9. Juni 2010
Das Schneeschuhwandern ist eine sehr gesunde Freizeitbetätigung und zählt zu den Sportarten, mit denen man sowohl auf sanfte Weise etwas für seine Kondition und Gesundheit tun kann, sich aber auch sportlich trainieren und bis an die eigenen Grenzen gehen kann. Doch so ganz ungefährlich, wie man auf den ersten Blick denken mag, ist das Schneeschuhwandern nicht immer.
Die Verletzungsgefahr beim Schneeschuhwandern ist relativ gering. Wer über ein gutes Körpergefühl verfügt, der ist keiner hohen Sturzgefahr ausgesetzt. Und sollte man doch einmal das Gleichgewicht verlieren, so gehen die Stürze in den weichen Tiefschnee meist glimpflich aus. Jedoch sollte vor allem der ungeübte Wanderer sich der Tatsache bewusst sein, dass beim Schneeschuhwandern Muskelgruppen, Gelenke und Sehnen beansprucht werden, die sonst möglicherweise weniger gut trainiert sind. Wer sich zu schnell an zu lange und ausgedehnte Wanderungen heran wagt, der kann dabei eine Überlastung speziell der Kniegelenke und der Fußsehnen riskieren. Auch von Abrissen der Achillessehne wurde bereits berichtet.
Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der sollte sich für seine Schneeschuhwanderung ein bereits gespurtes Gelände suchen oder ausgewiesenen Wanderwegen und -routen folgen. Im komplett freien Gelände besteht die Gefahr, dass sich Stolperfallen unter dem Schnee befinden. Gerade im steilen Gelände ist dann die Gefahr groß, bei einem Sturz zum Beispiel einen Hang hinunter zu fallen. Wählen Sie deshalb Ihren Weg mit Bedacht und mit Umsicht. Für den Fall, dass Sie die Orientierung verlieren, sollten Sie eine Wanderkarte bei sich tragen. Auch ein Mobiltelefon sollten Sie mit sich führen, damit Sie im Zweifelsfall Hilfe holen könnten.
Wer zu schnell in zu hohe Höhen aufsteigt, der riskiert Anpassungsschwierigkeiten des Körpers an die veränderte Höhenlage. Diese können sich in Herzrasen, Herzschwäche, Atemnot oder Schwindelgefühl bemerkbar machen. Sollten Sie diese Anzeichen bei sich oder Ihren Begleitern bemerken, so ziehen Sie eine Umkehr oder eine längere Rast auf jeden Fall in Betracht.
Übrigens können Probleme auch durch Materialfehler entstehen. Auch an einem qualitativ hochwertigen Scheeschuh kann einmal ein Riemen reißen oder sich eine Bindung lösen. Ohne eigenes Zutun können Sie so in eine sehr unangenehme Lage geraten. Deshalb ist es sinnvoll, immer eine kleine Servicetasche mit ein wenig Ersatzmaterial, einem Schraubendreher und etwas Handwerkszeug mit sich zu führen.
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