17. Juni 2010
Nach Jahren der Anstrengung und Mühe ist der Studienabschluss für die meisten Studenten in greifbarer Nähe. Es gibt jedoch noch eine große Hürde, die überwunden werden muss, bis man der Universität endlich den Rücken kehren kann: die Diplomarbeit. Sich für diesen letzten Kraftakt aufzuraffen, fällt nicht jedem leicht.
Zu Beginn liegt die Arbeit wie ein großer, unheilvoller Schatten vor dem Studenten. Kein Wunder, dass die Motivation fehlt, wenn man sich einem solch riesigen Unternehmen gegenüber sieht. Allerdings wirkt eine Diplomarbeit schon viel weniger bedrohlich, wenn man exakt weiß, was alles zu tun ist. Dinge, die einen konkreten Namen haben, sind in der Regel weniger angsteinflößend.
Zu Beginn sollte man sich daher eine grobe Gliederung erstellen, an der die Arbeit selbst dann nach und nach aufgebaut wird. Jedes Zwischenkapitel erhält nicht nur einen Titel, sondern auch Anmerkungen zu Recherche und Ausführung. Hat man das Thesenblatt erst einmal fertig, kann man es Schritt für Schritt abarbeiten und hat so immer wieder kleine Erfolgserlebnisse.
Belohnung spielt bei der Bewältigung einer großen Aufgabe eine enorme Rolle. Leider gibt es im Studium niemanden mehr, der einen für erfolgreich absolvierte Etappen adäquat belohnt, weshalb man diese Aufgabe als Student eben selbst übernehmen muss. Dazu ist es natürlich wichtig zu wissen, was einen selbst eigentlich motiviert. Manche laufen zu Höchstleistungen auf, wenn sie sich nach getaner Arbeit eine wilde Party gönnen, andere fahren hingegen besser, wenn sie sich mit einem entspannenden Wellnesswochenende verwöhnen. Wichtig ist, sich regelmäßig und oft zu belohnen. Nur so bleibt man auch langfristig bei der Stange.
Ein Zeitplan ist beim Schreiben einer Diplomarbeit immer von Nöten, er ist jedoch auch eine ganz persönliche Motivation. Wenn man sich selbst "Abgabetermine" für einzelne Zwischenschritte setzt, gerät man weniger in Versuchung, die Arbeit schleifen zu lassen. Das sollte jeder Student unbedingt vermeiden, das er sich sonst irgendwann vor einem riesigen Berg angestauter Arbeiten wieder findet, die der Motivation natürlich absolut nicht zuträglich sind.
Am besten legt man sich seine Termine so, dass ein kleines, aber nicht zu langes Zeitpolster zum wirklichen Abgabetermin besteht. So gerät man nicht so schnell in Panik, hat jedoch trotzdem einen gewissen Zeitdruck im Nacken, der das Vorankommen fördert.
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