23. Juni 2010
Schwimmabzeichen sind kleine Gütesiegel für die Schwimmfähigkeit, die in einer Prüfung beim Bademeister oder befugten Schwimmlehrer zu erhalten sind. Dabei sind die Anforderungen für jedes Schwimmabzeichen deutschlandweit einheitlich und genau definiert. Am häufigsten werden Schwimmabzeichen von Kindern und Jugendlichen erworben, jedoch gibt es auch einige Abzeichen, die speziell für Jugendliche und Erwachsene konzipiert sind. Die bekanntesten Schwimmabzeichen stellen wir Ihnen hier kurz vor.
Mit dem Erwerb des Seepferdchen Abzeichens enden die meisten Schwimmkurse für Kinder zwischen 5 und 7 Jahren. Nach einem Sprung vom Beckenrand muss das Kind ohne Hilfsmittel und Pausen am Beckenrand die Distanz von 25 Metern selbständig überwinden. Die Schwimmart ist dabei nicht vorgegeben.
Ein Abzeichen für fortgeschrittene und sichere Schwimmer ist das Deutsche Jugendschwimmabzeichen Bronze. Der Schwimmer muss einen Sprung vom Beckenrand zeigen und anschließend 200 Meter in freiem Schwimmen zurück legen. Dazu dürfen höchstens 15 Minuten benötigt werden. Anschließend wird ein Gegenstand aus 2 Metern Wassertiefe herauf getaucht. Ein Sprung vom 1-Meter-Brett oder ein Startsprung vom Startblock sind zudem zu absolvieren. Wichtig ist hier auch bereits die Kenntnis der Baderegeln.
Nach einem Startsprung müssen 400 Meter in höchstens 25 Minuten zurück gelegt werden. 100 Meter dieser Strecke sind in Rückenlage zu absolvieren. Das Tieftauchen besteht aus zwei Tauchgängen in eine Tiefe von zwei Metern. Anschließend wird über 10 Metern Streckentauchen gezeigt, und ein Sprung aus 3 Meter Höhe absolviert. Die Kenntnis von Baderegeln wird ebenfalls verlangt.
Dieses Schwimmabzeichen wird meist nur von Jugendlichen abgelegt, die aktiv in einem Schwimmverein trainieren, da die Anforderungen vergleichsweise hoch sind. 600 Meter müssen in weniger als 24 Minuten geschwommen werden. 50 Meter Brustschwimmen in 70 Sekunden stellen eine schnelle Schwimmeinheit dar. Gezeigt werden müssen 25 Meter Kraulschwimmen und 50 Meter Rückenschwimmen jeweils mit Grätschschwung und ohne Armtätigkeit oder in stilistisch korrekter Lage. Beim Streckentauchen sind 15 Meter zu überwinden. Beim Tieftauchen müssen drei Tauchringe aus einer Tiefe von zwei Metern innerhalb von drei Minuten mit höchstens drei Tauchversuchen herauf geholt werden. Nach dem Sprung aus 3 Metern Höhe erfolgen 50 Meter Transportschwimmen, ziehend und schiebend. Der Prüfling muss die Badregeln und die Regeln zur Selbstrettung kennen.
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