Formale Fehler, die eine Kündigung unwirksam machen

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  • von Paradisi-Redaktion
Stempel "Kündigung" auf Arbeitsvertrag
Kündigung kündigen Arbeitsvertrag Arbeitsplatz © Wolfgang Filser - www.fotolia.de

Eine Kündigung wird von vielen Arbeitnehmern sofort als eine unumstößliche Entlassung gewertet. Dabei können bereits formale Fehler im Kündigungsschreiben und im Kündigungsprozess dafür sorgen, dass die Kündigung unwirksam wird. Doch um welche Fehler handelt es sich hierbei, damit die Rechtswirksamkeit einer Kündigung vielleicht doch noch angefochten werden kann?

Um zu überprüfen, ob eine Kündigung rechtswirksam ist, sollten einfach die folgenden Aspekte kontrolliert werden.

Die Unterschrift

Zunächst einmal muss die Kündigung von einer Person unterschrieben sein, welche hierzu berechtigt ist. Hierbei handelt es sich in der Regel um den Geschäftsführer oder aber um eine vertretungsberechtigte Person, also zumeist um den früheren Vorgesetzte.

Die Art des Schriftstücks

Des Weiteren hat eine Kündigung im Original und schriftlich zu erfolgen. Dies bedeutet, dass weder E-Mails noch Kopien einer Kündigung rechtswirksam sind.

Der richtige Ausdruck

Darüber hinaus macht es Sinn, sich einmal genauer mit dem Inhalt des Kündigungsschreibens auseinander zu setzen. So muss aus dem Schriftstück zweifelsfrei hervorgehen, dass einem gekündigt wird. Nicht ausreichend sind hingegen Andeutungen, welche die Kündigung zwar anklingen lassen, nicht aber konkret ausdrücken.

Das Überreichen

Weiterhin ist es wichtig, dass das Kündigungsschreiben in den direkten Einflussbereich des Arbeitnehmers gelangen muss. Es reicht demnach nicht, die Kündigung an einem Ort zu platzieren, an welchem lediglich davon ausgegangen werden kann, dass der Arbeitnehmer die Kündigung findet.

Stattdessen muss deren Erhalt gewährleistet sein, wie es bei einer direkten Übergabe oder Postsendung der Fall wäre.

Das Informieren des Betriebsrats

Ferner hat der Arbeitgeber die Pflicht, den Betriebsrat über die geplante Kündigung im Vorfeld zu informieren. Der Betriebsrat verfasst dann zumeist eine Stellungnahme, in welcher sich über die geplante Kündigung geäußert wird.

Sollte man in seinem Betrieb einen Betriebsrat haben, dann wird einem diese Stellungnahme mit der Kündigung ausgehändigt. Sollte dies nicht der Fall sein, kann man davon ausgehen, dass der Betriebsrat nicht über diesen Schritt informiert wurde.

In diesem Fall ist die gesamte Kündigung ebenso nicht rechtswirksam.

Insgesamt gibt es zahlreiche Gründe, warum eine Kündigung ihre Rechtswirksamkeit verlieren kann. Doch selbst wenn man einen solchen Grund finden sollte, heißt dies leider noch lange nicht, dass die Kündigung dauerhaft verhindert werden kann.

chließlich sorgt in vielen Fällen bereits eine kleine Nachbearbeitung des Arbeitgebers dafür, dass die Kündigung rechtswirksam wird.

Quellenangaben

  • Bildnachweis: Kündigung kündigen Arbeitsvertrag Arbeitsplatz © Wolfgang Filser - www.fotolia.de

Grundinformationen und Hinweise zur Kündigung

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