Aushilfen

Eine Aushilfstätigkeit ist befristet und kann ohne spezifische Ausbildung ausgeführt werden

Bei einer Aushilfstätigkeit handelt es sich um einen meist befristeten Job, für den man nicht fachspezifisch ausgebildet sein muss. Vor allem Schüler und Studenten werden gerne als Aushilfen eingestellt. Aushilfen werden in vielen Bereichen gebraucht, in denen es saisonbedingt zu Hochbetrieb kommt, wie zum Beispiel in der Gastrononomie. Auch in Situationen, in denen das Fachpersonal entlastet werden muss, werden Aushilfsjobs angeboten.

Junge Kellnerin mit Fliege vor Zapfanlage, lächelt in Kamera
Beautiful young bartender smiling at work © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Manchmal sieht man in Schaufenstern nicht nur die neuesten Modetrends oder leckere Gebäckteilchen. Ab und an ist dort auch ein Schild mit der Aufschrift "Aushilfe gesucht" zu finden. Jeder weiß natürlich, was der Ladenbesitzer mit diesem Aushang bezwecken möchte, doch was genau ist eine Aushilfe eigentlich und was unterscheidet sie von einem normalen Arbeitnehmer?

Erhöhter Aushilfsbedarf

Der Begriff Aushilfe an sich deutet ja bereits darauf hin, dass hier ein befristetes Arbeitsverhältnis angestrebt wird. Der Arbeitgeber sucht nicht nach einer festen Arbeitskraft, sondern, wie es die Bezeichnung schon vorgibt, nach ein bisschen Hilfe. Aushilfskräfte werden besonders dann eingestellt, wenn mehr Arbeit als gewöhnlich anfällt. Speziell in der Gastronomie hat man daher einen ständigen Bedarf an Aushilfen, sei es nun für das Weihnachtsgeschäft oder zur Sommerzeit, wenn die Biergartensaison boomt.

Ausbildung und Tätigkeiten

Da sie dem festen Personal lediglich zur Hand gehen, brauchen Aushilfen auch keine bestimmte Ausbildung. Sie erhalten ihre Anweisungen von der Belegschaft und werden lediglich kurz eingearbeitet.

Grundsätzlich gehen sie daher nur einfachen Tätigkeiten nach, so dass das fest angestellte Personal Zeit hat, die anspruchsvolleren Aufgaben zu erledigen. So ist es besonders in Ladengeschäften so, dass die Aushilfen Regale auffüllen, Artikel ordnen und die Kasse bedienen. Mit dem Einkauf von Waren oder der Kundenbetreuung werden sie hingegen nicht betraut.

Gehalt

Im Gegensatz zu einem vollwertigen Angestellten erhalten Aushilfen kein festes Monatsgehalt und müssen auch keine Sozialleistungen abtreten. Sie werden nach Stunden bezahlt und dürfen bis zu 450 Euro im Monat verdienen. Erhalten sie mehr, so müssen sie sich kranken- und rentenversichern, was sowohl für Arbeitnehmer als auch für den Arbeitgeber ein enorme finanzielle Zusatzbelastung darstellt. Allerdings verdienen die meisten Aushilfen in der Hochsaison viel mehr als 450 Euro, vor allem weil in den meisten Branchen zum Lohn auch noch eine Menge Trinkgeld hinzukommt.

Um Steuern zu sparen, beschäftigen viele Arbeitgeber solche Personen "schwarz", das heißt, sie melden die Aushilfen nicht ordentlich bei den Behörden an. Schwarzarbeit ist jedoch strafbar und wird mit horrenden Strafen geahndet.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen und Hinweise zu Aushilfen

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