3. Februar 2010
Der Bobsport zählt zu einer der anspruchsvollsten und spektakulärsten Präzisionssportarten im Winter überhaupt. Auch auf die Zuschauer übt das Bobfahren eine große Faszination aus, denn hier verbindet sich ausgefeilte Technik mit fahrerischem Können zu einem absoluten Geschwindigkeitsrausch. Doch all dies wäre nicht möglich ohne exzellente, genau ausgeklügelte und optimal präparierte Eisbahnen. Mehr darüber können Sie hier erfahren.
Die meisten Eisbahnen für den Bobsport sind zwischen 1.200 Metern und 1.600 Metern lang. Bis auf wenige Ausnahmen handelt es sich dabei um künstlich angelegte Bahnen, also so genannte Kunsteisbahnen. Ihr Aufbau ist ausgeklügelt und wird den Anforderungen des Bobsports angepasst. Der Durchmesser und die Neigung der Kurven sind exakt kalkuliert. Die Zentrifugalkräfte, die bei hoher Fahrt auf den Bobschlitten wirken, müssen in diese Überlegungen mit ein bezogen werden, um Unfälle und schwere Stürze so gut es geht zu vermeiden.
Die Bobbahn ist betoniert und wird dann mittels eines integrierten Kühlapparats künstlich vereist. Ebenso muss das Eis während der Nutzung in der Gefriertemperatur gehalten werden.
Weltweit gibt es nur wenige Bobbahnen. Auch deshalb ist der Bobsport so exotisch, da es für den Breitensport nahezu keine Trainingsmöglichkeiten gibt. Auch die Austragungsorte für Wettbewerbe sind durch die geringe Anzahl der Bobbahnen begrenzt und geografisch bereits vorgegeben.
In Deutschland gibt es vier Bobbahnen: In Winterberg, in Schönau (Königssee), in Altenberg und in Oberhof. Schönau, im Ortsteil Königssee, befindet sich die erste Kunsteisbahn der Welt. Die Eisbahn in Altenberg gilt als die am schwierigsten zu fahrende Bahn der Welt. Auf der Bobbahn in Oberhof finden mittlerweile jedoch keine internationalen Bob-Wettkämpfe mehr statt.
Weltweit verfügen nahezu alle Bobbahnen über Kunsteis. Lediglich in St.-Moritz hält sich noch eine Natureisbahn, auf der auch Weltcup Rennen gefahren und internationale Wettkämpfe ausgetragen werden. In den Jahren 1928 und 1948 wurden in St.-Moritz sogar die Rennen der Olympischen Winterspiele durchgeführt.
Die Eisbahnen, die für den Bobsport konzipiert werden, können außer dem Skeleton- und dem Rennschlittenfahren sonst für keine andere Sportart genutzt werden. Sie sind langgezogene Halbröhren mit steilem Gefälle. Es wäre vermessen anzunehmen, dass man als Freizeitsportler eine solche Bobbahn mit einem Schlitten oder herkömmlichen Sportgerät befahren könne. Bobbahnen sind ausschließlich dem Bobsport vorbehalten.
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