT die Leistung des Gehirns beobachtet.

Kein Sport und sportliche Aktivität direkt nach dem Lernen hatten weniger Einfluss auf den Lernerfolg als das Training nach vier Stunden. Personen aus dieser dritten Gruppe konnten sich am besten an die Inhalte des Lernspiels erinnern und auch ihr Hippocampus zeigte deutlich, dass das Gehirn besser mit den Daten umging.

Katecholamine im Fokus der Forscher

Warum Sport mit Zeitverzögerung diese Wirkung auf das Gehirn hat, können die Forscher nicht sagen. Sie haben die Theorie, dass die sogenannten Katecholamine eine Rolle spielen. Katecholamine sind Botenstoffe wie Adrenalin und Dopamin. Sie werden beim Sport vermehrt ausgeschüttet und wirken im gesamten Körper.

Der veränderte Stoffwechsel könnte auch auf das Gehirn wirken und die Bemühungen, neue Inhalte langfristig zu speichern, unmittelbar unterstützen. Weshalb es dafür aber eine Zeitversetzung für Beginn des Sports geben sollte, ist völlig unklar.

Gemeinsam schafft man mehr - gilt das auch für's Lernen?

Zusammen mit Freunden lernen - förderlich oder problematisch?

Der schulische Erfolg bildet die Grundlage der beruflichen Zukunft. Kann ein Schüler sich einem Unterrichtsinhalt nicht annähern oder will er diesen vor einem Test noch einmal auffrischen, erlangt das Lernen in der Freizeit eine hohe Priorität.

Hierbei führen viele Wege an das Ziel. Weit verbreitet sind Lerngruppen mit einigen guten Freunden. Deren Nutzen wird zuweilen jedoch angezweifelt.

In vertrauter Atmosphäre lernen

Zunächst einmal ist ein solcher Kreis aus Freunden gegenüber der weitgehend anonymen Gruppe in der Nachhilfeschule zu bevorzugen. Alle Kinder kennen sich – zudem ist ihnen oftmals das Haus, in dem gelernt wird, aus langen Besuchen vertraut.

Diese Umstände führen zu einem unverkrampften und offenen Herangehen an die schulischen Inhalte. Wer sich dagegen erst an eine neue Umgebung gewöhnen muss, vergeudet wertvolle Zeit.

Kennen und schätzen sich die Teilnehmer untereinander aber bereits, entsteht eine Harmonie, die auch geeignet ist, sich gegenseitig über manchen Misserfolg hinwegzuhelfen sowie die Anstrengungen gemeinsam zu intensivieren. Gerade darin kann ein Schlüssel zum Lernerfolg für alle Beteiligten liegen.

Mit Freunden gemeinsam zu lernen macht Spass - muss jeder selbst entscheiden ob es für ihn sinnvoll
Mit Freunden gemeinsam zu lernen macht Spass - muss jeder selbst entscheiden ob es für ihn sinnvoll ist

Die Kenntnis der Stärken und Schwächen

Darüber hinaus ist es im Freundeskreis üblich, die gegenseitigen Talente, aber auch die Defizite bereits zu kennen. Oftmals ist in der Lerngruppe klar, wer als Wissensvermittler auftritt und wem ein eher passiver Part zukommt.

Diese Rollen können und werden je nach Schulfach variieren. Derartige Charakteristika nehmen die Teilnehmer eher unbewusst ein.

Durch die Kenntnis der eigenen und fremden Stärken und Schwächen entsteht erst diese Neuorganisation. Wer in der Nachhilfegruppe für Deutsch weiterhelfen kann, ist vielleicht in jener der Mathematik selbst auf Hilfe angewiesen.

Kein Mitglied verliert sein Gesicht, niemand dringt in eine dauerhafte Rolle ein. Das Gefühl der Zugehörigkeit zu den anderen Freunden wächst – und damit steigt der Erfolg des Lernens.

Nicht immer mit voller Konzentration

Aber natürlich werden einige Freunde, die sich zum Nacharbeiten der schulischen Inhalte treffen, stets auch andere Dinge im Kopf haben. So wird vielleicht das letzte Fußballspiel diskutiert oder am Computer gemeinsam ein Abenteuer bewältigt.

Aber in diesem vermeintlichen Nachteil muss nicht grundlegend etwas Negatives zu sehen sein. Vielmehr sollten die Eltern darüber wachen, dass in der anberaumten Zeit das Lernziel nicht zu kurz kommt.

Dass daneben immer einmal etwas Freiraum für Entspannung und Belustigung einzuplanen ist, kann den Zweck der Gruppe sogar unterstreichen und dabei förderlich sein.

Läuft der Müßiggang jedoch aus dem Ruder, ist schnelles Eingreifen ratsam. Dann kann sogar das vorzeitige Ende des Nachhilfekreises erörtert werden.

In heiterer Stimmung

Natürlich wird eine Lerngruppe, in der sich alle Beteiligten sehr gut kennen, immer auch mit einer anderen Harmonie aufwarten, als es einer weitgehend anonymen Teilnehmerschaft möglich ist. Das führt dann schon einmal dazu, dass nur noch halbherzig der schulische Inhalt besprochen wird oder dass statt einer konzentrierten Atmosphäre eher Witz und Klamauk dominieren.

Dennoch ist allen Beteiligten zu erläutern, welche Funktion die Gruppe besitzt. Gerade die Option, im freundschaftlichen Umfeld lernen zu dürfen, sollte den Kindern und Jugendlichen eher ein Ansporn sein und sie zu einer gesteigerten Leistung führen.

Wer dieses Ziel nicht begreift, disqualifiziert sich leider für weitere Sitzungen. Denn der Lernerfolg der Gruppe darf nicht von Wohl und Wehe einzelner Personen abhängig sein.

Tipps zur Vorbereitung

Neben den Kindern, die einen solchen Kreis gründen, müssen es aber gerade deren Eltern sein, die ein wachsames Auge über die gesamte Organisation bewahren. Die Mitglieder des Kurses sollten sich kennen, sich in ihren Stärken und Schwächen jedoch ergänzen. Idealerweise treffen zwei bis vier Personen aufeinander.

Gelernt wird in Einheiten von 60 bis 90 Minuten Dauer – bei Grundschülern entsprechend weniger. Pro Tag der Nachhilfe können ein bis zwei schulische Themen behandelt werden. Eine höhere Intensität eignet sich meist nicht, um das Besprochene im Gedächtnis abzuspeichern.

Je besser die Gruppe zusammengestellt wird, desto höher ist ihr Erfolg. Und dieser wiederum entscheidet nicht alleine über die Noten im nächsten Test, sondern auch über den späteren Werdegang der Schüler. Entsprechend seriös sollte der Lernkreis daher angegangen werden.

Musik stört beim Lernen und Arbeiten

Junge Frau liegt auf Bauch vor ihrem Notebook und hört über Kopfhörer Musik
relaxing © Ana Blazic - www.fotolia.de

Musik beim Lernen oder Arbeiten stört die Konzentration – egal, ob es sich dabei um Pop, Rock oder um klassische Musik handelt. Das fanden nach einem Bericht der Gesundheitszeitschrift Apotheken Umschau amerikanische Psychologen von der Florida Atlantic Universität heraus.

45 Textteilnehmer mussten Texte schreiben, jeweils mit und ohne Hintergrundmusik. Lief die Musik, verlangsamte sich die Schreibgeschwindigkeit der Studenten tatsächlich um ungefähr 60 Wörter pro Stunde. Das ist nicht viel, doch für die Forscher ein klarer Hinweis darauf, dass die Beschallung einen negativen Effekt hat.

Auch der Verzicht auf Gesang brachte nichts: Instrumentalmusik lenkte genauso ab.

Stress und Anspannungen behindern das Lernen

Schülerin erschöpft vor ihrem Notebook, neben ihr Bücher, weißer Hintergrund
tired of studying © Ana Blazic - www.fotolia.de

Wissenschaftler stellten fest, dass wir, wenn wir nicht unter Anspannungen und Stress stehen, also ganz entspannt sind, am besten lernen können. Dies liegt an den sogenannten Theta-Wellen, die das Gehirn dann aussendet, wenn wir entspannt sind. Bei Untersuchungen mit acht Patienten, die an Parkinson litten und denen deshalb Elektroden ins Gehirn gepflanzt wurden, konnten die Forscher im Gehirn die Aktivität einzelner Neuronen genau beobachten. Den Patienten wurden Bilder vorgelegt, die sie anschließend nach einer halben Stunde in einer zweiten Bildserie wiedererkennen sollten.

Die meisten Erinnerungen waren immer dann, wenn zuvor bei der ersten Betrachtung neben den beobachteten Neuronen auch die Theta-Wellen parallel ausgesandt wurden. In unserem Gehirn ist ein sogenannter kurzfristiger Arbeitsspeicher, wo die Informationen deshalb festgehalten werden, weil sie ständig wiederholt werden. Auch hierbei spielen die Theta-Wellen eine große Rolle.

Beim Lernen besser keine Musik hören, weil die Konzentration beeinflusst wird

Junge und Mädchen hören Musik über Kopfhörer, weißer Hintergrund
brother and sister listening to headphones © Marzanna Syncerz - www.fotolia.de

Britische Wissenschaftler stellten fest, dass Musik die Konzentration beim Lernen stört. Dies ist unabhängig davon, ob man die Musik gerne mag oder nicht. Dieses Ergebnis wurde aufgrund von Tests mit Freiwilligen festgestellt. Im Grunde wirkt sich Musik auf die Psyche eines Menschen aus, so kann sie zur Entspannung beitragen und hilft auch bei Angstzuständen oder Depressionen, so kann auch die Gehirnleistung, besonders vor Prüfungen, gesteigert werden. Doch im normalen Alltag wirkt sich besonders Hintergrundmusik schlecht auf die Leistungsfähigkeit aus.

So stellten die Wissenschaftler bei den Tests fest, dass bei Musik, egal welche, die Leistung darunter litt. Das Gleiche galt auch, wenn jemand beispielsweise verschiedene Zahlen vorlas. Etwas bessere Ergebnisse wurden erzielt, wenn ein Sprecher mit einer monotonen Stimme immer die gleichen Zahlen vorlas, aber die höchste Leistungsfähigkeit wurde erreicht, wenn keine Ablenkung erfolgte.

Besonders in jungen Jahren brauchen Kinder beim Lernen noch Hilfe...

Tipps für Eltern, wie sie ihre Kinder beim Lernen unterstützen

Jedem Kind ist viel damit geholfen, wenn es im heimischen Umfeld die Unterstützung seiner Eltern beim Lernen verspürt. In der Schule wird gelehrt, dort ist das Kind ein Schüler von mehreren oder vielen. In der Schulklasse herrscht eine Konkurrenz unter den Schülern, im Eltern-Kind-Verhältnis jedoch Wohlwollen und Zuneigung.

Jeder Erstklässler hat schon nach kurzer Zeit die Schulpflicht verinnerlicht. Er weiß, dass er täglich zur Schule gehen muss. Die einen tun das besonders gerne, andere eher gleichgültig bis hin zu widerwillig.

Im Gegensatz zu Kita und Kindergarten ist der Schulbesuch mit messbaren Leistungen verbunden, den Zensuren. Im Grunde genommen möchte jeder ein möglichst guter Schüler sein. Das bringt gute Noten und im Übrigen auch ein positives Standing in der Schulklasse sowie im Freundeskreis.

Das gelingt jedoch nur wenigen Schülern. Die überwiegende Zahl tut sich in einigen oder auch mehreren Schulfächern schwer damit, den Lehrstoff zu lernen, zu verstehen und zu behalten. Im Anschluss an den täglichen Schulunterricht sind die Erzieher gefragt, ihr Kind so weit zu unterstützen, dass es in seiner Schulklasse mithalten kann.

Erstrebenswert sind Benotungen im Mittelfeld mit einem Befriedigend. Alles darüber ist besser und schön, niedriger sollte die Zensur möglichst nicht sein.

Dem Kind muss bewusst sein, dass ihm das Lernen selbst nicht abgenommen werden kann. Seine Eltern können jedoch dazu beitragen, den Lernprozess zu erleichtern und so zu beeinflussen, dass daraus eine spürbare Unterstützung wird. Dabei können die Erzieher kaum etwas falsch, sondern mit wenigen Kniffen fast alles richtig machen.

Strukturiertes heimisches Lernen

So regelmäßig wie der Schulunterricht abläuft, so geordnet und strukturiert muss sich daran das heimische Lernen anschließen. Zwischen diesen beiden Abschnitten liegen der Heimweg von der Schule sowie eine ausgiebige Mittagspause mit einer vorbereiteten Mahlzeit.

Ob die Erzieher oder die Großeltern anwesend sind, ist zunächst zweitrangig. Entscheidend ist, dass der Schüler bei seiner Rückkehr vom Schulunterricht einen Ansprechpartner hat.

Jetzt steht das Kind mit seinen Freuden, Sorgen und Nöten des Schultages im Vordergrund. Es muss dazu animiert werden, frei von der Leber weg zu erzählen.

Dem Erzieher obliegt es, Wichtiges von weniger Wichtigem zu trennen, zu selektieren und herauszuhören. Er muss zuhören und sich konzentrieren.

Den Schüler ernst nehmen

Der Schüler muss mit seinen Hausaufgaben und seinem gesamten Schulleben ernst genommen werden. Für ihn ist die Schule das, was für den Hauptverdiener die tägliche Arbeit ist.

Der Schüler hat einen ebenso geordneten wie langen Schultag - er trägt täglich bis zu zehn Kilogramm und mehr an Schulmaterialien in seinem Schulranzen oder Schulrucksack mit sich. All das muss körperlich und geistig bewältigt werden. Je ernster die Eltern ihr Schulkind nehmen, umso ernster nimmt es sich selbst.

In einer entspannten und friedlichen Atmosphäre zuhause lernt das Kind am besten
In einer entspannten und friedlichen Atmosphäre zuhause lernt das Kind am besten

Hausaufgaben machen

In den Nachmittags- und Frühabendstunden der Hausaufgaben sind sie das Wichtigste. Abhängig vom Typ des Kindes kann ihm die Anwesenheit des Erziehers gut tun, wenn für ein schwieriges oder ungeliebtes Fach gelernt wird.

Das Kind muss jederzeit das Gefühl einer Unterstützung haben. Es darf sich nicht kontrolliert fühlen, wenngleich ein aufmerksames Controlling normal und notwendig ist. Störungen von außen werden konsequent unterbunden.

Auch beim Besuch von Verwandten darf die Unterbrechung nicht über eine kurze Begrüßung des fleißigen Schülers hinausgehen. Jetzt sind er und sein Lernen wichtiger als der Besuch.

Vergleiche wirken hemmend

Vergleiche mit anderen Mitschülern sind leistungshemmend und wirken destruktiv. Das Kind kann sich selbst und seine Leistung innerhalb der Klasse durchaus einschätzen. Kritisiert wird es bereits in der Schule durch Lehrer und Mitschüler.

Die Zensuren der Klassenarbeiten sprechen eine deutliche Sprache. Das familiäre Umfeld ist der einzige Ort, an dem sich das Kind auch bei schlechter schulischer Leistung aufgefangen und wohlfühlen können muss. Auch ohne es zuzugeben, ist jedes Kind für Verständnis sowie eine damit verbundene Unterstützung der Erzieher dankbar.

Objektives Diskutieren lernen

Zu einer wohlwollenden Unterstützung der Eltern gehört es auch, das Kind an ein objektives und selbstkritisches Diskutieren heranzuführen. Das dauert mehrere Jahre, oftmals ohne direkt erkennbaren Erfolg.

Dem Kind verhilft diese Fähigkeit jedoch dazu, mit schwierigen Schulsituationen besser umgehen zu können. Letztendlich sollten die Erzieher auch wissen, dass sie mit einem Dankeschön ihres manchmal auch widerspenstigen Kindes erst ein oder zwei Jahrzehnte später rechnen können, wenn überhaupt.

Was tun, wenn es mit dem Lernen beim Nachwuchs nicht klappt?

Lernblockaden mithilfe der NLP-Methode vermeiden

Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir. Doch in den letzten Jahren haben psychologische Untersuchungen bei Kindern gezeigt, dass oftmals bereits frühe positive oder negative Erfahrungen dafür sorgen, ob jemand gerne oder weniger gerne den Unterricht besucht. Mit der so genannten NLP-Methode sollen mentale Blockaden künftig umgangen werden.

Der Einfluss des Unterrichts

In der Schule erwirbt ein Kind deutlich mehr, als lediglich in bestimmten Materien unterrichtet zu werden. Vielmehr erlangt es einen Bezug zum eigenen Ich – ein Selbstbewusstsein wird ausgeprägt.

Werte, Ansichten und Glaubensrichtungen bilden sich aus. Ebenso wird der Charakter geschult, das Verhalten durch Lehrer und Freunde langfristig verändert.

Letztlich werden

  • Eigenschaften und Fähigkeiten erworben
  • Talente ausgebaut
  • Stärken unterstrichen und – idealerweise –
  • Schwächen behoben.

Diese Prozesse besitzen auf jedes Kind einen erheblichen Einfluss. Einige von ihnen profitieren davon, andere verkrampfen innerlich. Bleibt eines der genannten Kriterien ungenutzt, stellen sich früher oder später schulische Misserfolge ein, die auf Dauer zu einem ungenutzten Potenzial des Schülers führen können.

Das Neurolinguistische Programmieren

Oftmals führt ein unliebsames Ergebnis zu vielen weiteren ungenügenden Resultaten. Ein Schüler, der in einer Klassenarbeit eine schlechte Note erhält, wird auch künftig an derartige Wissensabfragen gehemmt herangehen. Er verliert den Glauben an sich selbst und das eigene Können, woraus sich eine gleichgültige Einstellung gegenüber den Unterrichtsinhalten ergeben kann.

Diesem Manko soll die NLP-Methode vorbeugen. Sie basiert auf dem Umstand, dass positive Erfahrungen ein Kind stärken, negative Empfindungen es aber blockieren dürften.

Der Prozess an sich lässt sich zwar nicht binnen Tagen und Wochen umsetzen, kann langfristig und somit auf Sicht mehrerer Schuljahre aber durchaus zu besseren Abschlüssen führen und somit auch als Grundlage eines weiteren Lebensweges angesehen werden.

Das angenehme Lernen

Wer sitzt schon nachmittags gerne über den Schulbüchern, wenn doch die Sonne so herrlich scheint und die Aktivitäten unter freiem Himmel deutlich mehr Spaß bereiten? Diese Herangehensweise mag nachvollziehbar sein, hemmt den Schüler aber.

Ihm wäre mehr damit geholfen, wenn ihm eine Umgebung geschaffen würde, in der er mit erhöhter Motivation lernt. Ratsam ist es daher, den Schreibtisch bereits kreativ – aber ohne ablenkendes Potenzial – einzurichten. Die typische Schulatmosphäre, bei der in aller Stille das Wissen aufgesogen wird, kann die Vorfreude auf das Lernen dagegen reduzieren.

Bereits solche kleinen Einflüsse sind es, die den Spaß des Kindes erhöhen und damit auch bessere Leistungen ermöglichen. Das Wohlbefinden und die Talente steigen an.

Die eigene Sichtweise ändern

Die NLP-Methode stellt zudem auf neue Perspektiven ab. Der Schüler, der sich selbst in einem Unterrichtsfach als eher unbegabt einschätzt, muss diese Selbstbetrachtung verändern.

Das ist im Regelfall eine langfristige Aufgabe, die aber bereits von kleinen Erfolgen und Anreizen profitiert. Jede gelöste Matherechnung oder jeder fehlerfrei gelesene Satz im Buch wird dazu führen, dass die eigenen Stärken als solche erkannt werden. Allerdings bedarf es dafür individuell abgestimmter Maßnahmen.

Das Neurolinguistische Programmieren setzt hierbei auf eine bestimmte Form der Kommunikation – lassen sich einige Schüler noch durch in Aussicht gestellte Erfolge motivieren, so bedarf es bei anderen eines einfühlsameren Tons. Die Herangehensweisen unterscheiden sich folglich.

Ratschläge nutzen

Für die Eltern der Kinder gestaltet es sich sinnvoll, bei der Wahl der Schule auf solche Einrichtungen zu achten, die die NLP-Methode in den Unterricht integrieren. Meist handelt es sich dabei um Lehrer, die in besonderem Maße pädagogisch ausgebildet sind und ihr Wissen somit in direkter Kommunikation mit dem Schüler weitergeben können.

Darüber hinaus kann auch ein Schulpsychologe in Gesprächen mit dem Kind eine neue Perspektive aufbauen. Welche Schritte genau einzuleiten sind, ist stets vom Einzelfall abhängig.

Was bei dem einen Schüler noch helfen mag, kann die Blockaden des anderen erhöhen. Gerade deshalb verzeichnen die Anwender der NLP-Methode aber konstante Anstiege bei den Lernerfolgen und wissen im Regelfall auch außerhalb der Schule ihre Stärken besser einzusetzen.

Wirksame Methoden gegen Prüfungsstress

Schüler sitzen konzentriert am Tisch und schreiben
pretty female college student sitting in a classroom full of stu © lightpoet - www.fotolia.de

Schüler und Studenten kennen ihn nur zu gut: Den Prüfungsstress. Die Klausuren häufen sich und bei der ganzen Lernerei kann man schon schnell einmal in ungesunden Stress verfallen. Damit die Prüfungszeit einigermaßen entspannt vorüber geht, sollten die Prüflinge auf bewährte Entspannungsmethoden zurückgreifen. Diese helfen nicht nur, sich besser konzentrieren zu können, sondern lassen Panik vor den Klausurfragen gar nicht erst aufkommen.

Eine der besten Möglichkeiten, um einen klaren Kopf zu behalten, ist ausreichend Bewegung. Wer einfach eine Runde joggen oder spazieren geht, tankt Sauerstoff und kann sich anschließend viel besser auf die Prüfungen vorbereiten. Auch alle anderen Sportarten sind natürlich geeignet, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

Alt bewährt und immer wieder gerne verwendet ist das Autogene Training. Bei dieser Art der Entspannung soll der Körper in einen dem Schlaf ähnlichen Zustand versetzt werden. Die Atmung wir ruhig, die Blutgefäße weiten sich und es stellt sich ein angenehm warmes Gefühl ein.

Ebenfalls zu vollkommener Entspannung soll Meditation führen. Zwar ist diese Methode nicht ganz so einfach zu erlernen, aber mit etwas Übung, kann sie wahre Wunder bewirken. Wer es schafft, sich völlig los zu lassen und einfach einmal komplett abzuschalten, der schafft Energiereserven und trotz jedem Prüfungsstress.

Möchte man körperliches Training und geistige Entspannung gleich zeitsparend miteinander verbinden, bietet Yoga eine tolle Möglichkeit dazu. Hierbei werden nicht nur die Muskeln gekräftigt und die Flexibilität erhöht, sondern gleichzeitig effektiv Stress abgebaut.

Welche dieser Varianten angewendet werden sollte, hängt ganz von den eigenen Vorlieben ab. Wichtig ist jedoch bei allen Methoden, dass sie regelmäßig in den Alltag integriert werden.

Online-Studium - Werden Universitäten bald gänzlich digitalisiert?

Frau steht mit Laptop vor Podium bei einem Vortrag, in Richtung Publikum fotografiert
Lecture at Convention © endostock - www.fotolia.de

Nicht nur das Privatleben, auch Arbeit, Schule und Ausbildung finden zunehmend im Internet statt. Die Universitäten sind von dieser Digitalisierung nicht ausgenommen.

Vereinzelter Einsatz einiger Unis

Das sogenannte E-Learning wird bereits von einigen Universitäten praktiziert. Doch von dem prophezeihten Umsturz, den das E-Learning in der Hochschulausbildung bringen sollte, ist nach wie vor nichts zu erkennen. Online-Vorlesungen und virtuelle Seminare, wie die sogenannten Moocs (Massive open online courses), werden nach wie vor nur vereinzelt an Unis angeboten und auch nur in bestimmten Studienfächern.

Kostenloses Erlernen von den besten Professoren

Die Vorteile solcher Online-Kurse liegen klar auf der Hand: die Kurse erreichen ein sehr viel größeres Publikum, sie bieten die Möglichkeit auf internationaler Ebene von den besten Professoren ihres Fachs zu lernen und sie sparen bares Geld. Probleme jedoch entstehen beim E-Learning dann, wenn die Leistungen der einzelnen Studenten durch die Weiten des Internets nicht mehr klar nachvollzogen werden können, wie es etwa bei den Moocs der Fall ist.

Bei diesen Online-Kursen reichen die teilnehmenden Studenten nicht nur Aufgaben ein, sondern schreiben online auch Tests.

Komplette Digitalisierung der Unis wird sobald nicht erwartet

Wer den Test aber wirklich mitgeschrieben hat, lässt sich nicht immer nachvollziehen. Aus diesem Grund werden die gesammelten CreditPoints dieser Moocs auch nicht von vielen Universitäten anerkannt.

Bestimmte Bereiche der Hochschullehre können sicherlich erfolgreich digitalisiert werden, wie etwa Vorlesungen, doch eine vollständige Digitalisierung der Universitäten scheint, jedenfalls in absehbarer Zukunft, nicht erreichbar zu sein.

Forscher zeigen, wie Angst auf das Lernverhalten wirkt

Wer Angst hat, zeigt eine Lähmung in der Reaktion und hat Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren

Schüchternder Computerfreak mit kaputter Brille sitzt an seiner Tastatur
intimidated computer nerd © Scott Hancock - www.fotolia.de

Eine aktuelle Studien aus Deutschland und Großbritannien zeigt, welche große Rolle die Angst spielt, wenn es um das Lernverhalten eines Menschen geht. Demnach können Kinder und Erwachsene schlechter lernen, wenn sie Angst empfinden.

Der Faktor der Umgebung

Man hatte 31 gesunde Menschen zwischen 18 Jahren und 40 Jahren zur Studie gebeten. Man ließ die Probanden Fragebögen ausfüllen, um einschätzen zu können, wie ängstlich jeder Teilnehmer war. Danach kam der eigentliche Test am PC.

Alle bekamen zwei Bilder gleichzeitig gezeigt und sollten einschätzen, welches Bild zu einem Elektroschock führen wird und welches nicht. Dabei änderten sich die Bedingungen im Raum allerdings. Die Probanden waren nicht immer in einer ruhigen Umgebung, denn die Forscher sorgten zeitweise für weitere Reize, bis wieder eine Ruhephase kam.

Dieser ständige Wechsel von einer stabilen auf eine schwer einzuschätzenden Umgebung, war für viele Teilnehmer unangenehm. Das führte dazu, dass sie in instabiler Umgebung ein langsameres Lernverhalten zeigten.

Fehlende Konzentration

Die Forscher konnten auch berechnen, dass die Probanden, die sich im Vortest als besonders ängstlich herausgestellt hatten, die größten Lernschwierigkeiten in instabiler Umgebung hatten. Offenbar waren sie von ihrer Angst, es könnte etwas Unvorhergesehenes passieren, stark eingenommen und daher weniger konzentriert.

Für die Forscher besonders interessant waren die Veränderungen der Hirnaktivität. Um darauf Rückschüsse zu ziehen, untersuchte man während des Experiments die Pupillen der Teilnehmer. Bei jedem wurde der Durchmesser in stabiler und instabiler Umgebung aufgezeichnet.

Die Idee dahinter: schnelle Änderungen zeigen, das besonders viel Noradrenalin ausgeschüttet wird. Die ängstlichen Probanden zeigten dabei die geringste Änderung im Pupillendurchmesser.

Reaktionslähmung durch Angst

Die Forscher leiten daraus ab, dass die Angst zu einer Lähmung in der Reaktion führt. Wer Angst hat, reagiert oft als würde er versteinern. Dies traf offenbar auf die Probanden zu. Sie konnten auf die veränderte Situation schlechter reagieren und verfielen in Starre.

Grundinformationen und Hinweise zum Lernen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: the brain © ktsdesign - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Hand mit Lampe vor einer Tafel © Coloures-pic - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Vintage Chalkboard © Maceo - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Portrait of a study group © Yuri Arcurs - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Man helping daughter with homework © goodluz - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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