29. November 2011
Bis zum Jahresende wollen Deutschlands Kultusminister zusammen mit den Gewerkschaften und den Spitzenverbänden einen neuen Qualifikationsrahmen entwickeln, in dem alle Ausbildungen, egal ob schulisch, beruflich oder akademisch, einer bestimmten Stufe zugeordnet werden.
In einer Sache können sich die Politiker und Gewerkschaften jedoch nicht einig werden. Während die Kultusminister das Abitur einer höheren Stufe zuordnen wollen als die dualen Ausbildungen, fordern die Gewerkschaften und Arbeitgeber eine Gleichberechtigung zwischen Abitur und Ausbildungen.
Da ab 2012 alle Zeugnisse mit einem Verweis auf den Qualifikationsrahmen versehen werden sollen und dies wahrscheinlich auch einen großen Einfluss auf die Einstellungsverfahren von Unternehmen sowie auf die Tariflöhne haben wird, befürchten die Gewerkschaften, dass sich in Zukunft weniger Abiturienten für eine duale Ausbildung entscheiden werden. Schließlich würden sie im Qualifikationsrahmen mindestens eine Stufe sinken, wenn die Ausbildungen auf einer schlechteren Stufe angesiedelt würden als das Abitur.
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