20. April 2011
Ein Zwischenzeugnis hat die gleiche Funktion wie ein Arbeitszeugnis. So dient dies als Dokument, welches die bisherigen beruflichen Leistungen eines Arbeitnehmers innerhalb eines Unternehmens darlegt. Doch was gehört eigentlich alles in ein Zwischenzeugnis, damit dieses auch wirklich vollständig ist und keine wichtigen Aspekte fehlen?
Ebenso wie das Arbeitszeugnis weist das Zwischenzeugnis eine feste Zeugnisstruktur auf.
Diese beginnt mit der Einleitung. In dieser wird zunächst einmal die Tatsache beschrieben, dass der jeweilige Arbeitnehmer im Unternehmen tätig war. Daraufhin wird ein grober Überblick über den beruflichen Werdegang gewährt, weshalb schon ein erster Eindruck über die Tätigkeitsfelder des Mitarbeiters gewonnen werden kann. Abgeschlossen wird die Einleitung durch die Nennung und kurze Beschreibung der zuletzt ausgeführten Tätigkeit.
Dem Ganzen folgt die Leistungsbeurteilung. Die Leistungsbeurteilung setzt sich aus acht Komponenten zusammen, welche alle in diesem Abschnitt gleichermaßen berücksichtigt werden sollten. Namentlich wären dies die Abschnitte Befähigung, Bereitschaft, Arbeitsweise, Arbeitserfolg, Wissen, herausragende Erfolge, Führungsleistung und die zusammenfassende Leistungsbeurteilung. Aufgrund dieser breit gestreuten Kriterien ist es dem potentiellen nächsten Arbeitgeber dann schnell möglich, ein differenziertes Bild über die persönlichen Stärken und Schwächen des Arbeitnehmers zu gewinnen.
Dem Abschnitt Leistung schließt sich die Verhaltensbeurteilung an. Diese besteht allerdings nur aus den drei Abschnitten externes, internes und sonstiges Verhalten. Während externes Verhalten das Verhalten gegenüber Geschäftspartnern und Kunden beschreibt, bezieht sich internes Verhalten auf die Reaktionen gegenüber anderen Mitarbeitern und Vorgesetzten.
Das Ende des Zwischenzeugnisses wird durch die Beendigungsformel eingeleitet. Hier wird dann häufig erwähnt, warum es überhaupt zur Erstellung dieses Dokuments kam oder ob eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses aufgrund diverser Gründe absehbar ist. Direkt an diesen Teil schließt sich die Dankesformel an. Abgeschlossen wird das Zwischenzeugnis durch das Gewähren einer Zukunftsaussicht.
Unter dem Schlussteil befinden sich dann lediglich noch das Datum und die Unterschrift des Zeugnisausstellers. In diesem Zusammenhang sollte darauf geachtet werden, dass auch der Rang und Kompetenzgrad des Ausstellers Erwähnung findet, da sonst die Glaubwürdigkeit des Inhalts des Zwischenzeugnisses sinkt.
Insgesamt ist die Erstellung eines Zwischenzeugnisses kein leichtes Unterfangen, da zahlreiche Aspekte beachtet werden müssen, Mit Hilfe einiger Erfahrung und entsprechenden Vorlagen dürfte der Erstellung eines guten Zwischenzeugnisses aber nichts im Wege stehen.
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