8. April 2010
Das Freeskiing avanciert in den letzten Jahren immer mehr zur Trendsportart. Entwickelt wurde es in den USA, wo Skifährer - ähnlich den Boardern - dazu übergingen, abseits der gespurten Pisten im Gelände zu fahren. Unter anderem aus Sicherheitsapekten wurden nach und nach eigene Parks angelegt, die ein natürliches Gelände simulieren, und in denen die Freeskier gefahrloser trainieren können. Freeski gibt es also sowohl abseits der Piste als auch im überwachten Gelände.
Freeskiing wird nicht mit herkömmlichen Skiern betrieben, sondern mit kurzen und tendenziell etwas breiteren Ski, die nicht nur vorne, sondern auch an der hinteren Spitze nach oben gebogen sind. Diese Form ist als Twin Cut bekannt und ermöglicht es, auch rückwärts zu fahren und viele Figuren auszuprobieren.
Zum Freeskiing gehören Sprünge, Akrobatik, Salti und Drehungen. Diese sind nicht einfach zu erlernen und Stürze gehören zur Tagesordnung. Die Verletzungsgefahr beim Freeski gegenüber dem herkömmlichen Skifahren ist naturgemäß also um einiges höher. Doch auch das richtige Fallen, Stürzen und Abrollen kann bis zu einem gewissen Punkt geübt und erlernt werden. Erfahrene Freeskier schätzen die Gefährlichkeit ihres Sports als relativ gering ein.
Beim Freeskiing in der angelegten Piste, dem so genannten Park, muss besonders auf einen ausreichenden Sicherheitsabstand zum nächsten Fahrer geachtet werden. Nicht immer ist es einfach, bei komplexen Manövern oder Sprüngen auch die anderen Fahrer im Auge zu behalten. In vielen Parks regeln die Fahrer dies unaufgefordert untereinander, indem immer nur einer oder zwei Fahrer auf der Piste sind.
Freeskiing im freien Gelände ist entsprechend um einiges gefährlicher. Deshalb sollte es auch nur dort ausgeführt werden, wo es ausdrücklich erlaubt ist. Im tiefen Schnee sind verschneite Hindernisse wie zum Beispiel Baumstümpfe oder Zäune nicht erkennbar. Sie gefährden den Skifahrer, da er sich hier verfangen kann. Auch Bäume stellen gefährliche Hindernisse dar, gegen die nicht gefahren oder gesprungen werden sollte. Ein weiteres gefährliches Element ist die mögliche Lawinengefahr. Viele Freeskier tragen deshalb bereits einen speziellen Lawinenrucksack auf dem Rücken. Er enthält einen Ballon ähnlich einem Airbag, der sich beim Abgang einer Lawine öffnet und den Fahrer dadurch an der Schneeoberfläche hält.
Gefährlich sind Touren abseits der Pisten auch dann, wenn die Athleten das Gelände nicht kennen. Bei Einbruch der Dunkelheit besteht die Gefahr, den Weg ins Tal nicht mehr zu finden.
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