Gleitzeit Artikel

In einer Betriebsvereinbarung werden alle Rechte und Pflichten notiert

Feste Arbeitszeitregelungen gelten heutzutage als weitestgehend veraltet. So setzt bereits die Mehrzahl deutscher Unternehmen auf Gleitzeiten, welche in Form der Betriebsvereinbarung festgelegt werden. Doch was ist die Betriebsvereinbarung überhaupt genau und welche Möglichkeiten gibt es, die Gleitzeiten ökonomisch sinnvoll zu gestalten?

Bei einer Betriebsvereinbarung handelt es sich um Abkommen zwischen dem Betriebsrat und dem Arbeitgeber, welche alle Arbeitnehmer eines Unternehmens betrifft. Werden demnach Regelungen über die Gleitzeiten in Form einer Betriebsvereinbarung erlassen, dann betrifft diese Regelung die gesamte Belegschaft.

Die Möglichkeiten der Gleitzeitregelungen, welche in einer Betriebsvereinbarung abgeschlossen werden können, sind dabei breit gefächert.

Prinzipiell kann man in diesem Zusammenhang zunächst einmal zwischen Kurzzeit- und Langzeitkonten unterscheiden. Während der Berechnungszeitraum für Ausgleiche bei Kurzzeitarbeitskonten nur ein Jahr beträgt, können Langzeitkonten auch Veränderungen über mehrere Jahre berücksichtigen.

Des Weiteren kann in einer Betriebsvereinbarung auch das sogenannte Ampelkonto verankert werden. Der Name dieser Kontogattung leitet sich von den Farben der Phasen ab, in welchen sich ein Mitarbeiter befinden kann. Sind aktuell nur geringe Abweichungen vom Sollwert gegeben, dann trägt der Mitarbeiter selbst die Verantwortung über die Gestaltung der Arbeitszeit. In der gelben Phase wird dieser wiederum schon durch Vorgesetzte angesprochen und zu mehr beziehungsweise weniger Arbeit aufgefordert, da schon größere Abweichungen vom Sollwert festzustellen sind. In der roten Phase wird dem Mitarbeiter schließlich das Recht genommen, die Arbeitszeit selbst zu kontrollieren, da es zu sehr starken Abweichungen gekommen ist.

Eng mit dem Ampelkonto gehen auch Arbeitszeitkorridore einher. Diese setzen allerdings nicht auf fixe Zeitwerte, welche bei der Ampelphase charakteristisch sind. Stattdessen hat jeder Monat einen individuellen Sollwert, an welchen man sich im Rahmen des Zeitkorridors halten soll. Sieht ein Monat in der Hochsaison beispielsweise 200 Arbeitsstunden im Monat vor, so kann man dann zwischen 190 bis 210 Arbeitsstunden ableisten, sobald eine Toleranzschwelle von 10 Stunden gegeben ist.

Zu der Gattung der Langzeitkonten gehört letztlich das sogenannte Sabbatical. Bei diesem handelt es sich um eine Art Langzeiturlaub, welcher im Durchschnitt in etwa ein halbes Jahr dauert. Hierzu erlauben es Unternehmen, auch langfristig mehr Überstunden zu leisten, so dass sich ein langer Urlaub zum Ausgleich genehmigt werden kann.

Grundinformationen und Hinweise zur Gleitzeit

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