19. April 2010
Es gibt viele Gründe, warum ein Abitur heute nur von Vorteil ist. Zum einen benötigt man es natürlich zwingend, wenn man vor hat, eine Laufbahn an der Universität einzuschlagen. Aber auch immer mehr Arbeitgeber setzen ein Abitur bei der Vergabe von Ausbildungsplätzen zwingend voraus. Wer es als Jugendlicher nicht geschafft hat, das Gymnasium erfolgreich abzuschließen, der hat jedoch als Erwachsener die Chance, das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nachzuholen.
Bevor man sich ans Büffeln macht, muss man sich jedoch erst einmal entscheiden, auf welchem Weg man das Abi denn nun nachmachen möchte. Einerseits gibt es die Möglichkeit, sich ganz auf die Schule zu konzentrieren und Vollzeit zu lernen. Andere Angebote lassen sich auch in Teilzeit bewältigen.
Grundsätzlich lässt sich sagen, dass es natürlich immer besser ist, wenn man neben der Schule keine weiteren Verpflichtungen hat. So lernt man nicht nur effektiver, sondern auch mit viel mehr Motivation.
Als Erwachsener hat man jedoch meist nicht mehr die Eltern im Rücken, die einen finanziell unterstützen. Zwei Jahre ohne Einkommen sind da nicht unbedingt vielversprechend. In diesem Fall sollte man sich lieber für die Teilzeit-Variante entscheiden. Dann dauert es zwar etwas länger, man behält jedoch seinen Job und hat neben dem Lernstress nicht auch noch Geldsorgen.
Um das Abitur nachholen zu können, benötigt man in der Regel eine Mittlere Reife. Manchmal genügt auch ein Hauptschulabschluss, sofern man zusätzlich einige Jahre an Berufserfahrung nachweisen kann. In die Fachoberschule kann man entweder in die 11. oder in die 12. Klasse einsteigen, je nachdem, welchen Abschluss man bereits erworben hat. Verfügt man zusätzlich über eine abgeschlossene Berufsausbildung, so hat man darüber hinaus auch die Möglichkeit, eine Berufsoberschule oder ein Kolleg zu besuchen. Die BOS beginnt mit der 12. Klasse, das Kolleg mit einem Einführungsjahr.
Hat man bereits die Fachhochschulreife und möchte nun lediglich noch die allgemeine Hochschulreife erwerben, so kann man jeweils in die letzte Klasse einsteigen und das Abitur innerhalb eines Jahres nachholen.
Muss man die Weiterbildung neben dem Beruf unterbringen, so empfiehlt sich der Besuch eines Abendgymnasiums oder die Anmeldung zu einem Fernlehrgang. Für Letzteres benötigt man jedoch sehr viel Disziplin, da fast alle Lerneinheiten selbstständig zuhause absolviert werden müssen.
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