3. Februar 2010
Eishockey ist ein wildes, kraftvolles und körperbetontes Spiel. Im wesentlichen geht es dabei - ähnlich wie beim Fußball - darum, den Puck ins gegnerische Tor zu befördern. Für den Zuschauer sind die Spielregeln häufig nicht klar erkennbar, doch dies ist ein Irrtum. Eishockey unterliegt einem komplexen Regelwerk, das nicht nur die Spielführung reguliert, sondern auch großes Augenmerk auf eine faire und sportliche Spielweise legt.
Das Eishockeyspiel besteht aus drei Spieleinheiten mit je 20 Minuten. Dazwischen liegen jeweils 15 Minuten Pause. Bei Spielunterbrechungen wird die Uhr gestoppt, deshalb differieren Brutto- und Nettospielzeiten meist stark voneinander. Als Zuschauer sollte man für den Besuch eines Eishockeyspiels gut zwei bis zweieinhalb Stunden einplanen.
Ziel des Spiel ist es, Tore dadurch zu erzielen, mit dem Puck ins gegnerische Tor zu treffen. Die Mannschaft mit der höheren Punktzahl gewinnt das Spiel. Im Unterschied zum Fußball sind beim Eishockey keine Eigentore möglich. Als Torjäger gilt in einem solchen Fall der Spieler der gegnerischen Mannschaft, der den Puck zuletzt berührt hat.
Damit ein Tor gültig ist, muss der Puck die Torlinie komplett überqueren. Der Schiedsrichter muss den Puck komplett hinter der Torlinie gesehen haben. Im Zweifelsfall wird das Tor nicht gewertet. Dem Schiedsrichter ist es gestattet, sich anhand einer Videoaufzeichnung rückzuversichern.
Im Verlauf des Spiels darf der Puck mit dem Schlittschuh bewegt werden, jedoch ist ein mit dem Schlittschuh erzieltes Tor ungültig. Eine Ausnahmeregelung erklärt jedoch ein Tor für gültig, wenn der Spieler passiv vom Puck am Schuh getroffen wurde, selbst keine Initiative übernimmt, und es durch den Abprall zu einem Tor kommt. Dieses Tor ist gültig.
Ebenfalls nicht erlaubt ist es, den Puck mit stark erhobenem Stock zu spielen. Als Bemessungsgrundlage dienen die Latte oder die Schulterhöhe. Es ist jedoch erlaubt, den Puck mit der Hand zu stoppen und wegzuschlagen. Innerhalb des eigenen Verteidigungsdrittels darf der Puck von Hand an einen Mitspieler der eigenen Mannschaft weiter gereicht werden. In der neutralen Zone und im Angriffsdrittel jedoch sind solche Handpässe verboten. Zu Strafen führt es, wenn der Puck mit der Hand umfasst und geworfen wird.
Das Spiel wird unterbrochen, wenn der Torhüter durch einen abgeschossenen Puck an der Maske getroffen wird. Folgt jedoch unmittelbar auf den Treffer an der Maske ein Nachschuss mit dem Ergebnis eines Tors, so zählt dieses Tor als regulärer Treffer. Dies gilt nicht, wenn der Schiedsrichter das Spiel bereits vorab unterbrochen hat.
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