Das Fahren auf der Halfpipe und beliebte Snowboardtricks - Backside 180 und Front Flip

Snowboardtricks sind bei Snowboardern besonders beliebt. Mittlerweile gibt es zahlreiche Funparks - und es werden immer mehr - in denen die Sportler auf Halfpipes und Co. ihr Können unter Beweis stellen können. Zu den beliebten Figuren und Kunststücken zählen Sprünge, Drehungen, Schrauben und Salti. Lesen Sie über das Snowboarding auf der Halfpipe, und werfen Sie einen Blick auf die unterschiedlichen Snowboardtricks.

Snowboardtricks werden besonders gerne auf der Halfpipe durchgeführt; mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Funparks speziell für die Boarder

Snowboarden auf der Halfpipe

Beim Snowboarden geht es nicht nur darum, einen Hang hinunter zu fahren. Das Snowboard wurde ursprünglich auch unter Einbeziehung von Skateboard Technologien entwickelt. Naturgemäß wird es weitgehend von einer jüngeren Zielgruppe gefahren und hat einen deutlichen Trendsport Charakter.

Deshalb möchten die Fahrer sich auch ausprobieren. Snowboarding kann ein Lebensgefühl ausdrücken. Es verspricht Freiheit, Abenteuer und Gemeinschaft. Besonders angesehen ist, wer tolle Kunststücke und Sprünge vorführen kann.

Prinzipiell können Snowboarder und Skifahrer dieselben Pisten nutzen. Mit etwas gegenseitiger Rücksichtnahme funktioniert dies in den meisten Skigebieten sehr gut. Doch leider bieten die meisten traditionellen Skipisten dem Boarderherz nicht die nötigen Herausforderungen. Der Boarder wünscht sich

  • Rampen, um Anlauf zu nehmen, und
  • Schanzen, die ihn in die Höhe katapultieren.

Die Halfpipe macht's möglich

Ebenso wie man sie vom Skateboarden kennt, gibt es auch beim Snowboarden die so genannte Halfpipe. Der Begriff stammt aus dem Englischen und bedeutet "halbe Röhre".

Es handelt sich also bei der Halfpipe um eine Art Schneekanal, der künstlich errichtet wird. Auf den steilen Wänden kann Schwung geholt werden. An der imaginären Schnittstelle der Pipe erfolgt der Absprung.

Funparks werden immer selbstverständlicher

In vielen Skigebieten sind die Halfpipes für Snowboarder gesondert ausgewiesen und für Skifahrer gesperrt. Meist werden sogar ganze Areale und Funparks mit Pipes und anderen Rampen ausgestattet. Zwar ist es Skifahrern nicht direkt verboten, sich dort aufzuhalten, doch meistens sind sie nur als Zuschauer zu sehen.

Das Anlegen von speziellen Funparks ist für viele moderne Skigebiete heute zur Selbstverständlichkeit geworden. Es bietet die Möglichkeit, sowohl Boardern als auch Skifahrern eigene Areale und Zonen zuzuweisen, so dass sie auf den klassischen Pisten nicht miteinander in Konflikt geraten können.

Das Wesen des Boardens bringt es nun einmal mit sich, dass man auch in Gruppen auf der Piste sitzt und Fahrtechniken diskutiert. Dies ist im geschützten Areal sehr viel besser möglich.

In der Halfpipe kann der Boarder sein ganzes Können unter Beweis stellen. Sie eignet sich aber auch ideal als Übungs- und Trainingsgelände.

  • Sprünge
  • Drehungen
  • Schrauben und
  • sogar Salti

werden hier vor einem beifälligen Publikum vorgeführt. Viele Snowboard-Videos entstehen auch direkt an der Röhre, da hier die besten Voraussetzungen für die akrobatischen Übungen zu finden sind.

Snowboarder in der Luft vor blauem Himmel in Schneelandschaft
Snowboarder in der Luft vor blauem Himmel in Schneelandschaft

Kategorisierung der Snowboardtricks

Grundsätzlich unterscheidet man die Tricks, die man mit dem Snowboard durchführen kann, nach "Ground" oder "Air". Zu deutsch: Man trennt danach, ob die Tricks am Boden oder in der Luft durchgeführt werden.

  • Besonders beliebt sind dabei die so genannten "Spins", also Drehungen. Diese werden zumeist mit einer Zahl, wie zum Beispiel 360 angegeben. Diese beschreibt, um wie viel Grad man sich dreht. Im angegeben Beispiel dreht sich der Sportler einmal komplett um die eigene Achse.

  • In der Luft können zudem auch "Flips" durchgeführt werden, bei denen sich der Fahrer um seine beiden Körperachsen dreht. Diese Tricks sind allerdings nur etwas für Profis.

Snowboarder im Sprung vor blauem Himmel
Snowboarder im Sprung vor blauem Himmel

Der "Backside 180"

Einer der beliebtesten Tricks beim Snowboarding ist der "Backside 180", weil er auch für Anfänger leicht erlernbar ist. Man fährt in der Hocke auf die Schanze ("Kicker") zu und gibt beim Absprung Druck auf die Vorderseite des Boards. In der Luft werden die Beine leicht angezogen.

Anfänger können sich an dieser Stelle mit einem "Grab" behelfen. Dies bedeutet, sie fassen ans Board und stabilisieren sich so.

Bei der Landung werden die Beine gestreckt, um die Knie auf diese Weise als Knautschzone verwenden zu können und so gekonnt abzufedern. Wer den gleichen Trick als "Frontside 180" durchführen möchte, muss lediglich beim Absprung Druck auf die Hinterseite des Sportgeräts geben.

Der "Front Flip"

Snowboarder auf der Piste macht gerade einen Flip
Snowboarder auf der Piste macht gerade einen Flip

Der beliebteste Flip ist der "Front Flip", weil dieser so leicht verständlich ist, dass sich die meisten Fahrer zuerst an ihn trauen.

Das Prinzip sieht vor, dass man sich nach vorne um die eigene Achse dreht. Man fährt wiederum in der Hocke auf den Kicker zu und achtet dabei auf ein hohes Tempo.

Beim Absprung drückt man so stark auf die Vorderseite des Boards, dass man über die "Nose" (Nase) hinweg kippt und so einen Salto nach vorne macht. Profis, die daran arbeiten, ihre Flips zu verbessern, erweitern den Trick häufig um eine weitere Drehung. Die vorgeführte Bewegung wird dann als "Double Front Flip" bezeichnet.

Das Präfix "Double" ist für alle Arten der Flips gebräuchlich und zeigt stets an, dass eine Drehung zweifach durchgeführt wird.

Quellen:

  • Greg Daniells: Let it Rip. Snowboarden leicht gemacht. Technik, Tips, Tricks, Delius Klasing, 1998, ISBN 376881081X
  • Alexander Rottmann und Nici Pederzolli: Snowboard Freestyle: Trick-Manual, Pietsch Verlag, 2006, ISBN 3613505150
  • Des Higgins und Mark C. Hopkins: Snowboard: Tricks und Technik, Dorling Kindersley, 2007, ISBN 3831010536
  • Cindy Kleh: Snowboarden. Vom Boardstep bis zum 360, Pietsch Verlag, 2005, ISBN 3613504375

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