10. März 2010
Haben Sie sich für den Besuch einer Skischule entschieden und überlegen nun, ob Sie lieber Gruppen- oder Einzelunterricht nehmen sollen? Welche Vor- und Nachteile bieten die jeweiligen Übungsformen? Wo haben Sie den meisten Spaß, und wo die größten Lerneffekte?
Ein wichtiges Argument bei dieser Entscheidung ist der Kostenfaktor: Einzelunterricht bei einem Privatskilehrer ist um ein Vielfaches kostspieliger als der gemeinsame Unterricht in einer Gruppe. Natürlich ist der Einzelunterricht dafür auch sehr viel intensiver. Der Skilehrer kümmert sich ausschließlich um einen einzigen Schüler und kann sich voll und ganz auf dessen Übungen und Leistungen konzentrieren. Für einen sehr guten Skifahrer, der nur noch einige Details optimieren möchte, kann es daher eine sehr gute Lösung sein, hin und wieder einen Tag Einzelunterricht zu nehmen.
Manche Skifahrer sind jedoch mit dem Einzelunterricht auch schlichtweg überfordert. Sowohl Kondition als auch Konzentrationsfähigkeit müssen gut ausgeprägt sein, damit der Schüler von einem länger andauernden Einzelunterricht auch wirklich profitiert. Wer also beim Skifahren leicht müde wird, der kann in einer größeren Gruppe besser aufgehoben sein. Hier liegt das Augenmerk nicht pausenlos auf ihm, und es finden insgesamt auch mehr Pausen statt, in denen er sich regenerieren kann.
Ausschlaggebend bei der Wahl der Kursform sollte aber auch die Überlegung sein, welches Ziel im Vordergrund steht: Möchten Sie möglichst intensiv an Ihrem Können arbeiten, oder möchten Sie auch andere nette Menschen kennen lernen und gemeinsam auf der Piste Spaß haben? Wenn letzteres der Fall ist, vielleicht weil Sie alleine in den Urlaub gefahren sind und gerne etwas Anschluss haben möchten, dann sind Sie in einem Gruppenunterricht bestimmt richtig.
Hier kann man auch gemeinsam über seine mehr oder weniger gelungenen Versuche auf der Piste lachen. Hat man das Gefühl, dass einem heute aber auch gar nichts gelingen will, so finden sich schnell Leidensgenossen, denen es ähnlich zu ergehen scheint. Für Unterhaltung ist in einer netten Gruppe automatisch gesorgt, und es lassen sich leicht Verabredungen für den Abend treffen. Auch der Lerneffekt in einer Gruppe kann sehr hoch sein. Mitunter kann die spielerische Konkurrenzsituation gerade dazu motivieren, dass man sich mehr Mühe bei den Übungen gibt. Und man kann auch sehr gut an den Fehlern oder Erfolgen der anderen Schüler etwas für sich selbst ableiten.
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