Forum zum Thema Bildungspolitik

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Unzureichend beantwortete Fragen (3)

fabienne
Gast
fabienne

Zu volle Klassen und Kurse

Laut den Politikern ist unser Bildungssystem ja so unglaublich wichtig, aber ich habe nicht das Gefühl, dass sonderlich viel dafür getan wird. Wenn ich mir zum Beispiel anschaue, wie riesig mittlerweile die Klassen und Kurse sind. Da kann man die Schüler doch gar nicht richtig fördern! Was meint ihr zu dem Thema?

Lukullus
Gast
Lukullus

Völlig richtig! Man schaue sich nur mal die Hörsääle an, die Studenten sitzen zum Teil auf den Treppen, wenn sie überhaupt noch im Hörsaal Platz finden. Es ist eine Affenschande, wo doch immer erzählt wird, wir in Deutschland müssten in Bildung investieren.

Mitglied Evi2902 ist offline - zuletzt online am 14.03.16 um 16:06 Uhr
Evi2902
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Inklusion kommt noch dazu

Ja Fabienne, die Klassen sind zu groß, aber jetzt ist ja auch noch die Inklusion, da. Das ist der absolute Super-Gau! Die Lehrer sind völlig überfordert mit diesen vielen lernschwachen und verhaltensauffälligen Kindern. Und die guten Schüler langweilen sich zu Tode, weil ja die schlechten das Tempo vorgeben.

Arcari
Gast
Arcari

Bildung kann sich nicht jeder leisten

Woran liegt das die nur wohlhabende Menschen in den Genuss kommen eine gute Schulausbildung zu geniessen und meistens erfolgreicher im Beruf sind als Menschen aus der mittleren Bevölkerungsschicht? Wenn die Schere zwischen arm und reich immer größer wird werden dann die Leute immer dümmer? Kann hier nicht mal etwas an unserer Bildungspolitik getan werden das es für jeden möglich ist sich fortzubilden?

Mitglied trampelchen ist offline - zuletzt online am 06.12.10 um 16:15 Uhr
trampelchen
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Re

Möglichkeiten hat man doch genug in diesem Land. Man muss nur wollen und konzentriert auf ein Ziel hinarbeiten.
Faul in der Ecke zu sitzen ist aber viel einfacher als was zu tun. Daran liegt die ganze Sache mit der Bildungsmisere in unserem Land.

Lotte11
Gast
Lotte11
Armes Deutschland

@Arcari: Dein Beitrag ist zwar schon etwas älter, aber ich finde ihn dermaßen peinlich, dass ich hier mal meinen Senf zugeben muss. Wie kann man sich so negativ über Bildungspolitik auslassen und dabei noch nicht einmal in der Lage sein, auf seine Rechtschreibung zu achten.
Und nun erzähle mit nicht, dass dir in der Schule keine Zeichensetzung beigebracht wurde, das gehört nämlich zum Grundstoff.
@ trampelchen: Ganz genau, man braucht nur ein Ziel und den Willen es zu erreichen, dann kann man es schaffen. Aber, wie gesagt, es ist einfacher, sich in einer Ecke zu verkriechen und zu heulen, wie schlecht die Welt zu einem ist, statt sein Leben in die Hand zu nehmen. Reiche haben auch nur das Kapital im Hintergrund - sich das Wissen anzueignen, wird aber auch ihnen nicht abgenommen.
Gruß,
Lotte

Moderator Tom92 ist online
Tom92
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@ Lotte11

Nachden doch erst geplant war, das es für Kinder von Hartz IV Empfänger nur bis zur 10. Klasse Zuschüsse für Schulbücher, sonstige Schulmaterialien sowie Klassenfahrten geben sollte, kommt man doch wohl auf den Gedanken, das eine gute Bildung nur für die Besserverdienenden möglich sein soll. Es wurde ja sogar gesagt, ein Abschluss nach Klasse 10 sei völlig ausreichend.
Zum Glück wurde das ja geändert und auch diese Jugendliche aus Hartz IV Familien sollen weiter bis zum Abi unterstützt werden.
Bei uns in der Gegend sind maximal 1-2 Schüler aus diesen Familien auf dem Gymi, der große Rest ist auf der Haupt- eventuell auf einer Gesamtschule.
Nachdem was du geschrieben hast, müssten ja über 90 % der Kinder/Jugendlichen aus Hartz IV Familien faul sein, das sie ja nicht auf dem Gymi oder der Realschule sind. Mit Geld kannst du dir Nachhilfe leisten, wenn du sie braucht, aber sage mal einer alleinerziehender Mutter mit 2 oder 3 Kinder, so soll für ihre Kinder Nachhilfe finanzieren, wenn diese Probleme in einigen Fächern haben. Da heißt es dann Nachhilfe oder Lebensmittel.
Ich habe einige Kollegen, die mit Nachhilfe in ein oder 2 Fächern es auch auf dem Gymi schaffen würden, nur die haben kein Geld dafür, also sind sie auf der Hauptschule und sind da total unterfordert und machen im Unterricht viel Blödsinn.

Lotte11
Gast
Lotte11
@Tom92

Krasse Interpretation.
Du denkst vermutlich: Ah, da schreibt so ein reiches Püppchen, das es immer leicht hatte, immer Geld im Rücken.

Damit liegst du aber sowas von falsch.
Taschengeld hab ich immer ganz weit unterm Durchschnitt bekommen.
Wenn Andere zu Nikolaus schon haufenweise Geschenke bekamen, gabs für uns nur eine kleine Nikolaustüte, vielleicht ein Pulli oder T-Schirt (bis 20 DM). Baden durften wir nur in Ausnahmefällen (bei Krankheit), Duschen nur kurz, und beim Einseifen Wasser abstellen. Meine Mutter fährt heute noch mit Bus und Bahn, weil sich meine Eltern nur ein Auto leisten können, und das wird auch, wenn möglich stehen gelassen.

Ich habe die Gesamtschule besucht bis zu 10., habe dann meine Ausbildung gemacht und mir im Nachhinein an der Abendschule noch das Abitur erarbeitet - und jetzt erzähle mich nicht, dass man ohne Geld nichts schaffen kann.

Meggy
Gast
Meggy
Bildungspolitik

Wenn man wenig Geld hat, braucht man halt viel mehr Zeit und Energie für die existenziellen Dinge. Reiche haben es natürlich leichter, aber viele Wege führen nach Rom. Ein Problem sehe ich auch im Abrutschen der Kinder in eine untere soziale Schicht, die prägt sehr. Denn am meisten beeinflusst die Kinder und Jugendlichen die Vorbildwirkung der Erwachsenen und der Umgebung. Wenn man mit wenig konfrontiert wird, kann man sich viel schwerer entwickeln.
Liebe Grüße
Meggy

Moderator Tom92 ist online
Tom92
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@ Meggy

Das man mit wenig Geld viel Zeit und Energie benötigt um ans Ziel zu kommen ist richtig. Nur diese Zeit hat man leider diese Zeit nicht, die Unternehmen möchten doch am liebsten 20-25 jährige einstellen, die ein Studium erfolgreich abgeschlossen haben und über 10 Jahre Berufserfahrung haben. Das hat mir auch schon mein Onkel gesagt, bei Bewerbungsgesprächen kurz vor und nach Ende seines Studiums wude als erstes gesagt, das es ja schön sei mit seinen Diplom, aber er müsste doch mindestens 5 Jahre Berufserfahrung haben. Er hatte zwar vor dem Abi eine Ausbildung gemacht, aber in einem Beruf, der nichts mit dem Studium zu tun hatte.
Man muss eben alles so schnell wie möglich erreichen, und da ist genug Geld sehr hilfreich.

Lotte11
Gast
Lotte11
@Tom92

"die Unternehmen möchten doch am liebsten 20-25 jährige einstellen, die ein Studium erfolgreich abgeschlossen haben und über 10 Jahre Berufserfahrung haben" - Das ist praktisch unmöglich. Aber lies doch mal zwischen den Zeilen : Welcher Arbeitgeber stellt schon gerne jemanden ein, der erst hier ein bisserl rum probiert und dann da ein paar Jährchen studiert, dann nochmal dort was ausprobiert. Gefragt sind halt Leute, die von Anfang an sich mit einem Ziel ins Arbeitsleben stürzen und dieses verfolgen.

Wenn du erst eine Lehre als KFZ-Mechaniker machst und dann plötzlich ein Studium in Wirtschaftswissenschaften, passt das nicht zusammen. Machst du aber erst die Lehre als Kfz-Mechaniker und dann deinen Meister, sieht dein Arbeitgeber, da ist jemand, der hat seine Bestimmung gefunden und verfolgt ein Ziel. Auch eine Technische und anschließend eine Kaufmännische würde zusammenpassen, wenn du vorhast, später deinen eigenen Betrieb zu leiten.

Heinz
Gast
Heinz

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Lotte11
Gast
Lotte11
Tolle Idee...

..nur, wie soll man sie umsetzen?
Es ist zu wenig Geld da für Lehrer, und den Kindern muss erstmal beigebracht werden, wie man schuldenfrei bleibt und sich richtig ernährt, und das alles bei verkürzter Schulzeit!!
Erstaunt hat mich allerdings ein Radiobeitrag, in dem in der Schule Tanz gelehrt wird, als Hauptunterrichtsfach.

Unbeantwortete Fragen (6)

Kevin
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Kevin

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engel76

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Gast
Kirsten

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Rüdiger
Gast
Rüdiger

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Ich habe eine neue Studie gelesen und zwei gute Freunde sind als Lehrer tätig. Es sieht meiner Meinung nach nicht gut mit dem deutschen Bildungswesen aus. Viele Stellen für Lehrer werden nicht mit qualifiziertem Personal besetzt oder nur mit befristeten Stellen auf denen die Lehrer sich einarbeiten und dann nach 2 Jahren wieder weg müssen. Anstatt an den falschen Enden zu sparen sollte mehr investiert werden!!!

JK
Gast
JK

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Wie steht ihr eigentlich zu diesem Thema? Es werden an deutschen Schulen dringend Lehrer gesucht und der Staat stellt einfach keine neuen Lehrer ein. Die Folge: Stunden fallen aus, wenn Lehrer krank sind. Ich finde, in Sachen Bildungspolitik muss Deutschland noch einiges dazu lernen. So kann es doch nicht weitergehen. Die Bildungsminister der Länder sollten mal schleunigst was ändern sonst sieht's dunkel aus am Horizont...

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