10. März 2010
Rodeln macht sowohl Erwachsenen als auch Kindern im Winter großen Spaß, doch leider ist das Vergnügen meist begrenzt, da häufig nicht genügend Schnee liegt, oder dieser zu schnell wieder wegschmilzt. Um dem Bedürfnis der Rodler nach Bewegung und Unterhaltung Rechnung zu tragen, wurden so in den 70er Jahren die ersten Rodelbahnen entwickelt, auf denen man auch bei wärmeren Temperaturen und ohne Schnee gut fahren konnte. Die Sommerrodelbahn war geboren.
Bei den Sommerrodelbahnen handelt es sich um spezielle Anlagen, die an überlange Rutschbahnen mit mehr oder weniger starkem Gefälle erinnern. Sie sind aus unterschiedlichen Materialien gefertigt, wobei bei den modernen Varianten das Aluminium überwiegt. Sie sind meist mehrere hundert Meter lang und können mit einem Gefährt befahren werden, das in seiner Form an einen Schlitten erinnert und sich gleitend vorwärts bewegt, häufig aber auch auf Rollen fährt. Die meisten Schlitten verfügen über ein Bremssystem, so dass der Fahrer die Geschwindigkeit selbst steuern kann. In manchen Bahnen werden die Schlitten auch auf Schienen geführt. Diese Variante des Alpine Coaster ist etwas weniger unfallträchtig und gilt als sehr sicher. Die Alpine Coaster werden jedoch ebenfalls zu den Sommerrodelbahnen gezählt. Die Bahnen verlaufen teilweise in den Untergrund eingelassen, andernorts sind sie - ähnlich wie Achterbahnen - auf Stelzen gestellt.
Im wesentlichen lassen sich bei den Sommerrodelbahnen jedoch zwei Bauformen unterscheiden: Die herkömmliche und bewährte Wannen-Rodelbahn und die Schienen-Rodelbahn. Bei der Wannenvariante hat die Fahrrinne die Form einer Wanne oder eines aufgeschnittenen Rohrs, das in den Untergrund integriert ist. In dieser Wanne, und geschützt von den Wannenwänden kann sich der Schlitten ohne weitere Führung bewegen. In den Kurven ist Vorsicht geboten, denn durch die Fliehkräfte zieht es den Schlitten die Wannenwände hinauf. Manchmal kommt es auch dazu, dass ein zu schneller Schlitten die Fahrrinne überwindet und aus der Spur gerät.
Bei der Schienen-Rodelbahn dagegen existiert eine erzwungene Führung auf der Schiene. Die Wagen oder Schlitten sind in dieser Schiene fest verankert und können sie nicht verlassen. Ein Stürzen aus der Bahn kann damit komplett verhindert werden. Da diese Technologie dem Achterbahnbau entliehen wurde, so wurde auch der Name entsprechend angepasst. Aus der Achterbahn, dem Roller Coaster, wurde der Alpine Coaster.
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