29. Juli 2010
Viele Hobbytaucher träumen davon, sich auch einmal am Wracktauchen zu versuchen. Es sind die Geheimnisse der Vergangenheit und des Meeres, die hier locken. Die Hoffnung, Neues zu entdecken oder gar einen alten, gesunkenen Schatz bergen zu können, existiert nicht nur in Kinderträumen. Doch das Wracktauchen ist eine gefährliche und anspruchsvolle Unternehmen. Daher sollte der Taucher nicht nur erstklassig geschult und auf die schwierigen Aufgaben und Situationen vorbereitet sein, sondern auch über eine gute und hilfreiche Ausrüstung verfügen. Dazu gehören die unterschiedlichsten Dinge.
In erster Linie verfügt der Wracktaucher über die standardisierte Tauchausrüstung mit Tauchanzug, Maske, Atemgeräten und Flossen. Nähert er sich dem Wrack nur von außen, weil er zum Beispiel seinen äußeren Bewuchs untersuchen möchte, so ist diese Ausrüstung im großen und ganzen ausreichend. Sollen Proben entnommen werden, was häufig der Fall ist, so muss er geeignetes Werkzeug zur vorsichtigen Entnahme der Proben und entsprechende Transportbehälter mit sich führen. Um bei der Arbeit optimale Sichtverhältnisse zu generieren, kann eine Stirnlampe eingesetzt werden. Vor allem in zunehmenden Tiefen ist eine gute Ausleuchtung besonders wichtig.
Die meisten Wracks werden sehr schnell von Tieren und Pflanzen als neuer Lebensraum genutzt. Deshalb kann es vorkommen, dass größere und kleinere Fische oder Meeresbewohner sich vom Wracktaucher in ihrem neuen Lebensraum gestört fühlen. Manche erschrecken den Taucher einfach nur durch ihre Anwesenheit, andere dagegen flüchten oder suchen ihren Schutz im aktiven Angriff. Wer ein Wrack betaucht, sollte sich also vorab erkundigen, mit welchen Tieren in der Region zu rechnen sein muss, und wie man sich am besten gegen sie schützt. Fangnetze, Harpunen oder Messer sollten jedoch möglichst sparsam und nur im Notfall eingesetzt werden.
Viele Wracks werden auch zu Dokumentationszwecken betaucht. Das Mitführen einer Unterwasserkamera kann deshalb besonders sinnvoll sein, um wichtige oder besonders interessante Details im Bild fest zu halten. Häufig gelingt die wissenschaftliche Auswertung von Entdeckungen nur anhand eindeutigen Bildmaterials. Werden die Tauchgänge auf einen überdurchschnittlich langen Zeitraum ausgedehnt, so ist es wichtig, ausreichend Atemgas in der richtigen Zusammensetzung mit zu führen. Auch wenn Wracks im Inneren betaucht werden, müssen Sicherungsmaßnahmen ergriffen werden. So ist eine Sicherungsleine notwendig, die dem Taucher die Orientierung beim Rückzug erleichtert und über die er Kontakt zu seinem Begleittaucher nach außen halten kann.
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