17. März 2010
Möchten Sie Eishockey spielen? Dann steht es Ihnen natürlich frei, den Puck ganz alleine übers Eis zu schieben und sich an Bewegung und Koordination zu erfreuen. Sinnvoller ist es aber in jedem Fall, den Sport mit Gleichgesinnten zusammen auszüben. Denn das Eishockey ist eine Mannschaftssportart, in der Wettbewerbe ausgetragen werden und Mannschaftssiege errungen werden. Nur wenn sich mehrere Spieler zusammen finden und eine Mannschaft gründen, kann der Sport in seiner ganzen Komplexität und Attraktivität ausgeübt werden. Aus diesem Grund spielen die meisten aktiven Eishockey-Athleten in Clubs oder Vereinen.
Hier finden sich im wesentlichen zwei Möglichkeiten: Der Eishockeyclub kann ein eigenständiger Verein sein, der autark für sich selbst wirtschaftet. Diese Variante ist vor allem in Großstädten mit einem großen Einzugsgebiet zu finden. Die zweite Möglichkeit ist es, dass sich unter dem Dach eines örtlichen oder regionalen Sportvereins eine eigene Abteilung für Eishockey bildet. Beide Varianten haben ihre Vor- und ihre Nachteile.
So ist zum Beispiel eine dem Hauptverein zugeordnete Unterabteilung in vielen Fällen finanziell abgesicherter und besser gestellt, da sie auf die Mittel des Hauptvereins zurück greifen kann. Auch bei den Verhandlungen um Eiszeiten und Trainingsmöglichkeiten kann eine Unterabteilung mit dem Hauptverein im Rücken häufig besser argumentieren. Sie stellt einen Teil einer sozialen Einrichtung dar und ist nicht auf Gewinn ausgerichtet, sondern hat das soziale Wohl und die Gleichstellung aller Mitglieder zum Ziel.
Dem gegenüber kann sich ein eigenständiger Verein ohne soziale Anbindung an ein vorhandenes Netz argumentativ schon schwerer tun. Umso wichtiger ist in diesem Fall eine gute Infrastruktur und ein gutes Netzwerk mit den Entscheidungsbefugten. Ein eigenständiger Eishockeyclub kann jedoch unter Umständen eine viel höhere Anerkennung und ein wesentlich prestigeträchtigeres Image erzielen. Gerade wenn die Spieler sehr erfolgreich in den eher oberen Ligen spielen empfiehlt sich die Gründung eines eigenen Vereins. Damit wird die Vereinsführung freier und flexibler in der Entscheidungsfähigkeit. Dienstwege werden kürzer, Budgetentscheidungen können schneller gefällt werden. Und im Falle einer finanziellen Profitabilität kann über das eingenommene Guthaben auch unabhängig entschieden werden. Investitionen können nach eigenem Ermessen getätigt werden, ebenso kann frei über die Höhe der Mitgliedsbeiträge und die Zugangsberechtigungen entschieden werden. Der oft lästige Wasserkopf eines komplexen Vereinsaufbaus kann so umgangen werden.
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