1. Juli 2010
Ein ganz wichtiger Bestandteil einer jeden Segelausbildung ist das Erlernen und Verstehen der typischen Segelknoten. Sie gibt es in ungeahnter Vielfalt und Komplexität, und manche davon erschließen sich auch dem geübten Segler erst nach geraumer Zeit. Wozu die einzelnen Segelknoten benötigt werden und worin ihre Besonderheiten liegen, erfahren Sie hier anhand der gebräuchlichsten Beispiele.
Mit der Endacht werden Seilenden von Schot oder Fall gesichert. So können sie nicht durch Block oder Seilklemme rutschen oder ganz im Mast verschwinden. Zur Sicherheit müssen am Ende der Endacht mindestens 10 cm Seil stehen gelassen werden.
Der Palstek bildet eine sehr feste Seilschlaufe. Meist wird er genutzt, um das Schot am Schothorn zu befestigen. Doch auch beim Anlegen wird der Palstek genutzt, um Leinen über den Poller zu werfen. Ebenfalls kann man den Palstek optimal einsetzen, wenn zwei gleich starke Leinen miteinander verbunden werden müssen. Das lose Ende des Palstek muss immer außen zu liegen kommen.
Mit dem Schotstek werden meist zwei Leinen verbunden, zum Beispiel wenn Festmacher verlängert werden müssen. Bei ungleich dicken Leinen oder sehr starren Leinen kann der Schotstek zur Sicherheit zweimal hintereinander geknüpft werden.
Mit dem Kreuzknoten werden zwei gleich dicke Leinen verbunden, wie zum Beispiel die Reffbändsel. Wird der Kreuzknoten falsch geknüpft, so löst er sich.
Er wird dazu benutzt, den Fender an der Reling festzubinden. Zur Sicherheit muss die Fenderhöhe richtig abgemessen werden. Sie hängt von der Höhe der Hafenmauer und der Bordwand ab. Soll das Boot länger liegen, müssen Fenderknoten zusätzlich mit Slip-Schlaufe gesichter werden.
Mit dieser Technik werden die Festmacher auf der Festmacherklampe belegt. Wichtig ist es, den Festmacher immer zuerst unter dem weiter entfernten Ende der Klampe durchzuziehen. Der Kopfschlag ist korrekt, wenn alle Leinen über Kreuz liegen.
Sie werden als Festmacher an Pfahl oder auf Poller eingesetzt und mit einem halben Schlag gesichert.
Soll eine dünne Leine an einem dicken Tau oder ein Tau an einer Trosse festgemacht werden, dann kommt der Stopperstek zum Einsatz. Der Durchmesser der dünnen Leine darf dabei maximal 2/3 des Durchmessers der dicken Leine betragen. Die Drehrichtung muss immer gleich sein.
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