14. Juli 2010
Hauptschulen sind in einigen Bundesländern nach wie vor fester Bestandteil des dreigliedrigen Schulsystems, in anderen sind sie dagegen bereits abgeschafft oder es hat sie nie gegeben. Befürworter und Kritiker sind sich schon seit längere Zeit uneinig über die Zukunft dieser Schulform. Während die einen beharrlich den Sinn und Zweck von Hauptschulen verteidigen, kämpfen die anderen für Gesamt- und Gemeinschaftsschulen – und damit für die Abschaffung der Hauptschulen.
Kritiker bemängeln vor allem die mangelnden Berufsmöglichkeiten, die den Schülern an Hauptschulen geboten werden. In der Tat ist es so, dass ein Hauptschulabschluss in Deutschland der niedrigste Bildungsabschluss ist, womit die Aussichten auf einen Ausbildungsplatz und die Auswahl an Berufsmöglichkeiten eingeschränkt sind. Aber auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt macht es den Hauptschulabsolventen nicht leichter.
Trotz aller Statistiken und Prognosen sollte man aber nicht generell davon ausgehen, dass Hauptschüler schlechte Aussichten haben. Im Gegenteil – es kommt immer auf die Schule und am meisten natürlich auch auf den Schüler selbst an. Wer fleißig ist, gute Noten schreibt, Zusatzqualifikationen erwirbt und Praktika absolviert, hat gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz im direkten Anschluss an die Schule. Viele Ausbildungsbetriebe ziehen sogar Lehrlinge mit einem guten Hauptschulabschluss denjenigen mit einem höheren Bildungsabschluss vor. Insbesondere in Handwerksberufen und im kaufmännischen Bereich sind Hauptschüler gerne gesehen. Im Gegensatz zu Realschülern oder Gymnasiasten können diese nämlich oft mehr Praxiserfahrung vorweisen und werden in der Schule intensiv auf eine Ausbildung vorbereitet.
Den einfachen Hauptschulabschluss erhält man nach der 9. Klasse. Dieser berechtigt dazu, eine Berufsausbildung zu beginnen. Knapp die Hälfte aller Hauptschüler findet so eine Lehrstelle. Andere haben die Möglichkeit – in Abhängigkeit von ihren schulischen Leistungen – den qualifizierten Hauptschulabschluss bzw. die Fachoberschulreife zu erwerben oder aber ins Berufsvorbereitungsjahr zu gehen.
Um gute Aussichten auf einen interessanten und sicheren Job zu haben, sollten Hauptschüler ein paar Tipps beherzigen. Vor allem in den Fächern Deutsch und Mathematik erwarten Arbeitgeber gute Leistungen. Auch solide Englischkenntnisse werten das Zeugnis und damit die gesamte Bewerbung auf. Zudem ist es von Vorteil, wenn man möglichst früh und möglichst oft in verschiedenen Betrieben Praktika absolviert. Es zeugt von Eigeninitiative und Zielstrebigkeit, wenn man zusätzlich zu den von der Schule vorgeschriebenen Praktika noch freiwillige Praxiserfahrungen in den Ferien sammelt. Auf diesem Wege können auch wertvolle Kontakte mit potentiellen Ausbildern geknüpft werden.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
10.07.11 | |
![]() | HAUPTSCHULEN |
02.05.11 | |
![]() | HAUPTSCHULEN |
27.09.10 | |
![]() | HAUPTSCHULEN |
29.05.10 | |
![]() | HAUPTSCHULEN |
18.07.09 | |
![]() | HAUPTSCHULEN |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Hauptschulen Forum

