15. Juli 2010
Das Synchronspringen ist eine Variante des Kunst- und Turmspringens, bei der zwei gleichgeschlechtliche Sportler oder Sportlerinnen den identischen Sprung zeitgleich und möglichst komplett synchron ausführen. Durch die geforderte Synchronität erhöht sich das Anforderungsprofil und ganz besondere Perfektion beim Sprung ist gefragt. Das Zusammenspiel der beiden Athleten ist es, was den Sport besonders für Zuschauer so sehr attraktiv macht. Die Sprünge und Sprungformen selbst sind weitgehend identisch mit denjenigen des Einzelspringens. Einige bedeutende Sprünge stellen wir Ihnen hier vor.
Sie gehören zu den beliebtesten und spektakulärsten Figuren und sind bei der Ausführung eindeutig erkennbar. Unterschieden wird zwischen dem "normalen" und dem "fliegenden" Salto. Der normale Salto wird komplett gehechtet oder gehockt, beim fliegenden Salto wird mindestens die erste Hälfte des Sprunges mit komplett gestrecktem Körper ausgeführt.
Bei den sehr beliebten Schrauben handelt es sich um Drehungen um die eigene Körper-Längsachse. Dabei gibt es mehrere Schwierigkeitsstufen, die meist die Anzahl der Drehungen aufnehmen. Schrauben eignen sich ideal, um mit anderen Figuren kombiniert zu werden. Häufig leitet eine Schraube einen Sprung auch ein oder aus.
Eine hohe Schwierigkeitsstufe haben auch die so genannten Handstandsprünge. Sie werden mit oder ohne Anlauf gesprungen. Der Abstoß vom Brett oder Turm erfolgt jedoch nicht mit den Füßen, sondern mit den Händen, während der Springer sich im Handstand befindet. Ein Handstandsprung wird oft mit einem Salto zu einem eigenen Sprung kombiniert.
Ausschlaggebend für die Beurteilung eines Sprungs ist auch seine Ausführung. Bei den gestreckten Sprüngen bleibt der Körper gerade und durchgestreckt, solange das gestreckte Element des Sprungs ausgeführt wird. Diese Sprünge sind genauso schnell wie gehockte oder gehechtete Sprünge, wirken aber durch das größere Drehmoment optisch gerne etwas langsamer. Sie sind für den Zuschauer sehr gut zu erkennen.
Bei den gehechteten Sprüngen erfolgt der Absprung meist mit Anlauf vom Brett oder Turm. Entgegen der angenommenen Sprungrichtung, die der Zuschauer automatisch erwartet, begibt sich der Athlet beim gehechteten Sprung jedoch im Flug in eine umgekehrte Sprungrichtung. Das heißt, die Schwungrichtung des Anlaufs wird verkehrt.
Bei den gehockten Sprüngen bleibt die Sprungrichtung identisch zur Anlaufrichtung. Der Körper des Athleten bewegt sich in der natürlich anmutenden Flugbahn und Richtung weiter. Deswegen sehen gehockte Sprünge einfacher aus als gehechtete Sprünge, dies täuscht jedoch.
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