Bewerbungsunterlagen - Tipps zum Bewerbungs- und Motivationsschreiben

Mann im Anzug sitzt mit einem Kugelschreiber über einem Dokument im roten Schnellhefter

Ein Überblick über die wichtigsten Bewerbungsunterlagen und Hinweise zum Verfassen des Motivationsschreibens

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  • von Paradisi-Redaktion

Im Bewerbungsschreiben geht es vor allem darum, den Arbeitgeber von sich zu überzeugen, damit die Chancen einer Einstellung erhöht werden. Eine besondere Stellung nimmt dabei auch das Motivationsschreiben ein. Doch zu den Bewerbungsunterlagen zählen viele weitere Aspekte; zudem gibt es unterschiedliche Formen des Bewerbungsschreibens. Informieren Sie sich hier über alles Wissenswerte zum Thema Bewerbungsunterlagen.

Das Bewerbungsschreiben stellt für viele Bewerber die schwierigste Hürde der Bewerbung dar, schließlich muss man mit diesem seine Motivation für das entsprechende Unternehmen deutlich machen. Und das Schreiben ist nicht unbedingt jedermanns Sache. Umso sorgfältiger sollte man diese Aufgabe angehen.

Bewerbungsschreiben: unterschiedliche Formen

Das Bewerbungsschreiben ist der erste Eindruck, welchen der Arbeitgeber von einer potentiellen neuen Arbeitskraft gewinnt. Ebenso groß wie die Bedeutung dieses Dokuments ist aber auch die Vielfalt der Formen von Bewerbungsschreiben. Doch welche verschiedenen Formen von Bewerbungsschreiben gibt es überhaupt, welche im Rahmen einer Bewerbung verfasst werden können?

Klassische Bewerbung

Der Klassiker ist natürlich die schriftliche Bewerbung, welche zumeist in Form einer Bewerbungsmappe zusammengestellt wird. In diesem Zusammenhang gibt es eine Reihe von Komponenten, welche über die Qualität einer schriftlichen Bewerbung entscheiden.

  • So sind einerseits die Qualität und das Gewicht des verwendeten Papiers wichtig.
  • Des Weiteren spielt bei diesem Bewerbungsschreiben auch das Layout und die Druckqualität eine entscheidende Rolle.
  • Das Ganze wird zudem noch in einer Hülle zusammengehalten, wofür es unterschiedliche Systeme aus Papier und Plastik gibt.
  • Zuletzt spielt bei der schriftlichen Bewerbung noch der Zustand der Unterlagen eine zentrale Rolle, wobei diese keine Gebrauchsspuren aufweisen und gepflegt wirken sollten.

E-Mail-Bewerbung

Eine weitere Form des Bewerbungsschreibens, welche nur die logische Konsequenz heutiger technischer Entwicklungen darstellt, ist die E-Mail-Bewerbung. Vorteile eines solchen Schreibens liegen auf der Hand. So stellt das Verfassen eines E-Mail Bewerbungsschreibens einerseits keinen so großen Aufwand dar.

Nicht nur, dass das Ausdrucken und Zusammenstellen der Mappe entfällt. Vielmehr spart man sich auch all jene Kosten, welche das Beschaffen und Bearbeiten der Bewerbungsunterlagen nach sich zieht.

Darüber hinaus ist man beim Verfassen eines solchen Schreibens an weniger Formalien gebunden, da hier vermehrt die vergleichsweise lockeren Regeln des E-Mail-Verkehrs Anwendung finden.

Online-Formulare

Die letzte Hauptkategorie der Arten von Bewerbungsschreiben stellen Online-Formulare dar. Bei diesen handelt es sich um eine Art Fragebogen, welcher auf der Website des Unternehmens vorgefunden werden kann.

Um das Bewerbungsschreiben zu verfassen, muss der Bewerber hier nur noch die leer stehenden Felder ausfüllen und eventuelle Anhänge beifügen. Es entfällt demnach das Erstellen einer individuellen, zeitaufwendigen und kostspieligen Bewerbung.

Aber auch der Arbeitgeber profitiert von dieser Bewerbungsform, dank welcher die Bewerber leicht untereinander verglichen und eingeschätzt werden können. Online Formulare befinden sich dabei weltweit im Vormarsch, weshalb diese schon in einigen Jahren die gängige Bewerbungsform darstellen könnten.

Bewerbung per E-Mail oder doch lieber auf dem Postweg?

Bewerbungsmappe, Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Passfotos
Lebenslauf und Bewerbung Schreiben in Deutsch © bilderbox - www.fotolia.de

Monster, Stepstone und Jobscout24 - das Internet hat die hiesigen Zeitungen als Portal für die Vermittlung von Arbeitsplätzen überholt. 10 Prozent mehr Jobangebote befinden sich derzeit im Word Wide Web.

E-Mails statt ausgedruckten Bewerbungsanschreiben, PDF-Dateien statt grauer Karton-Mappe. Besonders im IT-Bereich und der Werbebranche bevorzugen immer mehr Arbeitgeber eine Bewerbung via Internet. Sei es über ein standard Bewerbungsformular auf der Homepage oder über die klassische E-Mail. Das Prozedere geht schneller von statten, was Arbeitgebern und Bewerbern gleichermaßen entgegenkommt. Auch entfallen die Kosten für Porto, Papier und Passbilder und Agenturen müssen keine lästigen Fließband-Absagen mehr verschicken. Einer Umfrage zu Folge, präferieren 400 von insgesamt 1350 befragten Unternehmen den elektronischen Weg. Während für 20 Prozent die E-Mail eine adäquate Form der Kontaktaufnahme darstellt, setzen immernoch 61 Prozent aller Arbeitgeber auf die Bewerbung auf dem Postweg.

Anonyme Bewerbung auch in Deutschland - Chancengleichheit oder Entpersonalisierung?

Bei anonymisierten Bewerbungsverfahren werden weder Name, Nationalität und Geburtsdatum genannt

Frauenhand mit Kuli über weißem Papier mit Fragezeichen
FAQ´s © lafota - www.fotolia.de

Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind nicht für alle Menschen gleich. Auch wenn Firmen diskriminierende Entscheidungstendenzen bei der Auswahl der Stellenbewerber abstreiten, belegen doch Statistiken genau, das Ausländer und ältere Menschen nicht die gleichen Chancen haben. Einer weltweiten Studie zufolge müssen ausländische Bewerber durchschnittlich 45 Prozent mehr Stellenbewerbungen schreiben.

Prinzip der anonymen Bewerbung

Ende des Jahres soll daher ein Projekt ins Leben gerufen werden, welches sich für die Umsetzung anonymer Bewerbungen einsetzt. Weder Name, Geburtsdatum, noch die Nationalität muss im Lebenslauf angegeben werden. Auf diese Weise soll allein Ausbildung und Qualifikation eines Bewerbers entscheiden, wer zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird.

In Deutschland ist dieses System noch weitgehend unbekannt, in Schweden und Frankreich werden anonymisierte Bewerbungsverfahren jedoch bereits angewandt. Die Lufthansa ist Vorreiter auf dem Gebiet, da sie die Auswahl der Bewerber von einem Computer, je nach Qualifikation, treffen lassen. Optik, Herkunft, Behinderungen oder Geschlecht spielt dabei keinerlei Rolle.

Zu bedenken sind jedoch auch die Nachteile, die sich ergeben wenn der Arbeitnehmer als Mensch vollkommen entpersonalisiert wird.

Auch Online kann man sich um eine Arbeitsstelle bewerben

Eine Online-Bewerbung erscheint einfacher, doch auch dabei kann man einige Fehler machen

Junge Frau im Schlafzimmer sitzt vor ihrem Computer und tippt
Determined girl typing on computer in bedroom © AVAVA - www.fotolia.de

Immer mehr Unternehmen bieten Arbeitsstellen über das Internet an, so liegt der Prozentsatz der anbietenden Firmen, nach Aussage des Branchenverbandes Bitkom schon bei 94 Prozent. Die Bewerber haben somit die Möglichkeit sich per E-Mail oder einem vorgefertigten Online-Formular zu bewerben. Doch bevor man einfach mit der Bewerbung loslegt, sollte man einiges beachten.

Formale Aspekte

Es ist am besten, wenn man eine möglichst "neutrale" E-Mail-Adresse hat, die sich aus dem Vor- und Familienname zusammensetzt, gefolgt mit dem Providernamen. Unter Betreff gehört einmal das Wort "Bewerbung" und dann die Stellenbezeichnung eventuell mit einer Kennziffer. Als Text schreibt man nur den Bezug auf die Bewerbung und listet die einzelnen Anlagen, wie Lebenslauf und Zeugnisse, auf.

Im Lebenslauf sollte auch ein Foto integriert sein. Manche Firmen haben auch ein vorbereitetes Online-Formular, das man dementsprechend ausfüllt. Am Ende nicht den Namen, Anschrift und Telefonnummer vergessen.

Formulierungen, Rechtschreibung und Co.

Bei den Formulierungen sollte man die wählen, wie sie früher bei den schriftlichen Bewerbungen auch üblich waren. Besonders wichtig sind natürlich die Rechtschreibung und die Vollständigkeit, denn sonst landet die Bewerbung sofort im "Papierkorb". Bei allen Bewerbungen über E-Mail, sollte man sich eine Kopie entweder speichern oder ausdrucken, damit man bei einem Bewerbungsgespräch auch Unterlagen zur Verfügung hat.

Die Datei-Größe der Anhänge sollte maximal drei bis vier MB betragen. Man kann sich aber auch eine sogenannte Bewerbungs-Homepage erstellen, beziehungsweise erstellen lassen, auf die man in der Bewerbung als Ergänzung hinweisen kann. Diese kann aber nicht die eigentliche Bewerbung ersetzen.

Immer mehr Bewerber schicken ihre Bewerbung online

Immer mehr Firmen setzen auf Online-Bewerbungen. Die klassischen Bewerbungsmappen hingegen werden immer weniger verwendet. So stieg innerhalb eines Jahres der Anteil an Unternehmen, die digitale Bewerbungen bevorzugen, von 27 auf 39 Prozent.

In den Ausschreibungen wird darauf auch gleich hingewiesen. So heißt es, dass Interessenten ihre Bewerbungsunterlagen per E-Mail einsenden sollten. Die Zahlen stammen vom Branchenverband Bitkom, der sich auf eine repräsentative Umfrage unter 1.500 Firmen beruft. Allerdings sind es immer noch 43 Prozent der Firmen, die eine klassische Bewerbungsmappe aus Papier bevorzugen.

So wurde festgestellt, dass gerade große Unternehmen den Bewerbungsprozess digitalisieren. Große Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 50 Millionen Euro setzen zu 61 Prozent auf die digitale Bewerbung. Kleinere Firmen mit bis zu einer Million Euro Umsatz, sind hingegen erst zu 37 Prozent am digitalen Verfahren beteiligt.

Online Bewerbungen stark im Kommen

Blondes Mädchen liegt auf dem Bauch vor einem Laptop, zeigt auf den Bildschirm und hat den Mund geöffnet
that's amazing! © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Immer mehr Firmen setzen bei der Suche nach neuen Mitarbeitern auf Online-Bewerbungen. Dies fand eine Umfrage des Branchenverbandes Bitkom heraus. Demnach verwenden bereits 41 Prozent der befragten Unternehmen Bewerbungen per Online-Formular oder E-Mail.

Die digitale Bewerbung hat für beide Seiten Vorteile. Gerade der Bewerber spart sich den Gang zur Post sowie Material für die Bewerbungsmappe und das Porto. Auch dem Arbeitgeber erleichtert es die Arbeit, alle Bewerbungsunterlagen digital vorliegen zu haben.

Doch auch wenn die Online-Bewerbung praktisch und bequem ist, bedeutet dies nicht, dass der Bewerber sich weniger Mühe geben sollte. Denn auch bei Online-Formularen oder einer E-Mail ist es wichtig, unbedingt bestimmte Regeln und Formen zu beachten.

Wird sich per E-Mail beworben, sollte als erstes die eigene E-Mail-Adresse überprüft werden. Am besten eignet sich hier eine neutrale und seriös wirkende Adresse. Optimalerweise sollte der eigene Name bereits in der E-Mail-Adresse ersichtlich sein. Außerdem sollte auf keinen Fall die Betreffzeile vergessen werden. Hier können, falls vorhanden, der Jobtitel oder die Kennung der Anzeige vermerkt werden. Somit weiß der Arbeitgeber sofort, um welche Bewerbung es sich handelt. Der eigentliche Text der E-Mail sollte kein Roman sein, sondern nur freundlich auf die Bewerbung in Form von Anhängen hinweisen. Sehr empfehlenswert ist ein kurzes, höfliches Anschreiben, an dessen Ende auch der eigenen Namen sowie die Kontaktdaten nicht vergessen werden sollten.

Neben der E-Mail-Bewerbung sind auch immer mehr online Formulare für standardisierte Bewerbungen im Internet in Gebrauch. Für den Bewerber bedeutet dies, dass er sich über das Layout der eigenen Bewerbung weniger Gedanken zu machen braucht. Allerdings wird es hierdurch auch schwieriger, sich von der Masse abzuheben. Es ist daher besonders wichtig, die vorgegebenen Felder fehlerfrei sowie mit ansprechenden Formulierungen auszufüllen. Es sollten außerdem unbedingt alle Felder ausgefüllt werden. Fehlende Angaben machen meist einen sehr schlechten Eindruck.

Die Anhänge, sowohl bei einer E-Mail-Bewerbung, als auch bei einem Online-Formular, sollten übersichtlich und gut strukturiert sein. In den Anhang gehört vor allem der Lebenslauf, inklusive dem Bewerbungsfoto, Zeugnisse sowie Arbeitsnachweise oder Empfehlungsschreiben. Wenige, aussagekräftige Anhänge sind deutlich mehr wert, als bloße Masse. Sinnvoll ist es außerdem, ein gängiges Dateiformat zu verwenden, um sicherzustellen, dass die Dateien geöffnet werden können.

Auch bei Bewerbungen, die online stattfinden, ist ein formaler und höflicher Umgangston angebracht. Gerade bei Online-Formularen bietet es sich allerdings an, auf eine Begrüßung nicht zu verzichten, um dem Formular etwas seine Anonymität zu nehmen. Die Kunst bei jeder Bewerbung ist es, bei dem Unternehmen einen seriösen Eindruck zu hinterlassen und dabei gleichzeitig sympathisch zu wirken.

Traumjob per Mausklick - Was man bei der Online-Bewerbung beachten sollte

Alles andere als virtueller Kram: Im realen Leben ist die Online-Bewerbung längst gleichauf mit der klassischen Variante auf Papier. In einigen Branchen gehört die Bewerbung im Internet sogar zum guten Ton - wer zum Beispiel als Webdesigner etwas auf sich hält, der sollte auch beim virtuellen Anschreiben Stil und Können beweisen.

Ganz nebenbei ist eine Online-Bewerbung für den Bewerber günstig, für den potentiellen Arbeitgeber praktisch und übersichtlich. Kein Rückschicken von Unterlagen, kein Durchwühlen von Lebensläufen - alles wird hier per Mausklick geregelt. Dabei sollte man jedoch, aller Einfachheit zum Trotz, die Online-Bewerbung mindestens ebenso sorgfältig vorbereiten wie die Papier-Variante. Nicht zu öffnende Dokumente, verrutschte Textzeilen oder allzu lockere Anschreiben sind auch per Mail ein absolutes No-Go!

Wer seine Chancen auf den Traumjob erhöhen möchte, der sollte sich deshalb ausreichend Zeit für die Online-Bewerbung nehmen. Und zur Not auch eine neue Mail-Adresse einrichten - schließlich machen Spitznamen oder die Lieblingsband keinen besonders seriösen Eindruck...

Bewerbung: Motivationsschreiben können punkten

Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Passfotos, Stellenanzeigen in Zeitung
Schreiben für Bewerbung und Lebenslauf © bilderbox - www.fotolia.de

Ausbildungsstelle oder Job - ohne eine Bewerbung geht es nicht. Obwohl heutzutage sehr viele Firmen vermehrt auf eine Online-Bewerbung setzen, zeigt sich doch, dass eine Bewerbung in Papierform immer wieder notwendig sein kann. Sich hierbei von der breiten Masse der Bewerber abzusetzen, ist oft schon der erste Impuls für ein persönliches Gespräch mit dem Personalleiter. Das Motivationsschreiben, als relativ neues Element einer Bewerbung, kann dieses Ziel mitunter deutlich unterstützen.

Hinter dem Motivationsschreiben verbirgt sich als ergänzender Part der Bewerbungsunterlagen eine sogenannte dritte Seite, die in ihrem Umfang eine DIN A4-Seite nicht überschreiten sollte. Neben dem Anschreiben und dem Lebenslauf lässt sich mit dem Motivationsschreiben auf besondere Fähigkeiten oder Kenntnisse ebenso hinweisen als auch auf die persönliche Motivation warum man sich gerade bei einem Unternehmen bewirbt. Der Lebenslauf selbst bietet für solche Details in der Regel keinen Platz und auch das Anschreiben ist für etwas ausführliche "Erzählungen" nur selten geeignet.

Ähnlich wie für das Anschreiben gilt jedoch auch für ein Motivationsschreiben, dass formale Regeln eingehalten werden sollten. Ein Betreff darf hierbei ebenso wenig fehlen wie auch eine formale Anrede. Folgend gilt es möglichst schon mit den ersten Sätzen die Aufmerksamkeit des Lesers zu erlangen, damit dieser sich auch mit dem Schreiben insgesamt beschäftigt. Allgemein gehaltene Sätze, wie etwa "hiermit bewerbe ich mich..." oder "gerne übersende ich Ihnen meine Unterlagen" sollte man deshalb lieber vermeiden. Im Hauptteil eines Motivationsschreibens kann man dann wiederum konkret darauf eingehen, weshalb man sich auf die Stelle bewirbt, warum man genau der passende Mitarbeiter ist oder auch welche Qualifikationen im Besonderen vorhanden sind. Den Abschluss des Schreibens wiederum bilden der Hinweis, dass man sich auf eine persönliche Einladung freut und der abschließende freundliche Gruß. Wichtig: Ein Unternehmen fordert kaum eine dritte Seite, weshalb man am besten immer wieder neu entscheiden sollte, ob man das Motivationsschreiben als Bestandteil einer Bewerbung mit einreicht oder doch lieber darauf verzichtet.

Neue Bewerbungsmethoden - wie sie funktionieren und was sie taugen

Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Passfotos, Stellenanzeigen in Zeitung
Schreiben für Bewerbung und Lebenslauf © bilderbox - www.fotolia.de

Mit dem klassischen Bewerbungsschreiben kann man in den meisten Fällen wohl nichts falsch machen. Doch wer mit der Zeit gehen möchte, sollte sich auch in diesem Bereich informieren, denn mittlerweile gibt es eine Vielzahl an einfachen aber effektiven Methoden, einen möglichen zukünftigen Arbeitgeber von sich zu überzeugen. In eher konservativen Branchen wie dem Finanzwesen wird man damit eher weniger punkten können, vielmehr beziehen sich solche Bewerbungsmethoden auf Marketing, Medien, Kommunikation und IT.

Lebenslauf nach englischem Modell

Auffällig ist, dass sich der Lebenslauf in Zukunft mehr und mehr dem englischen Modell anpasst. Der „CV“ wird in Blöcken aufgeteilt, in denen man seine beruflichen Etappen zusammenfasst. Dabei sollten die Erfolge herausgearbeitet werden. Persönliche Angaben zur Familie, zu Hobbies etc. fallen zukünftig weg. Auch das Bewerbungsfoto sowie die Angabe des Geburtsdatums werden in Zukunft keine große Rolle mehr spielen. Insgesamt sollte der Lebenslauf nicht länger als zwei Seiten lang sein.

Blog und soziale Netzwerke

Das Schreiben eines Blogs ist in – und wenn es um die Suche eines neuen Jobs geht, kann es zudem sehr hilfreich sein. Wer über ein bestimmtes Thema bloggt, wird von anderen Menschen gefunden. Es können zudem neue Kontakte aufgebaut werden, beispielsweise, indem man sich an Diskussionen beteiligt usw.

Über Facebook und Co. lassen sich ebenfalls potentielle neue Arbeitgeber finden. Man kann zum einen posten, dass man auf der Suche nache etwas Neuem ist, oder eine spezielle Website dafür anfertigen. Nebenbei ist es wichtig zu wissen, dass Bewerber heutzutage auch über die sozialen Netzwerke geprüft werden – unpassende Fotos und Posts sollten vor einer Bewerbung also unbedingt entfernt werden.

Dossier und E-Book

Im technischen Bereich und Ingenieurswesen beispielsweise könnte ein Dossier sehr hilfreich sein. Dabei handelt es sich um ein bis zu zwölf Seiten langes Dokument, welches mit entsprechendem Inhaltsverzeichnis durch die einzelnen beruflichen Etappen des Bewerbers führt. Im kreativen Bereich eignet sich dafür auch ein E-Book, eine Art Zeitschrift, in die zudem auch noch Grafiken integriert werden können.

Video und Online-Präsentation

Mit einem Video kann man auf besondere Art und Weise auf sich aufmerksam machen. Wichtig ist, dies nicht als Anhang mitzuschicken, sondern auf einen Link zu der entsprechenden Plattform zu verweisen. Der Film sollte eine Länge von zwei Minuten nicht überschreiten. Des Weiteren stehen dem Bewerber heutzutage im Internet zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, um auf sich aufmerksam zu machen. Eine riesengroße Visitenkarte mit allen interessanten Seiten, Videos und Co. kann man beispielsweise durch das Angebot der About.me-Präsentation realisieren.

Bewerbungsunterlagen: wichtige Bestandteile

Für das Erstellen von Bewerbungsschreiben gibt es sogar spezielle Kurse, in welchen alle wichtigen Kriterien erlernt werden können. Doch auch ohne eine solche Vorbereitung ist die Erstellung eines ansprechenden Bewerbungsschreibens möglich. Doch was gehört überhaupt alles in die Bewerbungsunterlagen, damit diese vollständig sind und einen guten Eindruck beim Arbeitgeber hinterlassen?

Der Aufbau eines Bewerbungsschreibens sieht wie folgt aus:

  • Angaben zum Absender
  • Datum
  • Empfängeradresse
  • Betreff
  • Anrede
  • Einstieg/Einleitung
  • Profilkurzdarstellung
  • Unternehmensbezug
  • evtl. Hinweise auf weitere Kenntnisse, Referenzen, Kündigungsfristen...
  • falls gewünscht: Gehaltsvorstellungen
  • Unterschrift
  • Anlagen

Deckblatt

Das erste wichtige Element ist natürlich das Deckblatt. Dieses erfüllt vor allem einen ästhetischen Zweck, da hier eine Vorerwartung aufgebaut und die eigene Person grob vorgestellt werden kann.

Häufig empfiehlt es sich auch, das Deckblatt mit einem Foto der eigenen Person zu versehen. So erinnert sich der Personalleiter auch noch später an einen und kann eventuell später die Unterlagen leichter mit jener Person in Verbindung bringen, welche im Vorstellungsgespräch erschienen ist.

Anschreiben

Der zweite zentrale Teil besteht aus dem Anschreiben, welches in der Regel eine DIN-A4 Seite umfasst. Hier erläutert der Bewerber einerseits seine Motivation, also all jene Gründe, weshalb er gerne bei diesem Unternehmen einsteigen würde. Des Weiteren dient das Anschreiben auch zur Artikulation formaler Gepflogenheiten, also quasi einer Begrüßung zum ersten Kontakt.

Lebenslauf

Dem Ganzen folgt der Lebenslauf. Dieser soll dem Arbeitgeber einen Überblick über bisherige Stationen im Leben des potentiellen Arbeitnehmers geben. Dabei spielen sowohl private Randinformationen als auch qualifikationstechnisch relevante Informationen eine Rolle.

Allerdings ist es beim Lebenslauf wichtig, sich nur den wichtigsten Stationen und Qualifikationen zu widmen. Für weitere Ausführungen steht nämlich der nächste Teil des Bewerbungsschreibens bereit, welcher allerdings nicht zwangsläufig beigefügt sein muss.

Motivationsschreiben

Bei diesem handelt es sich um die dritte Seite, das so genannte Motivationsschreiben, welches sich erst seit circa einem Jahrzehnt auf dem Arbeitsmarkt etabliert hat. Hier kann der Bewerber all jene Details und Aspekte nennen, welche interessant für den Arbeitgeber sein und die Chancen der Einstellung erhöhen könnten. So kann man beispielsweise eigene Interessen oder Stärken beschreiben, welche so nicht direkt als eine Qualifikation aufgefasst werden müssen.

Anhang

In ein Bewerbungsschreiben gehört darüber hinaus aber auch noch der Anhang. Dieser stellt eine Ansammlung von Belegen dar, welche die Qualifikationen und den beruflichen Werdegang belegen.

Referenzen

Abgeschlossen werden kann das Ganze durch die Referenzen. Bei diesem Abschluss des Bewerbungsschreibens, welcher zwar nicht gefordert wird, dieses aber gelungen abrundet, werden bisherige Projekte und Arbeiten aufgeführt und durch eine dritte Person dargestellt. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Absolute No-Gos bei der Online-Bewerbung

Spitznamen, Abkürzungen und Verweise auf private Homepages haben in Online-Bewerbung nichts verloren

Junger Mann im Hemd sitzt am Wohnzimmertisch am Notebook und arbeitet
working from home © Liv Friis-larsen - www.fotolia.de

Was früher per Handschrift und Postweg praktiziert wurde, erledigt heute immer öfter das Internet. Die Rede ist von dem Bewerbungsschreiben.

Die Möglichkeit, seine Bewerbung bequem über Mail zu versenden, wird immer beliebter - sowohl bei Bewerbern als auch bei möglichen zukünftigen Arbeitgebern. Doch auch wenn diese Methode sehr praktisch und modern ist - auf gewisse moderne Ausdrucksformen etc. sollte man besser verzichten, sonst verbaut man sich ganz schnell seine Chance auf den Arbeitsplatz.

Sprache, Rechtschreibung und Formulierung

So sollte den Bewerbern natürlich klar sein, dass die Sprache, die beispielsweise im Chat genutzt wird, bei so einem Schreiben nichts zu suchen hat. Und auch wenn die Formulierungen hier eher knapp sind, sollte man unbedingt darauf achten, alle Schreibfehler zu entfernen, bevor man die Bewerbung abschickt, denn das ist ziemlich peinlich.

Natürlich sind Smileys und gängige Internet-Abkürzungen auch verboten. Dies gilt zum Beispiel für die beliebte Verabschiedung "LG" für "Liebe Grüße". Standardformulierungen wie "Mit freundlichen Grüßen" sowie "Sehr geehrte Damen und Herren" - falls bei dem Stellenangebot kein Ansprechpartner notiert ist - sollten hier auf jeden Fall beibehalten werden.

Zu lang sollte die Mail aber auch nicht gehalten werden und zu viele unnötige Anhänge wird sich der potentielle Arbeitgeber nicht alle ansehen.

Hinweise zur Bewerbungs-Homepage

Möchte man seine eigene Homepage mit in die Bewerbung einbringen, so sollte darauf geachtet werden, dass es sich dabei ausschließlich um eine Bewerbungsseite handelt; private Seiten mit Familien- und Urlaubsfotos sind tabu.

Das Formular sollte im PDF-Format abgeschickt werden, um sicher zu gehen, dass es überall geöffnet werden kann. Ganz wichtig: der Name der Email-Adresse muss unbedingt seriös sein, mit Spitznamen wie "Sunnygirl" etc. wird die Bewerbung ganz sicher direkt gelöscht. Am sichersten ist, die Adresse enthält den echten Namen.

Etappenziele sinnvoll bei einer Bewerbung

Machen Sie sich bei einer Bewerbung nicht zu viel Stress, vertrauen Sie einfach auf sich selbst

Junge Frau mit langen blonden Haaren beim Lesen in einer blauen Bewerbungsmappe
junge Frau beim Lesen einer Bewerbung © underdogstudios - www.fotolia.de

Wer auf Jobsuche ist, sollte sich für den Anfang nicht zu viel vornehmen. Hilfreicher ist es, sich Ziele zu setzen, die man auch erreichen kann.

Karriereexperte Heiko Lüdemann empfiehlt, nicht zu große Erwartungen an ein Bewerbungsschreiben zu haben. So erhalte niemand nur aufgrund seines Schreibens die gewünschte Arbeitsstelle. Besonders ältere Jobsuchende, so Lüdemann, strebten nach einer perfekten Bewerbung. Sie würden dadurch den Fehler begehen, zu viele Dinge aufzulisten.

Machen Sie sich interessant

Eine gute Bewerbung funktioniere aber nicht nach dem Prinzip "Alles muss rein". Bewerber sollten manche Dinge lieber aussparen und nur die Referenzen erwähnen, die für das Unternehmen und den Job wichtig sind.

Es sei besser, rät Lüdemann, in einer Bewerbung nur das aufzuführen, was einen möglicherweise zu der Stelle befähige. Das würde das Interesse der Personalverantwortlichen wecken.

Führen Sie ein lediglich ein anregendes Gespräch

Hat ein Jobsuchender die erste Hürde genommen und ist zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen worden, sollte er keine übertriebenen Erwartungen an sich selbst stellen. Sonst würde der Druck zu hoch, meint Heiko Lüdemann, und der Bewerber hätte Angst zu scheitern.

Ein misslungener Auftritt könnte so unweigerlich die Folge sein. Um einen guten Eindruck zu hinterlassen, sollte man mit der Vorgabe, nur ein interessantes Gespräch führen zu wollen, bei einem potentiellen Arbeitgeber vorstellig werden. Das helfe.

Es sei auch nicht realistisch, damit zu rechnen, sofort die freie Stelle zu bekommen, so Lüdemann. Sinnvoller sei es auf ein weiteres Gespräch hinzuarbeiten.

Bewerbung im Ausland – darauf sollte man achten

Kugelschreiber und Blatt mit aufgemalter Glühbirne auf einer schwarzen Bewerbungsmappe
Initiativbewerbung © blende11.photo - www.fotolia.de

In vielen Bereichen darf die Berufserfahrung im Ausland im Lebenslauf nicht fehlen, um die Karrierechance auch auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu erhöhen. Damit die Jobsuche im Ausland jedoch den gewünschten Erfolg mit sich bringt, müssen bereits bei der Erstellung der Bewerbung ein paar wichtige Punkte berücksichtigt werden. Denn hier gelten je nach Land andere Anforderungen als in Deutschland.

Der Lebenslauf für die Bewerbung im Ausland

Die ersten Unterschiede treten bei der Erstellung des Lebenslaufes auf. Während in Deutschland ein Bewerbungsbild im Lebenslauf Pflicht ist, sollte man darauf bei einer Bewerbung in Großbritannien oder in den USA verzichten. In den USA sind zudem Angaben zum Familienstand, der Religion oder dem Geburtsdatum nicht üblich. Grund hierfür ist das Antidiskriminierungsgesetz, das besagt, dass kein Bewerber aufgrund dieser Angaben benachteiligt werden darf.

Wie auch bei einer Bewerbung in Deutschland dürfen auch bei der internationalen Jobsuche die Referenzen nicht fehlen. Bei einer Bewerbung in einem britischen Unternehmen werden daher Referenzpersonen des vorherigen Arbeitgebers angegeben, die kontaktiert werden, um ihre Einschätzung über die Eignung des Bewerbers mitzuteilen. In den USA hingegen werden Zeugniskopien gar nicht erst beilegt. Stattdessen soll ein Empfehlungsschreiben Auskunft über die Fähigkeiten des Bewerbers geben.

Das Bewerbungsanschreiben für die Bewerbung im Ausland

Beim Bewerbungsanschreiben hingegen sind die Unterschiede zur deutschen Bewerbung nicht sehr groß. Allerdings sollte man bei einer internationalen Bewerbung darauf achten, dass die Länge des Anschreibens eine Seite nicht überschreitet. Zudem sollten Anschreiben für Bewerbungen in US-amerikanischen Unternehmen im US-Letter-Format erstellt werden.

Tipps zum Schreiben der Bewerbung

Beim Verfassen des Bewerbungsschreibens sollten einige Punkte beachtet werden. So gilt es, dem zukünftigen Arbeitgeber zu verdeutlichen, warum man sich für diese Stelle bewirbt und warum man diesbezüglich die beste Wahl darstellt.

Dabei ist es sinnvoll, sich an dem so genannten AIDA-Modell zu orientieren. Es gilt:

  • A: Attention - Aufmerksamkeit zu erzeugen
  • I: Interest - das Interesse des Unternehmens an der eigenen Person zu wecken
  • D: Desire - den Wunsch auszulösen, mehr über die Qualifikationen der eigenen Person zu erfahren
  • A: Action - den Empfänger dazu veranlassen, einen zum Vorstellungsgespräch einzuladen

Einleitung

In der Einleitung geht es darum, das Interesse des Personalers zu wecken. Gern gesehen ist dabei immer ein origineller Satz, beispielsweise, in dem man sein stärkstes Argument hervorbringt. Hier sollten Motivation und Interesse für die Firma im Vordergrund stehen. Zu dick auftragen sollte man dabei jedoch nicht - mehr als vier Zeilen sollten es nicht sein.

Hauptteil

Es folgt der Hauptteil, in dem man die sozialen Kompetenzen sowie Erfahrungen und Stärken aufzählen, allerdings nur die, die zu der entsprechenden Stelle passen. Klasse statt Masse ist hierbei, worauf es ankommt.

Eigenwerbung - Beispiele und Tipps

Wendet man sich zunächst einmal der Eigenwerbung zu, so fällt auf, dass bei Weitem nicht alle Einschätzungen der eigenen Stärken der Eigenwerbung zugerechnet werden dürfen. So sind zum einen Referenzen keine Form der Eigenwerbung, da die hier getätigten Einschätzungen durch eine dritte Person vorgenommen wurden, welche neutral und objektiv sein sollte. Aber auch Stärken, welche durch Testverfahren ermittelt wurden und genannt werden, sind keine Form der Eigenwerbung, sondern schlicht die Nennung neutraler Ergebnisse.

Beispiele für Eigenwerbung

Eigenwerbung beginnt hingegen da, wo man mit den Erklärungen beginnt, welche die Eignung für die Stelle darlegen oder eigene Stärken beschreiben, die auf einer Selbsteinschätzung beruhen. Ein gewisses Maß an Eigenwerbung ist in diesem Zusammenhang von immenser Wichtigkeit.

So sollte einerseits klar ersichtlich werden, warum man sich für die Stelle eignet und auch dafür interessiert. Ohne die Darlegung der Grundmotivation, welche der Eigenwerbung zugerechnet wird, ist eine solche Beschreibung nicht in überzeugendem Maße möglich.

Des Weiteren will der potentielle Arbeitgeber auch etwas über die eigenen Stärken und die Selbsteinschätzung wissen. Auch hier ist Eigenwerbung gefragt, um einen positiven Einblick in das eigene Wesen zu vermitteln und den Arbeitgeber davon zu überzeugen, dass man eine leistungsfähige und selbstsichere Arbeitskraft ist.

Tipps, um zu viel Eigenwerbung zu vermeiden

Doch Eigenwerbung hat auch ihre Grenzen. Dieser Aspekt ist einerseits quantitativ zu verstehen. So sollte man sich an die vorgegebenen Formate und Seitenzahlen halten. Es empfiehlt sich deshalb, die Eigenwerbung kurz und knackig zu fassen. In der Regel wirken nämlich kurze und prägnante Beschreibungen überzeugender als ausschweifende Darstellungen, welche langatmig und ziellos erscheinen können.

Darüber hinaus muss die Eigenwerbung aber auch stets qualitativ überzeugen. Hierzu muss diese stimmig und realistisch sein. Stellt man sich nämlich häufig zu positiv dar, so wird entweder die Aufrichtigkeit oder die Selbsteinschätzung der eigenen Person in Frage gestellt, weshalb die Eigenwerbung negativ seitens des Arbeitgebers registriert wird.

Neben dem richtigen Maß an Eigenwerbung sollte man bei diesem Teil - dem Motivationsschreiben - auf weitere Punkte achten...

Besondere Tipps zum Motivationsschreiben

Ein Motivationsschreiben kann die Funktion eines Kurzprofils aufweisen, dem Personaler einen Überblick über die wichtigsten Kompetenzen und Facetten des Bewerbers zu geben. Es geht hier auch um bisherige schulische sowie berufliche Qualifikationen.

Weitaus häufiger wird die Variante der Motivation genutzt. Hier werden alle Argumente genannt, die man im Anschreiben nicht mehr unterbringen konnte. Ebenso kann man hier die wichtigsten Punkte im Lebenslauf unterstreichen.

Beim Verfassen dieses Schreibens können dem Bewerber unterschiedliche Fehler unterlaufen. Typisch sind etwa:

  • ein zu langes Schreiben - mehr als eine DIN-A4-Seite sollte es nicht werden
  • für die Stelle irrelevante aufgelistete Fähigkeiten
  • eine Ansammlung von Rechtfertigungen
  • Wiederholungen
  • aufgestellte Thesen statt Belegung durch Beispiele

Folgende Leitfragen können dem Bewerber helfen:

  • Wo liegen die besonderen Stärken?
  • Was fasziniert einen am Unternehmen?
  • Welche Erfahrungen kann man vorweisen?
  • Welche beruflichen und persönlichen Ziele verfolgt man?

Bezug zum Unternehmen

Der nächste Punkt: Unternehmensbezug. Nun gilt es zu begründen, wo der Mehrwert der eigenen Person für das Unternehmen liegt. Man stellt eine Verbindung zum Arbeitgeber dar.

Schlussteil

Im Schlussteil sollte man darauf achten, sich für das Interesse der Firma zu bedanken. Wurde eine Gehaltsvorstellung genannt, sollte diese jetzt genannt werden; auch ein möglicher Eintrittstermin kommt in diesen Teil des Bewerbungsschreibens. Sollte es Lücken im Lebenslauf geben, wie etwa eine längere Arbeitslosigkeit oder eine Auszeit über mehrere Monate, sollte man dies auch erwähnen, jedoch nur in Form einer kurzen Erklärung.

Hilfe aus dem Internet - Vorlagen für das perfekte Schreiben?

Viele Menschen sind sich nicht sicher, wie das eigene Bewerbungsschreiben strukturiert werden und was enthalten sein soll, um formalen Kriterien gerecht zu werden und den Arbeitgeber zu überzeugen. Es wird deshalb häufig auf Vorlagen aus dem Internet zurückgegriffen. Doch was sollte man in diesem Zusammenhang beachten und sorgen Vorlagen aus dem Internet wirklich immer für das perfekte Schreiben?

Für eine individuelle Bewerbung ungeeignet

Zunächst einmal sind Vorlagen aus dem Internet kritisch zu sehen. Einerseits handelt es sich hierbei um Standardbewerbungen, welche weder innovativ noch individuell wirken. Des Weiteren fordern oft schon einzelne Arbeitgeber ganz eigene Richtlinien, wie ein Bewerbungsschreiben auszusehen hat.

Hält man sich dann nur an das Standardformat und ignoriert die Bestimmungen des Arbeitgebers, dann kann dies negativ ausgelegt werden. Im Internet lassen sich zudem viele Inhalte finden, welche keinen hohen Ansprüchen gerecht werden.

Bei Vorlagen aus dem Internet kann es sich deshalb auch um Fragmente handeln, welche nur das nötigste abdecken oder sogar wichtige Aspekte eines Bewerbungsschreibens missen lassen. Vom perfekten Schreiben ist man dann bei einer Bewerbung weit entfernt.

Nutzbar zum Sammeln von Eindrücken

Trotz all dieser Nachteile kann das Internet mit der Fülle an Vorlagen aber trotzdem dabei helfen, das persönliche perfekte Schreiben zu erstellen. Hierzu muss man nur einige Hinweise beachten, welche einen vor häufigen Fehlerquellen schützen.

Zunächst einmal sollte man nur seriösen Quellen vertrauen. Dies erkennt man entweder daran, dass es sich um eine namhafte Internetpräsenz handelt oder an einem hohen Maß an Traffic, was wiederum die Popularität der Seite anzeigt. So publizieren solche Seiten in der Regel nur Tipps und Vorlagen, welche auch qualitativ hochwertig ausfallen.

Des Weiteren sollte man sich nicht stur an eine einzelne Vorlage halten. Vielmehr kann man verschiedene Vorlagen aufrufen, um Eindrücke zu sammeln, wie das Ganze aussehen kann. Daraufhin kann man mit der Erstellung des persönlichen Bewerbungsschreibens beginnen, bei welchem die gewonnenen Eindrücke verarbeitet werden und sich eventuell auf die beste Vorlage gestützt wird.

Letztlich kann es noch hilfreich sein, sich Vorlagen aus der jeweiligen Branche aus dem Internet zu besorgen. So stellt man sicher, dass der Grundaufbau den Erwartungen entspricht, welche im jeweiligen Gewerbe ein Teil der Grunderwartung sind, die Arbeitgeber an Bewerbungsschreiben stellen.

Speziell auf ein bestimmtes Stellenangebot bezogen, sollte man es möglichst vermeiden, Vorlagen zu verwenden...

Tipps zum Bewerbungsschreiben, speziell auf ein Stellenangebot bezogen

Das Bewerbungsschreiben ist ein wichtiges Dokument, welches darüber entscheiden kann, ob man die Zusage für ein Bewerbungsgespräch erhält oder nicht. Es ist deshalb auch sinnvoll, das Bewerbungsschreiben individuell auf den jeweiligen Arbeitgeber abzustimmen, um die eigenen Chancen einer Einstellung zu maximieren. Doch wie kann man überhaupt ein Bewerbungsschreiben auf ein Stellenangebot abstimmen, aus welchem oft nur wenige Informationen entnommen werden können?

Form des Bewerbungsschreibens anpassen

Zunächst einmal sollte man das Stellenangebot genau durchlesen. Oft finden sich nämlich in diesem schon konkrete Hinweise, welche Formen des Bewerbungsschreibens denn gewünscht sind.

In Ausnahmefällen bestehen manche Arbeitgeber nämlich beispielsweise auf einen handgeschriebenen Lebenslauf und lehnen eine tabellarische Form ab. Wer diese Grundkriterien nicht befolgt, kann sich sicher sein, dass das eigene Bewerbungsschreiben bereits im Vorfeld aussortiert wird.

Sollte innerhalb des Stellenangebots keine Präferenz genannt werden, welche Form des Bewerbungsschreibens vorgezogen wird, dann ist sich stets an die Standards des jeweiligen Landes zu halten. In Deutschland wäre dies ein tabellarisches und ausgedrucktes Bewerbungsschreiben, welches sich geordnet in einem ansprechenden Hefter befindet.

Gezielt auf die Stellenanzeige eingehen

Darüber hinaus sollte nicht nur ein Bewerbungsschreibenmuster eingereicht werden. Stattdessen sollte man der Stellenanzeige gezielt Hinweise entnehmen, welche daraufhin Eingang im eigenen Bewerbungsschreiben finden. Sucht das jeweilige Unternehmen beispielsweise nach einer flexiblen und erfahrenen Arbeitskraft, dann können besonders die bisherigen beruflichen Stationen hervorgehoben werden, welche sich an verschiedenen Orten befanden und andersartige Tätigkeitsfelder umfassten.

Online Informationen sammeln

Darüber hinaus kann man sich online auch näher mit dem Unternehmen befassen, um so einen Eindruck über die Unternehmensphilosophie und Schwerpunkte der Arbeit zu gewinnen. Daraufhin kann versucht werden, im Rahmen des Bewerbungsschreibens zu begründen, warum man sich ausgerechnet für dieses Unternehmen interessiert und denkt, zum Erfolg beitragen zu können.

Direkte Ansprache

In vielen Fällen ist ein Stellenangebot auch mit dem Namen des Personalabteilungsleiters versehen, welcher für die Einstellungen neuer Arbeitskräfte zuständig ist. Sollte dies der Fall sein, dann kann man diesen statt eines vagen "Sehr geehrte Damen und Herren" auch direkt ansprechen. Hierdurch bezeugt man, nicht nur massenweise Bewerbungsschreiben der immergleichen Form abzusenden, sondern diese auf das jeweilige Unternehmen auszurichten.

Insgesamt sollte man demnach lediglich darauf achten, dass die Gestaltung des Bewerbungsschreibens individuell und abgestimmt wirkt. So wird auch dem Arbeitgeber klar, dass sich gerade eine Arbeitskraft auf das Stellenangebot meldet, welche auch wirklich an diesem interessiert ist.

Grundinformationen und Hinweise zum Bewerbungsschreiben

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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