Auslandsaufenthalt - Gründe, Möglichkeiten und Vorbereitung

Reiseaccessoires wie Sonnenhut und Sonnenbrille neben rotem Koffer

Über die möglichen Gründe eines Auslandsaufenthalts und Hinweise zur Organisation

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  • von Paradisi-Redaktion

Ein Auslandsaufenthalt ist etwas Besonderes im Lebenslauf, kann aber auch zur Herausforderung werden. Ein Auslandsjahr z.B. ist für den jungen Erwachsenen der erste freie und selbstständige Schritt hinaus in die Welt. Damit sind Erwartungen und Hoffnungen verbunden, wobei auch kleine Ängste vor der unbekannten Zukunft und der buchstäblichen Weite unvermeidbar sind. Egal, zu welchem Zweck - ein Auslandsaufenthalt muss gründlich vorbereitet werden. Informieren Sie sich über die unterschiedlichen Ziele und Möglichkeiten eines Auslandsaufenthalts und lesen Sie wichtige Aspekte bezüglich der Vorbereitung.

Gründe für einen längeren Auslandaufenthalt

Für einen längeren, beispielsweise ein- oder mehrjährigen Auslandsaufenthalt, kann es ganz unterschiedliche Gründe geben. Diese können - neben den privaten Aspekten, um beispielsweise Urlaub zu machen oder Verwandte bzw. Freunde zu besuchen, beispielsweise der Bildung und des Berufs dienen.

Auslandsaufenthalt in Studium und Beruf

In jüngeren Jahren zählt beispielsweise der Schüleraustausch dazu; während oder nach Abschluss der Studienzeit sind

zu den gefragten Auslandsaufenthalten. Ein anderer Grund ist die länger andauernde Zeitarbeit im Ausland. Wenn der Arbeitgeber einen mehrjährigen Projektauftrag im Ausland übernommen hat, dann werden für diesen Zeitraum Projektmitarbeiter gesucht.

Das Projektteam wird zusammengestellt mit der Maßgabe, dass der Arbeitsplatz für längere Zeit vom In- in das Ausland verlagert wird. Das Rechtsverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer bleibt unverändert bestehen.

Der Arbeitsuchende kann von sich aus eine Zeitarbeit im Ausland suchen oder sich von einer Agentur vermitteln lassen. In all diesen Fällen wird der Lebensmittelpunkt als Zentrum des persönlichen Lebens ins Ausland verlagert.

Auslandsaufenthalt zu kulturellen Zwecken

Bei einem Auslandsaufenthalt kann aber auch die Kultur im Vordergrund stehen. Um ein anderes Land kennen zu lernen, bedarf es eines längeren Aufenthalts; nur so hat man auch die Möglichkeit, sich zumindest die Grundlagen der jeweiliegn Landessprache anzueignen. Natürlich lässt sich so ein Vorhaben auch mit der Arbeitswelt verbinden.

Ein solcher Auslandsaufenthalt ist auch bedeutend für die persönliche Entwicklung. Man sammelt allgemein Lebenserfahrung. Andere Sitten, Bräuche und Menschen kennen zu lernen, hat einen großen Einfluss auf die Persönlichkeit und dies wiederum kann sich positiv auf die berufliche Karriere auswirken.

Auf einen Blick: Unterschiedliche Möglichkeiten

Die Arten eines Auslandsaufenthalts können somit ganz unterschiedlich ausfallen. Besonders beliebt ist dabei die Variante Work & Travel. Vor allem in Kanada, Australien sowie Neuseeland ist die Form weit verbreitet.

Das Prinzip: man reist innerhalb eines Landes von Ort zu Ort und nimmt dort jeweils einen Job an, um zum einen natürlich die Reisekasse auffüllen zu können, vor allem aber, um in die andere Arbeits- und Lebensart hineinzuschnuppern; natürlich lernt man auch die andere Sprache kennen. Es gibt unterschiedliche Veranstalter, die eine solche Reise organisieren; die Reise kann man aber auch selbst zusammenstellen.

Im Rahmen der Freiwilligenarbeit verbindet man den Auslandsaufenthalt mit gemeinnütziger Arbeit. Etwas Gutes für die Menschheit tun und ein neues Land kennen zu lernen; dies kann bei dieser Variante kombiniert werden.

Zu diesem Zweck stehen unterschiedliche Bereiche - besonders aus dem gesundheitlichen oder sozialen Sektor - zur Auswahl, zu welchen diverse Projekte angeboten werden, an denen man während des Aufenthalts mitwirkt. Dabei gibt es die Möglichkeit des Volunteerings, der ehrenamtlichen Tätigkeit, sowie des Freiwilligendienstes, der staatlich bezuschussten Variante der Freiwilligenarbeit.

Wer das Landleben kennenlernen möchte, kann dies in Form der Farmarbeit tun. Hier bekommt man in der Regel eine Unterkunft auf einer Farm bzw. Ranch und wird dort für unterschiedliche Zwecke eingesetzt, wie zum Beispiel als Erntehelfer oder für die Arbeit mit Tieren.

Wer bereits einen Blick auf das Schulleben eines anderen Landes werfen möchte, kann die Möglichkeit eines Schüler-/Studentenaustausch bzw. Auslandsjahrs wahrnehmen. Im Gegensatz zum Auslandsemester hat man hier mehr Zeit, sich einzuleben und wird sich einen genaueren Überblick verschaffen können. Meist wohnt man dabei bei der Familie eines Mitschülers bzw. Mitstudenten.

Eine ordentliche Portion Familienleben bekommt man auch als Au Pair geboten. In diesem Fall kümmert man sich vor allen Dingen um Kinder und nimmt deren Eltern ein ganzes Stück Arbeit ab.

Und schließlich werden für unzählige Länder Sprachreisen angeboten. In jeder Altersgruppe wird man hier fündig, dabei gibt es unterschiedliche Angebote bezüglich der Unterkunft, so kann man zum Beispiel in einem Hotel unterkommen; besser lernt man die Sprache hingegen, wenn man sich in einem privaten Zimmer untermietet.

Das Prinzip der Sprachreise ist der regelmäßige, manchmal tägliche Sprachunterricht an einer dortigen Schule. Der Rest des Tages steht den Schülern zur freien Verfügung; manchmal gibt es auch gemeinsame Freizeitaktivitäten - hier kann das Gelernte dann direkt trainiert werden.

Junge Leute wollen gerne für einige Monate in Australien arbeiten

Ayers Rock in Australien unter blauem Himmel
AUS-Ayers Rock10 © wolfganguphaus - www.fotolia.de

Junge Leute möchten gerne für ein paar Monate in Australien arbeiten, wobei besonders der Bereich Tourismus und Event Management gefragt ist. Normalerweise werden dann Praktika für gute drei Monate angeboten, aber die Hälfte bleiben dann noch zwei Monate länger dort.

Über einen kürzeren Zeitraum, als drei Monate, gibt es auch für Freiwillige die Möglichkeit in der Landschaftsplanung tätig zu sein. Neben Australien sind Amerika, Kanada, Indien, sowie auch Südafrika, Costa Rica und Thailand bei den jungen Leuten für einen Auslandsaufenthalt beliebt, wie das American Institute For Foreign Study (AIFS) mitteilt.

Freiwilligenarbeit und Sprachurlaub - Jugendreisen sind immer weniger spaßorientiert

Frau sitzt im Zug am Fenster und liest im Reiseführer
Train journey © Ingo Bartussek - www.fotolia.de

Auslandserfahrung gehört für Studenten und Auszubildende heutzutage zum guten Ton. Sprachreisen, Freiwilligenarbeit oder Auslandsstudien sollen den Lebenslauf aufbügeln und neue Erfahrung vermitteln.

Die WYSE Travel Confederation organisiert staatliche und nicht-staatliche Träger und beobachtet schon länger den Trend hin zur sinnvoll genutzten Freizeit. "Der reine Amüsier- und Strandurlaub geht zurück, bildungsorientierte Angebote sind im Aufwind", so Jens Kosmale vom Bundesforum Kinder- und Jugendreisen.

Das Reiseziel und der Komfort sind dabei nachrangig. Viele Jugendliche genießen das Gefühl, zum ersten Mal Erfahrungen auf eigene Faust zu machen. Ob sie dabei mit einem Feldbett oder gar Zelt vorlieb nehmen müssen, ist dann meist nicht mehr so wichtig.

Auch eine Ausbildung ist im Ausland möglich, aber teuer

Vor einer Ausbildung im Ausland sollten Azubis sich umfassend über Finazierungen informieren

Seite im Atlas mit Europa Abbildung
european languages © Graça Victoria - www.fotolia.de

Jedes Jahr machen etwa 16.000 Azubis ihre Ausbildung im Ausland. Trotz der Förderungen durch die Handwerkskammern ist dies finanziell gesehen nicht gerade einfach, denn um die Anreise und auch die Unterbringung muss man sich selber bemühen und auch dementsprechend dafür zahlen. Aber zuerst benötigt man auch einen dementsprechenden Ausbildungsbetrieb und auch der heimische Betrieb muss dem zustimmen, was aber besonders bei Kleinbetrieben schwierig sein wird.

Kleine Betriebe stimmen meist gegen Auslandsaufenthalt

Wie eine aktuelle Studie, die das Bundesinstituts für Berufsbildung in Auftrag gab, zeigt, gewähren nur drei Prozent der Betriebe, die weniger als zehn Auszubildenden eingestellt haben, den Auslandsaufenthalt, denn in dieser Zeit laufen die Ausbildungsgehälter weiter. Oft übernimmt aber auch der Partnerbetrieb einen Teil dieser Kosten, doch dies ist Verhandlungssache. Es gibt aber ein EU-Programm "Leonardo da Vinci", das für Auslandsaufenthalte Pauschalbeträge je nach Land ausbezahlt.

Es gibt aber beispielsweise für Großbritannien, Norwegen und die Niederlande auch Austauschprogramme, die vom Bund gefördert werden. Wer sich für eine Ausbildung im Ausland, bei Studenten wird dies ja öfters angeboten und gemacht, interessiert, sollte sich bei der Nationalen Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung oder auch bei den Mobilitätsberater der Industrie-, Handels- und Handwerkskammern erkundigen.

Auch über das Internet kann man sich informieren unter "www.ieconline.de". Vielleicht sorgt ein Auslandsaufenthalt für frischen Wind im heimischen Ausbildungsbetrieb, wenn man neu motiviert zurückkehrt.

Statistik: Immer mehr Bundesbürger studieren im Ausland

Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden stellte vor kurzem Zahlen zur Globalisierung des Studiums vor. Diese steigt immer mehr.

Während 1999 nur 31 von 1000 deutschen Studenten im Ausland eingeschrieben waren, hat sich die Zahl bis zum Jahr 2009 auf 62 von 1000 genau verdoppelt. 2009 waren insgesamt 115500 deutsche Studenten an ausländischen Hochschulen immatrikuliert. Das ist ein Zuwachs um 8 Prozent im Vorjahresvergleich.

Die beliebtesten Länder waren Österreich mit 20,5 Prozent, gefolgt von den Niederlanden mit 18 und Großbritannien mit 12,1 Prozent.

Auch der Anteil ausländischer Studenten in Deutschland sei in absoluten Zahlen von 113000 im Semester 1999/2000 auf 185000 im Semester 2010/11 deutlich gestiegen, so die Statistiker.

Vorbereitung ist alles: Für den Master ins Ausland

Ein Master-Studium im Ausland kann bei guter Vorbereitung zum Karriere-Booster werden

Studenten während einer schriftlichen Prüfung, Klausur
Students during exam © Photographee.eu - www.fotolia.de

Der Auslandsaufenthalt steht bei vielen Studierenden hoch im Kurs. Seit das deutsche Hochschulsystem ganz auch Bachelor und Master umgestellt wurde, wird der Gang ins Ausland in der Theorie sogar noch erleichtert: Wer die entsprechenden Leistungen mitbringt, der kann sich schnell für einen internationalen Master-Studiengang qualifizieren. Der liefert im besten Fall einen echten Karriere-Booster:

sind bei Personalentscheidern besonders gern gesehen.

Anforderungen und Zulassungsbeschränkungen

Damit der Master im Ausland jedoch tatsächlich den gewünschten Erfolg bringt, sollte er gut vorbereitet werden. Jedes Land, aber auch nahezu jede Hochschule bringt ihre ganz eigenen Anforderungen und Zulassungsbeschränkungen mit sich. Englischkenntnisse auffrischen, Bewerbungsgespräche proben - all das gehört zu einer optimalen Vorbereitung einfach dazu.

Selbstverständlich sollte man auch die praktischen Herausforderungen nicht unterschätzen: Ein Master-Studium im Ausland kostet meist eine ganze Stange Geld, Förderungen zum Beispiel durch Stipendien sollten frühzeitig beantragt werden.

Angebote Vergleichen

An erster Stelle aber steht das Einholen unterschiedlicher Angebote: Institutionen wie der Deutsche Akademische Auslandsdienst (DAAD) können ein wichtiger Ansprechpartner für den Weg ins Ausland sein.

Erasmus-Studenten sollen unbedingt Kontakt zu Einheimischen suchen

3 Jungs stoßen mit Sektgläsern in die Kamera an
young people at the restaurant © Vasiliy Koval - www.fotolia.de

Mehr als 30.000 deutsche Studierende haben im letzten Jahr an einer ausländischen Universität an dem beliebten Erasmus-Austauschprogramm teilgenommen. Viele Unis versuchen dabei, die ausländischen Studenten zu unterstützen und bieten einen Wohnheimplatz sowie gemeinsame Unternehmungen an. Das hat jedoch auch Nachteile: So werden Austauschstudenten wenig motiviert, selbst Kontakte zu knüpfen und erfahren mitunter wenig von der wirklichen Kultur des Gastlandes.

Daher empfehlen Uni-Berater wie Verena Wagner von der Universität Konstanz, bereits ein Semester vor Antritt des Auslandsaufenthaltes einen Sprachkurs zu belegen, um die Landessprache wenigstens in Grundzügen zu beherrschen. Daneben rät sie, sich eine Uni auszusuchen, an der das Gros der Seminare sowohl für reguläre als auch für Gaststudenten geöffnet sind. So komme man leichter mit einheimischen Kommilitonen in Kontakt. An vielen Unis gibt es sogenannte "Buddy-Programme", über die man als Erasmus-Student leicht Einheimische kennen lernen kann.

Inga Rosemann von der Universität Münster rät Erasmus-Studenten außerdem, das Wohnheim-Angebot der Unis auszuschlagen und sich lieber vor der Anreise ein WG-Zimmer zu suchen, so dass man mit einheimischen Studierenden zusammen leben kann. So sei es viel einfacher, am Alltagsleben in der fremden Stadt teilzuhaben. Auch das Internet-Portal Couchsurfing.de ist empfehlenswert, um Menschen kennen zu lernen. Daneben bieten die Unis verschiedene Sport- und Kulturkurse an, in denen man Kontakte schließen kann. Um seine Sprachkenntnisse zu optimieren, kann es sinnvoll sein, sich einen Tandem-Partner zu suchen, der gerne die eigene Sprache lernen möchte. Entsprechende Aushänge finden sich oft an den Schwarzen Brettern.

Um das Gastland von verschiedenen Seiten kennen zu lernen, raten die Experten Erasmus-Studenten, ein wenig länger im Land zu bleiben und allein oder in kleinen Gruppen ein bisschen umher zu reisen. So bekommt man mehr vom Land mit, als wenn man lediglich zwischen der Wohnung und der Universität hin und her fährt.

Auslandsemester: Verschiedene Wege führen zum Wunschstudium

Früher exotisch, heute ganz normal: Ein Auslandssemester steht inzwischen bei vielen Studentinnen und Studenten auf dem Plan. Die Beweggründe für ein Studium, das teilweise oder sogar ganz im Ausland absolviert wird, sind individuell verschieden: Viele erhoffen sich verbesserte Chancen im späteren Berufsleben, andere möchten ihre Fremdsprachenkenntnisse auffrischen, interkulturelle Kompetenzen stärken oder schlichtweg einen Tapetenwechsel genießen.

Besonders leicht gemacht wird Studierenden der Weg ins Ausland mit offiziellen Förderprogrammen. So kann man sich beispielsweise beim europaweiten ERASMUS Programm bewerben, welches dann ausgewählte Studienplätze je nach Fachbereich und Wunschland vergibt.

Auch private Stiftungen oder der Deutsche Akademische Auslandsdienst, kurz DAAD, vergeben Plätze für ein Austauschsemester oder fördern dieses finanziell. Hier müssen jedoch meist sehr genaue Vorgaben erfüllt sein.

Als dritte Alternative kann man den Weg zum Traumstudium natürlich auch selbst in die Hand nehmen. Das erfordert eine ganze Menge Zeit, Organisationstalent und mitunter auch Geduld - wird dann aber womöglich mit einem Platz an der Wunsch-Uni belohnt. Wichtig: Neben der Finanzierung müssen hier auch die bürokratischen Hindernisse geklärt werden. Je nach Zieldestination können Anträge für ein Visum, Nachweise über Sprachkenntnisse und viele weitere Formulare erforderlich sein.

Auslandsstudium: Zentralstelle hilft bei der Suche nach anerkannten Hochschulen

4 Frauen mit unterschiedlichen Haarfarben stecken ihre Köpfe zusammen, von unten fotografiert
summertime © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Im Ausland erbrachte Studienleistungen oder Studienabschlüsse werden in Deutschland von den Hochschulen oder zuständigen staatlichen Stellen nicht unbedingt vollständig anerkannt. Die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen der Kultusministerkonferenz (KMK) in Bonn hilft deutschen Studenten dabei, eine anerkannte Hochschule im Ausland zu finden.

So bietet die KMK das Online-Portal anabin.kmk.org an, auf dem 25.000 ausländische Universitäten verzeichnet sind. Dort können sich Studenten über die Wertigkeit und Vergleichbarkeit von ausländischen Studienabschlüssen informieren. Rechtlich sind die Informationen der KMK für deutsche Hochschulen zwar nicht bindend, aber normalerweise wird diesen Empfehlungen gefolgt.

Die KMK fungiert dabei als Gutachterstelle für Behörden und Hochschulen. Auch für Studenten, die nur eine kurze Zeit im Ausland studieren möchten, ist es sinnvoll, eine anerkannte Hochschule herauszupicken. Im Ausland abgeschlossene Kurse sollten auf jeden Fall abgeschlossen und vollständig dokumentiert werden, um sich in Deutschland bei der Anerkennung Ärger zu ersparen.

Zudem gilt die Regel, dass sich der in Deutschland erzielte Studienfortschritt auch in den ausländischen Kursen widerspiegeln muss. Wer sich in Deutschland im Masterstudium befindet, kann keine Scheine aus ausländischen Bachelorkursen anrechnen lassen.

Auslandssemester immer beliebter: Jeden dritten Studenten zieht es über die Grenze

Ein Auslandssemester gehört heute fest zum Lebenslauf der jungen Akademiker. Auch das verschulte, straffe Bachelorstudium konnte daran nichts ändern: Die Zahl der Studenten, die mindestens ein Semester im Ausland verbrachten oder ein Praktikum absolvierten, verdoppelte sich zwischen 2000 und 2010 von 3,2 Prozent auf 6,4 Prozent. Diese Zahlen gaben der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und das HIS-Institut für Hochschulforschung bekannt.

Die beliebtesten Ziele waren dabei die USA und Großbritannien sowie Spanien und Frankreich. Dass Sprachstudenten dabei ganz vorne lagen, wundert wenig. Aber auch Studenten aus der Medizin, den Wirtschaftswissenschaften und den Kulturwissenschaften zieht es häufig ins Ausland. Die durchschnittliche Länge des Auslandsaufenthaltes sank jedoch von früher neun Monate auf heute nur noch sieben Monate.

Die befragten Studenten gaben vor allem finanzielle Probleme als Hindernis für einen längeren Auslandsaufenthalt an, sowie den größeren Zeit- und Lerndruck des Bachelorstudiums. Rund ein Viertel nutzte eine Auszeit zwischen Bachelor und Master, um ins Ausland zu gehen. Die Zahl von 127.000 Studenten im Jahr 2010 dürfte auch in den kommenden Jahren weiter steigen.

Abenteuer und Lebenserfahrung durch ein Auslandssemester in Indien gewinnen

Gesichtsportrait einer indischen Frau, halb hinter Tuch versteckt
Indian woman with a beautiful blue sari © PozitivStudija - www.fotolia.de

Indien ist ein Land der extremen Kontraste. Die Freundlichkeit der Menschen in einer Welt von berauschenden Farben, bildet einen starken Gegensatz zu der Armut und der leider vorhandenen Korruption in diesem Land.

Besonders Indiens Staat Karnataka leidet unter den dort häufigen Bestechungen und auch ausländische Studenten bleiben davon nicht verschont. Sie werden gerne einmal von korrupten Polizisten zur Kasse gebeten.

Schlechte Vorbereitung bedeutet Ende der Vorlesung

Studenten die in Indien ein Auslandssemester absolvierten, wissen von interessanten Gegebenheiten zu berichten. Die Strenge der Leitung in den Wohnheimen, lassen viele Studenten lieber ein Apartment nehmen.

Informationen über negatives Verhalten der Auslandsstudenten werden sofort an deren Eltern überbracht. Vergessenes Unterrichtmaterial oder schlechte Vorbereitungen reichen aus, dass ein Student die Vorlesung verlassen muss.

Grundsätzlich ist der Umgangston der Professoren gegenüber den Studenten deutend legerer als in Europa. Selbst ein gemeinsamer abendlicher Drink gehört hier zur Normalität.

Der Verkehr als Abenteuer

Gewöhnungsbedürftig ist der Verkehr. Laut und wild wird hier durch den regen Verkehr gefahren, was Europäern schnell einmal Angst einjagen kann. Ehemalige Studenten berichten auch von der Angst durch unsauberes Wasser oder Essen krank zu werden.

Ein Auslandssemester in Indien ist gleichbedeutend mit Abenteuer, einem freundlichen Miteinander und selbst die große Liebe kann hier gefunden werden.

Ab ins Ausland! Schüleraustausch stärkt Selbstwertgefühl

Drei Jugendliche lachen und halten Daumen in Kamera
Three Young Teenagers © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Sind Auslandsaufenthalte für Schüler nur Prestigeprojekte zum Angeben oder bringen sie den Reisenden tatsächlich weitere Vorteile außer dem Erlernen der jeweiligen Sprache? Dies wollten Psychologen der Universität Münster nun konkret in Erfahrung bringen.

Sie folgten dazu insgesamt 1500 Jugendlichen im Alter von 16 Jahren über den Zeitraum eines Jahres. Etwas mehr als die Hälfte (800) hatte ein Auslandsjahr geplant, die Vergleichsgruppe (700) blieb in Deutschland.

Ergebnis fiel aus wie erwartet

Die Psycholigen führten regelmäßige Befragungen der Schüler vor, während, direkt nach dem Auslandsjahr und ein Jahr später durch, wobei sich ihr Augenmerk vor allem auf das Selbstbewusstsein der Jugendlichen richtete. Das Ergebnis war wenig erstaunlich.

Die Schüler, die ein Jahr im Ausland verbracht hatten, zeigten anschließend ein größeres Selbstwertgefühl, das auch ein Jahr später noch vorhanden war. Bei den Daheimgebliebenen zeigten sich dagegen keine Veränderungen.

Besonders Schüler, die vorher nur ein geringes Selbstwertgefühl hatte, profitierten von der Zeit im Ausland: Sie hatten nach dem Jahr zu den selbstbewussteren Gleichaltrigen aufgeschlossen.

Vor allem die neuen sozialen Kontakte und Freundschaften im Gastland sorgten für den Schub. Somit ist nun auch wissenschaftlich belegt, dass es sich für Jugendliche lohnt, ein Jahr auf eigenen Beinen zu stehen und in einem anderen Umfeld zu bewähren.

Auslandsaufenthalt – auch in der späteren Karriere sinnvoll

Reisen: Modellflugzeug, -zug, -bus, -koffer, -erdkugel
traffic resources with a globe and suitcases © 3ddock - www.fotolia.de

Für Abiturienten und Studenten ist ein Auslandsaufenthalt heute fast obligatorisch. Aber auch in der späteren Karriere kann es sinnvoll sein, nach Stellen in anderen Ländern Ausschau zu halten. Wenn das eigene Unternehmen keine internationalen Jobs anbietet, weisen Online-Stellenbörsen oder Karrierenetzwerke den Weg zur Auslandserfahrung.

Anpassungsfähig, flexibel, kreativ

Wer mindestens ein halbes Jahr im Ausland gelebt hat, gilt als anpassungsfähig und flexibel – eine positive Empfehlung für eine Führungsposition.

Länger als zwei bis drei Jahre sollten Beschäftigte allerdings nicht in der Fremde bleiben. Erfahrungsgemäß sind dann viele Positionen in der Heimat neu besetzt, so dass Rückkehrer nur schwer wieder einsteigen können. Auch im Ausland sollten sie deshalb berufliche Netzwerke in der Heimat pflegen und Kontakte zur Firma halten.

Lernziel interkulturelle Kompetenz

Jeder Jobmarkt hat seine eigenen Regeln, und jedes Land seine eigene Kultur. Sprachkenntnisse helfen da nur bedingt weiter: Wer im Ausland arbeitet und lebt, muss auch einen grenzüberschreitenden Blick auf Mentalitäten, alltägliche Kleinigkeiten und Arbeitshaltungen entwickeln.

Um sich im Alltag möglichst schnell zu orientieren, können die Kurzzeit-Auswanderer sich die Erfahrungen anderer Expats zunutze machen. Am besten tauschen sie sich schon vorher online oder im Firmennetzwerk mit Kollegen aus, welche Herausforderungen sie im Ausland erwarten. Das ermöglicht eine realistische Einschätzung und erspart viel Zeit und Nerven, etwa bei Wohnungssuche, administrativen Aufgaben oder dem Knüpfen eines neuen lokalen Netzwerks.

Als Diabetiker im Ausland: gute Vorbereitung ist alles

Wer unter Diabetes leidet und einen längeren Auslandsaufenthalt plant, sollte sich frühzeitig vorbereiten

Rückansicht junge Frau zieht Koffer im Flughafen hinter ihr her, umgeben von vielen Menschen
Aeroport © Laurent CARRARA - www.fotolia.de

Dank der modernen Medizin kann man auch mit Diabetes ein nahezu normales Leben führen. Wer mit der Stoffwechselerkrankung ins Ausland reisen möchte, kann das mit ein paar Vorüberlegungen problemlos tun.

Gesetzliche Krankenversicherung im Ausland

Informieren Sie sich vor Reiseantritt unbedingt, wie es um die gesetzliche Krankenversicherung im Ausland bestellt ist. Es gibt Länder, mit denen kein Sozialversicherungsabkommen besteht. Dazu zählen

Reisen Sie in eines dieser Länder, sollten Sie eine gesonderte Auslandskrankenversicherung abschließen.

Kosten einer Diabetes-Therapie im Ausland werden nicht übernommen

Hierbei gibt es zu beachten, dass diese Basisversorgung nur für Krankheiten und Unfälle zählt, die während der Reise entstehen. Für Diabetiker werden Kosten einer benötigten Therapie im Ausland daher nicht übernommen. Für bekannte Krankheiten müssen (meist sehr teure) Zusatzverträge abgeschlossen werden.

Wer allerdings einer privaten Krankenkasse angehört, der hat in der Regel zwölf Wochen vollen Versicherungsschutz weltweit. Dennoch sollten Sie sich auch hier frühzeitig über alle Details bezüglich der Diabetestherapie informieren.

Problemen am Check-in und bei der Zollkontrolle vorbeugen

Vor Reiseantritt gilt es außerdem an den Check-in am Flughafen zu denken. Da Flüssigkeiten eigentlich nichts im Handgepäck verloren haben, müssen Sie ein ein ärztliches Attest vorlegen, das Ihren Bedarf als Diabetiker bescheinigt.

Reisen Sie für mehrere Monate ins Ausland und die mitgebrachte Medikamentenmenge ist entsprechend umfassend, sollten Sie sich aus Sicherheitsgründen vorab bei der Fluggesellschaft melden und Ihren Fall schildern. Das erspart Missverständnisse am Reisetag.

Auch angekommen im Reiseland kann die Zollkontrolle zum Problem werden. In Australien beispielsweise darf nur Insulin für drei Monate eingeführt werden. Ideal ist unabhängig vom Reiseland der Transport aller Medikamente in ihrer Originalverpackung.

Diabetesversorgung im Reiseland

Informieren Sie sich auch über die genaue Diabetesversorgung im Reiseland. Idealerweise suchen Sie Adressen in der Nähe Ihrer Unterkunft heraus, an die Sie sich bei Bedarf wenden können. Dazu zählt:

  • Welches Krankenhaus ist in der Nähe?
  • Gibt es vor Ort genau das Insulin, das man täglich nutzt?
  • Wo sind Servicestellen des Insulinpumpenherstellers?

Die nötige Vorbereitung für eine längere Auszeit im Ausland

Der Auslandsaufenthalt ist eine temporäre Verlagerung des Lebensmittelpunktes vom Inland hin in das Ausland. Anders als bei einem zweiten Wohnsitz, unter Beibehaltung des ersten, wird während eines längeren Auslandsaufenthaltes lediglich die Meldeanschrift im Inland beibehalten. Alles andere wird buchstäblich abgemeldet.

Wohnsitzaufgabe oder Untervermietung?

Je nachdem, wer zu welchem Zweck ins Ausland reist, kann eine weitgehende Auflösung des bisherigen Wohnsitzes nötig sein; besonders im Berufsleben kommt dies oftmals vor. Die Wohn-, also Meldeadresse wird in aller Regel beibehalten. Schüler, Jugendliche und Studenten sind ohnehin im sorgeberechtigen Elternhaus gemeldet, hier ändert sich nichts.

Wer einen selbstständigen Hauptwohnsitz hat, der behält ihn unter Fortzahlung der Aufenthaltskosten bei, oder er nimmt eine Ummeldung vor. Dazu bieten sich Familienangehörige, Freunde und Bekannte an.

Entscheidend ist es dabei, unter Beibehaltung einer Meldeanschrift als Hauptwohnsitz während der Abwesenheit möglichst wenig Kosten dafür aufwenden zu müssen. Der Haupt- oder Erstwohnsitz ist als Meldeanschrift die Voraussetzung für eine postalische Erreichbarkeit, während die Wohnadresse der tatsächliche Aufenthaltsort im Ausland ist.

Postalische Erreichbarkeit

Eine postalische Erreichbarkeit ist, auch während des Aufenthaltes im Ausland, in erster Linie in Behördenangelegenheiten notwendig. Dazu gehören Wahlbenachrichtigungen zur Wahrnehmung des Wahlrechts oder die Kommunikation mit dem Betriebsfinanzamt - denn auch während des Aufenthaltes im Ausland besteht weiterhin eine Steuererklärungspflicht.

Was man vorab regeln sollte, um Geld zu sparen

In den meisten Fällen kann der längere Auslandsaufenthalt auch langfristig vorbereitet werden. Damit sind mehrere Wochen oder einige Monate gemeint. Alles, was inlandspezifisch ist und im Ausland nicht benötigt wird oder nutzbar ist, wird vorübergehend gestoppt, storniert oder gekündigt.

Dabei sind vertragliche Fristen einzuhalten, weil der Auslandsaufenthalt in aller Regel kein Grund für eine außerordentliche, also vorzeitige Vertragskündigung ist. Hier bieten sich im Einzelfall ganz individuelle Lösungen an.

So kann ein Kommunikationsvertrag für das Festnetztelefon, der nicht kündbar ist, auf Familienangehörige übertragen werden. Sie übernehmen den Vertrag ohne Mehrkosten. Das ist in diesem Falle immer noch günstiger als den Telefonvertrag unverändert fortführen zu müssen, ohne ihn im Ausland nutzen zu können.

Ganz wichtig ist es, eine Person des Vertrauens zu haben, die sich während des Auslandsaufenthaltes um diejenigen Posteingänge kümmert, die unter der heimischen Meldeanschrift eingehen.

Die heutige Technik macht es möglich, dass die geöffnete Post per Fax oder als Datei per E-Mail weitergeleitet wird. Das ist auch dann möglich, wenn wie bei Work & Travel der Wohnsitz mehrfach gewechselt wird. Insofern muss ein Kontakt von der ausländischen Wohnadresse hin zur heimischen Wohnanschrift dauerhaft bestehen bleiben und funktionieren.

Auf bestimmte Vorbereitungspunkte gehen wir im Folgenden ein...

Das Auto richtig lagern

Die Autolagerung während des Auslandsaufenthaltes richtet sich weitgehend nach den finanziellen Möglichkeiten. Das Spektrum reicht vom kostenlosen Unterstellen bis hin zur professionellen Selbstlagerung, dem Self Storage. Die Zulassungsbehörde bietet als Alternativen das vorübergehende Abmelden oder Stilllegen an.

Stilllegung oder Abmeldung?

Der Pkw gehört zu denjenigen Bereichen, die sich während des Auslandsaufenthaltes problemlos deaktivieren und nach der Rückkehr wieder aktivieren lassen. Sofern das Fahrzeug während der eigenen Abwesenheit nicht durch Dritte bewegt, also gefahren werden soll, kann es wahlweise abgemeldet oder stillgelegt werden.

Zuständig ist die Zulassungsstelle, bei der das Auto angemeldet worden ist, oder jede bundesweit andere Zulassungsstelle. Die Stilllegung hat eine vorübergehende Wirkung, die auf sieben Jahre begrenzt ist. Nach der Rückkehr aus dem Ausland kann die Stilllegung wieder aufgehoben, sozusagen rückgängig gemacht werden.

Eine Abmeldung hingegen ist endgültig. Das Fahrzeug muss anschließend wieder neu angemeldet werden. Damit verbunden sind auch die Ab- und erneute Anmeldung beim Finanzamt wegen der Kfz-Steuer sowie bei der Kfz-Versicherungsgesellschaft bezüglich der Kfz-Haftpflicht.

Auch während der Stilllegungszeit werden weder Kfz-Steuer noch Kfz-Versicherung fällig. Für bis zu eineinhalb Jahren besteht eine automatische und beitragsfreie Ruheversicherung in der Kfz-Haftpflicht- sowie Kaskoversicherung. Bei einem Auslandsaufenthalt über diesen Zeitraum braucht sich der Kfz-Halter also keine Gedanken um sein Fahrzeug zu machen.

Autolagerung

Die Autolagerung kann ganz unterschiedlich gestaltet werden. Damit das Fahrzeug betriebsbereit bleibt, sollte es trocken und witterungsabhängig abgestellt werden. Ein nicht überdachtes Parken im Freien entfällt, während das Abstellen in einem überdachten Carport, der seitlich offen ist, durchaus ausreichen kann.

Der Pkw ist vor Regen und Schnee geschützt, nicht jedoch vor extremen Temperaturen im Sommer und Winter. Diesen Schutz bietet die abgeschlossene Garage, sofern sie verfügbar ist. Mitentscheidend bei dieser Überlegung ist auch die Tatsache, ob es sich um ein neueres oder neues Fahrzeug handelt, bei dem ein Wertverlust möglichst vermieden werden soll - oder aber um ein "Altes Möhrchen", um einen Youngtimer oder einen Oltimer.

Self Storage

Für das wertvolle Liebhaberfahrzeug bietet sich die Anmietung einer Box beim Self Storage, einer professionellen Selbstlagerung, an. Dabei handelt es sich um meistens mehrgeschossige Lagerhäuser, in denen Park- oder Lagerräume angemietet werden können. Die Flächengröße ist durch mobile Wände variabel.

Jede Box ist verschließbar, während über das kodierte Schließsystem ein 24h-Zugang zum Lagergebäude besteht. Es ist Sommer wie Winter gleichbleibend temperiert und videoüberwacht.

Der Lagerinhalt, also das Auto, wird während der Lagerzeit versichert. Da die Grundfläche für das Fahrzeug überschaubar ist, halten sich die Lagerkosten durchaus im verträglichen Rahmen.

Das Auto kann hier gelagert und direkt nach der Einlagerung stillgelegt werden. Der Kfz-Halter hat auch die Gewähr, dass die gemietete Box während seiner Abwesenheit vom Self Storage-Betreiber regelmäßig kontrolliert wird. Mit dieser Lösung ist er auf der ganz sicheren Seite.

Weiterführende Maßnahmen am Auto

Um das Fahrzeug vor der natürlichen Staubeinwirkung zu schützen, sollte es auch bei dieser Lagermöglichkeit mit einer Schutzhülle umhüllt werden. Die Parkfläche muss mit einer undurchlässigen Folie abgedeckt werden, damit ein möglicher Ausfluss von Öl oder Benzin, was während der Lagerungszeit unbemerkt geschehen kann, aufgefangen wird. Das Verschmutzen oder Beschädigen der gemieteten Lagerfläche muss vermieden werden, weil sich daraus Schadensersatzansprüche mit zusätzlichen Kosten für die Autolagerung ergeben können.

Wohnungsangelegenheiten

Auch bei einem längeren Auslandsaufenthalt sollte der Hauptwohnsitz, also die bisherige Wohnanschrift im Inland, beibehalten werden. Damit sind sowohl Rechte als auch Pflichten verbunden.

Die Wohnanschrift, beispielsweise die der jetzigen Mietwohnung, stellt eine jederzeit postalische Zustellung von Briefpost sicher. Bei Behördenpost kann das wichtig werden, wenn sich daraus Verpflichtungen ergeben.

Im Gegensatz zur Wohnanschrift ist die Wohnadresse die des aktuellen Aufenthaltes im Ausland. Zu der temporär verlassenen Wohnung im Inland ist durchaus etwas Kreativität gefragt.

Untervermietung

Bei jeder Mietwohnung muss beachtet werden, dass der Vermieter einer Untervermietung zustimmen muss. Selbst wenn Gerichte der untersten Instanz, also bundesweite Amtsgerichte, in Einzelfällen anders entscheiden, so nimmt es kein Vermieter problemlos hin, wenn ohne sein OK die vermietete Wohnung untervermietet wird.

Dieser Bereich der Vorbereitung eines längeren Auslandsaufenthaltes gliedert sich in zwei Abschnitte. Der Vermieter muss so früh wie möglich über die Absicht der Untervermietung informiert werden und seine schriftliche Zustimmung dazu geben.

Die tatsächliche Untervermietung selbst ist ihm dann zu gegebener Zeit mitzuteilen. Bestenfalls wird er vom Mieter mit dem Untermieter persönlich bekannt gemacht.

Verträge und Kosten

Auch unter Freunden sollte bei der Untervermietung ein kurzgehaltener Vertrag abgeschlossen und beiderseits unterzeichnet werden. Es handelt sich um die Untervermietung einer möbilierten Wohnung.

Die Verträge für Energieversorgung, Kommunikation und Rundfunkbeitrag laufen unverändert auf den Namen des Mieters, in diesem Falle des Untervermieters, weiter. Wenn diese Kosten vom Untermieter getragen werden sollen, dann muss das in dem Untermietvertrag mit Kostenart und Kostenhöhe festgehalten werden.

Bei Ein- und Auszug des Untermieters müssen die Zählerstände von Strom und Heizung abgelesen werden. Sie sind die Grundlage für die Endabrechnung der Energiekosten. Ob der Untermieter zwischenzeitliche Abschlagszahlungen im Rahmen der Untermiete bezahlt, wird individuell vereinbart.

Für den Untermieter handelt es sich wahlweise um den ersten oder zweiten Wohnsitz, der bei der örtlichen Gemeinde anzumelden ist. Der Mieter als Untervermieter sollte sich eine Kopie dieser Meldebestätigung aushändigen lassen und sie der guten Ordnung halber an seinen Vermieter weiterleiten.

Briefkasten

Für die Zustellung von Briefpost, Zeitungen und dergleichen sollte der Untermieter einen eigenen Briefkasten erhalten. Das beseitigt jeden Zweifel bei den Zustellern, muss jedoch mit dem Vermieter abgesprochen werden. Die Alternative dazu ist eine gemeinschaftliche Nutzung des Briefkastens des Untervermieters, wobei diese Doppelnutzung für die Zustellung deutlich erkennbar sein muss.

Nachbarn informieren

In einem Mehrfamilienhaus kann es hilfreich sein, die unmittelbaren Nachbarn auf derselben Wohnetage über die vorübergehende Untervermietung zu informieren und sie mit dem Untermieter bekannt zu machen. Mögliche Vorbehalte werden dadurch ausgeräumt, zumal der Untermieter je nach Situation auch gemeinschaftliche Aufgaben oder Arbeiten wie Hausflurreinigung, Winterdienst oder Gartenpflege übernehmen muss.

Der Untermieter tritt in alle Rechte und Pflichten des Mieters ein, wozu auch das Einhalten der Hausordnung gehört. Vor diesem Gesamthintergrund ist es sicherlich positiv, wenn der Mieter den Untermieter kennt, also seine Mietwohnung nicht an einen unbekannten Fremden untervermietet.

Der guten Ordnung halber sollte der Mieter die Untervermietung seiner seiner Hausratversicherung mitteilen und im Untermietvertrag vereinbaren, dass der Untermieter eine eigene Hausratversicherung sowie eine private Haftpflichtversicherung, beide möglichst ohne eine Selbstbeteiligung, abschließt.

Die Wohnung unterzuvermieten bringt finanzielle Entlastung
Die Wohnung unterzuvermieten bringt finanzielle Entlastung

Möglichkeiten, Telefon- und Handykosten zu sparen

Verträge jeder Art sind Vereinbarungen, die im gegenseitigen Einvernehmen abgeschlossen werden. Dazu gehören auch Kommunikationsverträge für Festnetz- und Mobiltelefon, für die Internetnutzung sowie die damit verbundenen Tarife. Jeder Vertrag lässt sich ändern oder ergänzen, wenn die Vertragspartner damit einverstanden sind.

Festnetz

Im Hinblick auf einen längeren Auslandsaufenthalt kann das heimische Festnetztelefon nicht genutzt werden. Diese private Entscheidung zu einem Aufenthalt im Ausland ist für den Festnetzanbieter kein Grund, einer außerordentlichen oder vorzeitigen Kündigung zuzustimmen

Der Anschlussnehmer hat lediglich die Möglichkeit, allerdings mit guten Aussichten auf Erfolg, den Vertrag im gegenseitigen Einvernehmen ruhen zu lassen. Um diese Ruhezeit verlängert sich die Vertragslaufzeit nach hinten hin. Dem kann der Anbieter zustimmen, er muss es aber nicht.

In der Praxis wird er es tun, weil ihm dadurch kein erkennbarer Nachteil entsteht. Der Anschlussnehmer bleibt sein Bestandskunde, und der Vertrag wird dadurch erfüllt, dass sich die Laufzeit im Endeffekt nicht verändert, sprich verkürzt.

Mobiltelefon
Oft kann sich ein Handyvertrag im Zielland kostenmässig lohnen
Oft kann sich ein Handyvertrag im Zielland kostenmässig lohnen

Anders ist die Situation bei den mobilen Kommunikationsgeräten wie Handy und Notebook. Sie werden garantiert mitgenommen - also auch dann für private Zwecke genutzt, wenn der Arbeitgeber zu beruflichen Zwecken Hardware und Software bereitstellt.

In diesem Falle wird der Anbieter nicht so schnell nachgeben, weil er Alternativen anbieten kann. Die Kostenarten für Handy und Internet gliedern sich in die Grundkosten als die monatliche Grundgebühr sowie in die Nutzungskosten für das Datennetz.

Während des Auslandsaufenthaltes wird voraussichtlich vorwiegend im Ausland selbst telefoniert, also im dortigen Netz und weniger international in die Heimat. Der Handynutzer sollte im Rahmen eines Kostenvergleichs gegenüberstellen, was ihn ein neuer Handyvertrag im Ausland mit der dortigen Netznutzung kostet.

Das wird garantiert preisgünstiger sein als die Nutzung des heimischen Netzes mit den dazugehörigen Roamingkosten. Im günstigsten Falle wird der heimisch Netzbetreiber den Mobilfunkvertrag für die Dauer des Auslandsaufenthaltes ruhen lassen, so wie der Festnetzanbieter auch.

Wenn nicht, dann bleibt noch die Möglichkeit, während des Auslandsaufenthaltes außer der monatlichen Grundgebühr keine weiteren Kosten unter diesem Mobilfunkvertrag zu verursachen. Das wird durch den Abschluss des neuen Vertrages im ausländischen Mobilfunknetz gewährleistet.

Internetnutzung

Vergleichbar ist die Situation für die Internetnutzung. Hier sollte der Preis zwischen den Datenroaming-Preisen einerseits und einem neuen Vertrag im Ausland andererseits verglichen werden. Mitentscheidend ist auch das betreffende Ausland.

In den EU-Mitgliedsstaaten gelten für das Datenroaming andere Voraussetzungen und Kostengrenzen als in den anderen europäischen sowie außereuropäischen Ländern. Auch das Kommunikationsverhalten im Ausland ist ausschlaggebend für diese oder jene Lösung.

Ganz allgemein gilt der Grundsatz, dass die Angebote im Lande vom Preis-Leistungs-Verhältnis her am günstigsten sind. Diese Möglichkeit sollte besonders bei einem längeren Auslandsaufenthalt genutzt werden.

Getrennt davon steht das Bemühen, die bisherigen Verträge für die Dauer des Auslandsaufenthaltes möglichst kostengünstig oder kostenneutral zu gestalten. Den Anbietern ist in erster Linie, auch aus statistischen Gründen, daran gelegen, keine Bestandskunden zu verlieren.

Ob die ihren Umsatz jetzt oder zukünftig machen, ist sekundär. Entscheidend ist, dass sie zahlende Kunden bleiben und nach der Rückkehr aus dem Ausland den Vertrag weiterführen. Mit dieser Tendenz bestehen ausgesprochen gute Chancen, bestehende Verträge im Inland während des Auslandsaufenthaltes kostenneutral ruhen zu lassen.

Versicherungsangelegenheiten

Für einen längeren Auslandsaufenthalt gilt nach dem deutschen Sozialversicherungsrecht das Prinzip der Ausstrahlung, also der Geltung deutschen Rechts. Eine private Auslandskrankenversicherung ist, allein wegen der Rückführung im Krankheitsfall, dringend anzuraten.

Sozialversicherung

Jedes Land der so genannten ersten und auch zweiten Welt hat ein eigenes Sozialversicherungssystem. Das deutsche gliedert sich in die Bereiche

Wenn während eines Auslandsaufenthaltes aufgrund der individuellen Umstände die gesetzlichen Voraussetzungen zur Anwendung des deutschen Sozialversicherungsrechtes vorliegen, dann "strahlen diese Rechtsvorschriften dorthin aus" - sie werden für den betreffenden Auslandsaufenthalt angewendet.

Rechtliche Grundlage

Rechtsgrundlage ist § 4 des vierten Sozialgesetzbuches, des SGB IV. Die notwendige Einzelfallprüfung nimmt diejenige Krankenkasse vor, bei der die Mitgliedschaft besteht.

Seit Anfang des Jahres 2009 ist jeder Bürger von Gesetzes wegen krankenversichert und hat für diese Frage einen festen Ansprechpartner. Insofern ist es beruhigend zu wissen, dass bei einer Berufstätigkeit während des Auslandsaufenthaltes ein vollumfänglicher Schutz in der Sozialversicherung besteht - umgangssprachlich werden weiterhin Beiträge eingezahlt. Das gilt in erster Linie für die Renten- sowie für die Arbeitslosenversicherung.

Der Arbeitgeber ist für Meldung und Beitragszahlung zur gesetzlichen Unfallversicherung zuständig. Kranken- und Pflegeversicherung sind eng miteinander verknüpft. Träger der Pflegeversicherung ist die Pflegekasse der jeweiligen Krankenkasse; auch aus diesem Grunde werden die Beiträge in einer Summe erhoben und an die Krankenkasse oder Krankenversicherung bezahlt.

Private Auslandskrankenversicherung

Für den Krankenversicherungsschutz während des Auslandsaufenthaltes empfiehlt sich der Abschluss einer privaten Auslandskrankenversicherung. Abgesehen von einer deutlich besseren medizinischen Versorgung vor Ort beinhaltet sie auch die Kostenübernahme bei einer medizinisch notwendigen Rückführung in das Heimatland, also nach Deutschland.

Die zwischenstaatlichen Vereinbarungen zur Kranken- sowie zur Sozialversicherung beziehen sich auf die Versorgung im jeweiligen Land, und zwar nach den dort geltenden Gesetzen sowie Gegebenheiten. Abhängig vom jeweiligen Land weichen sie deutlich von den Möglichkeiten ab, die der Patient in Deutschland kennt und gewohnt ist. Dabei handelt es sich immer um die notwendigen Behandlungen vor Ort im Ausland.

Wenn eine Unterbrechung des Auslandsaufenthaltes aus Gesundheitsgründen notwendig sein sollte, dann gibt es außerhalb der privaten Auslandskrankenversicherung keinen Kostenträger dafür. Die Kosten müssen also selbst bezahlt werden. Allein diese Situation zeigt die Notwendigkeit einer privaten Auslandskrankenversicherung während des längeren Auslandsaufenthaltes mit Einschluss der Rückführungskosten.

Vorteile

Im Ausland selbst ist der Versicherte ein Privatpatient. Das hat im Patientenalltag vielerlei Vorteile. Sie beginnen mit der Absprache eines Untersuchungstermins und enden bei Art und Qualität der Behandlung beim niedergelassenen Arzt sowie stationär im Krankenhaus.

Auch für den Abschluss einer privaten Auslandskrankenversicherung ist eine frühzeitige Beratung erforderlich. Wer bereits privat versichert ist, der stockt den bestehenden Versicherungsschutz bedarfsgerecht auf.

Mitglieder einer der gesetzlichen Krankenkassen müssen eine neue, zusätzliche Versicherung abschließen. Ohne dass sie unmittelbar zur Sozialversicherung gehört, sollte auch über den Abschluss einer privaten Unfallversicherung nachgedacht werden. Wenn die schon besteht, dann muss sichergestellt werden, dass sie für das Ausland, am besten weltweit und 24h, also rund um die Uhr, gilt.

Ein Unfall kann sowohl im Inland als auch im Ausland jederzeit geschehen - die Unfallgefahr gilt als allgegenwärtiges Alltagsrisiko. Die Sozialversicherung sollte bei einem arbeitsbedingten Auslandsaufenthalt zumindest Anrechnungszeiten, besser noch Beitragszeiten für die spätere Rentenberechnung sicherstellen.

Man sollte sich überlegen eine private Auslandskrankenversicherung abzuschließen
Man sollte sich überlegen eine private Auslandskrankenversicherung abzuschließen

Mitgliedschaften kündigen

Im Hinblick auf den geplanten Auslandsaufenthalt werden, wie es genannt wird, die Brücken in der Heimat abgebrochen. Das ist nicht für immer, weil eine spätere Rückkehr geplant ist. Für die Dauer der Abwesenheit gilt es jedoch, bestehende Bindungen und Verbindlichkeiten zu beenden oder ruhen zu lassen.

Einen Überblick über laufende Kosten schaffen

Um einen Überblick über die Situation zu bekommen, empfiehlt sich ein Durchsehen der Kontoauszüge des letzten Vierteljahres. Was regelmäßige Kosten verursacht, wird in der Regel per Lastschrift vom Girokonto abgebucht.

Dazu gehören

  • Versicherungsbeiträge
  • das Abonnement für die Tageszeitung oder für andere Periodika, oder
  • der Mitgliedsbeitrag im Sportverein beziehungsweise im Fitnessstudio.

Zunächst muss festgestellt werden, welche Bindungen bestehen, und welche Kosten damit verbunden sind. Anschließend sollte in jedem Einzelfall geprüft werden, welche Möglichkeiten sich für die Dauer der Auslandsabwesenheit anbieten.

Kündigung, Unterbrechen oder Ruhen

Gängige Alternativen sind die Kündigung, das Unterbrechen oder das Ruhen des jeweiligen Vertrages. Der Grund dafür wird von jedem der Vertragspartner anerkannt und akzeptiert, was allerdings nicht bedeutet, dass alle mit einer vorzeitigen Kündigung einverstanden sind.

Sie möchten ihren Kunden gerne behalten und auf die vertraglich vereinbarte Einnahme nicht verzichten. Aus diesem Grunde wird erfahrungsgemäß eher einem Ruhen des Vertrages zugestimmt mit der Maßgabe, dass er nach der Rückkehr aus dem Ausland fortgeführt wird und sich dementsprechend verlängert. Damit ist beiden Seiten geholfen.

Bei einer vorzeitigen Kündigung wird oftmals eine einmalige Abstandszahlung erwartet. Das kann dann überlegenswert sein, wenn ohnehin die Absicht besteht, nach Ende des Auslandsaufenthaltes nicht wieder dorthin zurückzukehren.

Kommerzielle Unternehmen wie Studios oder Center denken und handeln auch dementsprechend. Sie verzichten nicht grundlos auf eine vertraglich garantierte Einnahme.

Entscheidend ist bei dieser Prüfung, dass alle vertraglichen Verbindlichkeiten erfasst werden, um sich während der Auslandsabwesenheit unnötige Ausgaben zu ersparen. Im Anschluss an die jeweiligen Gesprächsergebnisse müssen die erteilten Lastschriftaufträge zurückgenommen werden - bestehende Daueraufträge werden beim kontoführenden Kreditinstitut gestoppt.

Genug Zeit einplanen

Zu einem chronologischen Vorgehen gehört hinter jeden einzelnen Vorgang der Erledigungsvermerk, dass die finanzielle Seite geregelt ist. Das bestätigt spätestens der kontrollierende Blick auf den nächsten Kontoauszug, wenn keine Abbuchungen mehr erfolgt sind.

Für diesen Bereich sollte der Zeitraum von mindestens einem Monat eingeplant werden. Nicht immer ist beim ersten Gespräch die zuständige Person anwesend, und mit Rückfragen muss gerechnet werden.

Durch Timesharing und Jobsharing mit den damit verbundenen Reibungsverlusten vergeht schnell eine Woche ohne greifbares Ergebnis. Der Termin für die Abreise steht jedoch unabänderlich fest, er rückt täglich näher. Ein gutes Timing verhilft dazu, dass alles in der richtigen Reihenfolge und vor allem abschließend erledigt wird.

Geldverkehr

Bei einem längeren Aufenthalt im Ausland empfiehlt es sich, vor Ort ein Girokonto in der Landeswährung zu führen. Das heimische Konto muss auf jeden Fall beibehalten werden, denn es wird unter anderem als Referenzkonto für Kreditkartenabrechnungen benötigt.

Onlinebanking macht es möglich, ein Girokonto weltweit einsehen und damit arbeiten zu können. Auch bei einem längeren Auslandsaufenthalt sollte das bisherige Girokonto unverändert beibehalten werden.

Ausländisches Girokonto eröffnen

Gleichzeitig empfiehlt es sich, direkt nach der Ankunft ein ausländisches Girokonto in der jeweiligen Landeswährung zu eröffnen. Dazu gehören auch Kontokarte und Kreditkarte.

Der Kontoinhaber muss davon ausgehen, dass es sich dabei um ein Guthabenkonto handelt, zusammen mit einer Prepaid-Kreditkarte. Das sollte so goutiert werden.

Der Zweck eines Auslandskontos ist die Möglichkeit zur kostengünstigen Abwicklung von Einnahmen und Ausgaben in der Landeswährung - nicht jedoch, um über einen weiteren Kartenkredit oder Dispo-Kredit verfügen zu können. Girokonto und Kreditkarte auf Guthabenbasis sind für Kreditinstitute risikolos und werden insofern gerne angeboten.

Kreditkartennutzung

Das heimische Girokonto wird auf jeden Fall beibehalten und mit einem Dispo-Kredit oder einem dementsprechenden Guthabensaldo ausgestattet. Die Kreditkartenbenutzung wird, so wie bisher auch, über dieses Girokonto abgerechnet. Das bleibt bei der Kreditkarte mit Kartenkredit unverändert so bestehen.

Handelt es sich um eine Prepaid-Kreditkarte, dann empfiehlt sich ein Vergleich mit dem Girokonto im Ausland. Wenn dort die ausländische Prepaid-Kreditkarte eingesetzt und abgerechnet wird, dann entfallen die prozentualen Auslandsgebühren.

Bei einer Abmeldung oder Stilllegung des Pkw zeitnah vor der Abreise wird die bezahlte Kfz-Steuer sowie der Kfz-Versicherung erst einige Wochen später anteilig erstattet. Benutzt wird dazu die dort bekannte Bankverbindung, von der Steuer und Versicherung bisher abgebucht worden sind.

Wird diese Verbindung durch eine Kontoauflösung sozusagen gekappt, ist eine Erstattung nicht mehr möglich. Bedingt durch den Auslandsaufenthalt wird es schwierig, das Finanzamt oder die Versicherung zu einer Auslandsüberweisung zu bewegen - ganz abgesehen von den Kosten, die zu Lasten des Zahlungsempfängers gehen.

Wichtig ist dass man auch im Ausland ständig über Bargeld verfügen kann
Wichtig ist dass man auch im Ausland ständig über Bargeld verfügen kann
Sparbuch

Die Kommunikation per E-Mail mit Datenaustausch sowie das Onlinebanking ermöglichen ein problemloses Verwalten von Girokonten. Anders ist die Situation bei einem Sparbuch. Das vorhandene Sparguthaben sollte auf ein Tagesgeldkonto umgebucht werden, das seinerseits online verwaltet wird.

Auch dazu wird als Referenzkonto das heimische Girokonto benötigt. Dessen Beibehaltung hat den weiteren Vorteil, dass nach der Rückkehr aus dem Ausland alles so ist wie vorher. Mit dem kontoführenden Kreditinstitut ist lediglich abzustimmen, dass die Kontoauszüge online ausgedruckt werden und nicht wie bisher am Kontoauszugdrucker.

Diese Funktion muss das Kreditinstitut deaktivieren, weil ansonsten automatisch im Quartalsrhythmus Auszüge ausgedruckt und an die Heimatadresse geschickt werden. Die damit verbundenen Kosten sind einsparbar.

Auslandskonto schließlich beibehalten?

Beim einmaligen Auslandsaufenthalt wird das Auslandskonto vor der Rückkehr aufgelöst. Es wird zukünftig nicht mehr benötigt und würde unnötige Kosten verursachen.

Der Sicherheit halber sollte dort als Referenzkonto die heimische Kontoverbindung bekannt sein. Falls sich eine überraschende oder unerwartete Gutschrift ergeben sollte, so kann sie als eine Auslandsüberweisung weitergeleitet werden.

Der Kontoinhaber muss sich bewusst machen, dass für das eine Kreditinstitut eine buchstäbliche Verbindung hin zum nächsten bestehen muss. Wenn das nicht der Fall ist, dann werden Zahlungen unter Kostenstellen wie Sonstiges, Vermischtes oder Verschiedenes verbucht.

Der Zahlungsempfänger erhält die Geldüberweisung nicht gutgeschrieben. Er muss auf seine Kosten einen Nachforschungsauftrag stellen und dann darauf hoffen, dass auch tatsächlich nachgeforscht wird.

Stehen alle Vorbereitungen, ist es üblich, dass vor der Abreise noch eine große Feier gegeben wird...

Eine gelungene Abschiedsparty muss richtig organisiert sein
Eine gelungene Abschiedsparty muss richtig organisiert sein

Tipps für eine gelungene Abschiedsfeier vor dem Auslandsjahr

Schüler- und Studentenaustausch, Freiwilligendienst, Work & Travel oder das erste berufsbezogene Praktikum gehören zu den Angeboten für ein Auslandsjahr. In allen Fällen handelt es sich um das einjährige Leben im Ausland, im wahrsten Sinne des Wortes in der Fremde.

Wenn die Reisedokumente bereitliegen und der Abreisetag näher rückt, dann sind mehrere Monate mit Organisieren, Strukturieren, Planen und Überlegen vergangen. Das Ziel steht ebenso fest wie die Art des zukünftigen Aufenthaltes.

Bevorzugt wird nach wie vor das Leben in einem Familienverbund, um das Ausland auf diese Weise an der Basis kennenzulernen. Umgekehrt nähert sich in der Heimat der Abschiedstag.

So schwer es auch fällt, die nächsten zwölf Monate müssen Freunde und Bekannte ohne ihren Auslandsreisenden auskommen, und auch umgekehrt. Im Rahmen einer letzten Feier beziehungsweise Fete sollen alle die Gelegenheit haben oder nutzen, sich voneinander zu verabschieden. Wie gut und nachhaltig das gelingt, hängt mehr vom Ideenreichtum als vom Geldbeutel des Gastgebers ab.

Abschiedsfeier vorbereiten und das Thema festlegen

Damit eine Abschiedsfeier gelingen kann, muss sie vorbereitet, durchdacht und strukturiert werden. Sie kann durchaus einen weitgesteckten organisatorischen Rahmen haben, und im besten Falle ein Motto.

Insofern sollte sie themenbezogen sein. Sie wird unter das Motto des Landes und der Region gestellt, in dem das bevorstehende Auslandsjahr verbracht wird.

Beispiel USA

Bei den USA ist es ein großer Unterschied, ob es sich um den Bundesstaat Alaska oder Florida handelt. Der Raum, in dem die Abschiedsfeier stattfindet, wird also USA-typisch dekoriert und geschmückt. Gastgeber und Helfer sind zumindest teilweise landestypisch gekleidet.

Die eine oder andere besonders Mutige lässt sich für den einen Tag landesbezogen frisieren. Speisen und Getränke werden ebenfalls dementsprechend zubereitet und auch serviert.

Das ist eine besondere Herausforderung für das Gastgeberteam, für die Gäste aber auch die Überraschung der Abschiedsfeier. Ob Fisch- oder Steakvariationen, ob Fastfood oder Süßigkeiten jedweder Art aus Disneyland, hier sind der Innovation keine Grenzen gesetzt. Die themenbezogene Abschiedsfeier steht von A bis Z unter dem Motto des Auslandsziels.

Wie eingeladen werden sollte

Für den Gastgeber stellt sich die generelle Frage, ob damit die Gäste überrascht oder ob sie darauf vorbereitet werden sollen. Wenn sie vorher davon wissen, haben sie die Gelegenheit, sich darauf einstellen und aktiv daran beteiligen zu können.

Bestenfalls wird dann daraus eine Kostümfete. Dazu müssen Für und Wider abgewogen werden. Diese Möglichkeit bietet sich vorwiegend dann an, wenn der Gästekreis feststeht und bekannt ist.

Weitere Highlights der Feier

Der Gastgeber sollte auf jeden Fall einen Präsenttisch vorbereiten. Jeder Gast wird zum Abschied ein Geschenk, ein Präsent oder ein Give away mitbringen. Das sollte sichtbar und anschaulich präsentiert werden, eventuell mit einer Namenskarte des Schenkenden versehen.

Das Tagebuch für den Auslandsaufenthalt kann mit der Abschiedsfeier beginnen. Alle Gäste sollen die Gelegenheit haben, sich darin einzutragen.

Bei der Rückkehr ein Jahr später und der damit verbundenen Welcome Party wird derselbe Personenkreis wieder eingeladen. Die dann folgenden Einträge beschließen das Tagebuch des Auslandsjahres.

Auf einem separaten kleinen und natürlich landestypisch dekorierten Tisch kann eine dementsprechend geschmückte Wünschedose platziert werden, zusammen mit Notizblock und Stift.

Im Laufe der Abschiedsfeier haben alle Gäste die Möglichkeit, dem Auslandsreisenden etwas zu wünschen, den Wunsch zu notieren und anonym in die Wünschedose einzustecken. Entweder werden alle Wünsche um 0.00 Uhr koram publico verlesen, oder der Gastgeber befasst sich damit in einer stillen Stunde; beispielsweise in der Abflughalle des Flughafens vor der Abreise.

Stimmung und gute Unterhaltung sorgen dafür, dass der Abschied letztendlich doch schwerfällt. Der Gastgeber sollte sich für das Ende der Abschiedsfeier genügend Zeit geben, um sich von jedem einzelnen Gast persönlich und vor allem ohne Hektik zu verabschieden. Das wünscht sich jeder Gast, und jeder wünscht das auch dem Gastgeber.

Grundinformationen und Hinweise zum Auslandsaufenthalt

  • Auslandsaufenthalt - Gründe, Möglichkeiten und Vorbereitung

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: case © magdal3na - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Gruppe Freunde feiert Party © Kzenon - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: mietvertrag symbol © scatterly - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: business woman on the phone smiling © Andres Rodriguez - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: gipsbein im urlaub © contrastwerkstatt - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: geld abheben © Stefan Redel - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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