1. Oktober 2010
Kinder sind lebhaft und machen Lärm. Das gilt leider auch für die Zeit in der Schule. Nun haben Wissenschaftler herausgefunden, dass Kinder mit Aufmerksamkeitsproblemen den Lärmpegel um sich herum wesentlich besser ertragen können, als ihre Mitschüler.
Man untersuchte in Norwegen Schüler und stellte fest, dass konzentrationsschwache Kinder müheloser dem Stoff und Anweisungen folgen konnten, wenn es lauter im Klassenzimmer wurde. Die Forscher glauben, dass der Lärm das Gehirn dieser Kinder auf Trab hält, während andere Kinder davon empfindlich gestört werden. In einem Versuch, in dem die Forscher einen künstlichen Lärmpegel von fast 80 Dezibel aufrecht erhielten (etwa der Lärm einer Straße in der Stadt), zeigten Schüler mit Aufmerksamkeitsproblemen gute Leistungen.
Die Forscher waren verwundert, denn normalerweise sind solche Defizite unter Lärm nur noch ausgeprägter. Doch die akustischen Reize schienen die Sensibilität der Gehirne nur zu stärken, sodass diese besser Leistungen erbrachten. Diese Erkenntnisse und Folgestudien könnten dazu betragen, dass konzentrationsschwache Kinder in Zukunft weniger auf Medikamente sondern auf Therapiealternativen zurückgreifen können.
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