31. Januar 2008
Von Annett Biermann
Jobhopper sind Arbeitnehmer, die sehr häufig ihren Arbeitgeber wechseln. Der Lebenslauf eines Jobhopper scheint auf den ersten Blick sehr beeindruckend, denn meist finden sich hier lange Listen von Stellen mit großartigen Bezeichnungen. Allerdings findet man nur vereinzelt wirkliche Verantwortungsbereiche oder Ergebnisse.

Jobhopper haben allerdings einen untrüglichen Instinkt dafür, wann sie gehen müssen. Denn sie wechseln das Unternehmen immer genau dann, wenn es im Unternehmen kritisch wird. Nicht selten sind Jobhopper in Wirtschaft und Politik in hohen und höchsten Stellen zu finden.
Obwohl Jobhopper eine Vielzahl an Erfahrungen aus den unterschiedlichsten Bereichen mitbringen, werden sie von vielen Personalchefs nicht gern eingestellt, da sie nach kurzer Zeit schnell wieder das Unternehmen wechseln könnten. Daher arbeiten viele Jobhopper auf freiberuflicher Basis, denn sie sind aus betriebswirtschaftlicher Sicht sehr sinnvolle Mitarbeiter.
Jobhopping ist in den Jahren 1999 und 2000 aus der Not heraus geboren, denn da war der Bedarf an qualifizierten Fachkräften für einen kurzen Zeitraum sehr hoch. Besonders in der IT-Branche gab es damals viel zu wenig Personal, weshalb teilweise weniger qualifizierte Arbeitnehmer eingestellt wurden oder hochqualifizierte Jobhopper.
Heute sehen die Zeiten für Jobhopper nicht mehr so rosig aus, denn aufgrund der konjunkturellen Flaute setzen die Unternehmen auf Qualität und können aus einer Vielzahl von hoch qualifizierten Bewerbern die passenden auswählen. Des Weiteren zählen Jobhopper bei Personalchefs und Personalberatern als selbstbezogenen und wenig konfliktfähige Menschen, denn wer oftmals den Arbeitgeber wechselt, tritt immer die Flucht nach vorn an und setzt sich nicht mit Problemen auseinander.
Viele Personalverantwortliche würden heute niemanden mehr einstellen, der sich in fünf Jahren viermal einen neuen Arbeitgeber gesucht hat. Daher sollte jeder Arbeitnehmer einen Jobwechsel genau überlegen und abwägen, was man will und was man zu gewinnen oder auch zu verlieren hat.
Der Jobwechsel kann durchaus sinnvoll sein, wenn der Arbeitnehmer beruflich auf der Stelle tritt oder einfach nur eine neue Herausforderung sucht. Bevor man in dieses negative Klischee der Jobhopper gerät, sollte man lieber im eigenen Unternehmen nach Veränderungsmöglichkeiten Ausschau halten, empfehlen viele Personalberater.
Besonders in größeren Unternehmen gibt es viele Möglichkeiten, die Abteilung zu wechseln oder durch Weiterbildungsmaßnahmen verantwortungsvollere Positionen zu besetzen.
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