4. Mai 2010
Rodeln ist ein Freizeitvergnügen für Groß und Klein, das die meisten Menschen jedoch ausschließlich mit dem Winter in Verbindung bringen. Dass man durchaus auch im Sommer rodeln kann, das wissen nur wenige. Doch wie soll das gehen, Rodeln ohne Schnee? Ganz einfach: Auf der Sommerrodelbahn.
Tatsächlich gibt es sogar etliche unterschiedliche Ideen, Aufbauten und Ausführungen von Sommerrodelbahnen. Gemeinsam haben sie aber alle eines: Auf einem fahrbaren Untersatz bewegt sich der Rodler mehr oder weniger schnell über eine abfallende Strecke in Richtung Ziel oder Tal.
So entstand zum Beispiel die Variante des Sandrodelns. Auf hohen, künstlich aufgeschütteten Sandbergen oder auch in natürlichen Dünen kann ganz hervorragend mit manchen herkömmlichen Plastikbobs gerodelt werden. Hier spricht man dann vom Sandrodeln, das jedoch nicht auf einer Bahn, sondern im freien Gelände statt findet. Das Sandrodeln ist in vielen Vergüngungsparks zu finden.
Auf Sommerrodelbahnen wird jedoch nicht mit herkömmlichen Schlitten oder Bobs gerodelt. Entweder werden ganz neue Spezialrodel für die Bahn entwickelt, oder aber die Rodel sind mit Rollen versehen, die dank weniger Reibungswiderstand eine Abfahrt ermöglichen. Mit solchen Rollenrodeln werden zum Beispiel die Sommerrodelbahnen aus Holz befahren. Hier werden Holzplanken so verlegt, dass sie einen befahrbaren Weg bilden. Sie sind eben in den möglichst weichen Untergrund eingelassen, so dass die Verletzungsgefahr bei Stürzen oder beim Abkommen vom Weg möglichst gering ist. Meist dient eine natürliche Wiese als Untergrund.
Eine andere Form der Sommerrodelbahn sind die so genannten Tubes. Hier wird eine wannenförmige Bahn in den Untergrund betoniert. In den Kurven können die Wannenränder etwas hoch gezogen werden, um das Herausfahren aus der Bahn zu verhindern. Dennoch ist es Aufgabe des Rodlers, seine eigene Geschwindigkeit soweit zu kontrollieren, dass er die Fahrbahn nicht unsanft verlässt. Auch bei den Tubes ist der Untergrund idealerweise ein weicher Naturboden, um Verletzungsrisiken vorzubeugen.
Auch schienengeführte Sommerrodelbahnen wurden inzwischen erfunden. Sie bieten dem Rodler etwas mehr Sicherheit, da er mit seinem Fahrgerät in einer vorgefertigten Spur verankert ist, aus der es ihn auch bei hohen Geschwindigkeiten nicht heraus tragen kann. Meist verlaufen diese gespurten Rodelbahnen recht flach über dem Boden, es können jedoch auch Aufbauten konstruiert werden, die optisch an die Vorläufer einer Achterbahn erinnern.
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