26. Januar 2011
Im Bewerbungsschreiben geht es vor allem darum, den Arbeitgeber von sich zu überzeugen, damit die Chancen einer Einstellung erhöht werden. Ein beliebtes Mittel ist dabei die Eigenwerbung. Doch um was handelt es sich bei dieser eigentlich genau und wie viel darf davon in ein Bewerbungsschreiben fließen, ohne dass dies negativ auffallen und beurteilt werden würde?
Wendet man sich zunächst einmal der Eigenwerbung zu, so fällt auf, dass bei weitem nicht alle Einschätzungen der eigenen Stärken der Eigenwerbung zugerechnet werden dürfen. So sind zum einen Referenzen keine Form der Eigenwerbung, da die hier getätigten Einschätzungen durch eine dritte Person vorgenommen wurden, welche neutral und objektiv sein sollte. Aber auch Stärken, welche durch Testverfahren ermittelt wurden und genannt werden, sind keine Form der Eigenwerbung, sondern schlicht die Nennung neutraler Ergebnisse.
Eigenwerbung beginnt hingegen da, wo man mit den Erklärungen beginnt, welche die Eignung für die Stelle darlegen oder eigene Stärken beschreiben, die auf einer Selbsteinschätzung beruhen. Ein gewisses Maß an Eigenwerbung ist in diesem Zusammenhang von immenser Wichtigkeit. So sollte einerseits klar ersichtlich werden, warum man sich für die Stelle eignet und auch dafür interessiert. Ohne die Darlegung der Grundmotivation, welche der Eigenwerbung zugerechnet wird, ist eine solche Beschreibung nicht in überzeugendem Maße möglich. Des Weiteren will der potentielle Arbeitgeber auch etwas über die eigenen Stärken und die Selbsteinschätzung wissen. Auch hier ist Eigenwerbung gefragt, um einen positiven Einblick in das eigene Wesen zu vermitteln und den Arbeitgeber davon zu überzeugen, dass man eine leistungsfähige und selbstsichere Arbeitskraft ist. Doch Eigenwerbung hat auch ihre Grenzen. Dieser Aspekt ist einerseits quantitativ zu verstehen. So sollte man sich an die vorgegebenen Formate und Seitenzahlen halten. Es empfiehlt sich deshalb, die Eigenwerbung kurz und knackig zu fassen. In der Regel wirken nämlich kurze und prägnante Beschreibungen überzeugender als ausschweifende Darstellungen, welche langatmig und ziellos erscheinen können. Darüber hinaus muss die Eigenwerbung aber auch stets qualitativ überzeugen. Hierzu muss diese stimmig und realistisch sein. Stellt man sich nämlich häufig zu positiv dar, so wird entweder die Aufrichtigkeit oder die Selbsteinschätzung der eigenen Person in Frage gestellt, weshalb die Eigenwerbung negativ seitens des Arbeitgebers registriert wird.
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