29. Juni 2010
Manche Ausbildungsberufe sind Jahr für Jahr völlig überlaufen, während andere Ausbildungsplätze gar unbesetzt bleiben. Klar, was anderen gefällt, ist in der Regel bestimmt nicht schlecht, man sollte sich jedoch wirklich sicher sein, dass man genau diesen und keinen anderen Beruf ausüben möchte, wenn man beschließt, mit dem Strom zu schwimmen. Teilweise gibt es sehr interessante, artverwandte Berufe, in denen der Run auf die Ausbildungsplätze bei Weitem nicht so groß ist. Die Agentur für Arbeit hilft Jugendlichen, die eine Alternative zu den beliebten Ausbildungsberufen suchen.
Besonders hoch frequentiert ist der Beruf des Einzelhandelskaufmanns. Das ist nicht verwunderlich, da diese Branche sehr vielfältig und breit gefächert ist. Einzelhandelskaufleute arbeiten sehr viel mit Kunden, sie beraten, informieren und verkaufen. Damit ist es jedoch noch lange nicht getan. Als Kaufmann muss man auch im finanziellen Bereich ziemlich fit sein. So ist es beispielsweise wichtig, gute Noten in Rechnungswesen und Mathematik vorweisen zu können.
Die soziale Komponente dehnt sich auch auf das Personalwesen aus, hier haben Einzelhandelskaufleute ebenfalls das Sagen.
Als Einzelhandelskaufmann kann man fast überall arbeiten, ob im Großmarkt, einer kleinen Boutique und sogar in Tankstellen. Diese Tatsache trägt wohl ebenfalls sehr stark zur Beliebtheit des Berufs bei.
Wer sich nicht besonders für die Buchhaltung eines Betriebs interessiert und auch nichts mit der Personalabteilung zu tun haben möchte, für den ist der Beruf des Verkäufers wohl besser geeignet. Hier berät, verkauft und informiert man ebenfalls Kunden, die betriebswirtschaftliche Komponente fällt jedoch weg. Stattdessen überprüft man Waren, führt Qualitätskontrollen durch und hält das Sortiment auf dem neuesten Stand. Kein Wunder dass der Beruf des Verkäufers nahezu genauso beliebt ist wie der des Einzelhandelskaufmanns.
Bürokaufleute haben in der Regel nicht viel mit Verkaufsgütern zu tun. Sie sind vielmehr damit beschäftigt, Abläufe zu steuern und zu verwalten. In jedem noch so kleinen Büro müssen täglich viele Dinge geregelt und organisiert werden, weshalb hierfür auch extra Personal eingestellt werden muss.
Der Beruf des Bürokaufmanns kann sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor ausgeübt werden. Da man jedoch überwiegend am Schreibtisch sitzt, ist er etwas weniger beliebt als die anderen Varianten des kaufmännischen Berufs. Dennoch entscheiden sich jedes Jahr über 20.000 Azubis für eine Ausbildung in diesem Bereich.
Das käme für mich nicht in Frage, den ganzen Tag rumsitzen.
Ich bin sehr froh, dass ich auf meiner Arbeit den ganzen Tag rumlaufe.
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