27. August 2009
Von Viola Reinhardt
Der Ernst des Lebens. Nein, so sollte man sein Kind nicht auf die kommenden neun bis dreizehn Jahre Schulzeit einstimmen. Viel besser ist es da dem Kind zu sagen, welch neue Welt es erwartet und das Lernen ihm Freiheit gibt. Die Freiheit alles Lesen zu können ohne das obligatorische "später" zu hören oder auch viele neue Freunde zu finden. Unabdingbar zur Einschulung dazu gehört die Schultüte, die den Erstklässlern den Start in die Schulzeit versüßen soll. Versüßen ja, aber nicht gleich für zahnfeindliche Inhalte sorgen.
Bunt soll sie sein die Schultüte und am liebsten riesen groß. Innen mit viel zum Spielen und zum Naschen und außen mit den angesagten Lieblingshelden. Auch die selbstgebastelten Schultüten aus den letzten Kindergartentagen sind heiß begehrt und werden mit freudiger Erwartung wochenlang durch die Wohnung geschleppt. Wenn es nach den lieben Kleinen ging, dann wäre der Inhalt der Schultüte eine wahres Süßigkeiten- und Spielzeugparadies. Als Eltern fällt einem dann manchmal die richtige Wahl für die kleinen und großen "Zuckerl" gar nicht so einfach und die Frage wird laut, was man denn nun überhaupt in die Schultüte füllen soll.
Süßes ja, aber. Hier sollte man an die Zähne des nun nicht mehr Kindergartenkindes, jedoch schon "großen" Schulkindes denken. Mittlerweile gibt es zahlreiche Produkte die mit einer gesunden Süße aufwarten und entsprechend auf der Verpackung gekennzeichnet sind. Den Kindern schmecken die Bonbons, Bärchen, Kaugummi und Co genauso gut wie die herkömmlichen Naschereien, tun aber ihren kleinen Milchzähnen oder auch den ersten bleibenden Zähne weitaus mehr Gutes, wenn sie nach den zahngesunden Süßigkeiten greifen.
Doch neben all den Süßwaren, gibt es noch viele weitere tolle Alternativen was in die Schultüte kommen und den Kindern besonders viel Freude machen kann. Springseile, Bälle, kleine Knobelspiele, ein besonders schicker Bleistift, bunte Farben, bei Mädchen Haargummis oder ein Gummitwist, eine kleine Packung Lego oder angesagte Sammelkarten sind besonders begehrt. Auch ein Gutschein für einen Kino- oder Freizeitbadbesuch, ein Ausflug mit Mama oder Papa alleine oder der Besuch im Tierpark werden begeistert aufgenommen und bis zur Einlösung wie ein Schatz gehütet.
Beim Befüllen der Schultüte sollte man auf jeden Fall die Vorlieben des Kindes beachten, denn nichts ist enttäuschender als nach dem offiziellen Teil der Einschulung die Schultüte zu öffnen und genau das zu finden was man als Kind so gar nicht mag. Instinktiv wird dann der erste Tag der neuen Schulzeit als eher negativ betrachtet, was für die kommenden Jahre nicht unbedingt wünschenswert ist. Doch ein mit Bedacht ausgewählter Inhalt wird nicht nur diesen Tag zu einem spannenden und ereignisreichen machen, sondern auch noch viele folgende Schultage.
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