Die sinnvollsten Lehrmittel für Schüler und Studenten

Lernen ist ein überaus komplizierter Prozess, der nur gelingen kann, wenn alle beteiligten Abläufe harmonisch ineinander greifen. So genügt es zum Beispiel nicht, einen Sachverhalt immer und immer wieder zu wiederholen, um ihn sich einzuprägen. Nur Informationen, die mit vielen Inhalten aus dem Langzeitgedächtnis verknüpft sind, werden auch dauerhaft gemerkt. Einige Lehrmittel können dabei helfen, dem Schüler oder dem Studenten diese Elaboration zu erleichtern. Informieren Sie sich über sinnvolle Lehrmittel für Schüler und Studenten.

Effektives Lernen mit diversen Hilfsmitteln

Lehrmittel - eine Definition

Bei Lehrmitteln handelt es sich um Lehrgeräte sowie Lehrmaterial, welche zum Unterrichten benötigt werden. Sie zählen zur Ausstattung einer Schule. Je nach Fach kann es sich dabei um verschiedene Dinge handeln - von Landkarten bis hin zum Fernsehgerät.

Ziel und Zweck ist ein anschauliches Lernen, durch das die gewünschten Effekte oftmals schneller eintreten, als beispielsweise durch das Lesen in Büchern. Zudem bringen solche Lehrmittel Abwechslung in den Unterricht.

Lehrmittel werden also von dem Lehrenden ausgesucht, damit dieser den Lernenden etwas beibringen kann. Somit stellen diese Materialien eine Ergänzung zu Lernmitteln, wozu vor allen Dingen Bücher gehören, dar.

Doch nicht nur der Schüler lernt hierbei etwas. In der heutigen Zeit kommen vermehrt diverse elektronische Geräte, wie etwa der Beamer, zum Einsatz; mit diesen umzugehen, müssen die Lehrer erstmal lernen.

Doch auch schon kleine Kinder können mit bestimmten Mitteln lernen...

Sinnvolle Lehrmittel für Kleinkinder

Auch wenn man die Lehrmittel für den Nachwuchs im Kleinkindalter nicht zu den gängigen Lehrmaterialien zählen kann, da sie noch weit davon entfernt sind, in die Schule zu gehen, so spielt das Lernen auch bei den Kleinsten eine Rolle, sei es im Alltag zuhause oder in der Kindertagesstätte.

  • Motorik
  • Wahrnehmung
  • Kommunikation, aber auch
  • die emotionale Entwicklung

müssen geschult werden. Kinder entdecken die Welt spielerisch, und auf diese Weise können sie auch etwas lernen. Zu diesem Zweck kommen dementsprechend verschiedene Hilfsmittel zur Anwendung; denkbar sind etwa

  • Bälle
  • Musik oder
  • Poster/Bilder

Doch besonders auch draußen können Kinder einiges entdecken. Die Natur dient somit als wertvollstes Lehrmittel für die Kleinen.

Kindergartenkinder lieben Musikinstrumente
Kindergartenkinder lieben Musikinstrumente

Sinnvolle Lehrmittel für Schüler

Wer Lehrmittel einsetzt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass sich Wissen nur dann festsetzt, wenn der Schüler auch eigenständiges Interesse an dem jeweiligen Stoff zeigt. Es bringt absolut nichts, den Lernenden zur Aufmerksamkeit zu zwingen.

Wer brav nach vorne schaut und sich nicht anderweitig beschäftigt, ist noch lange nicht konzentriert. Echte Aufmerksamkeit kommt ausschließlich von innen und darf durch die Lehrkraft lediglich initiiert werden.

Filme

Damit der Schüler offen an ein neues Thema herangeht, muss er in einer positiven Grundstimmung sein. Wer mürrisch, müde oder abweisend ist, lernt ausgesprochen schlecht.

Daher kann man den Film sehr gut als Lernmittel am Anfang einer Lerneinheit einsetzen. Dabei ist darauf zu achten, dass der Ausschnitt nicht zu langweilig und trocken ist.

Bei ernsten Themen können ruhig schockierende Bilder gezeigt werden, bei neutralen kann auch eine große Portion Humor wie in einem Comic beispielsweise dabei sein. Alles, was beim Schüler Emotionen erzeugt, sorgt für Aufmerksamkeit und Interesse am Stoff.

Was man selbst konstruiert und zusammensetzt, wird von Gehirn sehr viel tiefer verarbeitet als Dinge, die einem nur "vorgebetet" werden. Soweit wie möglich sollte man daher Abstand vom Frontalunterricht nehmen und den Schüler das Wesentliche selbst erarbeiten lassen.

Interessante Lehrmittel und Aufgaben fördern die Konzentration der Schüler
Interessante Lehrmittel und Aufgaben fördern die Konzentration der Schüler

Schaubilder und Poster

Eine gute Möglichkeit ist es zum Beispiel, den Schüler ein Schaubild oder Poster anfertigen zu lassen. Vorgegeben wird nur das Thema und die grobe Richtung, alle weiteren Informationen müssen dann selbst recherchiert werden. So hat der Lernende permanent einen Aha-Effekt und wird den Kerngedanken des Stoffs nicht mehr so schnell vergessen.

Von Gruppenarbeit sollte man hierbei jedoch lieber Abstand nehmen. Zwar fördert es die Teamfähigkeit, es besteht jedoch immer die Gefahr, dass sich einige der Schüler zurücklehnen und die anderen die eigentliche Arbeit machen lassen. Ein Lernprozess findet in diesem Fall natürlich in keinster Weise statt.

Auch für Studenten stehen sinnvolles Lehrmittel zur Verfügung...

Sinnvolle Lehrmittel für Studenten

Acht bis zehn Prüfungen sind für einen Bachelorstudenten am Ende des Semesters keine Seltenheit. Das erfordert natürlich nicht nur jede Menge Durchhaltevermögen, sondern auch eine ausgeklügelte Lernstrategie. Wer sich so viel Stoff in kurzer Zeit merken möchte, darf keinesfalls auf Auswendiglernen setzen.

Von Studenten wird erwartet, dass sie weitestgehend selbstständig lernen können. Das bedeutet zum Beispiel, dass Sachverhalte, die nicht in der Vorlesung verstanden wurden, aus der Literatur nachgearbeitet werden müssen.

Studenten dürfen sich nicht wie in der Schule darauf verlassen, dass der Professor den jeweiligen Umstand solange erklärt, bis ihn auch der Letzte verstanden hat. Nichtsdestotrotz können Dozenten einiges dafür tun, ihren Studenten das Leben zu erleichtern.

Studien und Fallbeispiele

An der Universität wird in erster Linie sehr viel Theoretisches behandelt. Da ist es nicht verwunderlich, dass der ein oder andere schnell den Überblick über all die Thesen und Gesetze verliert. Bestes Lehrmittel für Studenten sind daher Studien und Fallbeispiele.

Am praktischen Exempel verstehen die meisten Studierenden komplizierte Sachverhalte viel schneller und leichter als an allgemeinen Formeln und Hypothesen. Dabei ist natürlich auch der Ausblick auf's zukünftige Berufsleben nicht zu unterschätzen. Wer häufig mit praktischen Beispielen arbeitet, wird stets daran erinnert, auf welches Ziel er hin hin studiert.

Studien und Fallbesispiele helfen den Studenten den Überblick zu behalten
Studien und Fallbesispiele helfen den Studenten den Überblick zu behalten

Filmmaterial

Auch Filmausschnitte helfen den Hörern, das Vorgetragene besser zu verstehen. Am besten baut man die Beiträge in der Mitte der Vorlesung ein.

Dann wissen die Studierenden bereits, um was es geht und können während des Films auf bekannte Sachverhalte achten. Außerdem bietet das Beispiel eine sinnvolle Gelegenheit für eine kleine Verschnaufpause.

Spiele und Wettbewerbe

In Seminaren und Tutorien hat man mit der Wahl der Lehrmittel eine noch viel größere Auswahl, da hier nur die Inhalte aus der Vorlesung tiefer elaboriert werden sollen. Es geht also nicht darum, bis Ende des Semesters ein bestimmtes Pensum an Stoff hinter sich zu bringen. So kann man sich genügend Zeit nehmen, um zum Beispiel Rollenspiele oder Sketche zu initiieren.

Das lohnt sich vor allem in geisteswissenschaftlichen Studiengängen. Für die Naturwissenschaftler eignet sich hingegen zum Beispiel ein Wissensquiz oder ein Projektwettbewerb. Jeder Mensch hat einen natürlichen Trieb nach Unterhaltung und Abwechslung,weshalb sich auch ansonsten ernsthafte Studenten gerne zu einem kleinen Spiel hinreißen lassen, vorausgesetzt, es dient dem Lernerfolg.

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Quellenangaben
  • School children raising hands. View from behind. © kristian sekulic - www.fotolia.de
  • Group Of Pre School Children Taking Part In Music Lesson © highwaystarz - www.fotolia.de
  • group of students talking and writing at school © Syda Productions - www.fotolia.de
  • Young study group © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

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