6. August 2006
Der große Tag der Einschulung naht. Ist das Kind dem Schulalltag bereits gewachsen? Wie erfolgt eine Anmeldung an der gewünschten Schule und was bringt der Tag der Einschulung mit sich? Viele Punkte gibt es zu berücksichtigen und so verwundert es nicht, dass die Eltern dem großen Tag häufig mit mehr Nervosität entgegensehen als der kleine Schulanfänger.
In vielen Bundesländern gelten Kinder, die am 6. Juni eines Jahres sechs Jahre alt werden, als schulpflichtig. Dennoch sinkt bundesweit das Einschulungsalter der Kinder. Die Entscheidung über das Einschulungsalter ist nicht allein Sache der Eltern. Neben der jeweiligen Schulleitung entscheidet häufig auch das Gesundheitsamt bzw. der Schularzt über die Schulfähigkeit eines Kindes. Im Vorfeld muss neben der Kontrolle des allgemeinen Gesundheitszustandes überprüft werden, ob das Kind seinem Alter entsprechend entwickelt ist.
Die Schulanmeldung ist im Regelfall an die, dem Wohnsitz nächstgelegene Grundschule zu entrichten. Wünscht man, dass das Kind an einer anderen öffentlichen Grundschule angenommen wird, ist zumeist ein schriftlicher Antrag mit der Aufführung der Gründe an die zuständige Grundschule genügend. Auch wenn die Wahl auf eine Privatschule fällt, muss die zuständige Grundschule informiert werden.
Mit der Anmeldung an einer Schule nimmt die große Veränderung ihren Beginn. Für das Kind heißt es Abschied nehmen von der vertrauten Umgebung des Kindergartens. Plötzlich muss es sich nicht nur an neue Bezugsperson und Kinder gewöhnen, sondern sich mit dem neuen Schulweg und Schulgebäude vertraut machen. Auch berufstätige Eltern müssen zumeist große Umstellungen bewältigen. Da die Kernzeitbetreuung der Kinder in der Schule häufig gegen 13 Uhr endet, kommen auf die Eltern weitere organisatorische Herausforderungen zu. Viele Schulen und zahlreiche private Organisationen bieten eine schulergänzende Betreuung an, die eine Fürsorge der Kinder bis in die Abendstunden sicherstellen können.
Sind auch in diesem Punkt Entscheidungen gefallen, können sich Eltern und Kinder in die Besorgungen für die Schulzeit stürzen. So ist es etwa wichtig, dass das Kind einen ruhigen Rückzugsort hat, wo es seine Hausaufgaben erledigen kann. Kindergerechte Schreibtische und Stühle gibt es in vielen Möbelmärkten.
Nicht fehlen darf natürlich ein Schulranzen. Bei der Wahl sollten sich die Eltern von der Stabilität, dem Sitz und Gewicht des Ranzens und nicht zuletzt von den Wünschen der gespannten Erstklässler leiten lassen. Auch beim Kauf der Schulhefte, Stifte und Stifttasche haben die Kinder ein Wörtchen mitzureden. Wenn es um die Ausstattung der Schultüte geht, kann es für Kinder nicht genug Süßigkeiten geben. Gegen etwas Süßes ist auch nichts einzuwenden. Zusätzlich können etwa Stifte, ein Buch für Leseanfänger, eine hübsche Trinkflasche oder andere Kleinigkeiten Kinderherzen höher schlagen lassen. Einen schönen Nebeneffekt haben all diese Besorgungen zudem. Eltern und Kinder können sich gleichermaßen emotional auf die bevorstehende Schulzeit vorbereiten. Wenn sich die Eltern an unangenehme Aspekte der Schulzeit erinnert fühlen, sollten sie Ihre Vorbehalte und Ängste für sich behalten. Kinder sollten voller Vorfreude und unbefangen auf die nahende Schulzeit blicken.
Nun kann der Tag der Einschulung kommen. Aber wichtig: Die Kamera nicht zu Hause liegen lassen bei all der Aufregung!
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