Rund um die Existenzgründung - der Weg in die Selbstständigkeit

Der Schritt in die Selbstständigkeit ist der Traum vieler Arbeitnehmer. Bevor sich dieser Schritt allerdings realisieren lässt, muss eine Vielzahl an Entscheidungen getroffen werden. Die Existenzgründung stellt einen oftmals langen und beschwerlichen Weg dar, der mit zahlreichen erforderlichen Formalitäten, aber auch Möglichkeiten daherkommt. Informieren Sie sich über die Existenzgründung und erfahren Sie, wie Sie den Schritt in die Selbstständigkeit am besten gehen können.

Wichtige Schritte auf dem Weg zur Selbstständigkeit

Existenzgründung - Merkmale und Vorzüge

Der Weg in die Selbstständigkeit klingt verlockend:

  • keine festen Arbeitszeiten mehr
  • kein Chef, der einem vorschreibt, was zu tun ist und
  • im Idealfall endlich eine Arbeit, die wirklich Spaß macht.

Auf der anderen Seite ist eine solche Unternehmensgründung stets mit sehr viel Arbeit, Problemen sowie Ängsten verbunden; schließlich kann man nicht mit Sicherheit sagen, ob man als Selbstständiger wirklich Erfolge feiern wird.

Von gescheiterten Versuchen hört man immer wieder, in jeder Branche. Und dennoch schreckt es einen Großteil der (ehemaligen) Arbeitnehmer nicht ab, diesen Weg anzugehen.

Möglicher Grund: der triste Arbeitsalltag

Nicht jeder Beruf macht gleichermaßen Spaß. Die monotone, immer wiederkehrende Arbeit ohne jede Innovation oder Eigeninitiative wird buchstäblich langweilig. Das ist sowohl im Handwerk als auch am Schreibtisch möglich.

Aus ganz unterschiedlichen Gründen ändert der Berufstätige oftmals nichts an dieser Situation - sei es, dass er keinen anderen Beruf ausüben kann, oder dass ihm vorwiegend an dem damit verbundenen Verdienst gelegen ist. Gerade in solchen Situationen widmet sich der Betroffene besonders gerne einem Hobby. Dort findet er Entspannung und, wie es genannt wird, seine Erfüllung. Es tut seiner Identität ganz einfach gut, sich in seinem Hobby verwirklichen zu können.

Weitere Argumente für die Firmengründung

Neben einer nicht erfüllenden Arbeit als Angestellter ist es vor allen Dingen der Glaube daran, eine eigene Idee erfolgreich umsetzen zu können. Dies setzt natürlich eine große Portion Leidenschaft für eben diese Idee voraus. Zu den wichtigsten Motiven für die Existenzgründung zählen:

  • man ist von der Geschäftsidee überzeugt
  • man hegt den Wunsch, diese Geschäftsidee zu verwirklichen
  • man glaubt an einen Erfolg sowie das Wachstumspotenzial
  • man möchte selbst für den Unternehmenserfolg verantwortlich sein
  • man begeistert sich für die Sache
  • man kann eigene Interessen einbringen und umsetzen
  • man kann sein eigener Chef sein
  • man hegt den Wunsch nach einem Neustart

Oftmals handelt es sich bei der besagten Geschäftsidee um das geliebte Hobby...

Das Hobby zum Beruf machen

Das wiederum kann umgekehrt dazu führen, dass der Hobbyist daraus einen Beruf machen möchte. Für ihn ist es eine verlockende Vorstellung, die Tätigkeit, die er momentan in begrenztem Umfange während seiner Freizeit als Hobby betreibt, zeitlich unbegrenzt ausüben, und damit noch zusätzlich Geld, bis zum gesamten Lebensunterhalt, verdienen zu können.

Bevor ein solcher Schritt vollzogen wird, muss gegeneinander abgewogen werden, was einerseits dadurch gewonnen, andererseits aber auch aufgegeben wird, geradezu werden muss. Denn wenn das Hobby zum Beruf werden soll, dann entfällt der bisherige Beruf mitsamt seinen Rechten und Pflichten.

Was beachtet werden muss

Das Hobby zum Beruf zu machen, ist von der Bedeutung her immer eine selbstständige Tätigkeit als Unternehmer oder Freiberufler. Das beinhaltet auch die freie Entscheidung darüber, was getan oder gelassen werden soll. Als unselbstständiger Arbeiter, Angestellter oder Beamter ist das nicht möglich, weil gegenüber dem Arbeitgeber beziehungsweise Dienstherrn eine Weisungsgebundenheit mit den daraus resultierenden Arbeitnehmerpflichten besteht.

Das bisherige Einkommen für den täglichen Lebensunterhalt entfällt - es muss durch das zum Beruf gemachte Hobby in mindestens gleicher Höhe ersetzt werden. Darüber hinaus entfällt der bisherige Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung für Kranken-, Pflege-, Renten- sowie Arbeitslosenversicherung.

Der Spaß am Beruf erleichtert zwar den beruflichen Alltag, er generiert jedoch keine Einnahmen. Um das sicherzustellen, muss der Hobbyist als Existenzgründer und Jungunternehmer einige Randbedingungen prüfen. Die müssen unterm Strich stimmen, damit das bisherige Hobby zu einem erfolgreichen Beruf wird.

Rahmenbedingungen
  • Das Berufsfeld respektive Berufsbild als Handwerk, Produkt oder Dienstleistung muss berechtigte Erfolgsaussichten haben.
  • Der Hobbyist muss sachlich prüfen und sich kritisch fragen, ob seine Selbstständigkeit ein konkurrenzfähiges Markt-, oder aber ein Nischenprodukt ist.
  • Eine Standortanalyse ist sowohl bei einem Vertrieb im Einzelhandel am Ort als auch im Internet erforderlich. Die Kriterien dafür sind verschieden, jedoch in beiden Fällen unerlässlich.
  • Das Hobby beruflich zu betreiben ist deutlich mehr, als es freizeitmäßig auszuüben. Um mit dem bisherigen Hobby Geld zu verdienen, muss das Ergebnis daraus beworben und vertrieben werden. Etwas herzustellen ist das eine - es zusätzlich aktiv zu bewerben und zu vertreiben ist deutlich mehr und vielseitiger.
  • Für das Hobby als Freizeitbeschäftigung besteht in der Regel keine größere Verantwortung. Wenn es zum Beruf wird, dann ist damit der Leistungsdruck eines Selbstständigen verbunden. Er arbeitet auf eigene Rechnung, aber auch auf eigenes Risiko. Der bisherige Spaßfaktor wird zum ernsten beruflichen Alltag.
  • Der wechselbegeisterte Hobbyist muss seinen Typus hinterfragen. Kann er gut mit der unwägbaren Situation umgehen, am Monatsersten nicht zu wissen, was er am Monatsletzten verdient haben wird, oder ist das eine stressverursachende Belastung? Als unselbstständiger Mitarbeiter weiß er anhand seines Vertrages, welches Arbeitsentgelt ihm monatlich auf sein Girokonto überwiesen wird und insofern garantiert ist.
  • Vor dem endgültigen Wechsel vom Hobby hin zum Beruf muss der "Worst Case" durchgespielt werden. Was geschieht im schlimmsten Falle - nämlich dann, wenn sich das Hobby nicht erfolgreich zum Beruf machen lässt. Der bisherige Beruf ist im wahrsten Sinne des Wortes futsch. Notwendig wird eine berufliche Neuorientierung. Das einst so geliebte Hobby tritt in dieser Situation, zumindest temporär, in den Hintergrund.

Fazit

Der Hobbyist sollte sich keineswegs entmutigen lassen, seine freizeitmäßige Lieblingsbeschäftigung zum Beruf zu machen. Er muss jedoch ganz sicher sein, dass dieser Schritt erfolgreich wird. Denn einen Flop, oder gar einen existenzgefährdenden Fehler, kann er sich nicht erlauben.

Das wäre im Übrigen auch für das Hobby sehr schade. Nach einer derartig enttäuschenden Erfahrung würde es niemals mehr das sein können, was es vorher war - nämlich eine unbeschwerte und erfüllende Beschäftigung in der freien Zeit.

Selbstständig in Zeiten der Wirtschaftskrise

Immer mehr Firmen zeigen ein gleiches Angebot, so dass es für einen Kunden leicht ist, heut hier zu kaufen oder eine Dienstleistung in Anspruch zu nehmen, und morgen wieder ganz wo anders. Für kleine Unternehmen bedeutet diese Wechselhaftigkeit der Kundschaft zumeist ein Hoffen und Bangen, denn jeder Kunde zählt.

Dumpingpreise, eine Sonderangebot-Aktion nach der anderen oder auch Werbeversprechen, die dann nicht eingehalten werden (können), bringen unter dem Umsatzstrich nicht viel. Im Gegenteil, Kunden spüren ob sie manipuliert werden oder jemandem gegenübertreten der ehrlich hinter seinem Angebot steht und weiß was er tut.

Vielfach wird von den Selbständigen zweierlei vergessen: Ein Lächeln, auch und gerade am Telefon, sowie durch bestimmte Vorgehensweisen dem Kunden zeigen, dass er wichtig ist und immer ein bisschen mehr erhält als er erwartet. Gerade als kleiner Selbständiger liegen hier die Chancen, auch in Zeiten einer Krise überleben zu können und auch die Umsätze nach wie vor zu steigern. Nicht umsonst werden immer mehr Workshops und Seminare aus dem Boden gestampft, die sich mit dem Alleinstellungsmerkmal und alten Werten beschäftigen.

Ein Beispiel

Ein kleines Beispiel aus der Welt des Verkaufs: Ein kleines Einzelhandelsunternehmen steht in den roten Zahlen, der Inhaber ist ständig einer Krise nah, lässt seine Sorgen und Ängste an den Mitarbeitern aus. Diese sind natürlich genervt, was sich wiederum negativ auf die Kundschaft auswirkt.

Die fühlt sich schlecht behandelt, kauft woanders und erzählt mindestens dem ganzen Bekanntenkreis von diesem "miserablen Geschäft und den Leuten dort". Zehn weitere werden nicht einen Fuß in das Geschäft setzen.

Ein Kreislauf, der dem wackeligen Boden des Betriebes den Rest gibt. Wie viel anders ist es, wenn ein Inhaber

  • Stärke zeigt
  • seine Mitarbeiter mit ins Boot zieht
  • ihnen einen Anreiz bietet, sich auch um ihren Arbeitsplatz zu engagieren und
  • die Kunden mit einem herzlichen und ehrlichen Lächeln, sowie viel Ehrlichkeit und Kompetenz zu beraten.

Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung

Auch in anderen Bereichen zeigt sich, dass man mit nur wenigen Maßnahmen durchaus nicht nur Stammkunden halten, sondern auch immer wieder neue finden kann. Stets einen Tick besser und schneller sein als erwartet, auch mal Fünfe gerade sein lassen, sich aufrichtig für seine Kundschaft interessieren und ihnen dabei helfen, dass zu erreichen was sie wollen, ist weitaus mehr wert, als mit leeren Versprechungen und Dumpingpreisen zu versuchen, sie "zu kriegen".

In einer ruhigen Minute einmal über sich und seine "Geschäftsart" nachzudenken, kann was wie das Finden des Eis des Kolumbus sein. Nicht ein super-tolles neues Angebot beeindruckt die Menschen, sondern Ehrlichkeit, Aufmerksamkeit und das Gefühl, dass man jederzeit willkommen ist, denn eines ist sicher: "Hilfe, der Kunde droht mit Auftrag" bewirkt genau das Gegenteil. In diesem Sinne: Gute Erfolge!

Firmengründungen sind anfangs meist chaotisch
Firmengründungen sind anfangs meist chaotisch

Doch bevor es überhaupt zu solchen Erfolgen kommen kann, gilt es, einen Blick auf den Ablauf der Existenzgründung zu werfen...

Unternehmensgründung - der grobe Ablauf

Ein eigenes Unternehmen zu gründen ist zumeist leichter, als viele Menschen annehmen. Nichtsdestotrotz gibt es bei der Existenzgründung eine Vielzahl von Dingen zu beachten. Doch welche Schritte sollte man bei der Gründung des eigenen Unternehmens durchlaufen, damit der optimale Start in die eigene Existenz optimal glückt?

Geschäftsidee und Exposé

Den Beginn der eigenen Unternehmungsgründung markiert natürlich die Geschäftsidee, welche wohl durchdacht sein will. Nachdem die grundlegende Geschäftsidee formuliert, überdacht und als gut empfunden wurde, kann nun ein Exposé erstellt werden.

In diesem werden alle relevanten Daten erfasst, welche für die Unternehmungsgründung und den potentiellen Erfolg dieses Unterfangens eine Rolle spielen können. Dank eines solchen Exposés kann man einerseits selbst überprüfen, ob der bisherige Plan erfolgversprechend ist und keine vermeidbaren Risiken birgt.

Gleichzeitig kann ein solcher Plan aber auch Freunden, ehemaligen Mitarbeitern, Kreditinstituten und potentiellen Förderern vorgelegt werden. Diese können dann dank des Exposés einerseits Tipps geben, wie die eigene Geschäftsidee und der Start in die persönliche Existenz besser umgesetzt werden kann. Darüber hinaus hilft eine wohl präsentierte Geschäftsidee noch dabei, mögliche Fördermittel zu erhalten oder bereits von Anfang an Geschäftspartner oder Kunden von sich zu überzeugen.

Ideengestaltung und -begründung

In ein solches Exposé gehört zunächst einmal die Geschäftsidee als solche. In diesem Abschnitt klärt man beispielsweise Fragen,

  • wie sich die Idee konkret gestaltet
  • warum man sich auf diesen Geschäftszweig konzentriert
  • weshalb die Marktverhältnisse einen Einstieg begünstigen und
  • warum man sich selbst im Vorteil gegenüber der Konkurrenz sieht.

Lebenslauf

Weiter geht es mit einer Art Lebenslauf, welcher gerne auch präzise Beschreibungen über frühere Tätigkeiten enthalten kann. So können auch Außenstehende grob einschätzen, ob man bereits Erfahrungswerte in der jeweiligen Branche hat oder ob die Existenzgründung nicht doch durch einen Quereinsteiger vorgenommen wird.

Kosten- und Finanzierungsplan

Komplex wird es dann beim Kosten- und Finanzierungsplan. Dabei sollte man möglichst detailreich und konkret vorgehen. So kann man nicht nur ein überdachtes Finanzkonzept vorweisen, sondern zeigt auch, dass man zu einer selbstständigen Unternehmensleitung fähig ist.

Geschäftsgrundsätze

Des Weiteren wird sich im Exposé auch den Geschäftsgrundsätzen gewidmet. So muss man sich beispielsweise entscheiden, welche Unternehmensform gegründet werden und wie hinsichtlich der Gewinn- und Verlustbeteiligung verfahren werden soll, sobald es zur Aufnahme weiterer Geschäftsinhaber oder Mitarbeiter kommt.

Der Weg in die Selbstständigkeit sollte gut geplant sein
Der Weg in die Selbstständigkeit sollte gut geplant sein

Anmeldung und weitere Schritte

Nachdem schließlich noch die Finanzierung des Projekts geregelt ist, kann beim Amt für öffentliche Ordnung das gewünschte Gewerbe angemeldet werden. Nun muss man sich nur noch einen Standort suchen, Betriebsinventar beschaffen und gewünschte Versicherungen abschließen. Der Weg in die Selbstständigkeit wäre hiermit geglückt.

Doch natürlich ist dieser Weg deutlich komplexer, als man in einer solch groben Übersicht darstellen kann...

Wichtige Voraussetzungen

Immer mehr Menschen träumen heute davon, ihr eigener Chef zu sein. Sei es, weil sie arbeitslos sind und auf ihre Bewerbungen nichts als Absagen erhalten, oder aber, weil sie mit ihrer derzeitigen Tätigkeit einfach völlig unterfordert oder unzufrieden sind. Doch bevor man sich tatsächlich dafür entscheidet, eine eigene Existenz zu gründen, sollte man sich genau überlegen, ob dies auch wirklich sinnvoll ist.

Denn oftmals macht sich der unzufriedene Arbeitnehmer gar nicht klar, was es heißt, sich selbstständig zu machen. Unter anderem muss man sich bewusst sein, dass sich das Wort "selbstständig" aus den Begriffen "selbst" und "ständig" zusammensetzt. Nicht umsonst heißt es schließlich, dass man als Unternehmer selbst und ständig arbeiten muss.

Arbeitszeiten von 100 Stunden und mehr pro Woche sind gerade in der Anfangszeit nicht selten. So etwas wie ein Wochenende gibt es ebenfalls oftmals nicht mehr. Welche Voraussetzungen nötig sind, um in die Selbstständigkeit starten zu können, zeigen wir im Folgenden.

Finanzielle Rücklagen

Als Selbstständiger ist man immer abhängig davon, ob die eigenen Kunden auch tatsächlich zahlen oder ob sie sich damit noch Zeit lassen. Man sollte gerade in der Anfangszeit, wenn noch keine regelmäßigen Geldeingänge zu erwarten sind, ein kleines Polster besitzen, auf das man im Ernstfall zurückgreifen kann. Denn die laufenden Kosten wie

müssen gezahlt werden, egal ob Gelder hereinkommen oder nicht. Wie Sie als Unternehmensgründer mit finanziellen Schwierigkeiten richtig umgehen können, erfahren Sie hier.

Die passende Idee

Für die Gründung selbst ist es wichtig, eine zündende Geschäftsidee zu haben. Denn das zehnte Schuhgeschäft in der Einkaufspassage wird wohl kaum ausreichend Umsätze tätigen können, um sich auf Dauer zu halten. Der Kunde muss einen deutlichen Mehrwert durch das neue Geschäft, die neue Dienstleistung oder was auch immer erhalten.

Man sollte als Unternehmer die gesamte Idee einmal aus Sicht des Kunden betrachten. Denn selbst wenn man der Meinung ist, einen zündende Idee zu haben, diese aber z.B. überhaupt nicht benötigt oder gewünscht wird, hat man keine Chance auf Erfolg.

Eine Marktanalyse o.ä. vor der Gründung ist also durchaus sinnvoll. So kann man feststellen, in welchem Bereich auch wirklich Bedarf besteht. Außerdem bringt die Marktanalyse Aufschluss darüber, welche Preise man verlangen kann, also was die Kunden bereit sind, für eine bestimmte Dienstleistung zu zahlen.

Denn nur wenn man die Leistungen oder Produkte auch zu einem Preis anbieten kann, den die Kunden zahlen, kann man mit Erfolgen rechnen. Dabei müssen mit diesem Preis aber auch sämtliche Kosten des Unternehmers selbst abgedeckt werden. Sprich, die Mieten, die Löhne, die eigenen Lebenshaltungskosten, all dies spielt für die richtige Kalkulation eine wichtige Rolle.

Selbstsicherheit

Ergänzend zur eigenen Idee sollte man von sich und der Existenzgründung überzeugt sein. Besonders in den ersten Jahren hat man nämlich mit einer Vielzahl von Problemen zu kämpfen.

Wenn also gerade die Kunden ausbleiben oder ständig Komplikationen in der Geschäftsbewältigung auftreten, dann muss man bereit sein, auch große Belastungen für deren Bewältigung auf sich zu nehmen. Dies schließt beispielsweise auch ein finanzielles Zurücktreten im privaten Leben ein, da Geld für das Unternehmen benötigt wird.

Selbstdisziplin

Des Weiteren sollte man ein hohes Maß an Selbstständigkeit aufweisen. Als Existenzgründer steht einem vielleicht der Traum eines jeden Arbeitnehmers frei. So kann man tun und lassen was man will, was unter anderem auch die Arbeitszeiten einschließt.

In eben dieser Freiheit liegt aber auch ein großes Maß an Verantwortung, welches Selbstdisziplin und Entschlossenheit fordert. Als Neugründer eines Unternehmens sollte man deshalb in der Lage sein, sich seine Arbeitszeiten einzuteilen und auch langfristige Projekte arbeitstechnisch zu strukturieren.

Kommunikationsfähigkeit

Existenzgründer sollten aber auch kommunikativ und extrovertiert sein. Um sich eine Existenz aufzubauen, muss der Kontakt mit vielen neuen Geschäftspartnern und Kunden hergestellt werden.

Da dies wiederum nur durch eine gelungene Kommunikation möglich ist, sollte man sich bei derartigen Kontakten wohl fühlen und diese sicher pflegen können. Nur so hat man schließlich auch die Chance, langfristige Geschäftskontakte und Kundenstämme aufzubauen.

Fachwissen

Eine weitere zentrale Voraussetzung ist zudem das Fachwissen in der jeweiligen Branche. Es gibt zwar immer wieder Quereinsteiger, die sich ohne vorherige Erfahrungswerte erfolgreich in einer Branche bewähren. Diese stellen aber die Ausnahme dar.

Als Existenzgründer sollte man deshalb im jeweiligen Sektor bewandert sein, in welchem man später als Geschäftsführer agieren will. Nur so ist man schließlich in der Lage, wirtschaftlich zu handeln und konkurrenzfähig aufzutreten.

Basiswissen im Unternehmerbereich

Letztlich sollte man noch über unternehmerische Grundfertigkeiten verfügen bzw. bereit sein, sich diese in der Anfangszeit anzueignen. Dieser Aspekt schließt unter anderem die Buchführung ein, welche zumindest in den Anfangsjahren von den meisten Existenzgründern selbst übernommen wird.

Ist man sich sicher, die hier erwähnten Voraussetzungen erfüllen zu können, kommt es zur detaillierteren Planung der Selbstständigkeit, ebenfalls wichtig, bevor es zur tatsächlichen Unternehmensgründung kommt...

Ein frühzeitiger Business- und Finanzplan ist wichtig

Der Schritt in die Selbstständigkeit ist kein leichtes Unterfangen. Aufgrund dieser Tatsache ist es auch wichtig, bereits frühzeitig einen ausgeklügelten Business- und Finanzplan zu erstellen. Doch was sollte man in diesem Zusammenhang beachten, so dass der eigenen Existenzgründung nicht bald eine Insolvenz folgt?

Bedeutung des Businessplans

Wendet man sich zunächst dem Businessplan zu, so liegt es auf der Hand, warum dieser eine so große Bedeutung genießt. Als Existenzgründer muss man sich natürlich zunächst einmal auf eine Branche konzentrieren, in welcher man wirtschaftlich agieren will.

Darüber hinaus gibt ein Businessplan aber auch vor, wie der Einstieg gelingen und langfristige Erfolge gesichert werden sollen. So muss beispielsweise analysiert werden, inwiefern überhaupt eine Nachfrage für die geplanten Produkte oder Dienstleistungen besteht.

Hierbei kann es sich lohnen, sich selbst ein Bild über die Lage zu machen oder bei größeren Planungen Marktforschungsinstitute zu Rate zu ziehen. Darüber hinaus muss man mit dem Businessplan abklären, wie man in den nächsten Jahren vorgehen will. Es kann sich beispielsweise lohnen, sich zunächst nur auf ein Produkt zu spezialisieren, um in den Folgejahren die eigene Angebotspalette auszuweiten.

Der Businessplan schließt aber auch den Sektor der Vermarktung und damit Werbung ein. Insbesondere die Werbung spielt in der Gründerzeit eine Schlüsselrolle. Schließlich muss man sich zunächst einen Kundenkreis aufbauen und Nutzer anderer Anbieter davon überzeugen, dass man mehr Qualität oder bessere Preise bietet.

Weitere Informationen zum Businessplan erhalten Sie hier in unserem separaten Artikel zum Thema.

Bedeutung des Finanzplans

Der Finanzplan als wichtiges Planungsinstrument
Der Finanzplan als wichtiges Planungsinstrument

Neben dem Businessplan, welcher bereits vor der eigentlichen Existenzgründung zumindest grob entworfen sein sollte, spielt aber auch der Finanzplan eine Schlüsselrolle. Die Bedeutung dieses Aspekts wird insbesondere vor dem Hintergrund deutlich, da Existenzgründer zumeist nur über stark begrenzte finanzielle Mittel verfügen, wobei noch keine gesicherten Einnahmequellen bestehen.

Ein wohl durchdachter Finanzplan hat deshalb primär das Ziel, eine Insolvenz abzuwenden und so für eine Etablierung des Unternehmens zu sorgen. Darüber hinaus sollte man sich als Existenzgründer aber auch Gedanken darüber machen, inwiefern die persönliche finanzielle Lage verbessert werden kann.

Wichtig ist es bei einem frühen Finanzplan zudem, stets auch einen ungünstigen Entwicklungsverlauf zu bedenken. So ist man auch auf Krisen und Engpässe vorbereitet, welche mit einem durchdachten und frühen Finanzplan oftmals doch überwunden werden können.

Anfangsbestand

Der Aufbau eines Finanzplans ist denkbar leicht. So enthält dieser zunächst einmal den Anfangsbestand. Darunter ist ganz einfach die gesamte Summe jenen Kapitals zu verstehen, welches dem Unternehmen theoretisch zur Verfügung steht.

Eben hier beginnt bei der Selbstständigkeit bereits das Problem. So ist das Eigenkapital in der Regel relativ gering, weshalb die Aufnahme von Krediten oft unumgänglich ist, um das anfängliche Grundkapital zu erhöhen.

Eine solche Aufnahme hat allerdings zwei Nachteile, welche stets bedacht werden müssen.

  • Einerseits belasten hohe Kredite die weitere Planungsperiode negativ, da diese zuzüglich Zinsen abgezahlt werden müssen.
  • Gleichzeitig besteht auch immer die Gefahr einer schnellen Insolvenz. In einem solchen Fall würde dann der Kredit dennoch abbezahlt werden müssen, was in Extremfällen auch zur privaten Insolvenz führen kann.

Die Höhe des Anfangsbestandes, welcher durch Kredite erhöht werden kann, mag deshalb wohl durchdacht sein.

Planeinzahlungen

Die zweite wichtige Säule sind die Planeinzahlungen während der Planungsperiode. Hierunter versteht man alle Einnahmen, welche innerhalb der Anfangszeit zu erwarten sind.

Planungsausgaben

Abgeschlossen wird der Finanzplan durch die Planungsausgaben, welche die Planungseinzahlungen zumindest direkt zu Beginn meistens stark übertreffen. Insgesamt ist es noch wichtig, bei der Aufstellung dieser Posten keine Kosten- oder Einnahmenfaktoren zu vernachlässigen. Hierfür lohnt es sich auch, professionelle Beratung zu Rate zu ziehen, da als Laie niemals alle relevanten Faktoren überblickt werden können.

Die Wahl der passenden Rechtsform

Zu den grundsätzlichen Entscheidungen, die auf dem Weg in die Selbstständigkeit getroffen werden müssen, zählt die Frage, ob die Existenzgründung alleine oder durch eine Gruppe von Personen erfolgen soll. Sollte man sich dazu entscheiden, die Existenzgründung alleine vorzunehmen, dann kommen ausschließlich Rechtsformen in Frage, welche auch die Existenzgründung durch nur eine Person erlauben. Namentlich handelt es sich hierbei um

  • die Ein-Personen-AG
  • Einzelunternehmen und
  • die Ein-Personen-GmbH.

Die Qual der Wahl bei mehreren Gründern

Sobald das neue Unternehmen durch eine Gruppe von Menschen gegründet werden soll, fällt die Auswahl der passenden Rechtsform schon deutlich schwerer. Schließlich stehen den Interessenten in einem solchen Fall deutlich mehr Möglichkeiten offen, welche sich zunächst einmal in die Kategorien Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften differenzieren lassen.

Typische Personengesellschaften wären beispielsweise

  • die Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR)
  • die Partnergesellschaft (PartG) und
  • die Kommanditgesellschaft (KG).

Zu den Kapitalgesellschaften zählen dagegen etwa

  • die Aktiengesellschaft (AG)
  • die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) und
  • die Private Company Limited by Shares (Ltd.).

Notwendige Überlegungen

Die Wahl der passenden Rechtsform kann nun nicht pauschal beantwortet werden. Stattdessen sollte man sich zunächst einmal über alle genannten Rechtsformen informieren, welche für die eigene Existenzgründung in Frage kommen. Daraufhin sollte eine Reihe von Fragen geklärt werden, um zu entscheiden, welcher Rechtsform der Vorzug gegeben wird.

  • So spielt es zunächst einmal eine Rolle, ob man als Freiberufler oder Gewerbetreibender aktiv werden will.
  • Des Weiteren sollte man sich informieren, welche Rechtsformen in der jeweiligen Branche üblich sind.
  • Darüber hinaus sollte man sich Gedanken darüber machen, wie viel Arbeit die zukünftige Rechtsform nach sich ziehen kann oder soll.

Letztlich wecken verschiedene Rechtsformen auch unterschiedliche Assoziationen. Diese Assoziationen sollte man bei der Wahl der Rechtsform nutzen, um bereits allein durch diese ein bestimmtes Image zu kreieren.

Insgesamt ist es nicht leicht, sich für die richtige Rechtsform im Falle einer Existenzgründung zu entscheiden. Aus diesem Grund sollte man sich länger mit dieser Frage beschäftigen und gegebenenfalls auch professionelle Hilfe zu Rate ziehen.

Ist die Entscheidung getroffen, kommen einige Formalitäten auf den Unternehmensgründer zu...

Erforderliche Formalitäten bei einer Existenzgründung

Bevor man sein eigenes Unternehmen starten kann, sind verschiedene Anmeldungen und Genehmigungen von den Behörden erforderlich. Diese zweifellos unangenehmen Aufgaben sollte man keinesfalls lange aufschieben, da es sonst zu Verzögerungen bei der Umsetzung der Existenzgründung kommen könnte.

Wer eine eigene Firma gründen möchte, muss an zahlreiche Dinge denken. Dazu gehören auch Anmeldeformalitäten und gesetzliche Vorschriften.

Besonders wichtige Kriterien sind die Überprüfung einer möglichen Meldepflicht bei diversen Stellen sowie die Anmeldung des Gewerbes, dem man nachgehen möchte. Darüber hinaus sollte man über die Voraussetzungen für die Anmeldung eines Gewerbebetriebes gut Bescheid wissen.

Überprüfung einer möglichen Meldepflicht bei verschiedenen Unternehmen

Gründet man ein bestimmtes Unternehmen, ist dabei zu beachten, dass man dies verschiedenen amtlichen Stellen melden muss. Dazu gehören unter anderem

  • das Gewerbeamt
  • das Finanzamt
  • die Krankenkassen
  • das Handelsregister
  • die Berufsgenossenschaft
  • das Gewerbeaufsichtsamt
  • die Industrie- und Handelskammer
  • das Arbeitsamt, sowie
  • diverse Versorgungsunternehmen wie beispielsweise Energielieferanten.

Die Art und Anzahl der benötigten Genehmigungen hängt wiederum ab von der Branche bzw. dem Gewerbe, welches angestrebt wird. Für den Erhalt einer solchen Genehmigung müssen oftmals bestimmte Voraussetzungen erfüllt oder bestimmte Prüfungen bewältigt werden. Ohne eine solche Genehmigung kann wiederum keine Existenzgründung erfolgen.

Bundesagentur für Arbeit

Beschäftigt ein Existenzgründer mehrere Arbeitnehmer, ist eine Anmeldung seines Betriebes bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) erforderlich. Von der Agentur erhält der Unternehmer anschließend eine Betriebsnummer.

Diese Nummer wird in die Versicherungsnachweise der Beschäftigten eingetragen. Da die Betriebsnummer fest an den Inhaber eines Betriebes gebunden ist, muss sie selbst dann beantragt werden, wenn der Unternehmer eine bereits bestehende Firma übernimmt.

Krankenkasse

Der Unternehmer hat zudem die Pflicht, die zuständige Krankenkasse, Ersatzkasse oder Rentenversicherung über seine Arbeitnehmer in Kenntnis zu setzen. Genau wie die Agentur für Arbeit teilt ihm dann die Krankenkasse eine Betriebsnummer zu.

Darüber hinaus müssen sich Unternehmer in verschiedenen Berufsgenossenschaften pflichtversichern. In anderen Fällen ist eine freiwillige Versicherung möglich.

Finanzamt

Vom Finanzamt erhält man als Selbstständiger auf Anfrage eine Steueridentifikationsnummer (ITN) sowie eine Wirtschafts-Identifikationsnummer. Letztere muss stets auf Rechnungen oder im Impressum einer Internet-Seite angegeben werden.

Versorgungsunternehmen

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Abschluss von Lieferverträgen für Strom, Gas oder Wasser mit den zuständigen Versorgungsunternehmen wie zum Beispiel Elektrizitätswerken oder Stadtwerken. Auch an die Entsorgung von Müll und Abwasser sollte gedacht werden. Eine Übersicht über die wichtigsten Anmeldeformulare ist beim Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) erhältlich.

Das Einhalten der Vorschriften ist überaus wichtig, da sonst Bußgelder oder strafrechtliche Konsequenzen drohen. Sogar das Verbot einer selbstständigen Tätigkeit ist im Bereich des Möglichen. Außerdem sollte man daran denken, dass die Bürokratie manchmal sehr langsam und schwerfällig ist.

Manche Menschen verlieren inmitten des Paragraphendschungels irgendwann die Übersicht. In diesem Fall kann es hilfreich sein, einen Gründungsberater zu konsultieren oder direkt bei den zuständigen Ämtern nachzufragen.

Es folgt nun noch eine Übersicht über die wichtigsten Genehmigungen diverser Branchen, in welchen selbständige Arbeitskräfte eine bedeutende Rolle spielen.

Handwerksbranche

In der Handwerksbranche benötigen Selbständige einen Meistertitel. Dieser wird nur dann überfällig, sobald ein Handwerksberuf angestrebt wird, welcher durch die Handwerksordnung nicht als gefahrengeneigt eingestuft wird.

Freiberufler

Freiberufler benötigen eine Genehmigung, sobald ein so genannter geregelter Freiberuf ausgeführt wird. Diesem werden beispielsweise Rechtsanwälte und Ärzte zugeordnet, welche sich ohne entsprechende Qualifikationen und damit Genehmigungen nicht selbständig machen dürfen.

Gastronomie- und Hotelgewerbe

Für das Gastronomie- und Hotelgewerbe muss man wiederum den Nachweis erbringen, sich einer zumeist eintägigen Unterweisung des IHK unterzogen zu haben. Für derartige Kurse kann sich jederzeit an zuständiger Stelle angemeldet werden.

Verkehrsgewerbe

Des Weiteren erfordert auch das Verkehrsgewerbe spezielle Genehmigungen, welche in der Regel durch das Gewerbeamt ausgestellt werden. Von dieser Regelung ist jede Art von Beförderungsunternehmen betroffen, weshalb beispielsweise auch Behindertenfahrdienste eine entsprechende Genehmigung nachweisen müssen.

So meldet man ein Gewerbe an

Bei der Gründung eines Unternehmens gilt es, verschiedene Formalitäten zu beachten. Zu den wichtigsten Punkten gehört die Anmeldung des gewünschten Gewerbes. Eine solche Anmeldung beim Gewerbeamt ist allerdings nicht für angehende Freiberufler nötig, welche sich stattdessen nur eine eigene Steuernummer beim Finanzamt beschaffen müssen.

Erforderliche Dokumente

Betreibt man ein bestimmtes Gewerbe, muss dieses beim zuständigen Gewerbeamt angemeldet werden. Nötig dazu sind der Personalausweis sowie eventuell erforderliche Genehmigungen. Diese sind aufgrund der Gewerbefreiheit jedoch nur in bestimmten Branchen erforderlich.

Möchte jemand beispielsweise eine Schreinerei eröffnen, muss er nachweisen, dass er dazu auch handwerklich geeignet ist. Dokumentiert wird eine solche Eignung in der Handwerksrolle.

Weitere Gewerbe, die besondere Zulassungen erfordern, sind

Definition und Eingrenzung "Gewerbe"

Als Gewerbe gilt jede selbstständige Tätigkeit, die auf Dauer der Erzielung von Gewinn dient. Dagegen werden so genannte freie Berufe nicht als Gewerbe eingestuft; dazu zählt man Berufe wie

  • Rechtsanwälte
  • Steuerberater
  • Architekten
  • Ärzte
  • Publizisten
  • Schriftsteller
  • Künstler sowie
  • Forst- und Landwirtschaftsbetriebe.

Ebenfalls nicht als Gewerbe angesehen wird der gelegentliche Verkauf von gebrauchten Gegenständen wie Autos oder Möbeln.

Kostenpunkt und zuständige Behörden

Für das Anmelden eines Gewerbes als hauptberufliche Tätigkeit müssen nur geringe Kosten entrichtet werden. Meist liegen die Gebühren zwischen 20 und 60 Euro. Welche Behörde für die Ausführung der Gewerbeordnung zuständig ist, unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland und hängt vom jeweiligen Landesrecht ab.

Grundsätzlich ist der Anmeldeweg so, dass der Selbstständige der Kommune mitteilt, dass er eine gewerbliche Tätigkeit betreibt. In einigen Bundesländern kann das Gewerbe aber auch bei der Handwerkskammer (HWK) oder der Industrie- und Handelskammer (IHK) angemeldet werden. Nach der Anmeldung des Gewerbes wird eine Eintragung in das Gewerberegister der Stadt oder Gemeinde vorgenommen.

Voraussetzungen für die Zulassung der Aufnahme eines Gewerbebetriebs

Mit der Anmeldung des Gewerbetriebes ist es noch nicht getan. So müssen erlaubnispflichtige Betriebe von den zuständigen Stellen auch zugelassen werden, was von den Rahmenbedingungen des Unternehmens sowie verschiedenen Kriterien abhängt.

Dazu gehören vor allem

  • wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
  • Zuverlässigkeit sowie
  • die Verhältnisse in den gewerblichen Räumlichkeiten.

Außerdem sollte der Gewerbetreibende nicht in hohem Maße oder aktuell vorbestraft sein. Da sich die Anzahl der erforderlichen Genehmigungen für erlaubnispflichtige Unternehmen nur schwer einschätzen lässt, ist es ratsam, sich rechtzeitig nach möglichen Auflagen zu erkundigen und eventuelle Kosten einzukalkulieren.

Was passiert nach der Anmeldung?

Hat man ein Gewerbe erfolgreich angemeldet, führt dies automatisch dazu, dass das Gewerbeamt verschiedene Stellen wie das Gewerbeaufsichtsamt, das Finanzamt, die Berufsgenossenschaft, das Handelsregistergericht, das statistische Landesamt, sowie die Industrie- und Handelskammer über den Vorgang informiert. Es wird jedoch empfohlen, selbst mit diesen Stellen in Kontakt zu treten. Auf diese Weise lassen sich die Anmeldeformalitäten besser abklären und beschleunigen.

Die wichtigsten Tipps auf einen Blick

Der Weg in die Selbstständigkeit erfordert Mut, Fleiß, Durchhaltevermögen und die nötigen finanziellen Mittel. Der Weg dorthin kann lang und beschwerlich sein und sollte gut überlegt werden. Zu guter Letzt geben wir Ihnen die wichtigsten Tipps für Gründer im Überblick:

  • Unterstützung: Niemand wird alle Schritte der Existenzgründung völlig allein bewältigen können, schon gar nicht als Neueinsteiger - ob Erfahrene Selbstständige, Gründercoach oder Unternehmensberater - ein kompetentes Team, welches berät und hilft, kann die Basis für einen erhofften Erfolg als Unternehmensgründer bilden
  • Alleinstellungsmerkmal: Wer auf dem Markt erfolgreich werden möchte, muss sich von der breiten Masse abheben; in einer Nische zu gründen ist somit vorteilhaft - doch schon kleine Details, mit denen man sich vom Rest unterscheidet, können von Bedeutung sein
  • Organisation: Der Weg bis zum Erfolg sollte akribisch durchgeplant sein; hilfreich ist es, sich Etappenziele zu setzen - Ausgaben und Verpflichtungen sollten gewissenhaft kontrolliert werden
  • Akquise: Auch wer von seiner Idee überzeugt ist, sollte sich diesbezüglich absichern; Gespräche mit potenzieller Kundschaft, bevor man überhaupt auf den Markt geht, bringen Gewissheit
  • Leidenschaft: Wer gründet, sollte sich für seine Idee oder das Produkt interessieren - wer dem entsprechenden Metier eine große Portion Leidenschaft schenkt, wird die Arbeit entsprechend ehrgeizig und vor allem auch mit großer Freude ausführen
  • Werbung: Marketing sollte für einen Unternehmensgründer zu den Prioritäten zählen; schon mit geringem Budget gibt es diesbezüglich viele Möglichkeiten - einen besonderen Tipp halten wir hier für Sie bereit.

Quellen:

  • Andreas Lutz: Gründungszuschuss und Einstiegsgeld: Erfolgreich selbständig mit Geld vom Staat, Linde, Wien, 2009, ISBN 3709302706
  • Erhard Sanft: Leitfaden für Existenzgründer: Wie man sich als Ingenieur selbständig macht (VDI-Buch / VDI-Karriere), Springer, Berlin, 2003, ISBN 3540420029
  • Robert Bauer und Soeke Smidt: Meine Selbständigkeit: Kompaktes Wissen für eine erfolgreiche Existenzgründung, Projekte-Verlag, 2010, ISBN 3866349335
  • Svenja Hofert: Praxisbuch Existenzgründung. Erfolgreich selbständig werden und bleiben, Eichborn, 2010, ISBN 3821859970
  • Hans Emge: Wie werde ich Unternehmer?: Businessguide Existenzgründung und Selbständigkeit, Hammer, 2007, ISBN 3779501678
  • Steffen Ritter: Die Entwicklung Ihres Unternehmens: Der Weg zu einer wirklich ertragreichen Selbständigkeit, Dr. Th. Gabler Verlag, 2008, ISBN 3834911208
  • Gerhard Gieschen: Handbücher Unternehmenspraxis: Erfolgreich ohne Chef: Handbuch für Freiberufler, Selbstständige und freie Mitarbeiter, Cornelsen Verlag Scriptor, 2008, ISBN 3589236698
  • Svenja Hofert: Praxisbuch für Freiberufler: Alles, was Sie wissen müssen, um erfolgreich zu sein, Eichborn, 2007, ISBN 3821859237

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  • Group of Business People Working on an Office Desk © Rawpixel.com - www.fotolia.de
  • Plan / konzept © Coloures-Pic - www.fotolia.de
  • loupe et calculatrice © laurent hamels - www.fotolia.de

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