Ergonomie - Definition, Bestandteile und Tipps für eine ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes

Junge Geschäftsfrau lächelt entspannt, schaut auf ihr Notebook

Welche Aspekte zur Ergonomie dazu gehören und wie man den Arbeitsplatz ergonomisch gestalten kann - für mehr Wohlbefinden und weniger Beschwerden im Job

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  • von Paradisi-Redaktion

Ergonomie ist ein relativ abstrakter Begriff, auf welchen in der heutigen Arbeitswelt ständig gestoßen werden kann. Am Arbeitsplatz verbringen wir einen Großteil unseres Lebens. Dessen Gestaltung beeinflusst dabei nicht nur unsere Leistungsfähigkeit, sondern auch unser Wohlbefinden. Ziel der Ergonomie ist es, durch bestimmte Faktoren die Arbeitsbedingungen so zu optimieren, dass der Arbeitnehmer möglichst wenig ermüdet und seine Arbeit auch viele Jahre lang ausüben kann, ohne dass er gesundheitliche Beschwerden erleiden muss. Lesen Sie hier, wie man seinen Arbeitsplatz ergonomisch gestalten kann und welche Gesundheitstipps zudem für mehr Wohlbefinden im Job beherzigt werden sollten.

Ergonomie: eine Definition

Die Ergonomie wird zunächst einmal als eine Wissenschaft der menschlichen Arbeit definiert, deren Ziel es ist, positiv auf die Arbeitsbedingungen der Menschen einzuwirken. Diese positive Einwirkung kann man dabei als eine Art Gesundheitsschutz verstehen, welcher sich über die körperliche Ebene und Psyche des Menschen erstreckt. Die Ergonomie konzentriert sich allerdings nicht nur auf den Aufbau des Arbeitsplatzes, sondern auch auf die Arbeitsprozesse.

Mithilfe der Ergonomie sollen optimale Arbeitsbedingungen geschaffen werden. Auf diese Weise kann die geistige und körperliche Gesundheit des Arbeitnehmers gefördert werden. Hierzu zählen:

  • Möbel
  • technische Geräte
  • Lichtverhältnisse
  • Arbeitsinhalte
  • Arbeitsorganisation
  • Arbeitsumfeld

Idealerweise beschäftigt ein Unternehmen somit zufriedene und gesunde Mitarbeiter, die wiederum auch bessere Leistungen bringen können.

Für den Gesundheitsschutz existieren vier zentrale Kriterien. Erst wenn diese vier Kriterien erfüllt sind, kann ein Arbeitsplatz als ergonomisch einwandfrei bezeichnet werden.

Schädigungslosigkeit des Arbeitsbereichs

Der erste Aspekt ist die Schädigungslosigkeit des Arbeitsbereichs. Dies bedeutet schlicht, dass vom Arbeitsplatz keine akute Gefahr einer Verletzung ausgeht.

Ausführbarkeit der Arbeitsprozesse

Das zweite Kriterium ist die Ausführbarkeit, welche sich auf die Arbeitsprozesse bezieht. Diese ist erfüllt, wenn die Belastungen auf den einzelnen Arbeitnehmer abgestimmt und zumutbar sind. Diesem Sektor wäre beispielsweise ein ergonomisch eingerichteter Büroraum zuzuordnen, dank welchem der Mitarbeiter rückengerecht sitzen und arbeiten kann.

Erträglichkeit

Der nächste Aspekt ist die Erträglichkeit. Dieser Faktor bezieht sich auf die langfristigen Auswirkungen der Arbeitswelt auf das Individuum. Wird der Aspekt der Verträglichkeit nicht beachtet, so kann es beispielsweise zu Berufskrankheiten kommen. Dies wäre bei dauerhaften überhöhten Stresssituationen der Fall, aufgrund welcher die betroffene Person nach vielen Jahren ein Burnout-Syndrom entwickelt.

Beeinträchtigungsfreiheit

Das letzte Kriterium ist die Beeinträchtigungsfreiheit. Dieser Faktor beschreibt die Tatsache, dass sich die Arbeit nicht auf die Gesundheit und das Wesen des Arbeitnehmers negativ niederschlagen darf. So wird auch langfristig dafür gesorgt, dass eine physische und psychische Gesundheit erhalten bleibt.

Weiterentwicklung

In den letzten Jahren wurde der Begriff "Ergonomie" noch um das Kriterium der Weiterentwicklung erweitert. So soll der Arbeitsplatz das Individuum nicht nur schützen, sondern diesem auch Handlungsspielräume bereitstellen, sich weiterzuentwickeln und zu verwirklichen.

Das Wissen um all diese Aspekte der Ergonomie bringt natürlich nichts, wenn sie nicht auch in die Tat umgesetzt werden. Es dürfte sich dabei lohnen, Arbeitsplätze nach ergonomischen Grundregeln zu gestalten, da hiervon letztlich sowohl der Arbeitnehmer als auch das ganze Unternehmen profitieren.

Die Arbeitsproduktivität lässt sich mit blauem Licht steigern

Mehr Tagesaktivität, besserer Schlaf - das richtige Licht am Tag unterstützt unseren Biorhythmus

Beruf - Junge Frau in Bluse und Blazer sitzt mit einem roten Kulli konzentriert vor einem roten Buch
Büroarbeit © Kzenon - www.fotolia.de

Wird das richtige Licht eingesetzt, nämlich kaltes Licht mit einem hohen Blauanteil, sorgt das für mehr Leistung in einer Fabrik. Das Arbeiten wird dann bis zu 15 Prozent effektiver, da die blaue Beleuchtung anregend wirkt.

Prinzip der "dynamischen Leuchtsysteme"

Nun wollen Lampenhersteller und Forscher auch bei Schülern mehr Aufmerksamkeit bewirken und die Bewohner von Pflegeheimen zu mehr Laune und guter Stimmung bringen.

Dies alles mit anregenden "dynamischen Leuchtsystemen". Von Matthias Bues, einem Mitarbeiter des Fraunhofer-Institutes für Arbeitswirtschaft und Organisation, wird jetzt der zukünftige Computerarbeitsplatz entwickelt.

Ein ideales Display könne während des Tages die Hintergrundbeleuchtung farblich ändern und weniger blaue Farbe kurz vor Beendigung der Arbeit abstrahlen, damit die nötige Entspannung eingeleitet werden könne, erläuterte Bues in einem Interview mit der FOCUS.

Das der Natur ähnliche Licht verleite zu mehr Tagesaktivität und wirke in der Nacht nach. Der Tag-Nacht-Rhythmus, der von der Helligkeit angetrieben werde, sei vergleichbar mit einem Pendel, sagte Mirjam Münch, Neurobiologin. Bekämen wir tagsüber viel Licht, würde das Pendel stark ausschlagen. Dadurch schliefen wir nachts viel besser und wären dann tagsüber viel wacher.

Multi-Tasking untermauert die Effektivität und Kreativität

Multi-Tasking ist eine durchaus interessante und lobenswerte Fähigkeit eines Menschen. Besonders Frauen sind darin großartig, denn mit einem Kind auf dem Arm mit einem Kunden telefonieren und zeitgleich auch noch im Kochtopf rühren ist hier gar kein Problem.

Allerdings beinhaltet das Multi-Tasking laut den Wissenschaftlern der Stanfort Universität auch Nachteile. So leidet bei dem Erledigen von mehreren Dingen in der gleichen Zeit nicht nur die Konzentration, sondern auch die Effektivität des Tuns.

Anhand von Versuchen mit Studenten konnten die Forscher feststellen, dass zum Beispiel bei einem erledigen von ein oder mehreren Aufgaben und dem zeitgleich sehen von TV oder auch dem Surfen im Internet, die Aufgaben nicht nur schlechter erledigt wurden, sondern vor allem diese in der Erinnerung nicht besonders gut "hängen" blieben. Besser als drei, vier Dinge auf einmal erledigen ist es, sich nur auf eine Sache zu konzentrieren, da diese dann auch in einer wesentlich kürzen Zeit erledigt werden können.

Im Folgenden zeigen wir, wie man Ergonomie am Arbeitsplatz umsetzen kann...

Ergonomische Gestaltung und sonstige Tipps für das Wohlbefinden

Stunde um Stunde verbringt man in seinem Büro oder einem anderen Arbeitsplatz. Grau in grau, langweilig und stupide sehen zumeist die Arbeitsplätze aus, der Nacken und Rücken schmerzt und die Seele weint. Ändern kann man zwar an der Tatsache des Geldverdienens nichts, aber daran sich auch bei der Arbeit entspannt und wohl zu fühlen.

Die Einrichtung

Bei der Einrichtung kann man in mehreren Bereichen etwas für die Gesundheit und das Wohlbefinden tun.

Computer und Bildschirm

An vielen Arbeitsplätzen befindet sich heutzutage ein Computer, weshalb sich zunächst diesem gewidmet werden soll. Grundsätzlich sollte der Monitor bzw. Laptop nur einen kleinen Teil der Arbeitsfläche einnehmen. Zudem sollte sich dieser leicht nach hinten oder zur Seite verschieben lassen.

So fällt es leichter, den Arbeitsplatz strukturiert zu ordnen und den Monitor auch aus der Mitte zu schieben, wenn sich gerade auf etwas anderes konzentriert wird. Darüber hinaus sollte der Monitor zur Seite und nach oben und unten schwenkbar sein.

Die Höhe des Bildschirms hat sich wiederum an der persönlichen Sitzhöhe zu orientieren, wobei als Faustregel gilt, dass die Oberkante des Monitors auf Höhe der eigenen Stirn sein sollte. So vermeidet man ein Anwinkeln oder Strecken des Nackens, was auf lange Sicht gesehen Haltungsschäden verursachen kann. Darüber hinaus sollte der Bildschirm mindestens einen halben Meter von den Augen entfernt sein, da sonst die Augen langfristig überanstrengt werden.

Aber auch auf die Höhe und Lage der Eingabegeräte ist beim Einsatz eines PCs zu achten. So befinden sich diese idealerweise direkt vorm Körper, sodass die Arme nicht ausgestreckt werden müssen und die Schulter- und Nackenmuskulatur nicht unnötig belastet wird. Des Weiteren sollten sich die Eingabegeräte in einer Höhe befinden, dank welcher man die Ellbogen nur um 90° anwinkeln muss, um die Tastatur und Maus bequem bedienen zu können.

Die Bildschirmgröße sollte nicht kleiner als 24 Zoll ausfallen. Des Weiteren ist darauf zu achten, dass er so steht, dass es nicht zu Reflektionen kommt, beispielsweise durch das Fenster.

Sitzmöbel

Des Weiteren sollte man sich darum kümmern, einen rückenfreundlichen Stuhl zu organisieren. Sitzt man nicht gerade am Kundenempfang, dann darf es ruhig der ergonomisch geformte Kniehocker sein.

Hauptsache die Wirbelsäule wird entlastet, denn damit beugt man den Schmerzen im Rücken und auch im Nacken vor. Neben der speziell geformten Rückenlehne sollte diese auch verstellbar sein, so dass man sie auch leicht an Personen mit unterschiedlicher Körpergröße anpassen kann.

Des Weiteren sind ergonomische Bürostühle aber auch in ihrer Gesamthöhe verstellbar. Hierdurch wird ein gerades Sitzen erleichtert, bei welchem die Oberschenkel genau parallel zum Boden stehen.

Fuß- und Nackenstützen können für zusätzlichen Komfort sorgen. Letztlich sollte natürlich auch das Design und die Qualität der Verarbeitung stimmen.

Sollte der Arbeitgeber etwas gegen neue gesundheitsfördernde Büromöbel haben, dann kann man ihm durchaus einen dezenten Hinweis auf eine "durch Rückenbeschwerden verursachte mögliche Krankmeldung" geben. Allerdings mit Diplomatie und Feingefühl bitte.

Im Folgenden geben wir noch mal einen Überblick über die wichtigsten Aspekte, auf die man beim Bürostuhl achten sollte...

Hinweise zur Sitzhöhe

Zunächst einmal sollte die eigentliche Sitzhöhe leicht verstellbar sein. Dies ist schlicht auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Knie beim Sitzen idealerweise zu 90° angewinkelt sein sollten, sich die Beinlängen von Menschen aber teils stark unterscheiden. Dank der integrierten Gasdruckfeder ermöglichen es ergonomische Bürostühle dem Benutzer deshalb, diese leicht an die eigene Körpergröße anzupassen.

Hinweise zu den Armlehnen

Des Weiteren zeichnen sich ergonomische Bürostühle aber auch durch höhenverstellbare Armlehnen aus. Diese haben den Vorteil, dass die Unterarme dank der richtigen Höheneinstellung bequem abgelegt werden können, ohne dass die Schulter angezogen oder nach unten gezogen werden müssten. So verhindert der Nutzer Nackenschmerzen, welche oft auch in den Rückenbereich ausstrahlen und für Kopfschmerzen sorgen können.

Hinweise zum Neigungsgrad

Ein weiterer Aspekt ist der Neigungsgrad, welcher bei derartigen Sitzgelegenheiten ebenso verstellbar sein sollte. Hierunter versteht man schlicht die Neigung der Sitzfläche und der Lehne, so dass der Stuhl quasi weiter nach hinten gelehnt werden kann. Dies hat den Vorteil, dass man sich zeitweise auch nach hinten lehnen kann, ohne hierfür einen Buckel machen zu müssen.

Hinweise zur Rückenlehne

Bei klassischen Bürostühlen, welche nicht wie Chefsessel über eine durchgängige Rückenlehne verfügen, ist es zudem noch wichtig, dass die Rückenlehne in ihrer Höhe verstellbar ist. So kann man dafür sorgen, dass diese beim Nutzer bereits an der Oberkante des Beckens ansetzt. Auf diese Weise wird die Lendenwirbelsäule optimal unterstützt, wodurch Verspannungen im Lendenbereich vorgebeugt wird.

Ebenso diesen Bereich des Rückens betrifft aber auch die Lehnenform bei Bürostühlen mit durchgängigen Rückenlehnen. Hier ist es wichtig, dass sich die Rückenlehne den Wölbungen der Wirbelsäule anpasst, so dass jeder Teil des Rückens auf der Lehne aufliegt. Sollte dies nicht der Fall sein, dann kommt es schnell zu Fehlhaltungen, welche langfristig auch zu permanenten Haltungsschwächen führen können.

Hinweise zum Arretierhebel

Letztlich verfügen viele ergonomische Bürostühle über einen Arretierhebel, bei dessen Auslösung der Stuhl nicht mehr schwingt. Während dieser Einstellung kann man sich dann bemühen, eine gewisse Dauer ohne Anlehnen zu arbeiten, was die Rücken- und Haltemuskulatur stärkt.

Der ergonomische Bürostuhl muss auch richtig eingestellt werden für beschwerdefreies Arbeiten
Der ergonomische Bürostuhl muss auch richtig eingestellt werden für beschwerdefreies Arbeiten
Spezielle Sitzkissen gegen Rückenschmerzen

Neben dem Kauf ergonomischer Bürostühle gibt es heutzutage aber eine Reihe weiterer Möglichkeiten, das Sitzen angenehmer zu gestalten. Diesen Alternativen sind auch sogenannte Sitzkissen zuzuordnen.

Bei diesen handelt es sich um kleine Kissen aus Kunststoff, welche es in verschiedenen Ausführungen gibt. Doch wie können Sitzkissen dazu beitragen, dass die eigenen Rückenschmerzen gelindert und rückenfreundlich gesessen werden kann?

Prinzipiell kann man zwei Arten von Sitzkissen unterscheiden.

  • Einerseits gibt es klassische runde Sitzkissen, welche man auf die Sitzfläche legt und sich daraufhin auf diese setzt. Solche Sitzkissen verfügen zumeist über eine weiche Füllung oder ein Luftpolster.

    Während des Sitzens muss man deshalb gerade und aufrecht sitzen, um überhaupt Halt zu finden. Derartige Sitzkissen zwingen einen demnach quasi in eine gesunde Haltung und tragen dazu bei, den Rücken- und Nackenbereich zu entlasten.

  • Daneben gibt es aber noch Sitzkissen, welche auch als Lordosekissen bezeichnet werden. Der Name lehnt sich dabei an die Krümmung an, welche im Bereich der Lendenwirbelsäule vorgefunden werden kann.

    Lordosekissen werden nicht wie klassische Sitzkissen auf die Sitzfläche gelegt, sondern hinter den unteren Bereich des Rückens geklemmt. Sie schmiegen sich dabei ergonomisch an die Lendenwirbelsäule an, unterstützen diese und sorgen so dafür, dass man nicht in einen Buckel oder ein Hohlkreuz verfällt.

Doch egal für welches Sitzkissen man sich entscheidet, so bieten alle Modelle einen großen Vorteil. So können diese stets mit sich geführt und auf jedem Stuhl angebracht werden, wodurch einem rückengerechten Sitzen nichts mehr im Wege stehen dürfte.

Der Schreibtisch

Bei der Wahl des Schreibtisches sollte darauf geachtet werden, dass dieser mindestens 160 Zentimeter breit und 80 Zentimeter tief ist. Je nach Körpergröße liegt der Tisch am besten 19 bis 28 Zentimeter über der Sitzfläche.

Die Arme sollten bei normaler Sitzhöhe, das heißt mit hängenden Schulter, waagerecht auf der Tischfläche liegen. Es ist wichtig, dass man die Beine unter dem Tisch auch mal ausstrecken kann, ohne dass man sich dadurch in Kabeln verstrickt.

Der optimale Schreibtisch lässt sich variabel in der Höhe verstellen. Liegen die Hände auf, bleibt noch ein Platz von mindestens 10 Zentimetern bis zur Tastatur.

Die Beleuchtung

Ein weiterer wichtiger Faktor für das Wohlbefinden am Arbeitsplatz ist die Beleuchtung. In diesem Zusammenhang gelten drei Hauptprinzipien, welche bei der richtigen Beleuchtung beachtet werden müssen.

  • Zunächst einmal sollte genügend Licht vorhanden sein. Es gibt nichts Schlimmeres, als dass stundenlang in einem Dämmerlicht gearbeitet werden muss. Die Beleuchtung sollte somit einer Überanstrengung der Augen im Dämmerlicht vorbeugen.

  • Des Weiteren sollten starke Kontraste vermieden werden. Eine Schreibtischlampe, die direkt auf die Arbeitsfläche scheint und die Umgebung im Dunkeln lässt, führt lediglich zu Konzentrations- und Sehschwierigkeiten.

  • Letztlich sollte das Licht noch gut verteilt sein, was sich am besten durch den Einsatz mehrerer Lichtquellen erreichen lässt. Eine einzelne Schreibtischlampe in einem sonst dunklen Raum ist somit negativ zu bewerten.

Ordnung am Arbeitsplatz

Hinsichtlich der Gestaltung ist aber auch die Ordnung ein zentraler Faktor. Hier gilt es, einen gesunden Mittelweg zu finden. Ein absolut unübersichtlicher und verschmutzter Arbeitsplatz wirkt sich dabei in der Regel ebenso negativ auf das Befinden aus wie ein Arbeitsplatz, an welchem alles steril und künstlich wirkt. Man sollte sich deshalb um eine persönliche und arbeitsfördernde Gestaltung bemühen, ohne natürlich gleich Unordnung aufkommen zu lassen.

Darüber hinaus helfen noch persönliche Gegenstände dabei, die Atmosphäre des Arbeitsplatzes aufzulockern und angenehme Gedanken aufkommen zu lassen. Dies kann beispielsweise das Aufstellen eines Familienbildes sein, welches sich dann immer an einer Seite des Schreibtisches befindet.

Pflanzen

Sind die neuen Möbel da, dann sollte man sich ein bis zwei Grünpflanzen holen. Je nach Größe des Arbeitsplatzes verhelfen auch ein kleiner Zimmerbrunnen oder ein schönes Bild zu einem ruhigen Geist und damit mehr Kreativität und Konzentration. Kleine Maßnahmen, die recht schnell ihre Wirkungen zeigen.

Richtiges Sitzen am Arbeitsplatz

Rückenansicht Geschäftsmann im Bürostuhl, Hände im Nacken gekreuzt
businessman relaxing © Aramanda - www.fotolia.de

Viele Menschen, die im Büro arbeiten, kennen das Problem, abends nach Betriebsschluss kommt man nach Hause und der Rücken tut weh. Doch das muss nicht sein, denn die häufigste Ursache dafür ist falsches Sitzen.

Deswegen empfiehlt der Professor Bernhard Allmann von der BSA-Akademie/Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in Saarbrücken, dass man die Oberarme locker hängen lassen sollte, wobei die Unterarme waagerecht zum Tisch zeigen sollten. Der Sitz sollte dann so eingestellt werden, dass jeweils bei Ober- und Unterarm, aber auch zwischen Ober- und Unterschenkel ein rechter Winkel entsteht. Dabei sollten die Füße auch fest auf dem Boden aufstehen. Viele Stühle verfügen heutzutage über eine leichte Kippfunktion, die man auch nutzen sollte, denn das dient zur Entspannung der Rückenmuskulatur. Auch sollte man, wenn möglich, öfters einmal aufstehen und umhergehen, beispielsweise zur Teeküche und sich etwas zu Trinken holen.

Gesundes Sitzen – Auf dem Bürostuhl in Bewegung bleiben

Blonde Frau in weißer Bluse meditiert oder macht Yoga am Schreibtisch im Büro
Business woman resting in yoga pose © fizkes - www.fotolia.de

Dass der Mensch vom „homo sapiens“ zum „homo sedens“ geworden ist, wissen wir. Es ist eine Folge unseres Arbeitsalltags, der sich doch sehr von dem unterscheidet, wie unsere Vorfahren ihren Tag verbracht haben. Trotzdem sollte jeder von uns seinen Rücken im Blick haben und einige wenige Regeln im täglichen Alltag beachten.

Nach Angaben der Aktion Gesunder Rücken (AGR) im niedersächsischen Selsingen sollten wir auf einem Stuhl sitzen, der zu unserer Körpergröße passt. Ober- und Unterschenkel müssen einen rechten Winkel bilden. Wenn unser Hinterteil so auf dem Stuhl aufliegt, dass noch zwei bis drei Finger Breite von der Kante bis zur Kniekehle verbleiben, sitzen wir richtig.

Am besten sollte der Rücken von der Lehne vor allem in der hinteren oberen Beckenpartie gestützt werden. Das ist wichtig für eine gerade Haltung. Bei der exakten Einstellung der Armlehnen bilden auch Ober- und Unterarme einen rechten Winkel. Am besten ist das dynamische Sitzen. Dabei wird die Sitzposition so oft wie möglich gewechselt. Der Nutzer neigt sich mal nach vorne, dann wieder ganz zurück, zwischendurch sitzt er aufrecht. Kurz: Wer seinen Rücken auch während der sitzenden Arbeit bewegt, beugt Verspannungen und eventuellen Schäden vor.

Richtig sitzen und stehen - So wird der Rücken optimal entlastet

Verharrt der Körper zulange in der gleichen Position, kommt es schnell zu Verspannungen

3D Ansicht menschlicher Körper, Wirbelsäule mit rotem Kreis markiert
wirbelsäule mit schmerzen © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

Immer mehr Deutsche leiden an Rückenproblemen, die auf zu langes Sitzen und zu wenig Bewegung zurück zu führen sind. Dabei ist es gar nicht so schwer, die Wirbelsäule durch eine andere Sitzhaltung dauerhaft zu entlasten.

Die natürliche Doppel-S-Krümmung

Mediziner weisen darauf hin, dass sich die Wirbelsäule in ihrer natürlichen Doppel-S-Krümmung am wohlsten fühlt. Dabei sollte der Oberkörper aufgerichtet und das Becken leicht nach vorne gekippt werden. Kopf, Brustkorb und Becken bilden so eine Linie. Die typische Schreibtischhaltung mit nach vorne fallenden Schultern ist dagegen kontraproduktiv und fördert eine gekrümmte Wirbelsäule, die sich mit der Zeit schmerzhaft verspannt.

Positionswechsel und Bewegung

Auch Bewegung ist hilfreich: Verharrt der Körper zulange in der gleichen Position, kommt es schnell zu Verspannungen. Daher ist es immer besser, häufiger die Position zu verändern, oder auch einmal aufzustehen und herumzugehen, zum Beispiel bei Telefonaten.

Immer mehr Arbeitgeber bieten auch die Möglichkeit an, zeitweise mit dem Laptop zu einem Stehpult zu wechseln und eine Weile im Stehen zu arbeiten. Auch dabei sollte auf die richtige Haltung und häufigere Positionswechsel geachtet werden. Das klassische "Hohlkreuz" sollte vermieden werden.

Rücken, Nacken und Augen schonen: Wie ein ergonomischer Arbeitsplatz aussehen muss

Junge Geschäftsfrau im Büro sitzt vor dem Computer
Business woman portrait in an office © Andres Rodriguez - www.fotolia.de

Gerade wer 8 Stunden und länger am Tag in einem Büro sitzt, kann sich am Abend durchaus wie gerädert fühlen. Obwohl an sich keine körperliche Arbeit nötig war, fühlt man sich erschöpft und verspannt. Schuld an diesen Problemen ist die falsche Körperhaltung am Arbeitsplatz.

Ein ergonomischer Arbeitsplatz ist daher das A und das O. Zunächst einmal ist die richtige Körperhaltung am PC wichtig. Während man tippt, sollte ein rechter Winkel zwischen Ober- und Unterarm entstehen. Stellen Sie daher den Stuhl auf eine entsprechende Höhe zur Tastatur. Auf keinen Fall sollten die Arme zu gestreckt sein, denn das belastet vor allen Dingen die Nackenmuskulatur.

Die Stuhlhöhe sollte außerdem so variiert werden, dass die Füße locker auf den Boden reichen und nicht etwa die Oberschenkel abgedrückt werden. Auch wenn das zunächst keine Schmerzen verursacht, kann der Blutfluss so erschwert werden, was bei ungünstigen Vorbedingungen eine Thrombose fördern kann.

Für gesunde Augen ist es extrem wichtig, nicht zu dicht vor dem Monitor zu sitzen, da der Blick sonst für Stunden starr auf einen nahen Punkt fixiert wird. Das kann zur Kurzsichtigkeit führen oder eine bestehende Sehschwäche noch verschlimmern. Ideal ist daher ein Abstand von rund 50 Zentimetern zum Bildschirm und möglichst viele Momente, in denen Sie am besten bewusst aus dem Fenster und in die Ferne blicken. Dies trainiert die Augen.

Allerdings ist nicht nur die Entfernung des Monitors wichtig, sondern auch seine Höhe. Auf keinen Fall sollte man beim Arbeiten den Rücken krümmen oder den Kopf nach vorn neigen müssen. Dies verspannt Nacken und Schultern und kann einen Rundrücken entstehen lassen.

Rückenfreundlich arbeiten – so gestalten Sie ihren Schreibtisch ergonomisch

Wer bei der Wahl und Aufstellung der Bürogegenstände auf Ergonomie achtet, kann Verspannungen und Schmerzen vorbeugen

Junge Frau am Laptop im Büro
Businesswoman in a office environment © kristian sekulic - www.fotolia.de

Wer viel im Sitzen arbeitet, kennt sie: Nacken- und Rückenschmerzen. Zwei von drei Frauen (64 Prozent) leiden unter Verspannungen im Nacken, bei den Männern sind es 40 Prozent.

Mit der richtigen Gestaltung des Schreibtisches kann man diesen Beschwerden vorbeugen. Tipps von Arbeitsmedizinern.

Monitor und Beleuchtung einstellen

Viele Büroarbeiter freuen sich über einen großen Monitor, den sie möglichst herausgehoben auf dem Schreibtisch platzieren. Für die Nackenmuskulatur ist das schädlich. Besser: den Monitor so einstellen, dass man beim Arbeiten auf ihn hinabschaut. So bleiben die Muskeln entspannt.

Auch die Augen werden beim Arbeiten am Monitor oder bei künstlicher Beleuchtung belastet. Mit einem matten Bildschirm lassen sich störende Reflexionen verhindern, durch seitlichen Lichteinfall wird zudem die Blendung reduziert. LED-Leuchten sollten mattiert sein, bei andere Lampen sollte man auf eine Lichtstärke von mindestens 500 Lux achten.

Wichtig: Lampen und Bürogeräte so anordnen, dass sie möglichst wenig Schatten werfen.

Handfreundliche Maus und Tastatur

Das wichtigste Instrument für Büroarbeiter ist die Tastatur. Damit die Finger ermüdungsfrei tippen können, sollte der Druckpunkt der Tasten nicht zu hart sein. Um die Handgelenke zu entlasten, empfiehlt sich eine zweigeteilte Tastatur, deren Flächen im Winkel zueinander angeordnet sind.

Wichtig: wählen sie zum Schreiben eine möglichst flache Tastatur, sonst müssen Sie die Handgelenke zu stark anwinkeln.

Zum Scrollen und klicken empfehlen Arbeitsmediziner eine Rollermouse: mit den futuristisch anmutenden Geräten wird der gesamte Arm entlastet, die Steuerung erfolgt nur mit feinen Bewegungen der Finger. Wer mit einer klassischen Maus gut zurechtkommt, kann aber auch diese benutzen. Lediglich vor der Ergomaus warnen die Wissenschaftler, sie belastet den Unterarm zu stark.

Entspannt sitzen – locker bewegen

Mancher Büroarbeiter verbringt seinen Tag auf einem Gymnastikball. Für den Rücken ist das allerdings nicht sinnvoll. Ohne Lehne neigt man zu einer krummen Haltung. Die Folge: Verspannungen im Rücken.

Besser sind höhenverstellbare und drehbare Bürostühle, bei denen sich sowohl Armlehne als auch Sitztiefe verändern lassen. Menschen mit Rückenproblemen können auch einen orthopädischen Stuhl ausprobieren. Die Modelle sind sehr teuer, in vielen Fällen zahlt aber die Deutsche Rentenversicherung dazu (bis zu 435 Euro).

Die beste Vorbeugung vor verspannten Muskeln ist Bewegung. Mindestens einmal pro Stunde sollten Schreibtischarbeiter aufstehen, die Arme ausschütteln und kleine Übungen machen. Das fördert die Durchblutung und verhindert, dass die Muskeln in der starren Sitzhaltung steif werden.

Die Bewegung

Wer behauptet, dass man bis zur Pause nur ruhig auf dem Stuhl sitzen bleiben muss, liegt vollkommen falsch. Müdigkeit und Abgeschlagenheit machen sich sehr schnell breit, dann wird nach süßen Snacks gegriffen, die sich wiederum auf die Hüften legen und der Kreislauf aus Frust und Depression hat begonnen.

Halt! So klappt das weder mit dem Wunschgewicht noch mit der Entspannung. Statt stundenlang brav zu sitzen, sollte man mindestens alle dreißig Minuten

  • aufstehen
  • auf den Zehenspitzen wippen
  • im Zimmer umhergehen und auch
  • einige Kniebeugen machen.

Das Blut und die Lebensgeister kommen wieder in Wallung, das Gehirn erhält neuen Sauerstoff (besonders wenn man bei den Kurzübungen das Fenster weit öffnet) und die nächste Arbeitsaufgabe läuft leichter von der Hand.

Kleine Handschmeichler oder Minigymnastikbälle für die Hände kann man gut in der Schublade verstauen und diese immer wieder einmal zwischendurch in die Hand nehmen. Bereits wenige Minuten kneten und rollen in der Hand fördert die Durchblutung der Finger und ganzen Hand, sodass man erstens wieder ein warmes Gefühl darin erhält und zweitens sich Verkrampfungen durch das Tastenanschlagen auflösen.

Ein Massageroller aus Holz lässt sich ebenso problemlos verstauen und leistet wertvolle Dienste, wenn sich die Waden und Oberschenkel wie aus Stein anfühlen. Auch hier reichen einige Minuten und das Kribbeln in denen Beinen zeigt, dass das Blut wieder fließt.

Regelmäßiges Aufstehen

Zwischendurch immer wieder für kurze Zeit aufzustehen, kann schon eine bedeutende gesundheitliche Wirkung mit sich bringen. Rücken und Beinen tut es gut, wenn man bewusst zwischendurch aufsteht und kleine Gänge macht, die sich vielleicht zeiteffektiver verbinden oder telefonisch erledigen ließen -

Bereits ein wenig Bewegung zwischendurch hilft auch der Konzentrationsfähigkeit auf die Sprünge und entlastet die Augen, wenn man längere Zeit am Bildschirm arbeitet.

Die Pause

Nach Möglichkeit sollte man in der Pause seinen Arbeitsplatz verlassen.

  • Eine Runde um den Block gehen
  • sich langsam und gemütlich im Stadtpark bewegen
  • einige Thai Chi Übungen durchführen und
  • den Wolken zusehen,

nimmt einem den beruflichen Stress und gibt Kraft für die restlichen Arbeitsstunden des Tages. Eine fast schon geniale Variante der Entspannung ist es, wenn man sich in seiner Pause einen mobilen Masseur kommen und sich eine Kopfmassage oder auch Rückenmassage geben lässt.

Vielleicht haben auch die Kollegen Lust auf diese Art von Wellness im Büro. Falls ja, sollte man einen fixen Tag mit dem mobilen Masseur ausmachen an dem er die Büromannschaft auf Vordermann bringt. Toller Effekt: Man fühlt sich nicht nur leichter und beschwingt, sondern das Arbeiten macht mehr Spaß und die Gemeinsamkeit mit den Kollegen verhilft zu einem besseren Arbeitsklima.

Sonstiges: der Arbeitsraum

Neben den bereits erwähnten wichtigen Faktoren spielt auch die richtige Raumtemperatur eine Rolle. Diese sollte 20 bis 22 °C betragen. Die Luftfeuchtigkeit liegt idealerweise bei 40 bis 60 Prozent. Hier hilft regelmäßiges Lüften sowie die Wahl großblättriger Pflanzen; auch Luftbefeuchter sind eine Möglichkeit.

Was den Lärmpegel angeht, sollte sich dieser bei maximal 55 db bewegen. Ist es zu laut, führt dies zu Stress und einer verminderten Leistungskraft. Den Raum sollte man Lüften können, das heißt, es muss problemlos möglich sein, das Fenster zu öffnen.

Für mehr Leistung am Arbeitsplatz sollte man auch seine Fitness im Auge behalten...

Fitness- und Gesundheitstipps für Bildschirmarbeiter

Die folgenden Zeilen beschäftigen sich mit Gesundheitstipps für alle Menschen, die für mehrere Stunden am Tag mit Computern und dem Internet zu tun haben. Zu dieser Kategorie gehören

  • Blogger
  • Webdesigner
  • Programmierer
  • Software- und Hardware-Entwickler

und viele mehr.

Zu den häufigsten gesundheitlichen Problemen der genannten Personengruppen zählen:

  1. Rückenschmerzen, Schmerzen an den Handgelenken und Nackenschmerzen
  2. Migräne und Kopfschmerzen
  3. Gewichtszunahme und Fettleibigkeit
  4. Depressionen und Stress
  5. Probleme mit den Augen
  6. Mit dem Rauchen und Alkoholkonsum verbundene Probleme

Rücken- und Handgelenkschmerzen

Meist werden diese durch Bewegungsmangel und fehlenden Sport verursacht. Es gibt Möglichkeiten, um diese Probleme zu vermeiden:

  • Machen Sie während Ihrer Arbeitszeit eine Stunde lang Pause
  • Widmen Sie sich in Ihrer Pause Ihren Trainingseinheiten
  • Sitzen Sie nicht länger als eine Stunde in ein und derselben Sitzhaltung vor dem Computer
  • Setzen Sie sich gerade hin, wenn Sie vor dem Rechner sitzen, drehen Sie den Hals im Uhrzeigersinn und dann gegen den Uhrzeigersinn und strecken Sie dabei Ihre Nackenmuskultur
  • Benutzen Sie während des Telefongesprächs die Lautsprecher Ihres Telefons oder Handys, um keine verkrampfte Haltung Ihres Nackens einzunehmen.
  • Versuchen Sie eine gerade Sitzhaltung durch aufrechtes Sitzen einzuhalten.
  • Bewegen Sie im Sitzen Ihren ganzen Körper, anstelle nur Ihre Hüfte, wenn Sie sich im Zuge Ihrer Arbeitstätigkeit drehen, um bspw. besser an den neben Ihrer Tastatur liegenden Apfel zu gelangen.
  • Stellen Sie Ihre Knie etwas höher als Ihre Hüfte.
  • Wenn Sie lange an der Tastatur arbeiten, müssen Sie Ihre Hände regelmäßig lockern und entspannen.
  • Nutzen Sie für Ihre Tastatur und Ihr Mauspad eine Handballenauflage.

Kopfschmerzen und Migräne

Kopfschmerzen werden häufig durch Stress oder langanhaltende und intensive Bildschirmarbeit verursacht. Wenn Sie Kopfschmerzen haben und diese wiederkehrend sind, fragen Sie bitte Ihren Arzt und lassen Sie Ihre Sehkraft überprüfen. Schließen Sie aus, dass es sich bei Ihren Beschwerden nicht um eine ernsthafte Erkrankung wie Migräne handelt.

Depression und Stress

Im Kampf gegen dieses Problem müssen Sie eine starke positive Haltung haben. Gönnen Sie sich genügend Schlaf und praktizieren Sie regelmäßig Meditation und Yoga, um Ihr Gehirn zu entspannen. Die beste Methode ist es, einen Plan anzulegen, um bewusst an der Bewältigung stressbedingter Probleme arbeiten zu können.

Augenprobleme

  • Machen Sie in den Pausen einige Augenübungen, wie das Rollen der Augen im Uhrzeigerrichtung oder das sich abwechselnde Blinzeln und Öffnen der Augen.
  • Versuchen Sie kurze Pausen einzulegen, um Ihre Augen zu entspannen.
  • Wenn Sie in Zukunft viel Zeit vor dem Computer-Bildschirm verbringen werden, stellen Sie sicher, dass Sie im Rahmen Ihrer Ernährung ausreichend Vitamin A zu sich nehmen. Vitamin A ist beispielsweise in Karotten zu finden.
  • Versuchen Sie, wie von Augenärzten empfohlen, entspiegelte Gläser zu verwenden.
  • Bevorzugen Sie als Distanz zwischen dem Monitor und Ihren Augen einen Bereich von 20-40 Zoll, was den Maßen 50-100 cm entspricht.

Gewichtszunahme und Fettleibigkeit

  • Durch regelmäßige, kleinere Trainingseinheiten können sich schnell Ergfolgserlebnisse einstellen.
  • Vermeiden Sie das Essen von Fast Food.
  • Versuchen Sie weniger Kohlenhydrate zu sich zu nehmen, wenn Sie zu Übergewicht tendieren oder übergewichtig sind.
  • Wenn Sie sich beklagen, dass Sie keine Zeit haben um zu Trainieren, versuchen Sie am besten, die Übungseinheiten in Ihren Arbeitspausen zu absolvieren.
  • Essen Sie weniger fetthaltige Lebensmittel und trinken Sie viel Wasser.

Mit dem Rauchen und Alkoholkonsum verbundene Probleme

Menschen, die in Berufsfeldern wie Verwaltung und Management arbeiten, neigen stressbedingt zu Suchtproblemen.

Diese Abhängigkeiten müssen kontrolliert und gestoppt werden, da die Gesundheit nachhaltig beeinträchtigt wird und Ihre Effizienz und Leistungsfähigkeit langfristig beeinträchtigt wird.

Kurze Stehpausen im Büro gut für Herz und Figur

Wer im Büro bei jeder Gelegentheit aufsteht, kann viel für seine Gesundheit tun

Kleine Gruppe im Businesslook bei lockerem Meeting im Büro
good employee attitude © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Häufiges Aufstehen ist gesund. Diesen Schluss legt eine Studie an der Universität von Queensland (Australien) nahe. Dabei wurden der Taillenumfang und Blutwerte von 4700 Amerikanern analysiert.

Demnach reduzieren schon kurze Stehpausen das Risiko von Herzerkrankungen. Wer umgekehrt zu lange sitze, bei dem steige die Anfälligkeit von Herz- und Kreislauferkrankungen.

Die Studie hat ergeben, dass bei denjenigen, die länger saßen, der Taillenumfang größer, der Wert des "guten" HDL-Cholesterins niedriger und der des C-reaktiven Proteins höher ausfiel. Regelmäßiger Sport zum Ausgleich und häufiges Aufstehen - wenn auch nur für kurze Zeit - hätten diese gesenkt, so die Beobachtung.

Nur gelegentliches Aufstehen verringert Taillenumfang bereits massiv

"Die obersten 25 Prozent der Probanden, die am meisten Sitzunterbrechungen einlegten, hatten im Schnitt einen um 4,1 Zentimeter geringeren Hüftumfang als die untersten 25 Prozent", berichtet Genevieve Healy von der Universität Queensland im "European Heart Journal".

Somit sollte man am Arbeitsplatz öfter mal vom Stuhl aufstehen und Telefonate im Stehen erledigen. Healy rät zudem, Kollegen persönlich aufzusuchen, statt zu mailen oder anzurufen.

Entlastung für den Rücken mit Steharbeitsplätzen

In der heutigen Zeit leiden immer mehr Arbeitnehmer unter Rückenschmerzen, die oftmals durch die ständige Arbeit am Computer verursacht werden.

Doch jetzt bieten viele Arbeitgeber ihren Mitarbeitern auch sogenannte Steharbeitsplätze an, wie die gesetzliche Unfallversicherung VBG berichtet. Dadurch wird einerseits der Rücken entlastet und zudem auch der Kreislauf stabilisiert.

Aber wer dabei trotzdem noch Sitzen möchte, der sollte auf eine verstellbare Rückenlehne achten und die Sitzfläche sollte leicht nach vorne geneigt sein. Auch die Einstellung des Bildschirms sollte dann dementsprechend angepasst werden, das heißt leicht nach hinten geneigt werden, so dass die erste zu lesende Zeile in Augenhöhe ist. Zwischendurch empfiehlt es sich auch die Sitzhaltung zu wechseln und im Stehen zu telefonieren.

Arbeitsmedizin: Gesundheits-Tipps für Angestellte mit sitzender Tätigkeit

Wer viele Stunden am Tag sitzend arbeitet, sollte einige Ratschläge befolgen

Junge Frau im Büro an ihrem PC isst Salat
Businesswoman in cubicle using laptop and eating salad © Monkey Business - www.fotolia.de

Anette Wahl-Wachendorf ist Arbeitsmedizinerin in Darmstadt. Sie erklärt, warum Angestellte, die fast ausschließlich im Sitzen arbeiten, anfällig für

sind.

Falsche Ernährung und zu langes Sitzen

Zunächst sei das Essen in den Kantinen oft zu schwer:

seien zu kalorienreich und könnten zu Übergewicht führen. Besser wäre es oft, sich die Brotzeit lieber von zuhause mitzubringen und dabei auf gesunde Inhalte wie Salat und Obst zu achten.

Dann würden die Angestellten oft zu viel Kaffee trinken, um die Müdigkeit zu verscheuchen. Das sei nicht ratsam. Besser wären zwei Liter Wasser oder Tee am Tag. Zu viel Sitzen und zu wenig Trinken könnten Thrombosen verursachen. Wer außerdem zu lange am Tag sitze, könne Rückenprobleme bekommen.

Zwischendurch bewegen

Wahl-Wachendorf rät daher dazu, öfter mal aufzustehen und sich die Beine zu vertreten, das wäre auch gut gegen aufkommende Müdigkeit. Ihre Gesundheits-Tipps für Angestellte, die sehr viel im Sitzen arbeiten, lassen sich in einfachen Worten so ausdrücken: leichtes Mittagessen, weniger Kaffee und mehr Bewegung.

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Rückenschmerzen am Arbeitsplatz verhindern

Wer an seinem Arbeitsplatz lange sitzen muss, hat häufig mit Rückenschmerzen zu kämpfen. Daher sollten Berufstätige mit einem Schreibtischarbeitsplatz so oft wie möglich aufstehen. Am besten sei es, so die Aktion Gesunder Rücken (AGR), wenn Arbeitnehmer höchstens die Hälfte des Tages im Sitzen verbringen.

Auf diese Weise verhindern sie Rückenbeschwerden, die vor allem aufgrund mangelnder Bewegung und einer ungünstigen Sitzhaltung entstehen. Vorteilhaft sind auch Stehpulte und sogenannte Steh-Sitz-Möbel. Sie sind mit einer höhenverstellbaren Arbeitsplatte ausgestattet, so dass man auch im Stehen bequem arbeiten kann. Dies führt zu einer spürbaren Entlastung des gesamten Rückens und verbessert die Durchblutung der Muskulatur. Dadurch bewegt man sich insgesamt häufiger.

Arbeitsmittel und Arbeitsplätze sollen an ältere Arbeitnehmer angepasst werden

Aufgrund einer Untersuchung durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) sollten die Arbeitsplätze und auch die Arbeitsmittel an das jeweilige Alter der Arbeitnehmer angepasst werden.

So lassen natürlich bei älteren Arbeitnehmer die Fähigkeiten bezüglich Kraft, Feinmotorik und auch Sehvermögen nach, so dass dies dementsprechend beim Arbeitsplatz und auch bei den Arbeitsmitteln berücksichtigt werden soll. Wie man bei den neuesten Untersuchungen feststellte, sind aber die normalerweise als sicher geltenden Maschinen, wie zum Beispiel ein Winkelschleifer oder Bohrmaschinen für ältere Arbeitnehmer über 55 Jahren nicht mehr ganz sicher.

Leider reagieren auch die Hersteller, obwohl dies schon länger bekannt ist, nicht auf die dementsprechende Umsetzung der ergonomischen Gestaltung, so dass dadurch die Arbeitssicherheit beeinträchtigt wird.

Friseure, Verkäufer & Co: Wer im Stehen arbeitet, sollte die Muskeln trainieren

Friseurin bei der Arbeit
friseusin © Kalle Kolodziej - www.fotolia.de

Wer im Beruf viel Zeit im Stehen verbringt, sollte seine Muskeln entsprechend trainieren. Dies raten Orthopäden mit Blick auf die Folgeschäden bei Berufen, in denen die meiste Zeit stehend verbracht wird. Dazu gehören beispielsweise Friseure, die etwa 60-70% der Arbeitszeit im Stehen verbringen und unter Muskel- und Gelenkproblemen leiden. Auch Verkäufer, Bäcker oder Tankwarte sind vielfach betroffene Berufsgruppen.

Die meisten neigen dazu, jede freie Minute zum Sitzen zu nutzen - dies ist jedoch der falsche Weg, so die Experten. Denn dabei bleibt das Blut in den unteren Beinen. Besser sei es, sich so oft wie möglich zusätzliche Bewegung zu verschaffen, zum Beispiel ein kurzer Spaziergang.

Ist dies nicht möglich, sollten sie zumindest darauf achten, die Beine ab und zu zu dehnen und zu strecken oder das Gewicht regelmäßig zu verlagern um immer wieder andere Muskeln und Bänder zu belasten.

Sinnvoll ist es auch, zusätzliches Muskeltraining zu absolvieren, zum Beispiel in einem Gymnastikkurs oder mit Pilates. Wer zweimal pro Woche einen Ausgleichsport wie Schwimmen oder Joggen betreibt, tut seinem Körper ebenfalls viel Gutes.

Erleichternd bei der Arbeit sind gute flache Schuhe und möglicherweise auch Kompressionsstrümpfe, die vor Krampfadern schützen.

Und schließlich hilft auch die richtige Arbeitsweise dabei, Gesundheit und Wohlbefinden zu fördern...

Abwechlsungsreiche Arbeitsabläufe für gesundes Arbeiten im Büro

Ohne die Arbeitsteilung würde unsere heutige Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft überhaupt nicht funktionieren. Leider bedingt diese Arbeitsteilung auch, dass viele Arbeitnehmer in Büros täglich die immer gleichen bewegungsarmen Arbeiten mit entsprechend gleichen Belastungen verrichten. Doch wie kann man durch abwechslungsreiche Arbeitsabläufe im Büro dafür sorgen, dass auf Dauer keine Gesundheitsschäden und Erkrankungen auftreten?

Zunächst einmal sollten die aktuellen Arbeitsabläufe im Büro analysiert werden. Ein typischer Ablauf wären dabei zwei Arbeitsphasen von jeweils vier Stunden, welche von einer halbstündigen Mittagspause unterbrochen werden.

Weitere Tätigkeiten abseits des Schreibtisches werden hingegen unsystematisch und bei Gelegenheit ausgeführt, häufig auch kurz vor Betriebsende oder der Mittagspause. Von diesem Grundablauf ausgehend kann nun versucht werden, abwechslungsreichere Abläufe zu etablieren.

Körperliche Abwechslung

Abwechslung bedeutet in diesem Fall, dass die Arbeitnehmer einerseits häufiger den körperlichen Belastungstyp wechseln. Muss man beispielsweise ohnehin jeden Tag einige Dokumente kopieren, dann sollte dies zu einem Zeitpunkt geschehen, wo man bereits lange am Schreibtisch sitzt und auch keine baldige Pause zu erwarten hat. So können kleinere Erledigungen, wie etwa das Kopieren, nach etwa zwei Stunden Sitzen erledigt werden.

Darüber hinaus kann es Sinn machen, auch kurze Pausen zwischen den langen Phasen des Sitzens einzulegen, in welchen sich dann körperlich betätigt wird. Hierzu gibt es spezielle Dehn- und Kräftigungsprogramme, welche nur wenig Zeit in Anspruch nehmen und für einen Ausgleich sorgen. Werden solche Übungen zudem noch in der Gruppe ausgeführt, steigert sich das Gruppengefühl und es entsteht eine entspannte und angenehme Atmosphäre.

Geistige Abwechslung

Darüber hinaus sollten aber auch die geistigen Arbeitsabläufe mit Bedacht in den Arbeitsalltag integriert und angeordnet werden. In diesem Zusammenhang empfiehlt es sich, Phasen großer Konzentration möglichst in die erste Hälfte des Tages zu verlegen. Nach jeder halben Stunde sollte zudem eine fünfminütige Pause eingelegt werden, in welcher sich dann mit weniger kognitiv anspruchsvollen Aufgaben auseinandergesetzt werden kann.

System und Ordnung

Letztlich ist es noch empfehlenswert, am Arbeitsplatz stets für Ordnung zu sorgen und gewisse Systeme und Vorgehensweisen zu etablieren. Dies mag zwar dem Prinzip des abwechslungsreichen Arbeitsablaufs auf den ersten Blick widersprechen. Durch feste Zeiten für Besprechungen und weitere Vereinbarungen erhalten die Mitarbeiter allerdings verlässliche Pfeiler, um welche dann die persönlichen eigenen abwechslungsreichen Arbeitsabläufe geplant werden können.

Grundinformationen und Hinweise zur Ergonomie

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: business woman is relaxing in front of her laptop © Doreen Salcher - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: business woman back pain © fred goldstein - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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