24. Februar 2011
Berufe stellen nicht nur eine regelmäßige Einkommensquelle, sondern auch eine tagtägliche physische und psychische Belastung für den Arbeitnehmer dar. Während eine moderate Belastung in den meisten Fällen positiv bewertet werden kann, führen Überlastungen auch schnell zu einem Anstieg der Krankheitstage und einer Abnahme der Lebensqualität. Doch in welchen Berufen gibt es eigentlich die meisten krankheitsbedingten Ausfälle?
Platz eins dieser unrühmlichen Liste belegen Agrarberufe mit durchschnittlich etwa 17 Fehltagen im Jahr. Diese Vielzahl an Krankheitstagen dürfte vor allem auf die harte körperliche Arbeit zurückzuführen sein, welche auf Dauer auch körperliche Schäden nach sich ziehen kann, welche wiederum regelmäßige Fehlzeiten bedingen.
Platz zwei belegen Arbeitskräfte aus der Metallindustrie. Dabei ist es egal, ob man Mitarbeiter aus dem Erzeugungssektor oder aus dem Installationssektor auswählt. Beide dieser Formen weisen durchschnittliche Fehlzeiten von circa 16 Fehltagen im Jahr auf.
Gefolgt wird die Metallindustrie durch Elektroberufe. Auch hier agieren die Arbeitnehmer zumeist unter schweren Bedingungen und verrichten Arbeiten, welche eine große Gefahr für den Körper darstellen. Ähnliches gilt für Bau- und Holzberufe, in welchen der Arbeitnehmer ebenso um die 15 Krankheitstage geltend macht.
Die erste Berufsgruppe, bei welcher vor allem psychische Faktoren und gewöhnliche Erkrankungen für ein Fernbleiben von der Arbeit sorgen dürften, sind Waren- und Dienstleistungskaufleute. Der ständige Druck in Form von Multitasking und breiten Verantwortungsfeldern führt hier häufig dazu, dass es leicht zu Infekten oder der Entwicklung psychischer Krankheitsbilder kommt.
Eine ähnliche Anzahl an Fehltagen, nämlich auch durchschnittlich 14, weisen Friseure, Gästebetreuer, Hauswirtschafter und Reinigungsfachkräfte auf. Hier dürfte neben den üblichen Faktoren aber auch das oft schlechte Einkommen ausschlaggebend dafür sein, dass in Zweifelsfällen eher zu Hause geblieben wird.
Zuletzt ist es noch erwähnenswert, dass den eigentlichen ersten Platz Hilfsarbeiter mit knapp über 20 Krankheitstagen belegen. Da diese allerdings keiner festen Berufsgruppe zugeordnet werden, finden diese in der Liste keine Beachtung. Grund für diese hohe Anzahl an Fehltagen dürfte aber weniger der gesundheitliche Zustand, als vielmehr die mangelnde berufliche Perspektive sein, welche die Nutzung von Krankheitstagen verstärkt.
Insgesamt kann man dank dieser Auflistung eindeutig erkennen, mit welchen Arbeitsbedingungen Mitarbeiter verschiedener Berufe konfrontiert werden. Eine Pauschalisierung macht aber natürlich nichtsdestotrotz wenig Sinn, da sich Arbeitsbedingungen auch innerhalb einer Branche teils doch erheblich unterscheiden.
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